DE253200C - - Google Patents

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DE253200C
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control
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gyroskopseitensteuerung
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DENDAT253200D
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B19/00Marine torpedoes, e.g. launched by surface vessels or submarines; Sea mines having self-propulsion means
    • F42B19/01Steering control
    • F42B19/06Directional control

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Emergency Lowering Means (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 253200 KLASSE 65 d. GRUPPE
FRANZ PREDONZAN in POLA.
Gyroskopseiteiisteuerung für Torpedos. Patentiert im Deutschen Reiche vom 21. November 1911 ab.
Bei den bekannten Gyroskopseitensteuerungen für Torpedos wird die -Steuerung der Steuermaschine von der Schwungmasse bzw. von dem Gyroskopsystem aus bewirkt. Diese Art der Steuerung ist nicht verläßlich. Denn durch Temperaturänderungen oder durch Veränderung der Reibung in den Lagern der Schwungmasse, die nicht sicher beherrscht werden kann, entstehen Abweichungen von
ίο der Richtung, die wohl auf kurze Strecken gering sind, aber auf große Enfernungen, wie sie hier in Betracht kommen, sehr bedeutend werden. Dazu kommt noch, daß der Zapfen E der Schwungmasse äußerst empfindlich ist und leicht abbricht, wodurch das Gyroskopsystem seine Richtung sofort verliert. Diese Nachteile werden unter Anwendung von außerhalb des Torpedos in der Längsmittelebene angeordneten Flügeln der Erfindung gemäß dadurch beseitigt, daß die Beeinflussung der' Steuermaschine durch die Schwungmasse unterbrochen wird, sobald der Torpedo die beabsichtigte Bewegungsrichtung eingenommen hat, worauf die Beeinflussung der Steuermaschine mittels der Flügel bewerkstelligt wird, mit denen das Steuerorgan (Schieber o. dgl.) der Steuermaschine kuppelbar ist.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsforni des Erfindungsgegenstandes an einem durch Preßluft angetriebenen Gyroskop veranschaulicht, und zwar in Fig. 1 in Vertikalansicht, in Fig. 2 in Seitenansicht und in Fig. 3 im Horizontalschnitt.
Fig. 4 zeigt schematisch die Gesamtanordllung der Einrichtung.
Die in der Zeichnung beispielsweise veranschaulichte Zeitausschaltung des Turbinenantriebes für die Gyroskopscheibe besteht in bekannter Weise aus zwei miteinander in Verbindung stehenden Druckluftkammern h, h1, von denen die eine mit dem zur Luftdüse des Turbinenantriebes führenden Luftkanal und die zweite mit dem Schiebergehäuse B für den Rundschieber o. dgl. verbunden ist, der je nach seiner Stellung die Luftleitung zur Luftdüse freigibt oder absperrt. Die Beeinflussung des Schiebers kann in der bekannten Weise vermittels eines unter Federwirkung stehenden Hebels C bewerkstelligt werden, der sich gegen das freie Ende des Schiebers stützt und ihn so lange in der Offenstellung erhält, als die Spannung der Feder den entgegengesetzt wirkenden Druck der Preßluft im Schiebergehäuse übersteigt. Wenn der Schieber durch die Preßluft in die Absperrstellung bewegt wird, wird der Hebel C verdreht und dadurch in bekannter Weise das Gyroskopsystem ausgerückt und vollkommen freigegeben.
Während nun bei den bekannten Einrichtungen das Gyroskopsystem das Steuerorgan der Steuermaschine beeinflußte, wird der Erfindung gemäß diese Beeinflussung unterbrochen, sobald der Torpedo sich in die gewünschte Fahrtrichtung eingestellt hat und gleichzeitig eine Verbindung zwischen einem außen am Torpedo in der senkrechten Längsmittelebene angebrachten Flügel m und dem Steuerorgan t hergestellt. Zu diesem Zwecke ist bei der veranschaulichten Ausführungsform
in der einen Druckluftkammer b ein unter Wirkung einer Feder ο stehendes Zeitventil a angeordnet, das durch die Preßluft herausgedrückt wird, sobald der Absperrschieber für die Luftdüse den Luftaustritt aus der Kammer b abgesperrt hat. Die Einrichtung wird derart getroffen, daß das Zeitventil vorbewegt wird, wenn der Torpedo einige Zeit (ungefähr 30 Sekunden) im Wasser ist. Naturgemäß ist die Wirkung der den Gegenstand der Erfindung bildenden Einrichtung um so verläßlicher, je früher das Gyroskopsystem auf das Steuerorgan der Steuermaschine zu wirken aufhört.
Die Bewegung des Zeitventils α wird bei der veranschaulichten Ausführungsform beispielsweise durch ein Getriebe (Quadrant c und Triebrad d) auf ein Schneckenrad e übertragen, das mittels eines Anschlages f das Gyroskopsystem von dem Steuerorgan (Schieber t o. dgl.) der Steuermaschine abkuppelt und gleichzeitig das Steuerorgan unter die Beeinflussung des Steuerflügels m setzt. Damit das Schneckenrad e die von dem Zeitventil α übersetzte Drehbewegung nicht zu rasch ausführt, ist es zweckmäßig, der Drehbewegung durch einen Widerstand entgegenzuwirken. Zu diesem Zwecke ist beispielsweise das Schneckenrad e in Eingriff mit einer Schnecke h, auf deren Achse ein Flügel g angeordnet ist, der durch die Übersetzung als Dämpfer wirkt, wodurch erreicht werden kann, daß der Anschlag f des Schneckenrades erst nach einer ganz bestimmten Zeit in die wirksame Stellung kommt.. Der Anschlag f beeinflußt einen Hebel i, der die Verbindung des Steuerorgans t mit dem Gyroskopsystem oder mit dem Steuerflügel m herzustellen vermag. Der eine Arm des Hebels i ist mit dem Gyroskopsystem durch Organe I, I1 verbunden, von denen das eine Organ I durch den Hebel i mit dem Steuerorgan (Schieber t) der Steuermaschine in und außer Eingriff gebracht werden kann. Zu diesem Zwecke ist auf dem Schieber t ein Mitnehmer tx angebracht, der in einen Schlitz des bügelartigen Organs I eingreift, dessen Länge so bemessen ist, daß bei Bewegung des Hebels i der Mitnehmer I1 aus dem Schlitz heraustritt, wodurch die Beeinflussung des Schiebers t durch den Bügel I, d. h. durch das Gyroskopsystem unterbrochen wird. Der andere Arm des Hebels * trägt einen Mitnehmer iit der in einen Bügel L eingreift, der mittels einer Schubstange s und einer Kurbel r mit der Achse η des Steuerflügels m in Verbindung steht. Der Bügel L ist ebenfalls mit einem Schlitz versehen, in den ein Mitnehmer t2 des Schiebers t eingreifen kann. Die Anordnung ist derart getroffen, daß der Eingriff zwischen Schieber t und Bügel L hergestellt wird, wenn der Eingriff zwischen Bügel I und Schieber t unterbrochen ist. Wird demnach der Hebel i durch den Anschlag f der Schnecke verdreht, so wird der Eingriff zwischen Bügel I und Schieber t und dadurch dessen Beeinflussung von seiten des Gyroskopsystems unterbrochen, dagegen der Eingriff zwischen Schieber t und Bügel L hergestellt, wodurch der Schieber unter die Beeinflussung des Flügels m gesetzt ist. Bei Richtungsänderung des Torpedos wird durch die Verdrehung der Achse η der Bügel L beeinflußt, der den Schieber t entsprechend einstellt.
Erfolgt das Ausstoßen des Torpedos nur zu Übungszwecken, so wird, nachdem der Luftkessel sich durch den Schieber t entleert hat, das Zeitventil α durch die Wirkung der Feder 0 wieder in die Anfangsstellung zurückgedrückt, was durch Anordnung eines Sperrwerkes k an dem feststehenden Flügel g beschleunigt werden kann. Durch die Wirkung der Feder -p gehen dann die Bügel I, L in ihre Ausgangsstellung zurück.

Claims (6)

Patent-Ansprüche:
1. Gyroskopseitensteuerung für Torpedos unter Anwendung von außerhalb des Torpedos in der senkrechten Längsmittelebene angeordneten Steuerflügeln, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerorgan' (t) der Steuermaschine . von dem Gyroskopsystem abkuppelbar und mit dem Flügel kuppelbar ist, so daß die Steuerung unabhängig von der Schwungmasse bewerkstelligt wer-
• den kann.
2. Gyroskopseitensteuerung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Umschaltung der Steuerung von der Schwungmasse auf den Steuerflügel (m) mittels eines Hebels (i) bewerkstelligt wird, der je nach seiner Stellung das Steuerorgan entweder mit dem Gyroskopsystem oder mit dem Steuerflügel kuppelt.
3. Gyroskopseitensteuerung nach An-Spruch ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung zwischen Umschalthebel (i) und Steuerorgan (t) durch Eingriff von Mitnehmern (I1, t2) des Steuerorgans in mit kurzen, nach einer Seite erweiterten Schlitzen versehenen Organen (I, L) erfolgt, durch deren durch den Hebel (i) bewirkten Verschiebung der eine Mitnehmer mit seinem zugehörigen Schlitz außer Eingriff und der zweite Mitnehmer mit dem zugehörigen Schlitz in Eingriff kommt.
4. Gyroskopseitensteuerung nach Anspruch ι bis 3, bei der der Antrieb der Schwungmasse durch Preßluft erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß die Beeinflussung des Umschalthebels (i) mittels
eines in der Luftkammer angeordneten, auf Zeit einstellbaren Ventils (a) erfolgt, dessen durch die Preßluft hervorgerufene Bewegung durch Getriebe o. dgl. auf einen Mitnehmer (f) o. dgl. übertragen wird, der den Umschaithebel (i) verstellt.
5. Gyroskopseitensteuerung nach Anspruch ι bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Bewegung des Mitnehmers (f) durch einen Widerstand (g) entgegengewirkt wird, zum Zwecke, die Bewegung des Mitnehmers in die wirksame Stellung auf einen bestimmten Zeitraum zu verzögern.
6. Gyroskopseitensteuerung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Mitnehmer (f) auf einem Schneckenrad (e) angeordnet ist, das mit einer Schnecke (h) in Eingriff steht, auf deren Achse ein Flügel (g) angeordnet ist, der durch die Übersetzung als Dämpfer wirkt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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