DE227101C - - Google Patents
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- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04M—TELEPHONIC COMMUNICATION
- H04M15/00—Arrangements for metering, time-control or time indication ; Metering, charging or billing arrangements for voice wireline or wireless communications, e.g. VoIP
- H04M15/10—Metering calls from calling party, i.e. A-party charged for the communication
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
- Signal Processing (AREA)
- Interface Circuits In Exchanges (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 227101 -KLASSE 21 a. GRUPPE
Zusatz zum Patente 215171 vom 26. Juli 1908.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 20. Februar 1910 ab. Längste Dauer: 25. Juli 1923.
Das Patent 215171 schützt eine Schaltung
für Gesprächszähler, bei der der Zählerstromkreis nur hergestellt werden kann, nachdem
er durch ein Vorbereitungsrelais vorbereitet ist, das seinerseits von einem die Leitung auf
Gestörtsein prüfenden Relais abhängig ist. Die vorliegende Erfindung hat insbesondere eine
verbesserte Anordnung des letztgenannten Störungsrelais zum Gegenstande. Gemäß der Erfindung
wird nämlich das die Erregung des Vorbereitungsrelais regelnde Störungsrelais durch bei Herstellung der Verbindung in Tätigkeit
gesetzte Einrichtungen (Ruf- und Sprechumschalter) nur vorübergehend an die zu
prüfende Leitung angeschaltet. Nach bewirkter Prüfung treten dann selbsttätig derartige Umschaltungen
ein, daß eine Beeinflussung des Relais durch bei oder nach Entsendung von Rufstrom eintretende Änderungen im Leitungszustande
ausgeschlossen ist.
In der Zeichnung sind einige Ausführungsformen der Erfindung dargestellt, wobei die
in gebräuchlicher Weise geschalteten Einrichtungen, insbesondere der gemäß dem Hauptpatent
geschaltete Zähler, nicht mit dargestellt sind.
Bei der in Fig. 1 dargestellten Einrichtung wird das Störungsrelais StR beim Umlegen des
Sprechumschalters H in die Ruflage über einen Kontakt 1 an die Spitze des Verbindungsstöpsels FS gelegt. Hierauf wird ein Relais BR
über einen Sprechumschalterkontakt 2 an den δ-Zweig der Stöpselsehnur und der Teilnehmerleitung
gelegt. Während das Relais BR beim Umlegen des Sprechumschalters durch einen
Stromfluß von der Amtsbatterie ZB über BR, Kontakt 2, δ-Zweig der Stöpselschnur, die
Buchsenleitung und die δ-Wicklung des Anrufrelais AR nach Erde stets zum Ansprechen
kommt, erhält das Störungsrelais StR nur Strom, wenn der «-Zweig der Leitung durch
einen Erdschluß gestört ist, weil im normalen Zustande der Leitung die an der Wicklung 3
des Störungsrelais liegende Batterie und diejenige an der «-Wicklung des Anruf relais AR
gegeneinander geschaltet sind.
War die Leitung in der erwähnten Weise gestört, so wird das durch Einwirkung seiner
Wicklung 3 ansprechende Relais StR den Kontakt 4 schließen und dadurch einen Strom
von der Batterie ZB über 4, seine Wicklung 5 und den durch das Relais BR geschlossenen
Kontakt 6 nach Erde veranlassen, durch den StR erregt gehalten wird. Durch Offenhalten
des Kontaktes 7 verhindert es auf diese Weise die Erregung von VR. Über den gleichzeitig
mit Kontakt 6 geschlossenen Kontakt 8 von BR wird ein Hilfsrelais HR unter Strom gesetzt,
das am Kontakt 9 das Störungsrelais von der Teilnehmerleitung abschaltet und an seiner
Stelle über Kontakt 10 die Rufstromquelle RM und ein Rufrelais RR einschaltet, so daß über
den Kontakt 1 des Rufschalters H der Rufstrom durch die Leitungen α, b zum Teilnehmer
und über das Anruf relais AR zur Rufstromquelle zurückfließt. Das Relais RR schließt
beim Abgehen des Rufstromes einen Kontakt ii, der bei normalem Zustande der Teilnehmer-
.5 leitung die endgültige Herstellung des Erregungsstromkreises
für das Vorbereitungsrelais VR bewirkt. Wird der Sprechumschalter
H aus der Rufstellung wieder in die dargestellte Durchsprechstellung zurückgeführt, so
ίο gehen die Einrichtungen wieder in die Anfangslage
zurück. Wenn beim Melden des Teilnehmers der α-Zweig mit dem δ-Zweig verbunden
wird, kann infolge der Abschaltung beim Kontakt ι eine Beeinflussung des Relais StR
nicht mehr eintreten.
Die gleichen Vorgänge bis auf das Ansprechen des Störungsrelais StR treten auch
ein, wenn die zum Teilnehmer führende Leitung nicht gestört ist. In diesem Falle wird
die mit dem Abgeben des Rufstromes bewirkte Schließung des Kontaktes 11 einen Stromfluß
von der Batterie ZB über den Kontakt 7, den Kontakt 11 und die Wicklung 12 des Vorbereitungsrelais
VR nach Erde veranlassen, das dann in der im Hauptpatent geschilderten Weise
den Zählerstromkreis vorbereitet.
Bei der durch Fig. 2 dargestellten Aüsführungsform ist das Störungsrelais mit zwei auf
einen Kipp- oder Umleganker in entgegengesetzter Richtung einwirkenden Wicklungen R
und P versehen. Wird hier der Schalter H in die Ruflage umgelegt, so wird bei gestörter
Leitung ein Strom von der Batterie ZB über die Wicklung P von StR, den Kontakt 13 von H
und den α-Zweig der Stöpselschnur nach Erde Zustandekommen. Der von RM über die Wicklung
R und die Kontakte 14 und 13 nach α
fließende Rufstrom wird, sofern P durch Gleichstrom erregt ist, nicht imstande sein, den Umleganker
G des Relais StR nach der Seite der Wicklung R umzulegen, so daß eine Einschaltung
des Relais VR über den Kontakt 15 nicht zustande kommt. Bei ungestörter Leitung dagegen
ist P stromlos, und der durch R fließende Rufstrom kann in diesem Falle die Umlegung
des Ankers und die Schließung des Kontaktes 15 hervorrufen, so daß die Vorbereitung des
Zählerstromkreises zustande kommt. Meldet sich der gerufene Teilnehmer noch während
des Rufes, so wird P infolge der Erdung des α-Zweiges zwar Strom über den Zweig b erhalten,
dieser ist aber nicht imstande, den bereits umgelegten Anker zurückzuführen.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 ist das Störungsrelais in zwei getrennte Relais P und R
zerlegt, die sich gegenseitig beeinflussen. Wird hier der Sprechumschalter H in die Ruflage
gebracht, so kommt ein Gleichstromfluß von der Batterie ZB über eine Drosselspule Dr, die
Relaiswicklung P, den Schalterkontakt 13 und den α-Zweig der Stöpselschnur nach Erde zustande,
sofern die Leitung gestört ist. Das infolgedessen erregte Relais P wird den Kontakt
16 öffnen, so daß der über den Kontakt 14 an den α-Zweig der Leitung gelegte Rufstrom
jetzt R nicht durchfließen kann. Demnach wird der Anker von R in der Ruhelage verbleiben,
und die Einschaltung des Relais VR kommt nicht zustande. War dagegen die Leitung
nicht gestört, so wird R durch den Rufstrom zum Ansprechen kommen, wird den
Kontakt 17 öffnen und dadurch das Relais P unwirksam machen, anderseits den Kontakt 18
schließen und dadurch VR unter Strom setzen. Auch hier sind Störungen beim Melden des
gerufenen Teilnehmers ausgeschlossen.
Es liegt häufig die Aufgabe vor, eine Weiterschaltung des Zählers eines anrufenden Teilnehmers
bei gewissen .Verbindungen, z. B. mit Dienst- oder Meldestellen, zu verhindern. Bei
den Ausführungsformen nach Fig. 2 und 3 der Erfindung kann dies durch eine gemäß Fig. 2 a
getroffene Anordnung der Amtsklinken der zu den betreffenden Stellen führenden Leitungen
erreicht werden. Beim Stöpseln derartig ausgebildeter Klinken wird ein Kontakt 19 geschlossen,
mittels dessen der α-Zweig der be-, treffenden Leitung über einen Widerstand w ·
an Erde gelegt wird. Dieser künstlich geschaffene Erdschluß verhindert durch Einwirkung auf die
Störungsrelaiswicklung P die Erregung des Vorbereitungsrelais für die Zähler des anrufenden
Teilnehmers, und es kann somit eine Gesprächszählung nicht zustande kommen.
Claims (5)
1. Schaltungsanordnung für Gesprächszähler in Fernsprechämtern nach Patent
215171, dadurch gekennzeichnet, daß das
die Leitung prüfende und die Erregung des Zählervorbereitungsrelais (VR) regelnde
Störungsrelais (StR) durch bei Herstellung der Verbindung in Tätigkeit gesetzte Einrichtungen
(Ruf- und Sprechumschalter H) nur vorübergehend an die zu prüfende. Leitung
(a) gelegt wird, und daß nach bewirkter Prüfung selbsttätig derartige Umschaltungen
bewirkt werden, daß das Relais (StR) durch bei oder nach Entsendung des
Rufstromes (RM, RR, 10, 1, Schhurader α,
VS, Leitung α, Teilnehmer, b, AR, Erde, RM) eintretende Änderungen im Zustande
der geprüften Leitung nicht mehr beeinflußt wird. .
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Umschaltung des
Störungsrelais (StR) mittels eines an die eine Schnur ader (b) angelegten Relais (BR)
und eines von diesem abhängigen Hufsrelais (HR) erfolgt, wobei der Erregungsstromkreis (Erde, Batterie, BR, 2, b, VS, b,
AR, Erde) für das erstere (BR) erst nach Herstellung des Prüfungsstromkreises (Erde,
Batterie, 3, 9, i", VS, Erdschluß) durch den Sprechumschalter (H) oder ein dessen
Funktionen ersetzendes Schaltorgan geschlossen wird.
3. Anordnung nach Anspruch i, dadurchegkennzeichnet,
daß das Störungsrelais (StR) als Relais mit zwei in entgegengesetzter Richtung
auf einen gemeinsamen Anker (Umleganker, Kippanker G) wirkenden Wicklungen (P, R)
ausgebildet ist, die derart in den Prüfstrombzw. Rufstromkreis (ZB, P, 13, a, VS, Erdschluß
in α bzw. ZB, RM, R, 14,13, a, VS, a,
Teilnehmer, b, AR, Erde, ZB) eingeschaltet sind und den Erregungsstromkreis des Vorbereitungsrelais
(VR) beherrschen, daß im normalen betriebsfähigen Zustand der Leitung (a, b) der Rufstrom vermittels der
einen Wicklung (R) das Vorbereitungsrelais (VR) einschaltet, während bei gestörtem
Leitungszustand der Leitungsprüfstrom mittels der zweiten Wicklung (P) die Einschaltung des Vorbereitungsrelais
(VR) verhindert.
4. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Vorbereitungsrelais (VR) von zwei in Wechselwirkung
zueinander stehenden, die Leitung prüfenden Relais (R, P) derart beherrscht wird, daß
beim Ansprechen des einen Relais (Prüfrelais P) das andere Relais (Rufrelais R) abgeschaltet
und die Erregung des Vorbereitungsrelais (VR) verhindert wird, während
beim Nichtansprechen des Prüfrelais (P) das Rufrelais (R) erregt wird, so daß
das erstere (P) ab- und das Vorbereitungsrelais angeschaltet wird.
5. Anordnung nach Anspruch 3 und 4, bei welcher zwecks Verhinderung des Zählens
von Dienstgesprächen u. dgl. durch Stöpseln der Klinken an den Leitungszweig (a) der betreffenden Leitungen (a, b)
ein geerdeter Widerstand (w) angelegt wird, dadurch gekennzeichnet, daß durch diesen
Erdanschluß (w) das Prüfrelais (P) zum Ansprechen gebracht wird, welches den
Störungszustand hervorruft und ein Ansprechen des Zählervorbereitungsrelais (VR)
ausschließt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
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Families Citing this family (1)
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