DE702156C - Wickelmaschine, insbesondere fuer Tapetenrollen - Google Patents

Wickelmaschine, insbesondere fuer Tapetenrollen

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DE702156C
DE702156C DE1939A0089457 DEA0089457D DE702156C DE 702156 C DE702156 C DE 702156C DE 1939A0089457 DE1939A0089457 DE 1939A0089457 DE A0089457 D DEA0089457 D DE A0089457D DE 702156 C DE702156 C DE 702156C
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Germany
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control shaft
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lever
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DE1939A0089457
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English (en)
Inventor
Nils Malte Nilsson
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Siefvert and Fornander AB
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Siefvert and Fornander AB
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H19/00Changing the web roll
    • B65H19/22Changing the web roll in winding mechanisms or in connection with winding operations
    • B65H19/2276The web roll being driven by a winding mechanism of the coreless type

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  • Replacement Of Web Rolls (AREA)
  • Auxiliary Devices For And Details Of Packaging Control (AREA)
  • Coating Apparatus (AREA)

Description

Tapeten werden im allgemeinen in verhältnismäßig kleinen Rollen auf den Markt gebracht, die eine Bahn bestimmter Länge enthalten. Da es aus verschiedenen Gründen nicht wünschenswert ist, die Tapeten unmittelbar, wenn sie aus der Druckmaschine kommen, zu solchen kleinen Rollen aufzuwickeln, ist es allgemein üblich, die fertigen Tapeten in großen Rollen zu lagern und erst zur Zeit der Lieferung in kleine Rollen umzuwickeln. Datei werden die Tapeten gleichzeitig auf Fehler untersucht und fehlerhafte Teile ausgeschieden.
Für diesen Zweck sind Maschinen bekannt, die die betreffenden Arbeiten selbsttätig ausführen. Bei solchen Maschinen ist bereits vorgeschlagen worden, verschiedene Arbeitsvorgänge, wie die Schneidebewegung eines Messers und das Auswerfen einer fertigen.
Rolle, durch eine von dem Maschinenantrieb ao getriebene Steuerwelle auszulösen. Dabei ist die Steuerwelle so angeordnet, daß sie während des Wickelvorganges gegen die Wirkung einer Rutschkupplung festgehalten und erst freigelassen wird und die genannten Vorgänge auslöst, wenn ein Meßkopf die gewünschte Rollenlänge abgemessen hat. Trotz des ziemlich verwickelten Aufbaues dieser bekannten Maschine ist für ein schnelles und möglichst verlustfreies Entfernen von fehlerhaften Teilen der Bahn nicht gesorgt. Durch die vorliegende Erfindung wird auch diese Aufgabe in einfacher und zuverlässiger Weise gelöst und gleichzeitig eine Vereinfachung der gesamten Maschine sowie eine gesteigerte Leistungsfähigkeit ermöglicht.
Gemäß der Erfindung ist die Maschine, die eine Steuerwelle hat, die während des ganzen
Wickelvorganges umläuft und dabei durch daraufsitzende Steuermittel die verschiedenen Einzelvorgänge steuert, mit einer zusätzlichen Antriebsvorrichtung, für die Steuer- - 5 welle versehen, durch die der Steuerwelle in bezug auf die Vorschubvorrichtung eine erhöhte Drehgeschwindigkeit erteilt werden kann. Diese zusätzliche Antriebsvorrichtung soll zur Wirkung kommen, wenn der die Maschine Bedienende einen Fehler bemerkt und ein Teil der Bahn ausgesondert werden soll. Die zusätzliche Antriebsvorrichtung erteilt dann der Steuerwelle eine schnellere Umdrehung, die sie in die Stellung bringt, in der die Abschneidevorrichtung zur Wirkung kommt, um den fehlerhaften Teil abzuschneiden. Andere wesentliche Merkmale der Maschine ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung.
In den Zeichnungen stellen dar:
Fig. ι eine Seitenansicht der Maschine nach der Erfindung, teilweise im Schnitt,
Fig. 2 eine Ansicht der Wickelvorrichtung in vergrößertem Maßstab,
Fig. 3 und 4 Ansichten eines Sperrades von vorn und von der Seite und
Fig. 5 und 6 Ansichten einer selbsttätigen Kupplung für die Fördervorrichtung von vorn und von der Seite.
In Fig. ι bezeichnet 1 den Maschinenrahmen, der aus zwei im wesentlichen gleichen Seitenteilen besteht, in denen Lager für den größten Teil der Wellen der Maschine ausgebildet sind. Der bandförmige Werkstoff 2, z. B. Tapete, läuft in die Maschine in Fig. 1 von rechts ein, und es ist angenommen, daß er von einer großen, nicht dargestellten Rolle abgewickelt wird. Da sich die Bahn durch die Maschine nicht ununterbrochen bewegt, ♦o ist es zweckmäßig, die Bahn vor dem Eintritt in die Maschine in einer Anzahl von ausgleichenden Schleifen zu führen, damit die große Rolle, die abgewickelt wird, im wesentlichen mit gleichmäßiger Geschwindigkeit umlaufen kann. In der Maschine läuft die Bahn zunächst über eine Reihe von Rollen 3, 4, 5, 6, die so angeordnet sind, daß die Bahn zwischen den Rollen 4 und 6 bequem beobachtet werden kann. Die Bahn läuft dann über eine Spannrolle 7 zu der Förderrolle 8 und wird gegen diese Rolle mit Hilfe einer Rolle 9 aus Gummi oder anderem geeigneten nachgiebigen Werkstoff angedrückt. Die Förderrolle 8 wird mit Hilfe einer Kette 10 von einem Kettenrad 11 angetrieben, das auf einer in dem Maschinenrahmen gelagerten Welle 12 befestigt ist. Ein Zahnrad 13 ist drehbar auf der Welle 12 gelagert und wird von einem Elektromotor 14 angetrieben. Mit Hilfe einer Klauenkupplung, die später im einzelnen beschrieben wird, kann das Zahnrad 13 mit der Welle 12 gekuppelt und von dieser angetrieben werden, so daß auch die Förderrolle 8 angetrieben wird.
Unmittelbar unterhalb der Förderrolle 8 befindet sich eine Schneidvorrichtung zum Abschneiden der Tapetenbahn. Diese Schneidvorrichtung enthält ein Messer 16, das sich quer zur Bahn erstreckt und an zwei Armen 15 im Maschinenrahmen gelagert ist. Das Messer 16 wird gegen die Wirkung einer Feder 17 mit Hilfe einer Verbindungsstange 18 auf die Bahn zu bewegt. Die Stange 18 ist mit dem einen Ende eines zweiarmigen, im Maschinenrahmen gelagerten Hebels 19 gelenkig verbunden, dessen anderes Ende eine Rolle 20 trägt, die an einer Nockenscheibe auf einer Welle 21, der sogenannten Steuerwelle, anliegt.
In der Nähe der Schneidvorrichtung ist vorzugsweise eine Markierungsvorrichtung angeordnet, die dazu dient, die Tapetenrollen nacheinander zu numerieren. Der Übersichtlichkeit wegen ist diese Vorrichtung auf der Zeichnung nicht dargestellt.
Die Wickelvorrichtung, die in Fig. 2 in vergrößertem Maßstab dargestellt ist, besteht aus vier Rollen 22, 23, 24, 25, die an ihrem Umfang mit tiefen Nuten versehen und so angeordnet sind, daß sie in der dargestellten Weise miteinander in Eingriff kommen. Die oberen Rollen 22, 23, die vorzugsweise aus Metall bestehen, sind in festen Lagern im Maschinenrahmen gelagert. Die beiden unteren Rollen 24, 25, vorzugsweise aus Gummi, sind in Schwenkarmen 26, 27 gelagert, die ihrerseits im Maschinenrahmen gelagert sind. Die Rollen 22, 23, 24, 25 sind mit Zahnrädern versehen und werden alle in derselben Richtung durch eine Reihe von Zwischenzahnrädern 28, 29, 30 angetrieben. · Die Räder 28 und 29 sind auf denselben Zapfen gelagert wie die entsprechenden Arme 26, 27, so daß die Zahnräder an den Rollen immer mit' den entsprechenden Zahnrädern »05 28, 29 in Eingriff bleiben. Die Arme 26 und 27 sind untereinander durch zwei Zahnsegmente, die auf der Zeichnung nicht dargestellt sind, verbunden, so daß sich die Arme immer in symmetrischer Lage befinden. Eine ><" Feder ist vorgesehen, die dazu dient, die Arme so zu schwingen, daß sich die Rollen in möglichst geschlossener Lage zueinander befinden. Diese Schließbewegung ist durch eine Anschlagschraube begrenzt. "5
Die Bahn tritt in die Wickelvorrichtung von oben ein und läuft zwischen den Rollen und 23 hindurch, um dann von den vier Rollen 2.2, 23, 24, 25, die sich alle in derselben Richtung drehen, aufgewickelt zu wer- »ao den. Der innere Durchmesser der Wickelrolle ist durch die Lage der Rollen zu-
einander beim Beginn des Aufwickeins bestimmt und hängt somit von der Einstellung der erwähnten Anschlagschraube ab. Da der Durchmesser der Tapetenrolle nach und nach anwächst, werden die Rollen 24 und 25 nach unten gedrückt, bis sie die Endstellungen 241 und 251 erreichen, die in Fig. 2 in gestrichelten Linien angegeben sind. Um die fertige Tapetenrolle zu entfernen, ist es notwendig, to daß die Rollen 24 und 25 noch weiter ge-„ schwenkt werden, was durch die nachstehend beschriebene Vorrichtung erreicht wird. Der Arm 27 ist fest mit einem anderen Arm 31 verbunden, der sich auf derselben Welle befindet und durch einen Lenker mit einem zweiarmigen, im Maschinenrahmen gelagerten Hebel 32 verbunden ist. Dieser Hebel 32 trägt eine Rolle, die auf einer Nockenscheibe auf der vorher beschriebenen Steuerwelle 21 ao läuft. Dadurch werden in einer bestimmten Stellung der Steuerwelle die Rollen 24, 25 auseinanderbewegt und die Tapetenrolle ausgeworfen.
Die Wickelrollen werden durch eine Kette 33 (Fig. 1) angetrieben, die über ein mit Hilfe einer Reibungskupplung mit dem Zwischenrad 29 kuppelbares Kettenrad und ferner über ein Kettenrad auf einer Welle 34 läuft, die von dem dauernd umlaufenden Zahnrad 13 durch Zahnräder 35, 36 angetrieben wird. Auf diese Weise werden die Wickelrollen dauernd angetrieben, und die Übersetzung der Zahnräder ist so gewählt, daß die Umfangsgeschwindigkeit der Wickelrollen dieselbe ist wie die der Förderrolle 8.
Auf der Welle 34, die dauernd von dem fest mit dem Zahnrad 35 verbundenen Zahnrad 13 angetrieben wird, ist ein weiteres Zahnrad 37 angeordnet, das ein Zahnrad 40 auf der Steuerwelle 21 mit Hilfe eines Zahnräderpaares 38, 39 antreibt. Das Zahnrad 40, dessen Ausbildung im einzelnen in Fig. 3 und 4 dargestellt ist, ist mit einer an sich bekannten Sperrkupplung versehen, die aus einer inneren Scheibe 41 besteht, die auf der Welle befestigt und mit unsymmetrischen Zähnen am Umfang versehen ist. Die Scheibe 41 dreht sich innerhalb einer zylindrischen Aussparung in dem Zahnrad 40. Zwischen den Zähnen der Scheibe 41 sind zylindrische Rollen angeordnet, die das Zahnrad 40 gegen Drehung in der einen Richtung gegenüber der Scheibe 41 sperren, jedoch eine Relativbewegung in der anderen Drehrichtung zulassen. Die Sperrkupplung ist in der Maschine so angeordnet, daß die Steuerwelle 21 immer von dem Zahnrad 40 in Drehung versetzt wird, jedoch, wenn sie besonders angetrieben wird, schneller als das Zahnrad 40 frei drehbar ist. .
An dem einen Ende trägt die Steuerwelle 21 ein Kettenrad 42, das mit Hilfe einer Kette 43 mit einem Kettenrad 44 auf einer am Fuß des Maschinenrahmens gelagerten Welle 45 verbunden ist. Das Kettenrad 44 ist mit einer Sperrkupplung 41' versehen, die der oben beschriebenen Sperrkupplung 41 an dem Zahnrad 40 entspricht. Diese Kupplung ist so angeordnet, daß das Rad 44 die Welle 45 auf der Zeichnung im Sinne des Uhrzeigers in Drehung versetzt, aber gegenüber der Welle 45 drehbar ist, wenn sich diese nicht dreht oder in entgegengesetzter Richtung gedreht wird. Mit Hilfe einer Kette ist die Welle 45 mit einem Fußhebel 46 verbunden, der durch eine nicht dargestellte Feder in angehobener Stellung gehalten wird.
Auf der Steuerwelle 21 sind einerseits Nocken angeordnet, die die Schneid- und Wickelvorrichtung steuern, und andererseits Mittel, die eine Kupplung beeinflussen, die dazu dient, die Förderrolle 8 ein- und auszurücken. Diese Kupplung mit den zugehörigen Steuervorrichtungen ist in den Fig. 5 und 6 dargestellt. Auf der Welle 12 sind drehbar zwei fest miteinander verbundene Zahnräder 13 und 35 angeordnet. Das Rad 13 wirdunmittelbar durch ein Zahnrad von dem Antriebsmotor 14 der Maschine angetrieben. Es ist ferner fest mit dem einen Teil 47 einer Kupplung verbunden, dessen anderer Teil 48 axial verschiebbar, aber nicht drehbar auf der Welle 12 angeordnet ist. Der Kupplungsteil 48 ist mit einer Bremsscheibe 49 versehen, die gegen den Maschinenrahmen gedruckt werden kann. In der einen Stellung der Kupplung ist also die Welle ΠΡ mit dem Zahnrad 13 verbunden, und in der anderen Stellung wird die Welle durch die Bremsscheibe 49 festgehalten, und das Rad 13 ist frei auf der Welle drehbar. Die Kupplung wird mit Hilfe eines Hebels 50 ein- und ausgerückt, der an einem Tragarm 51 des Maschinenrahmens gelagert ist. Das obere Ende des Hebels ist gegabelt und trägt Zapfen, die in eine Nut in dem beweglichen Kupplungsteil 48 in bekannter Weise eingreifen. Das untere Ende des Hebels ist mit dem einen Ende einer Schraubenfeder 52 verbunden, deren anderes Ende an einer Gleitschiene 53 befestigt ist, die parallel zu den Wellen 12 und 21 in einer nicht dargestellten Führung verschiebbar ist. Die Gleitschiene 53 trägt eine Rolle 54, die in einer Nut einer, auf der Steuerwelle 21 befestigten Kurvenscheibe 55 eingreift. Der Hebel 50 trägt einen Ansatz 57, in dessen Bewegungsbahn ein Hebel 58 um eine waagerechte Achse schwingt. Der Hebel 58 ist mit einem Arm 59 verbunden, der mit Hilfe einer Rolle mit einer Nocken- iao scheibe 56 auf der Steuerwelle 21 in Eingriff steht. Die' Nockenscheibe 56 trägt zwei
Nocken, die die Förderrolle 8 ein- und ausrücken.
Die Maschine arbeitet im wesentlichen in folgender Weise:
Vorausgesetzt, eine Tapetenrolle ist gerade vollendet, so befindet sich die Kupplung für die Förderbewegung in der in den Fig. 5 und 6 dargestellten Stellung. Die Steuerwelle dreht sich, wie oben beschrieben, dauernd ίο gleichmäßig im Sinne des Uhrzeigers. Die Rolle 54 bewegt sich in der Nut in der Kurvenscheibe 55 und schiebt die Gleitschiene 53 nach rechts, so daß die Feder 52 zusammengedrückt wird, während der Kupplungshebel 50 durch den Hebel 58 in seiner Lage gehalten wird. Wenn sich die Steuerwelle so weit gedreht hat, daß ein Nocken auf der Scheibe 56 den Arm 59 anhebt, gibt der Hebel 58 den Kupplungshebel 50 frei, der unter der Wirkung der Feder 52 die Kupplung 47, 48 schnell einrückt. Darauf beginnt sich die Förderrolle 8 zu drehen, und die Bahn wird in die Wickelvorrichtung eingeführt, wo der Wickelvorgang, wie beschrieben, beginnt. Während des weiteren Laufes der Maschine dreht sich die Steuerwelle langsam, und nach fast einer vollständigen Umdrehung bringt die Nut in der Kurvenscheibe 55 die Gleitschiene 53 in Fig 6 wieder nach links, während die Feder 52 gestreckt wird. In einer bestimmten Stellung hebt die Nockenscheibe 56 den Arm 59, so daß der Hebel 58 den Kupplungshebel 50 wieder freigibt. Die Feder 52 zieht den Kupplungshebel wieder in die gezeichnete Stellung zurück, in der die Kupplungsglieder 47, 48 außer Eingriff kommen, und die Welle und die damit verbundene Förderrolle 8 werden durch die Bremsscheibe 49 gehemmt, die mit dem Maschinenrahmen in reibenden Eingriff kommt. Die Reibungskupplung an der Wickelvorrichtung gleitet, und diese bleibt stehen, während das Messer 16 durch einen anderen Nocken auf der Steuerwelle bewegt wird und die Tap'etenbahn durchschneidet. In demselben Augenblick tritt auch die Markierungsvorrichtung in Wirkung. Nach dem Abschneiden der Bahn setzt die Wickelvorrichtung ihre Drehbewegung fort, und das letzte Ende der abgeschnittenen Bahn wird vollständig aufgewickelt. Durch einen weiteren Nocken auf der Steuerwelle 21 wird der Hebel 32 so ausgeschwungen, daß die Wickelrollen 24, 25 auseinandertreten und die fertige Tapetenrolle in einen Behälter 60 fällt. Darauf wiederholt sich der ganze Vorgang, so daß eine Rolle jeweils während einer Umdrehung der Steuerwelle fertig gewickelt wird.
Es ist aus der vorhergehenden Beschreibung ersichtlich, daß die Länge der abgeschnittenen Tapetenbahn bestimmt ist durch die Zahl der Umdrehungen der Förderrolle 8 während einer Umdrehung der Steuerwelle 21. Diese Länge kann verändert werden entweder durch Auswechseln der Nockenscheibe 56 oder einfacher durch Ändern des Übersetzungsverhältnisses der Antriebszahm ader der Steuerwelle. Zu diesem Zweck sind vorzugsweise die Zahnräder 38, 39 auswechselbar.
Wenn der die Maschine Bedienende einen Fehler in der aufzuwickelnden Bahn bemerkt, drückt er auf den Fußhebel 46; dadurch wird die Welle 45 gedreht und bringt mit Hilfe der beschriebenen Sperrkupplung das Kettenrad 44 in schnellere Umdrehung, das durch die Kette 43 und das Kettenrad 42 die Steuerwelle 21 antreibt. Unabhängig von der vorhergehenden Stellung wird die Steuerwelle praktisch augenblicklich in die Stellung gebracht, die der Beendigung des Wickelvorganges entspricht. Durch die Widerstände, die in dieser Stellung durch die verschiedenen Vorrichtungen gegen eine weitere Drehbewegung der Steuerwelle auftreten, ist es nicht möglich, die Steuerwelle durch einen Druck auf den Fußhebel 46 weiterzudrehen, und so bewirkt der gewöhnliche Maschinenantrieb die weitere Umdrehung, da nun die Sperrkupplung 40, 41 wieder zur Wirkung kommt. Der weitere Vorgang entspricht vollkommen dem bei Vollendung einer gewöhnlichen Tapetenrolle, das heißt, die Förderrolle 8 wird angehalten, das Messer 16 schneidet die Bahn durch, und die unvollendete Rolle wird ausgeworfen. Darauf kann die Maschine ohne Zeitverlust das Wickeln einer neuen Rolle beginnen. Um die fehlerhafte unvollendete Rolle zu beseitigen, ist folgende Vorrichtung vorgesehen:
Über dem Behälter 60 sind zwei leicht geneigte Führungsschienen 61 an jeder Seite der Maschine angeordnet, und eine Platte 62 kann auf diesen Schienen gleiten. Eine Feder ist so angebracht, daß sie die Platte ge- «05 wohnlich in unwirksamer Stellung, in der Zeichnung rechts, hält. An der Platte ist ein Seil 64 befestigt, das über zwei Führungsrollen nach unten führt und mit einem Arm an der Welle 44 befestigt ist. Wenn diese no durch einen Druck auf den Fußhebel 46 gedreht wird, zieht das Seil 64 die Platte 62 nach links, und eine Tapetenrolle, die aus der Wickelvorrichtung fällt, wird von der Platte aufgefangen und über den üblichen Behalter 60 hinweg zu einem anderen Behälter geleitet.
Die beschriebene Maschine ist nur ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, und es ist ersichtlich, daß die Konstruktion in mannig- iao fächer Weise geändert werden kann, ohne aus dem Umfang der Erfindung herauszufallen,
ζ. B. kann an Stelle des beschriebenen Fußhebels die zusätzliche Antriebsvorrichtung, die eine schnellere Umdrehung der Steuerwelle herbeiführt, aus einem Hilfszahnantrieb bestehen, der durch den Antriebsmotor der Maschine betätigt wird. In diesem Fall können die beiden Sperrkupplungen durch ein Zahnradgetriebe mit zwei Übersetzungen ersetzt werden, das die Steuerwelle in einer
ίο Stellung mit gewöhnlicher Geschwindigkeit und in der anderen Stellung mit höherer Geschwindigkeit antreibt. Solches Zahnradgetriebe kann elektrisch betätigt werden, und dann können Vorrichtungen, z. B. photo-elektrische Zellen oder Kontaktglieder, angeordnet sein, die durch die Fehler in der Bahn des Werkstoffes beeinflußt werden und den beabsichtigten Wechsel der Zahnradübersetzung selbsttätig mit Hilfe von Relais her-
ao beiführen. Ferner kann die Maschine mit einem Bandförderer oder anderen selbsttätigen Vorrichtungen versehen sein, die dazu dienen, die fertigen und die ausgesonderten Rollen aus der Maschine wegzufördern.

Claims (8)

Patentansprüche:
1. Wickelmaschine, insbesondere für Tapetenrollen, bei der eine durch den Maschinenantrieb angetriebene Steuerwelle, die durch daraufsitzende Steuermittel, wie Nocken und Nockenscheiben, während ihrer Drehung eine Mehrzahl von Arbeitsvorgängen in der Maschine auslöst, so daß periodisch eine Kupplung zum Ein- und Ausrücken einer Vorschubvorrichtung für die aufzuwickelnde Bahn, ein Messer zum Abschneiden der Bahn und eine Auswerfvorrichtung für die fertigen Tapetenrollen durch die Steuerwelle betätigt werden, gekennzeichnet durch eine zusätzliche Antriebsvorrichtung (42 bis 45) für die Steuerwelle (21), durch die der Steuerwelle in bezug auf die Vorschubvorrichtung (8, 9) eine erhöhte Drehgeschwindigkeit zum Aussondern fehlerhafter Rollen erteilt werden kann.
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch so· gekennzeichnet, daß die Steuerwelle (21) mit dem gewöhnlichen Maschinenantrieb (14) durch eine auf ersterer angeordnete Sperrkupplung (40, 41) verbunden ist.
3. Maschine nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch eine zweite Sperrkupplung (41'), die die Steuerwelle (21) in Drehrichtung mit der zusätzlichen Antriebsvorrichtung (42 bis 45) verbindet, um die Steuerwelle mit höherer Geschwindigkeit zu drehen. So
4. Maschine nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerwelle (21) mit einem Hebel (46), z. B. einem Fußhebel o. dgl., in bewegungsübertragender Verbindung steht, so daß bei Betätigung des Hebels durch die Maschinenbedienung der Steuerwelle eine höhere Geschwindigkeit erteilt wird.
5. Maschine nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Maschinenantrieb (14) und der Steuerwelle (21) ein ein- und ausrückbares. Getriebe vorgesehen ist, durch dessen Einschaltung der Steuerwelle eine höhere Geschwindigkeit erteilt wird.
6. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltbewegung der Kupplung (47, 48) nach beiden Schaltstellungen durch eine Feder (52) bewirkt wird, die durch mit der Steuerwelle (21) verbundene Mittel (S3 bis 55) gespannt ist, wobei ein von der Steuerwelle betätigter Hebel (50) die Kupplung in einer der beiden Stellungen gegen die Wirkung der Feder sperrt, bis die Umschaltung der Kupplung erfolgt.
7. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die zusätzliche Antriebsvorrichtung (42 bis 45) der Steuerwelle (21) mit einem besonderen 9c Auffangglied (62) verbunden ist, das in die Bahn hinein- und aus dem Bereiche der Bahn einer ausgeworfenen Rolle herausgebracht werden kann, um fehlerhafte Rollen auszusondern, und gewöhnlich in unwirksamer Stellung verharrt, doch in die wirksame Stellung im Bereich der Bahn der Rolle gebracht wird, sobald die zusätzliche Antriebsvorrichtung eingeschaltet wird. 10"
8. Maschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das besondere Auffangglied (62) aus einer geneigten, hin und her beweglichen Platte besteht, die durch mit dem zusätzlichen Antrieb (42 j op bis 45) verbundene Mittel (64, 65) in die Bahn einer ausgeworfenen Rolle gebracht werden kann, so daß sie fehlerhafte Rollen auffängt und in einen besonderen Behälter leitet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DE1939A0089457 1938-05-21 1939-05-03 Wickelmaschine, insbesondere fuer Tapetenrollen Expired DE702156C (de)

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