DE250976C - - Google Patents

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DE250976C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01CMEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
    • G01C19/00Gyroscopes; Turn-sensitive devices using vibrating masses; Turn-sensitive devices without moving masses; Measuring angular rate using gyroscopic effects
    • G01C19/02Rotary gyroscopes
    • G01C19/025Gyroscopes functioning for short periods

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Radar, Positioning & Navigation (AREA)
  • Remote Sensing (AREA)
  • Control Of Turbines (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 250976 KLASSE 65 d. GRUPPE
Gyroskopseitensteuerung für Torpedos. Patentiert im Deutschen Reiche vom 30. August 1908 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Gyroskopseitensteuerung für Torpedos mit Druckluftantrieb für die Gyroskopscheibe, bei der in dem zu den Antriebsdüsen führenden Druckluftkanal ein Schieber angeordnet ist, der durch Federwirkung in der Offenstellung gehalten, durch Druckluft nach einer gewissen Zeit geschlossen wird und die Zufuhr der Druckluft zu den Düsen wieder absperrt. Die
ίο Gyroskopringe werden hierbei während des Anlassens der Gyroskopscheibe durch besondere Haltevorrichtungen in ihrer Mittelstellung gehalten und beim Absperren der zu den Düsen führenden Druckluftleitungen freigegeben. Nach Vollendung des Torpedolaufes bringen die Haltevorrichtungen die Gyroskopringe selbsttätig in ihre Mittelstellung zurück; Nach der Erfindung soll das Zurückbringen der Ringe in ihre Mittelstellung selbsttätig beim Aufhören des Torpedolaufs lediglich durch den verminderten Luftdruck erfolgen, wobei die erforderlichen Bewegungen nur durch den Druckluftschieber ohne Mitwirkung anderer Einrichtungen, wie des Öffnungshebels, veranlaßt werden. Dies wird dadurch erreicht, daß die Haltevorrichtungen von dem einen Arm eines unter Federwirkung stehenden Winkelhebels betätigt werden, dessen anderer Arm gegen eine aus dem Schiebergehäuse herausragende Verlängerung des Schiebers anliegt. Wird der Schieber, wie oben erwähnt, durch Druckluft geschlossen, so werden die Haltevorrichtungen derart von ihm beeinflußt, daß sie die Gyroskopringe freigeben, während, wenn beim Aufhören des Torpedolaufs der Druck der an dem Winkelhebel angreifenden Feder den verminderten Luftdruck auf den Schieber überwiegt, die Haltevorrichtungen in umgekehrter Richtung beeinflußt werden, so daß sie die Ringe in ihre Mittelstellung zurückbringen und darin festhalten.
Die Erfindung ist auf der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiele dargestellt, und zwar zeigt:
Fig. ι einen senkrechten Längsschnitt durch die Vorrichtung in der Achse der Gyroskopscheibe,
Fig. 2 einen wagerechten Schnitt nach der Linie A-B der Fig. 1,
Fig. 3 eine Seitenansicht der Fig. 1 von links gesehen.
Die Fig. 4 und 5 stellen zwei Seitenansichten, teilweise im Schnitt, von rechts gesehen dar, mit zwei verschiedenen Stellungen der Haltevorrichtungen.
In der zur Luftdüse α des Turbinenantriebes führenden Leitung b ist ein Rundschieber c angebracht, der in der in Fig. 2 gezeigten Stellung die Luftleitung b freigibt, bei achsialer Verschiebung jedoch, in der die vollen Teile des Schiebers c vor den Luftkanal treten, diesen absperrt.
Gegen das freie Ende des Schiebers c wirkt der Arm d1 eines Winkelhebels, der unter dem Einfluß einer gegen den Gehäuseansatz 12 sich stützenden Druckfeder f steht und bestrebt ist, den Schieber c in das Gehäuse g bis an die Verschlußschraube 17 hineinzudrücken; der Schieber ist in dieser Grenzlage geöffnet.
Eine der Federwirkung entgegengesetzte j Kraft wird dem Schieber c durch Einwirkung j der Preßluft auf seine Rückseite gegeben, die nach Ablauf eines genau einstellbaren Zeitraumes. auf die Rückfläche des Schiebers c und in den Teil i des Schiebergehäuses g gelangt.
Infolge dieser Anordnung wird der Schieber c so lange in der Offenstellung verbleiben,
.10 als der Druck der Feder f den entgegengesetzt wirkenden Druck der Preßluft im Raum i überwiegt, und wird geschlossen, wenn nach Ablauf einer bestimmten Zeit der Preßluftdruck größer als der Federdruck wird.
Das Einstellen der Haltevorrichtungen für die Gyroskopringe erfolgt unter dem Einfluß des Druckes der Feder f und der Wirkung der Preßluft auf den Schieberkopf h.
Die Ein- und Feststellorgane des Ringsystemes bestehen aus einem achsial verschiebbaren Dorn z, der in einen in der Verlängerung der Achse χ der Schwungmasse A liegenden, an dem wagerechten Gyroskopring ν starr befestigten Rohrstutzen u eingreift, und aus einer in senkrechter Ebene schwingbaren Gabel t, deren Nabe 15 ■ in der Gestellwand konzentrisch zum Dorn ζ gelagert ist, und deren Zinken 18 in aufgeschwungener Stellung den rechteckigen Querschnitt des senkrechten Gyroskopringes w an einer etwa 90 ° von seiner Drehachse gelegenen Stelle scharf umfaßt und sich hierbei unter zwei zu beiden Seiten eines der Drehzapfen 16 des Horizontalringes ν gelegenen Stellen des letzteren legt, wodurch beide Ringe v, w in die Mittelstellung gebracht und festgehalten werden; in abwärts geschwungener Stellung legen sich die Zinken 18 der Gabel t um einen verschmälerten, nahe der Drehachse liegenden Teil des Ringes w und geben in dieser Stellung beide Ringe v, w vollkommen frei.
Die Bewegung des Domes ζ erfolgt durch den obersten Arm k eines dreiarmigen Kipphebels, dessen mittlerer Arm 10 einen Zapfen trägt und gegen dessen unteren Arm eine Kippfeder. 9 drückt, die sich gegen einen starren, am Gestelle angeordneten Lappen 13 stützt, in dem der Federbolzen 19 geführt ist.
Die Steuerung der Gabel t erfolgt mit Hilfe der beiden an ihrer Nabe 15 befestigten,, etwa unter rechtem Winkel angeordneten Anschlägen p, q und eines zwischen diesen Stelldaumen bewegten Mitnehmers 6, der je nachdem er an der Innenseite des höher oder an der des tiefer gelegenen der beiden Anschläge p, q schleift, die Gabel t in die Tief- oder Hochstellung schwingt.
Die Teile ζ und t werden von dem unter dem Einfluß des Feder- und des Preßluftdruckes stehenden Winkelhebel d1, d% in folgender Weise betätigt:
An dem nach abwärts geneigten Arme des Winkelhebels d ist eine Schubstange r angelenkt, die zwei wagerechte Mitnehmerstifte 6 und 7 trägt, mit deren Hilfe er in dem senkrechten Schlitz s der Gehäusewand geführt ist, und die einerseits auf den Kurbelzapfen 10 des dreiarmigen Kipphebels des Domes z, andererseits gegen die Flächen der Anschläge p, q wirken, die an der Nabe der Einstellgabel t sitzen.
Vor dem Ausstoßen des Torpedos nehmen der Hebel d1, d2 und der Schieber c unter dem alleinigen Einfluß der Feder f die in Fig. 2 und 4 gezeigte Stellung ein, in der der Luftzutritt zur Turbinendüse α geöffnet und die Stange r samt Mitnehmer 6 und 7 in ihrer tiefsten Stellung stehen. Infolge dieser Tieflage des Organs 6 werden die Einstellgabel t und der Dorn ζ in ihren wirksamen Stellungen gehalten, wodurch die Gyroskopringe in der Mittellage festgehalten werden.
Bei dem während des Ausstoßens erfolgenden öffnen des Lufthebels der Torpedomaschine tritt die Druckluft durch den geöffneten Schieber c in die Turbinendüse α und setzt die Schwungmasse A in rasche Umdrehung.
Nach Ablauf einer bestimmten Zeit hat der Druck der in beliebiger, nicht dargestellten Weise in die Kammer i geleiteten Preßluft eine derartige Größe erreicht, daß der auf den Kopf h des Schiebers c wirkende Druck den der Feder f überwiegt, wodurch der Schieber c bis zum Anschlage des Schieberkopfes h gegen den Absatz des Gehäuses i verschoben wird und die Luftzufuhr zu den Düsen schließt. Infolge der Schieberbewegung wird der Hebel d1, d2· verdreht und die Schubstange r samt den Mitnehmerstiften 6, 7 nach aufwärts bewegt; hierbei trifft der Mitnehmerstift 6 gegen die Unterseite des oberen Ausschlages p, stellt diesen senkrecht und bewirkt das Niederschwingen der Einstellgabel t, während der untere Mitnehmerstift 7 von unten gegen den Kurbelzapfen 10 schlägt und hierdurch den dreiarmigen Kipphebel unter dem Einfluß der Kippfeder 9 in die in Fig. 1 punktiert angedeutete Grenzlage wirft, in der der Feststelldorn ζ durch den Arm k aus dem Rohrstutzen u zurückgezogen ist.
Durch diese zweifache Wirkung der Schubstange r wird das Gyroskopsystem vollkommen freigegeben.
War der Torpedo lediglich zu Prüfungsoder Übungszwecken ausgestoßen, so wird nach dem Entleeren des Luftkessels die Rückseite des Schiebers c entlastet, und der Schieber geht unter dem alleinigen Einfluß der Druckfeder f in die Offenstellung zurück; hierbei trifft der Mitnehmerstift 6 der Stange r iao gegen den unteren Anschlag q der Einstellgabel t und schwingt diese nach aufwärts,
wodurch die beiden Ringe υ und w in die Mittellage gedreht werden, worauf er nahezu im Hubende gegen den Zapfen des Armes io des Kipphebels von oben her auftrifft und ihn unter dem Einfluß der Kippfeder 9 in die in Fig. ι vollgezeichnete Lage wirft, so daß der Dorn ζ in das Rohr u des wagerechten Gyroskopringes eintritt und ihn in der Mittelstellung festhält.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Gyroskopseitensteuerung für Torpedos mit Druckluftantrieb für die Gyroskopscheibe, bei der in dem zu den Antriebsdüsen führenden Druckluftkanal ein Schieber angeordnet ist, der durch Federwir-,; kung in der Offenstellung gehalten, durch Druckluft nach einer gewissen Zeit geschlossen wird und die Zufuhr der Druckluft zu den Düsen wieder absperrt, wobei der Schieber (c) mit einer aus dem Schiebergehäuse (g) heraustretenden Verlängerung gegen den einen Arm (d1) eines unter der Wirkung einer Feder stehenden Winkelhebeis anliegt, dadurch gekennzeichnet, daß der andere Arm (d) des Hebels mit den Vorrichtungen zum Halten und Freigeben des Gyroskops (Gabel, Haltedorn) in Verbindung steht, die das Gyroskop freigeben, wenn der Schieber (c) durch den vollen Druck der Luft geschlossen wird, und das Gyroskop selbsttätig wieder in die Mittellage zurückführen, wenn beim Aufhören des Torpedolaufs der verminderte Luftdruck auf den Schieber (c) durch den Druck der Feder (f) überwunden wird.
  2. 2. Gyroskopseitensteuerung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß an den Winkelhebelarm (d2) eine senkrecht geführte Stange (r) mit einem wagerechten Mitnehmerstift (6) angelenkt ist, in dessen Bahn je einer von zwei an der Nabe der Gabel (t) angebrachten Anschlägen (p, q) ' liegt, so daß bei der Aufwärtsbewegung der Stange (r) der Stift (6) auf den Anschlag (ρ) auftrifft und die Gabel zwecks Freigabe des äußeren senkrechten Gyroskopringes (w) nach unten dreht, während bei der Abwärtsbewegung der Stange (r) die Gabel durch Auftreffen des Stiftes (6) auf den Anschlag (q) zurückgedreht wird und den Gyroskopring in seine Mittelstellung schwingt und darin festhält.
  3. 3. Gyroskopseitensteuerung nach Anspruch ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß an der Stange (r) unterhalb des Stiftes (6) ein zweiter gleichgerichteter Stift (7) angebracht ist, und daß zwischen beide Stifte der eine Arm (10) eines unter der Wirkung einer Kippfeder (9) stehenden Winkelhebels hineinragt, dessen anderer Arm (k) mit dem Feststelldorn (ζ) für den inneren wagerechten Gyroskopring (υ) verbunden ist, so daß bei der Abwärtsbewegung der Stange (r) der Winkelhebe] (k, το) durch den Stift (6) gedreht wird und den Feststelldorn (ζ) zum Eingriff mit dem Ring (ν) bringt, während bei der Aufwärtsbewegung der Stange (r) der Winkelhebel durch den Stift (7) zurückgedreht wird und den Dorn (ζ) zurückzieht.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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