AT63417B - Verfahren zur Herstellung von Schutz- und Heilmitteln gegen Infektionskrankheiten. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Schutz- und Heilmitteln gegen Infektionskrankheiten.

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  Verfahren zur Herstellung von Schutz- und Heilmittein gegen Infektionskrankheiten. 



   Es wurde die sehr überraschende Beobachtung gemacht, dass Bakterien oder Virusarten, wenn man sie mit Lösungen von Seife oder mehrwertigen Alkoholen, z. B. Glyzerinen, Mannit oder Zuckerarten, kocht, in ihrem spezifisch antigenen Verhalten nicht beeinflusst werden, während beim Kochen der Infektionserreger mit Wasser die immunisierenden Stoffe völlig vernichtet werden. Hierauf ist es auch zurückzuführen, dass es bisher nicht gelungen ist, mit Infektionserregern, die ohne diese Substanzen gekocht wurden, eine Schutz- und Heilwirkung   Zll   erzielen,
Das vorliegende Verfahren unterscheidet sich grundsätzlich von demjenigen des D. R. P. Nr. 101255.

   Bei diesem handelt es sich um das Aufschliessen von Tuberkelbazillenrückständen behufs Gewinnung von Tuberkulosegiften, von sogenannten Endotoxinen, die lediglich Antikörper gegen das Tuberkulin bilden, aber ganz ungeeignet sind zur Hervorrufung einer echten   Immunität.   Nach dem Verfahren des erwähnten Patentes werden bereits extrahierte, entfettete und zerkleinerte Tuberkelbazillen mit Wasser, wässerigem Glyzerin, Salzlösungen oder dgl. unter   Luftabschluss   auf etwa 1500 erhitzt. Bei dieser Temperatur werden die Antigene, deren Erhaltung das Ziel vorliegenden Verfahrens ist, zerstört.

   Der
Erfindung gemäss lässt man Lösungen von Seife oder von Glyzerin bei Kochtemperatur ein- wirken, und zwar auf Vollbakterien, also nicht auf bereits extrahierte, entfettete und zer- kleinerte Bakterien oder   Virusarton.   Für das Verfahren des D. R. P. Nr.   101255   ist die Vorbehandlung der Bakterien durch Extraktion, Entfettung und Zerkleinerung von Bedeutung, da auf diese Weise die hochwertigen Gifte erhalten werden. 



   Von dem in dem D. R. P. Nr. 213629 beschriebenen Verfahren, nach   welchem Tuberkel-   bazillen mit einer Lösung von   ölsaurem   Natrium bei 37"geschüttelt werden und die Emulsion alsdann bei ungefähr 720 erhitzt wird, unterscheidet sich vorliegendes Verfahren durch die Einwirkung der Agenzien bei Siedehitze. Es ist neu und überraschend, dass sich die so gewonnenen Emulsionen doch in   hohem Masse   zu   Immunisierungazwecken   eignen. 



  Die Bedeutung des Verfahrens ergibt sich besonders auch daraus, dass man hienach wirksame Schutz-und Heilmittel gegen Milzbrand gewinnen kann,   wälzend das nach   dem
Verfahren des D. R.   P. Nr. 213629 nicht möglich   ist, weil    Milzbrandspol'en   durch Erhitzen mit   ölsaurem   Natrium auf 72  nicht abgetötet werden. 



   Die im D. R. P. Nr. 197887 als   Unterbrechungsmittel für   die Einwirkung von Glyerzin erwähnte Destillation hat ersichtlich nichts mit dem vorliegenden Verfahren zu tun. Um die Einwirkung des Glyzerins, die selbst bei 37  erfolgt, durch Destillation zu unterbrechen, also das Glyzerin zu entfernen, würde man, da es immer konzentrierter wird, schliesslich auf so hohe Temperaturen kommen, dass die wertvollen Antigene vernichtet werden. Es ist deshalb die beispielsweise erwähute Destillation als Unterbrechungsmittel auch für die
Zwecke des D. R. P. Nr.   197887   nicht einmal brauchbar. 



     B e i s p i e l e: l. 0#5 g sporenhaltige Milzbrandbazillen   werden mit   20 ce3   einer   2"/Qigen Lösung   von ölsaurem natrium 15 Minuten lang gekocht. Spritzt man von der so 
 EMI1.1 
 einer nachfolgenden Milzbrandinfektion, während unbehandelte Tiere oder solche Tiere, die mit in   Wasser gekochtem Sporenmaterial vorbehandelt sind,   der Infektion unterliegen. 



   2. 20 cm3 Blut eines   schweinepestkrankcn Tieres   werden mit 40   cMt   Glyzerin versetzt und 20 Minuten gekocht. Spritzt man von der Emulsion   10 oma einem   Schweine unter die Haut, so ist es gegen eine nachfolgende Infektion von   Schweinepest   immun. 



   Zur besseren Verteilung der Emulsion kann sie beim Erhitzen oder auch nachher in geeigneten Apparaten geschüttelt werden. 



   Behandelt man Pferde oder andere geeignete Tiere mit einer Emulsion der so   ab-     getöteten Hakterien   oder Virusarten, so häufen sich nach mehreren Injektionen die Anti-   körper im Blute   an, aus dem in üblicher Weise ein   Schutz-und Heilserum   gewonnen worden kann. 
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 dadurch gekennzeichnet, dass man unextrahierte und uneutfettete Virusarten oder Bakterien. gegebenenfalls unter Schütteln, mit Lösungen von Seife oder mehrwertigen Alkoholen auf Kochtemperatur erhitzt. 

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Claims (1)

  1. 2. Verfahren zur Herstellung von Schutz- und Heilmitteln gegen Infektionskrankheiten, dadurch gekennzeichnet, dass man Emulsionen der gemäss Anspruch 1 behandelten Bakterien oder Virusarten Tieren injizissrt und aus dem Blute der Tiere das Serum in üblicher Weise gewinnt. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT63417D 1911-02-18 1912-02-10 Verfahren zur Herstellung von Schutz- und Heilmitteln gegen Infektionskrankheiten. AT63417B (de)

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