DE254102C - - Google Patents

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DE254102C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07KPEPTIDES
    • C07K16/00Immunoglobulins [IG], e.g. monoclonal or polyclonal antibodies
    • C07K16/12Immunoglobulins [IG], e.g. monoclonal or polyclonal antibodies against material from bacteria
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07KPEPTIDES
    • C07K16/00Immunoglobulins [IG], e.g. monoclonal or polyclonal antibodies
    • C07K16/08Immunoglobulins [IG], e.g. monoclonal or polyclonal antibodies against material from viruses

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  • Medicines Containing Antibodies Or Antigens For Use As Internal Diagnostic Agents (AREA)
  • Medicines Containing Material From Animals Or Micro-Organisms (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 254102 KLASSE 30h. GRUPPE
is^^nkheiten.
Verfahren zur Herstellung von Schutz- und Heilmitteln gegen Infekf Patentiert im Deutschen Reiche vom 19. Februar 1911 ab.
Es wurde die sehr überraschende Beobachtung gemacht, daß Bakterien oder Virusarten, wenn man sie mit Lösungen von Seife oder mehrwertigen Alkoholen, z. B. Glycerin, kocht, in ihrem spezifisch antigenen Verhalten nicht beeinflußt werden, während beim Kochen der Infektionserreger mit Wasser die immunisierenden Stoffe völlig vernichtet werden. Hierauf ist es auch zurückzuführen, daß es bisher nicht gelungen ist, mit Infektionserregern, die ohne diese Substanzen gekocht wurden, eine Schutz- und Heilwirkung zu erzielen.
Das vorliegende Verfahren unterscheidet sich grundsätzlich von demjenigen der Patentschrift 101255. Bei dem letzteren handelt es sich um das Aufschließen von Tuberkelbazillenrückständen behufs Gewinnung von Tuberkulosegiften, von sogenannten Endotoxinen, die lediglich Antikörper gegen das Tuberkulin bilden, aber völlig ungeeignet sind zur Hervorrufung einer echten Immunität. Nach dem Verfahren der erwähnten Patentschrift werden bereits extrahierte, entfettete und zerkleinerte Tuberkelbazillen mit Wasser, wässerigem Glycerin, Salzlösungen o. dgl. unter Luftabschluß auf etwa 150° erhitzt. Bei dieser Temperatur werden die Antigene, deren Erhaltung das Ziel des vorliegenden Verfahrens ist, zerstört. Nach dem vorliegenden Verfahren läßt, man Lösungen von Seife oder von Glycerin bei Kochtemperatur einwirken, und zwar auf Vollbak- -erien, also nicht auf bereits extrahierte, entfettete oder zerkleinerte Bakterien oder Virasirten. Für das Verfahren der Patentschrift :oi255 ist die Vorbehandlung der Bakterien durch Extraktion, Entfettung und Zerkleinerung von Bedeutung, da auf diese Weise die hochwertigen Gifte erhalten werden.
Die in der Patentschrift 197887 als Unterbrechungsmittel für die Einwirkung von GIycerin erwähnte Destillation hat ersichtlich nichts mit dem vorliegenden Verfahren zu tun. Um die Einwirkung des Glycerins, die selbst bei 370 erfolgt, durch Destillation zu unterbrechen, also das Glycerin zu entfernen, würde man, da es immer konzentrierter wird, schließlich auf so hohe Temperaturen kommen, daß die wertvollen Antigene vernichtet werden. Es ist deshalb die beispielsweise erwähnte Destillation als Unterbrechungsmittel auch für die Zwecke der Patentschrift 197887 nicht einmal brauchbar.
Beispiele:
1. 0,5 g sporenhaltige Milzbrandbazillen werden mit 20 ecm einer 2prozentigen Lösung von Natrium oleinicum 15 Minuten lang gekocht.
Spritzt man von der so erhaltenen Emulsion einem Kaninchen 5 bis 10 ecm unter die Haut, so widersteht es einer nachfolgenden Milzbrandinfektion, während unbehandelte Tiere oder solche Tiere, die mit in Wasser gekochtem Sporenmaterial vorbehandelt sind, der Infektion unterliegen.
2. 20 ecm Blut eines schweinepestkranken Tieres werden mit 40 ecm Glycerin versetzt und 20 Minuten gekocht.
Spritzt man von der Emulsion 10 ecm einem Schweine unter die Haut, so ist es gegen
eine nachfolgende Infektion von Schweinepest immun.
Zur besseren Verteilung der Emulsion kann sie beim Erhitzen oder auch nachher in geeigneten Apparaten geschüttelt werden.
Behandelt man Pferde oder andere geeignete Tiere mit einer Emulsion der so abgetöteten Bakterien oder Virusarten, so haufen sich nach mehreren Injektionen die Antikörper im Blut an, aus dem in üblicher Weise ein Schutz- und Heilserum gewonnen werden kann.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zur Herstellung von Schutz- und Heilmitteln gegen Infektionskrankheiten, dadurch gekennzeichnet, daß man unextrahierte und unentfettete Virusarten oder Bakterien, gegebenenfalls unter Schütteln, mit Lösungen von Seife oder mehrwertigen Alkoholen auf Kochtemperatur erhitzt, worauf man eventuell die so erhaltenen Emulsionen Tieren injiziert und aus dem Blut der Tiere das Serum in üblicher Weise gewinnt.
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