DE253208C - - Google Patents
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- DE253208C DE253208C DENDAT253208D DE253208DA DE253208C DE 253208 C DE253208 C DE 253208C DE NDAT253208 D DENDAT253208 D DE NDAT253208D DE 253208D A DE253208D A DE 253208DA DE 253208 C DE253208 C DE 253208C
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- dampening roller
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-
- D—TEXTILES; PAPER
- D02—YARNS; MECHANICAL FINISHING OF YARNS OR ROPES; WARPING OR BEAMING
- D02G—CRIMPING OR CURLING FIBRES, FILAMENTS, THREADS, OR YARNS; YARNS OR THREADS
- D02G3/00—Yarns or threads, e.g. fancy yarns; Processes or apparatus for the production thereof, not otherwise provided for
- D02G3/02—Yarns or threads characterised by the material or by the materials from which they are made
- D02G3/08—Paper yarns or threads
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Rotary Presses (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 253208 -■ KLASSE 76 c. GRUPPE
KLEIN, HUNDT & CIE in DÜSSELDORF.
Bei Papierspinnmaschinen mit Anfeuchtvorrichtungen macht sich der Nachteil geltend,
daß, wenn die Maschine stillgesetzt wird, der durchfeuchtete Streifen dort-, wo er an der
Befeuchtungswalze anliegt, Schaden leidet, teils, weil er dann zu viel Flüssigkeit aufnimmt,
teils aber auch, weil bei längerem Stillstehen der Maschine der Streifen und die
Flüssigkeitsauftragewalze trocken wird und an
ίο der Walze festklebt. Infolge des Trockenwerdens
der Feuchtigkeitsauftragewalze macht sich aber noch weiter der Nachteil geltend,
daß die Maschine immer erst eine, Zeitlang betrieben werden muß, bevor die genügende
Feuchtigkeit auf den Streifen übertragen wird, und daß dann ein großer Teil der Fäden undurchfeuchtet
gesponnen wird, so daß mangelhafte Fäden entstehen.
Gegenstand der Erfindung ist nun eine Ausrückvorrichtung für Papierspinnmaschinen,
durch welche diese Nachteile vermieden werden. Sie besteht darin, daß beim Stillsetzen
der Spindeln die zu verspinnenden Papierstreifen von der Anfeuchtwalze abgerückt,
daß aber die Anfeuchtwalzen weiterbewegt werden.
Die Vorrichtung ist auf der Zeichnung dargestellt.
Fig. ι zeigt sie in Seitenansicht; die Fig. 2
und 3 zeigen sie in gleicher Ansicht, aber mit anderer Stellung der Teile; Fig. 4 ist eine
teilweise Draufsicht und Fig. 5 eine teilweise Vorderansicht des Antriebes in kleinerem
Maßstabe, während die Fig. 6 einen Querschnitt durch die Maschine schematisch veranschaulicht.
Die von den Scheibenspulen sich abwickelnden trockenen Papierstreifen laufen zwischen
Lieferwalzen 1 und von hier über Anfeuchtwalze 2, an die sie noch durch Druckrollen 3
angedrückt werden. Die Anfeuchtflüssigkeit befindet sich in einem Behälter 4, in dem die
Walze 5 läuft. Von ihr überträgt die Walze 6 die Flüssigkeit an die Walze 2. Die Lager
der Walzen 2 und 6 befinden sich in Hebeln 7, welche mit Stellschrauben 8 versehen sind, um
die Entfernung der Walzen 2 und 6 voneinander und dadurch die aufzutragende Flüssigkeitsmenge
regeln zu können. Die angefeuchteten Papierstreifen laufen zu den Spindeln, die senkrecht oder nahezu senkrecht unter
der Feuchtwalze liegen. Die Lieferwalzen 1 sind nun in Lagern 9 gelagert, die am Maschinengestell
in schlittenartigen Führungen verschiebbar angeordnet sind. Die oberen Lieferwalzen sind in zwei an den Lagern 9
befestigten Bügeln 10 gelagert, die von hier schräg abwärts und seitwärts gerichtet sind
und an ihren unteren Enden die Andrückrollen 3 tragen. An den Lagern 9 sind Zahnstangen
11 angeordnet, in welche Zahnsegmente 12 eingreifen, die auf der Achse 13 befestigt
sind. Am Maschinengestell ist ein sektorartiger Bügel ±4 angeordnet, der an
seinem Umfange mit Zahnungen versehen ist, und auf der Achse 13 ist ein Handhebel 15
befestigt, der einen Stellstift trägt, der unter der Wirkung einer Feder steht, die den Stellstift
gegen, den gezahnten Bügel und in eine Zahnlücke desselben zu pressen bestrebt ist
und wodurch der Handhebel in der eingestellten Lage gehalten wird. Wird der Hand-
hebel, nachdem man den Stellstift mittels des Griffes 16 aus einer Zahnlücke hochgezogen
hat, in der Pfeilrichtung und in die in Fig. 2 gezeichnete Lage bewegt, so werden mittels
der Zahnsegmente 12 und der Zahnstangen 11
die Lager 9 auf den schlittenartigen Führungen verschoben, und zwar so weit, daß die Lieferwalzen
seitweits über die Anfeuchtwalze hinaus zu stehen kommen, wobei die Papierstreifen
in einiger Entfernung von der Anfeuchtwalze ab senkrecht nach unten hängen» Mit den Lieferwalzen werden dabei ebenfalls
die Andrückrollen seitwärts verschoben. Gleichzeitig wird hierbei der Antrieb für die Spindein
ausgerückt. Auf der Achse 13 ist ein Hebelarm 17 befestigt, der mit einem auf der
Antriebachse 18 aufgesetzten Hebel 19 durch eine Stange 20 verbunden ist. Die Nabe des
Hebelarmes 19 ist mit mehreren nasenartigen Vorsprüngen 21 versehen, die in keilförmige
Ausschnitte 22 der Nabe eines ebenfalls auf der Antriebachse sitzenden Hebels 23 eingreifen,
der durch einen besonderen, am Maschinengestell befestigten Arm 24 in seiner Lage gehalten
wird (Fig. 1 und 4). Lose auf der Antriebachse sitzt eine Stufenscheibe 25, die
unter der Wirkung einer Feder steht, die das Bestreben hat, die Stufenscheibe und den
Hebel 19 mit den Nasen 21 in die Ausschnitte des feststehenden Hebels 23 zu pressen und
die die Stufenscheibe mit der festen Riemenscheibe 26 verbindende Reibungskupplung zu
lösen. Die Stufenscheibe 25 steht durch Antriebriemen mit einer unten im Maschinengestell
gelagerten Stufenscheibe 27 (Fig. 6) in Verbindung, von deren Achse aus die Spindeln
angetrieben werden. Beim Umlegen des Handhebels 15 wird gleichzeitig mittels des
Hebelarmes 17 und der Stange 20 der Arm 19 gedreht-, wobei er durch die unter der Federwirkung
stehende Stufenscheibe mit den Nasen in die keilförmigen Ausschnitte 22 gedrückt
wird, wobei die Stufenscheibe von der festen Riemenscheibe 26 abgerückt und dadurch die
Reibungskupplung gelöst wird. Infolgedessen werden die Spindeln stillgesetzt. Der Antrieb
der Anfeuchtwalze erfolgt von einer besonderen, auf der Antriebachse 18 sitzenden Riemenscheibe
28, die die Achse 33 antreibt (Fig. 5 und 6), von der aus die Anfeuchtwalze unter
Vermittlung eines Rädergetriebes in Umdrehung versetzt wird. Der Antrieb der Anfeuchtwalze
ist also unabhängig von dem Antriebe der Spindeln, und diese drehen sich weiter,
wenn durch Umlegen des Handhebels die Lieferwalzen verschoben und der Antrieb der
Spindeln ausgerückt wird, und zwar so lange, bis der Hauptantriebsriemen der Maschine
von der festen Scheibe 26 auf die Leerscheibe 29 verschoben wird.
Claims (4)
1. Ausrückvorrichtung für Papierspinnmaschinen mit Anfeuchtvorrichtung, dadurch
gekennzeichnet, daß beim Stillsetzen der Spindeln die Papierstreifen von der Anfeuchtwalze abgerückt werden, ohne die
Anfeuchtwalze anzuhalten.
2. Ausrückvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die die Lieferwalzen
tragenden Lager am Maschinengestell in Führungen verschiebbar gelagert und mit Zahnstangen versehen sind, in
welche Zahnsegmente eingreifen, die mittels eines an einem gezahnten Bügel einstellbaren
Handhebels (15) gedreht werden, und dabei die Lager so weit seitlich verschieben,
daß die Lief er walzen über die Anfeuchtwalze hinaus zu stehen kommen.
3. Ausrückvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die die Papierstreifen
an die Feuchtwalze andrückenden Rollen in Bügeln gelagert sind, die an den verstellbaren Lagern befestigt
sind.
4. Ausrückvorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß durch
Niederbewegen des Handhebels (15) gleichzeitig ein auf der Antriebachse lose aufgesetzter
Hebel (19) gedreht wird, der mit Nasen in keilförmige Ausschnitte eines
feststehenden Armes (23) eingreift und dadurch eine unter Federwirkung stehende Kuppelscheibe für den Antrieb der Spindeln
freigibt, wodurch die Kupplung gelöst und die Spindeln stillgesetzt werden.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE253208C true DE253208C (de) |
Family
ID=511501
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT253208D Active DE253208C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE253208C (de) |
-
0
- DE DENDAT253208D patent/DE253208C/de active Active
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