DE95043C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE95043C DE95043C DENDAT95043D DE95043DA DE95043C DE 95043 C DE95043 C DE 95043C DE NDAT95043 D DENDAT95043 D DE NDAT95043D DE 95043D A DE95043D A DE 95043DA DE 95043 C DE95043 C DE 95043C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- gun
- cylinder
- lever
- cartridge
- locking block
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 239000007788 liquid Substances 0.000 claims description 23
- 238000010304 firing Methods 0.000 claims description 19
- 239000012530 fluid Substances 0.000 claims description 10
- 230000000694 effects Effects 0.000 claims description 6
- 238000012360 testing method Methods 0.000 claims description 4
- 230000001174 ascending effect Effects 0.000 description 4
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 4
- 230000009471 action Effects 0.000 description 3
- 238000000034 method Methods 0.000 description 3
- 230000005611 electricity Effects 0.000 description 2
- 230000008569 process Effects 0.000 description 2
- 239000011358 absorbing material Substances 0.000 description 1
- 230000008901 benefit Effects 0.000 description 1
- 230000000903 blocking effect Effects 0.000 description 1
- 230000008859 change Effects 0.000 description 1
- 210000000078 claw Anatomy 0.000 description 1
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 1
- 230000002349 favourable effect Effects 0.000 description 1
- 239000010985 leather Substances 0.000 description 1
- 239000000463 material Substances 0.000 description 1
- 230000007246 mechanism Effects 0.000 description 1
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 description 1
- 230000000630 rising effect Effects 0.000 description 1
- 238000007789 sealing Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F41—WEAPONS
- F41A—FUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
- F41A31/00—Testing arrangements
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F41—WEAPONS
- F41A—FUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
- F41A5/00—Mechanisms or systems operated by propellant charge energy for automatically opening the lock
- F41A5/32—Energy accumulator systems, i.e. systems for opening the breech-block by energy accumulated during barrel or gas piston recoil
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F41—WEAPONS
- F41A—FUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
- F41A9/00—Feeding or loading of ammunition; Magazines; Guiding means for the extracting of cartridges
- F41A9/01—Feeding of unbelted ammunition
- F41A9/06—Feeding of unbelted ammunition using cyclically moving conveyors, i.e. conveyors having ammunition pusher or carrier elements which are emptied or disengaged from the ammunition during the return stroke
- F41A9/09—Movable ammunition carriers or loading trays, e.g. for feeding from magazines
- F41A9/20—Movable ammunition carriers or loading trays, e.g. for feeding from magazines sliding, e.g. reciprocating
- F41A9/21—Movable ammunition carriers or loading trays, e.g. for feeding from magazines sliding, e.g. reciprocating in a vertical direction
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Portable Nailing Machines And Staplers (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMTY&
Sehr grofse Schiffsgeschütze, deren Kaliber vielleicht 22 bis 35 cm beträgt, können bei der
Art ihrer bisherigen Bedienung nur eine sehr mäfsige Feuergeschwindigkeit entwickeln. Bei
einem Gefecht würde die Zeit, welche nach Abgabe eines Schusses verstreichen mufs, ehe
der nächste Schufs abgegeben werden kann, genügen, um eine ganz andere Gefechtslage
eintreten zu lassen; wenn sich ein derartiges Geschütz in einem Fort befindet, so kann das
zum Ziel genommene Schiff sich vollständig aus der Schufslinie entfernt haben, ehe das
Geschütz nach Abgabe des Schusses wieder geladen werden kann. Aufserdem kann der
Zieler in Ansehung der durch das Laden beanspruchten Zeit keinerlei Vorfheil aus der
Beobachtung des Ergebnisses des vorhergegangenen Schusses erzielen. Wenn er beispielsweise
erkennen sollte, dafs 3as vorher abgefeuerte Geschofs zu kurz vor dem Ziele eingeschlagen sei, so würde er diesen Fehler
infolge der durch die Schiffsbewegung verursachten Entfernüngsänderung bei Abgabe des
nächsten Schusses nicht berichtigen können. Die jetzt gebräuchlichen sehr grofsen Schiffsgeschütze dürften sich bei wirklichem Kampfe
. wahrscheinlich als aufserordentlich unzuverlässig erweisen, und zwar besonders bei hohem Seegange;
die Aufregung der Besatzung und die Bewegung des Schiffes würden zusammenwirken,
um Irrungen in der Handhabung der zahlreichen Ventile und Vorrichtungen herbeizuführen,
deren man für das Laden und AbfeüeVn bedarf. .
Nach vorliegender Erfindung sollen diese Uebelstände dadurch vermieden werden, dafs
die Bedienung des Geschützes, mit Ausnahme des Abfeuerns, durch maschinelle Einrichtungen
erfolgt, so dafs der Zieler nur ein Seil zu ziehen oder sonst eine andere. einfache Vorrichtung
zu bewegen hat, um den Schufs abzugeben; angenommen also, das Geschütz sei geladen, so erfolgt nach dem Zielen das Abfeuern,
einige Secunden nach abgegebenem Schusse ist das Geschütz auf selbsttätige Weise
wieder geladen und zur Abgabe eines zweiten Schusses fertig, so dafs der Zieler den vorher
zum Ziel genommenen Gegenstand gleich wieder aufs Korn nehmen kann, um den zweiten
Schufs abzugeben. Die Bedienung des Geschützes kann unter Wirkung von Wasser, Druckluft, Dampf oder Elektricität erfolgen,
doch zieht Erfinderin vor, hierzu Wasser oder andere Flüssigkeit unter hohem Drucke anzuwenden.
Ein kennzeichnendes Merkmal der vorliegenden Erfindung besteht darin, dafs bei Bedienung des Geschützes ein Theil der Vorrichtung,
nachdem er die von ihm beanspruchte Wirkung zum Theil oder ganz hervorgebracht hat, ein Ventil oder eine Umschaltung
so bewegt, dafs ein anderer Theil der Vorrichtung in Wirkung tritt, der seinerseits nach
Leistung der ■ von ihm zu erfüllenden Arbeit wiederum einen anderen Theil der Vorrichtung
in Thätigkeit setzt u. s. w., bis der ganze Kreislauf der Vorgänge, welche zwischen dem Abfeuern
des einen Schusses und der Abgabe des nächsten Schusses stattzufinden haben (mit
Ausnahme des Abfeuerns selbst), vollendet ist. Ein weiteres Merkmal vorliegender Erfindung
besteht in der Art der Prüfung der Wirkungsfä'higkeit der Vorrichtung ohne Abgabe eines
Schusses. Bei den Maximgeschützen wird die selbsttätige Vorrichtung durch die im Geschütze
entwickelte Kraft in Wirkung gesetzt. Dieses Arbeitsverfahren verlangt die Abgabe
eines vorhergehenden Schusses mit scharf geladener Patrone, um die Wirkungsfä'higkeit des
Geschützes zu erproben. Solches würde bei grofsen Geschützen nicht wohl ausführbar sein;
man mufs die Wirkungsfähigkeit erproben können, ohne in die Notwendigkeit versetzt
zu werden, dieserhalb einen Schufs abzugeben. Aus diesem Grunde wendet die Erfinderin
Flüssigkeitsdruck zur Herbeiführung sämmtiicher Bewegungen der Vorrichtung an, mit Ausnahme
des Abziehens beim Abfeuern selbst.
In den Zeichnungen, welche ein nach vorliegender Erfindung hergestelltes Geschütz veranschaulichen,
zeigen Fig. ι und ι a das letztere in der Seitenansicht als in einem Thurm aufgestellt,
welcher im senkrechten Schnitte dargestellt ist. Fig. 2 zeigt das Geschütz von hinten in dem ebenfalls senkrecht geschnittenen
Thurme; Fig. 3 verbildlicht die Umrisse des letzteren in der Draufsicht. Fig. 4 bis 7 zeigen
den Patronenträger, und zwar ist Fig. 4 ein Längsschnitt, der den Träger mit daraufliegender
Patrone in seiner höchsten Stellung zeigt, in der die Patrone in das Rohr des Geschützes
eingeschoben werden kann. Fig. 5 ist ein Querschnitt mit dem in der Endansicht dargestellten
Verschlufsblocke, Fig. 6 eine obere Ansicht des Patronenträ'gers mit Patrone und
Fig. 7 ein Schnitt durch den Kolben des Patronenträgers. Fig. 8 zeigt die Anordnung
des Rückstofscylinders und der damit verbundenen Theile. Fig. 9 ist ein Querschnitt
des Geschützrahmens und verbildlicht die Vorrichtungen zum Bewegen des Verschlufsblockes.
Fig. 10 zeigt den Verschlufsblock im Längsschnitt, die Vorrichtung zum Abfeuern und
einen der Auszieher. Fig. 11 zeigt einen Theil des Geschützes von der rechten Seite, während
Fig. 12 letzteren von der linken Seite und Fig. 13 von oben zeigt.
A ist das Geschützrohr, welches in den Seitenplatten oder Rahmen -ß zurückstöfst; dasselbe
ist auf einer sich drehenden Plattform C aufgestellt, mit welcher durch einen cylindrischen
Zwischenbau C"2, der nach unten zu durch eines oder mehr Schiffsdecke hindurchreicht
und mit Thüröffhungen C3 versehen ist, eine zweite sich drehende Plattform C1 verbunden
ist. Die Plattform C läuft mittelst Kugeln oder Rollen R (Fig. 1 und 1 a) auf einer Laufschiene,
die nahe dem Rande des offenen Raumes angeordnet ist, durch den der cylindrische
Bau C2 hindurchtritt. Der nur zur Aufnahme eines einzigen Geschützes bestimmte
Thurm D ist im waagrechten Schnitte elliptisch geformt und hat bei D1 einen verhältnifsmäfsig
scharfen Rand, durch welchen die Geschützmündung, wie in Fig. 3 gezeigt, hindurchtritt, so dafs,
wenn diese auf den Feind zu gerichtet ist, den feindlichen Geschossen keine Aufschlagfläche
dargeboten wird, aufser einer solchen unter einem sehr kleinen Winkel. Das Geschütz
wird wie gewöhnlich durch Drehen der Plattform und des Thurmes gerichtet und erhält
seine Elevation durch beliebige zweckentsprechende Vorrichtungen.
Der kleinste Durchmesser des elliptischen
Thurmes D kann beträchtlich kleiner als der Durchmesser der Plattform C und sein gröfster
Durchmesser beträchtlich gröfser als derjenige der letzteren sein, so dafs der Thurm über
das Deck vorspringt.
Die beiden Seitenplatten B bilden einen Rahmen, welcher dem inneren Rückstofsrahmen
eines Maximgeschützes ähnelt; zwischen diesen Platten oder Stangen B wird der Verschlufsblock
E gehalten, der zwischen denselben hin und her gleitet, um den Verschlufs zu öffnen
und zu schliefsen, wobei diese Rahmenstangen B sich genügend weit über das hintere Ende des
Geschützes hinaus erstrecken, um ein Abziehen des Verschlufsblockes vom Verschlufsende so
weit zuzulassen, dafs eine Patrone zwischen Verschlufs und vorderes Ende des Verschlufsblockes
eingeführt werden kann. Letzterer kann von beliebiger zweckentsprechender Form sein, doch zieht Erfinderin die Benutzung eines
Schraubenverschlusses mit unterbrochenem Gewinde vor; derselbe sitzt auf einem Kreuzkopf
e, welcher in Nuthen b im Rahmen B gleitet, und kann sich in diesem Kreuzkopfe
genügend weit frei drehen, um in und aufser Verbindung mit dem unterbrochenen Gewinde
des Bodenstückes des Geschützes zu treten. Das Querhaupt e wird durch einen hydraulischen
Cylinder F in der Längsrichtung bewegt und durch einen hydraulischen Cylinder G gedreht,
um den Verschlufsblock in das Geschütz einzuschrauben und aus demselben herauszuschrauben
(Fig. 9).
Der Cylinder F ist längsweise an einer Seite des Rahmens B befestigt und mit Röhren ff1
versehen, welche sich vorn und hinten an ihn anschliefsen (Fig. 1); das Rohr / ist mit. einem
Rückschlagventil/2 und das Rohr/1 mit einem Vierweghahn /3 versehen, welch letzterer den
Durchflufs der Flüssigkeit nach und von dem Cylinder F beherrscht, dem diese Flüssigkeit
durch ein mit dem Hauptspeiserohr α verbundenes Rohr α2 zugeführt wird. An der Innenseite
des Rahmens B befindet sich ein Hebelarm /4 (Fig. 9), der durch entsprechende
Stangen, Wellen und Getriebe /5 mit einem
den Hahn /3 bethätigenden Hebel /6 verbun-
den ist. In dem Gehäuse/7 (Fig. i) befindet
sich eine Feder, die das Bestreben hat, den Hahn /3 in seiner geschlossenen Stellung zu
halten.
Die Enden des den Verschlufsblock tragenden Kreuzkopfes e treten durch die Nuthen b im
Rahmen B hindurch und sind an einer Seite mit dem Cylinder jp und an der anderen Seite
mit einem teleskopartigen Cylinder jF1 verbunden.
Der Kreuzkopf trägt ferner den senkrecht angeordneten hydraulischen Cylinder G, dessen
Kolben mit dem einen Ende eines Schaukelarmes g (Fig. 9) verbunden ist; das andere
Ende von g ist durch eine Stange g1 mit dem
am Verschlufsblocke E befestigten Arme g2
gelenkig verbunden. Die Stange gl hat eine Nase g·3,. durch welche der Arm /* bethätigt
werden kann. Der Eintritt der unter Druck stehenden Flüssigkeit in den Cylinder G wird
durch ein Ventil gi beherrscht, welches mit einem Hebel g5 versehen ist, dessen freies Ende
in der Bahn eines vom Rahmen B vorspringenden
Ansatzes gß liegt, so dafs der Hebel
beim Rückstofsen des Geschützes durch diesen Ansatz bewegt wird und Flüssigkeit in den
unteren Theil des Cylinders G eintreten läfst, um den Verschlufsblock zu drehen und ihn
von dem Verschlufsende des Geschützes loszulösen. Während dieser Loslösung wirkt die
Nase g3 der Gelenkstange g1 auf den Arm/4
und dreht das Ventil/3 so, dafs Flüssigkeit in den Cylinder F eintreten kann, was das Wegziehen
des Verschlufsblockes vom Geschütze zur Folge hat.
Das Geschütz kann mit Schildzapfen A1 versehen
oder auf einem drehbaren Rahmen aufgestellt sein. Wenn es mit Schildzapfen versehen
ist, so befinden sich diese an einem nicht zurückstofsenden Theile der Laffete und tragen
Buchsen zur Aufnahme der Rohre a (Fig. 13),
welche die unter Druck stehende Flüssigkeit nach den hydraulischen Cylindern hin leiten.
Erfinderin versieht den nicht zurückstofsenden Theil der Laffete mit einem Schildzapfenringe H
(Fig. 13), durch welchen hindurch das Geschütz frei hin und her gleiten kann, indem dieser
nach Art eines Mantels eingerichtete Schildzapfenring dem Geschütz als Führung dient,
während die Seitenplatten B Führungen für den Verschlufsblock bilden.
Um den Rückstofs aufzufangen, ist ein hydraulischer Bremscylinder I vorgesehen, dessen
Kolben, anstatt lose eingesetzt oder mit Oeffnungen zum Durchlassen der Flüssigkeit von
dem einen nach dem anderen Cylinderende hin versehen zu sein, dicht in den Cylinder eingepafst
und mit Lederdichtung abgedichtet ist. In der Cylinderseite ist ein Rohr Jx angeordnet,
durch welches ' die Flüssigkeit mittelst des Kolbens von einem Cylinderende durch das
Rückschlagventil I1 nach dem anderen Cylinderende hin während des Rückstofses nach abgegebenem
Schusse getrieben wird, wobei das Rückschlagventil J1 durch Gewicht oder Feder
auf den erforderlichen Druck belastet ist. Dieser Cylinder ist ferner mit einem Vierweghahne
/2 versehen, welcher den Eintritt der Druckflüssigkeit sowohl nach dem vorderen,
als auch nach dem hinteren Theile des Cylinders beherrscht und durch eine Gleitstange 73
(Fig. 8) bethätigt wird, welche mit zwei Knaggen /4 und 75 versehen ist, die so angeordnet
sind, dafs die eine derselben (I*) beim Rückstofsen des Geschützes und die andere (1^)
dann bethätigt wird, wenn das Geschütz in seine Feuerstellung zurückkehrt. Das innere
Ende dieser Stange I3 ist durch eine Gelenkstange /6 mit einem drehbaren Kurbelgriff I7
verbunden, welch letzterer unter dem Einflüsse einer in dem an einer der Seitenplatten B
gelenkig befestigten Gehäuse /8 eingeschlossenen
Feder steht. Während das Geschütz nach dem Abfeuern zurückstöfst, wird die Flüssigkeit im
Cylinder / von der einen Seite des Kolbens nach der anderen durch das Rückschlagventil 1l
weggetrieben, wobei durch den Rückstofs des Geschützes die Stange I3 bethätigt und der
Kreislauf der Verrichtungen eingeleitet wird, welche durch die verschiedenen Vorrichtungen
ausgeführt werden sollen; soll aber das Geschütz ohne Abgabe eines Schusses zurückstofsen,
so wird die Stange Is durch Handhabung des Kurbelgriffes I1 bewegt, wodurch
die Druckflüssigkeit aus dem Rohre a1 fliefsen und durch Hahn /2 in den vorderen Theil
des Cylinders I eintreten kann, wobei dann keine Flüssigkeit durch das Rückschlagventil I1
geht. Dieser den Kreislauf wie oben einleitende Vorgang vollzieht sich auf folgende Weise.
Wenn das Geschütz beim Abfeuern zurückstöfst, wird durch Anschlagen des Verschlufsblockes
gegen den Knaggen /4 der Stange /3
diese verschoben und stellt infolge dessen das Ventil J2 so, dafs der durch das Rohr al
hinzutretende Wasserdruck auf den Kolben im Cylinder I wirken und das Geschütz in die
schufsfertige Stellung zurückbringen kann. Unmittelbar vor Bethätigung der Stange 73 durch
das zurückstofsende Geschütz hat sich indessen der Verschlufsblock von diesem infolge einer
Drehbewegung gelöst, die durch den Eintritt des Wasserdrucks in den Cylinder G veranlafst
wird, dessen Ventil durch Anschlagen des Armes g5 gegen den Vorsprung g% geöffnet
worden ist (Fig. 9).
Das Geschütz ist so aufgestellt, dafs es ein bedeutendes Hintergewicht hat, d. h. die Schildzapfen
liegen so weit wie möglich nach vorn; hierdurch ist man in den Stand gesetzt, die
Gröfse der Scharte zu verringern. Hydraulische Cylinder J und Kolben sind vorgesehen, um
das hintere Ende des Geschützes zu unterstützen, wobei die Kolbenstangen am Rahmen B
oder an einem anderen, nicht zurückstofsenden Theile der Laffete angebracht sind. Diese Cylinder
J werden durch ein Handrad J1 beherrscht, welches dem Zieler zur Hand liegt.
In manchen Fällen mag es wegen Raummangels nicht zweckmäfsig erscheinen, die hydraulischen
Cylinder J am äufseren Ende der nicht zurückstofsenden Platten -B anzuordnen;
in diesen Fällen können die hydraulischen Cylinder dann in der in der Zeichnung angedeuteten
Stellung oder entsprechend anders so angeordnet werden, dafs sie anderen Theilen
der Vorrichtung nicht im Wege sind.
K ist ein zweites., dem Rade J1 ähnliches
Handrad, welches zum Bewegen der Drehvorrichtung für den Thurm dient.
Der senkrechte Cylinder oder cylindrische Theil C2 des Thurmes, der durch das Oberdeck
hindurchtritt und am Thurme oder der das Geschütz tragenden Plattform angebracht
ist, ist mit der oben schon erwähnten Bodenplattform C3 versehen, welche im Wesentlichen
in einer Ebene mit dem unteren Deck oder doch zu dem Patronenmagazin in einer so günstigen Lage liegt, dafs sie durch die in
ihrer Seite befindlichen Oeffnungen C3 Patronen aufnehmen kann. Erfinderin versieht diesen
Boden C1 mit einer schräg liegenden Führung C4 in Gestalt einer den cylindrischen
Theil C2 auf etwa ein Viertel seines Umfanges umgebenden geneigten Ebene, welche
Schienen C5 hat, auf denen die einzeln darauf gelegten Patronen unter dem Einflüsse ihres
Eigengewichts bis an den Patronenträger M herabrollen. Letzterer ist so angeordnet, dafs
er sich ein wenig unter die die Patronen haltenden Schienen herabsenkt und beim Anlangen
in seiner tiefsten Lage eine Vorrichtung in Wirkung setzt, welche die Ueberführung
einer Patrone von den Schienen nach dem Träger gestattet, wenn die Platte P gesenkt ist.
Dieser Patronenträger ist durch Bolzen in (Fig. 4 bis 7) mit einem mit Schlitz versehenen
Kopfe m1 verbunden, der bei m2 am oberen
Ende des Kolbens η des hydraulischen Cylinders JV eingelenkt ist, durch welchen der
Träger gehoben und gesenkt wird. Das vordere Ende des Patronenträgers ist mit einem Querbolzen
m3 versehen, dessen Enden bei der höchsten Stellung des Trägers mit dem oberen
Theile der Aussparungen B1 des Rahmens B in Eingriff kommen.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, nimmt der Patronenträger
für gewöhnlich eine schräge Lage ein, so lange er sich aufser Eingriff mit den Aussparungen B1 befindet; wenn aber die
Enden des Bolzens m3 mit den oberen Theilen dieser Aussparungen in Eingriff gelangen, so
wird das vordere Ende des Trägers daran gehindert, noch weiter empor zu steigen, was
zur Folge hat, dafs beim weiteren Hochgehen des Kolbens η der Träger um seinen Bolzen m3
gedreht wird und die Achse der Patrone in eine Richtung mit der Seelenachse bringt
(Fig. 4), so dafs die Patrone beim Vorrücken des Verschlufsblockes auf den Lauf zu in den
letzteren eingeschoben wird. Der Auf- und Niedergang des Patronenträ'gers wird durch ein
Ventil n1 beherrscht, welches' den durch die Rohre ηx erfolgenden Zutritt der Druckflüssigkeit
zum Cylinder N regelt. Dieses Ventil wird durch Stangen n2 wirksam, welche mit
der von der inneren Seite des Rahmens B getragenen Hebelvorrichtung n3 verbunden sind;
letztere wird durch einen am Verschlufsblock sitzenden Ansatz κ4 in Wirkung gesetzt, der
gegen die einen Theil der Vorrichtung n3 bildenden Arme n5 nix anschlägt. M1 und M2
sind senkrechte Führungen, durch welche der Rand des Patronenbodens und die Geschofsspitze
während des Emporsteigens des Patronenträgers M geführt werden. Auf der Plattform C1
sind zwei Ständer M3 Mi so angeordnet', dafs
eine die Schienen C5 verlassende Patrone nicht unmittelbar auf den Patronenträger fallen kann,
sondern auf diesen Ständern in waagrechter Lage über dem Patronenträger liegen bleibt,
so dafs dieser sie beim Aufsteigen ohne Stofs aufnimmt. Der Kolben η des Cylinders N ist
mit einem Querhaupte n6 (Fig. 5 und 7) versehen,
welches sich in einer senkrechten Führung n1 bewegt und mit einem gelenkig
angeordneten, unter dem Einflüsse einer Feder stehenden Hebel w8 versehen ist; letzterer hat
einen Bolzen κ9, der für gewöhnlich mit einem Loch im Kreuzkopf η 6 und einer Aussparung
im Kolben η in Eingriff ist, wodurch Kreuzkopf und Kolben zusammengehalten werden.
Ferner ist dieser Hebel ns mit einer Klaue n10
versehen, die, sobald der Kreuzkopf am oberen Ende der Führung n7 anlangt, gegen einen
Vorsprung n11 (Fig. 1) anschlägt,' was zur Folge
hat, dafs der Hebel w8 seinen Bolzen n9 aufser
Eingriff mit dem Kolben bringt und hierdurch den Kreuzkopf freigiebt, so dafs der Kolben
nun seine Aufwärtsbewegung ohne den Kreuzkopf fortsetzen kann. Gleichzeitig mit dieser
Auslösung schlägt ein Vorsprung n1'2 am Kreuzkopfe
gegen einen Zahn n13 an einer federnden
Klinke nli, die oben mit einem gelenkigen
Ansatz n15 versehen ist. Diese Klinke geht sonach dem emporsteigenden Kreuzkopf aus
dem Wege und bringt ihren Zahn nis unter
den Vorsprung κ12, so dafs der Kreuzkopf hierdurch gehalten wird, wenn er, wie vorherbeschrieben,
vom Kolben losgelöst wird. Letzterer hat an seinem oberen Ende einen Finger ra1G, welcher dazu dient, eine Klappe O
in ihrer gehobenen Lage, wie solche in Fig. 5 in ausgezogenen Linien angegeben ist, zu
halten, während der Träger M sich herabsenkt, nachdem er seine Patrone in der gehörigen
Lage in dem zwischen dem Verschlufsblocke und dem Verschlufsende des Laufes vorhandenen
Zwischenräume gelassen hat. Die Klappe 0 ist bei 0} scharnierartig befestigt
und kann durch ihr Eigengewicht in die punktirt gezeichnete Lage herabfallen, so dafs,
wenn eine leere Patronenhülse durch die am Verschlufsblocke sitzenden Auszieher E1 aus
dem Laufe herausgezogen wird, diese auf die Klappe O fällt und von letzterer auf eine geeignete
Schurre oder dergleichen geleitet und auf diese Weise abgeführt wird. Die Klappe O
wird in ihrer punktirten Lage durch die Corisolen
O2 gehalten. Beim Herabgehen des Kolbens η stöfst der Finger nw gegen den
gelenkigen Ansatz κ15 und zwingt dadurch die Klinke nu, den Kreuzkopf nü freizugeben und
ihn mit dem Kolben η herabgehen zu lassen, während der Hebel n8 gleichzeitig den Vorsprung
w11 verläfst und seinem Bolzen w9 gestattet,
den Kreuzkopf wieder an den Kolben anzuschliefsen.
Die am Rahmen B angebrachten Führungsrippen jB2 Bs dienen dazu, den Patronenboden
in die richtige Stellung gegenüber dem Verschlufsblock zu bringen, so dafs der Flantsch
der Patrone hinter die Nase Ex des Ausziehers
(Fig. 4) gelangt. Beim Vorwärtsschieben der Patrone durch den Verschlufsblock wirken
die Führungen B1 B1 (Fig. 13) dahin mit, der
Patrone die Richtung beim Einführen derselben in den Verschlufstheil zu geben.
Damit nur eine Patrone zur Zeit auf den Träger gebracht wird, können hin und her
bewegte Sperrplatten P Px vorgesehen sein, deren Stellungen durch einen unter dem Einflufs
einer Feder stehenden Hebel P1 geregelt werden. Am inneren Ende dieses Hebels befindet
sich ein Gelenk P2, an welchem ein Zapfen P3 in eine Führung P* eintritt. Bei
der Aufwärtsbewegung des , Trägers M erfährt das rechtsseitige Ende des Hebels P1 unter
dem Einflufs des auf das Gelenk P2 wirkenden Kreuzkopfes n% eine Abwärtsbewegung, durch
welche, indem das nach oben gehende Gelenk dem oberen curvenförmigen Theile der Führung
P1 folgt, die Platte P aus der Bewegungsbahn der.Patronen auf den Stangen C5 gebracht
wird; inzwischen veranlafst das innere Ende des Hebels P1 die Sperrplatte P*, nach
oben zu gehen. Die Führung P4 ist an ihrem oberen Theile derart bogenförmig gestaltet, dafs
der vorerwähnte Zapfen P3 aus der Bewegungsbahn des hinaufgehenden Kreuzkopfes na gelangen
kann, um letzteren vorbeizulassen. Beim Wiederabwärtsgehen des Trägers M wird das
Gelenk P2 von dem Kreuzkopfe nü erfafst und
dreht infolge dessen den Hebel P1 um seinen Lagerpunkt, so dafs die Platte Px gesenkt und
die Platte P in ihre gehobene Stellung gebracht wird. Indem diese Platte P nach oben
geht, legt sich ein daran befindlicher schräger Theil P5 gegen bezw. vor die Patrone und
schiebt dieselbe auf die Ständer Ma Mi.
Der Verschlufsblock (Fig. 10) ist mit dem Schlagbolzen E2 und einem unter Federwirkung
stehenden Abzüge EB ausgestattet, an welch
letzterem ein Seil zum Abfeuern des Geschützes befestigt ist. Diese Theile können von bekannter
Einrichtung sein.
Beim Abfeuern des Geschützes vollführt dasselbe in bekannter Weise seine Rückstofsbewegung
und drückt dadurch die Flüssigkeit von dem einen Ende des Bremscylinders /
nach dem anderen an dem Rückschlagventil I1 vorbei. Indem das Geschütz bei seiner Rückwärtsbewegung
die Grenze dieser Bewegung ganz oder fast ganz erreicht, wirkt dasselbe auf
die Stange 73, indem es gegen den Knaggen 7* stöfst, wodurch das Ventil P so gedreht wird,
dafs Flüssigkeit unter hohem Druck in den Cylinder / eintreten und das Geschütz wieder
in die zum Abfeuern geeignete Lage bewegen kann. Während des Eintretens der Flüssigkeit
in den Cylinder / behufs Vorwärtsbewegung des Geschützes in seine Feuerlage tritt,
indem der Hebel gh durch Anschlagen gegen den Vorsprung ga (Fig. 1 3) das Ventil g* öffnet,
zugleich Flüssigkeit aus dem Cylinder F1- in
das obere Ende des hydraulischen Cylinders G ein, welcher den Verschlufsblock mittelst des
Hebelwerks g g1 g2 bethätigt und diesen vom
Geschütz frei macht. Letzteres geschieht mit grofser Geschwindigkeit und ehe das Geschütz
seine Rückwärtsbewegung in die schufsfertige Lage eigentlich begonnen hat. Sobald der
Verschlufs gelöst ist, tritt Flüssigkeit auf selbstthätige Weise in den Cylinder F ein, indem
die Nase g% den Arm /4 und die mit diesem
verbundenen Theile bethätigt, so dafs der Verschlufsblock in seine äufserste Stellung nach
hinten gebracht wird. Beim Erreichen dieser Stellung öffnet er durch Vermittelung des
Hebels nh und der Stange n2 das Ventil ti1,
so dafs die Flüssigkeit in den Cylinder TV der hydraulischen Hebevorrichtung eintritt, auf
welch letzterer der Patronenträger M sich befindet. Letzterer beginnt nunmehr, sich nach
oben zu bewegen. Die mit dem Träger verbundenen, oben erwähnten Vorrichtungen kippen
denselben so über, dafs er sich dem Winkel anpafst, unter 'welchem das Geschütz abgefeuert
werden soll.
Der Patronenträger kann wesentlich kürzer als die Patrone eingerichtet sein. Indem die
geladene Patrone in die zum Laden geeignete Lage gehoben wird und sich dem Verschlufstheile
des Geschützes annähernd conaxial zur Seele des Geschützes darbietet, wird der Verschlufsblock
aus seiner hintersten Lage da-
durch gelöst, dafs ein am Träger befindlicher Vorsprung gegen einen Hebel/8 (Fig. ii) anschlägt,
welcher einen Theil der Vorrichtung f5fä zum Bethätigen des Ventiles fs bildet.
Infolge dessen tritt Flüssigkeit in den Cylinder F ein und veranlafst den Verschlufsblock, sich
nach dem Verschlufsende des Geschützes zu bewegen. Der Träger bleibt so lange in seiner
gehobenen Stellung, bis der Verschlufsblock sich weit genug bewegt hat, um die Patrone
vollständig tragen und das Geschofs weit genug in die Oeffnung des Geschützes einbringen zu
können, dafs dasselbe sicher darin untergebracht ist. In diesem Augenblicke bethätigt
der Verschlufsblock von neuem das Ventil n1 der hydraulischen Hebevorrichtung, indem er
auf einen Hebel n5x wirkt, der einen Theil
der Vorrichtung n- n3 bildet. Hierdurch wird der Patronenträger nach abwärts bewegt zur
Aufnahme einer neuen Patrone. Der Verschlufsblock setzt alsdann seine Vorwärtsbewegung
fort, drängt die Patrone vollständig in den Geschützlauf hinein und bewerkstelligt
durch Bewegen des Hebels g den Verschlufs des Geschützes, wobei die Flüssigkeit infolge
Umkehrung des Ventiles gi in den oberen Theil des Cylinders G eingelassen wird. Diese
Umkehrung erfolgt dadurch, dafs der Arm g5 beim Vorwärtsgehen des Verschlufsblockes nach
dem Verschlufsende des Geschützes zu gegen einen Anschlag g7 des Rahmens B trifft
(Fig. 13). Durch Anziehen des vorerwähnten Seiles kann man nunmehr das Geschütz abfeuern.
Die abgeschossenen Patronen werden durch den Verschlufsblock in bekannter Weise herausgezogen und fallen, wie bereits erläutert,
auf die Klappe O.
Angenommen, es solle die Wirkungsweise des Geschützes versucht werden, ohne dafs
thatsächlich ein scharfer Schufs abgefeuert wird. Der einzige Unterschied zwischen der Handhabung
des Geschützes mit scharfen und der mit Platzpatronen würde darin bestehen, dafs
bei einer scharfen Patrone während der nach dem Ab'feuern des Geschützes erfolgenden
Rückstofsbewegung eine gewisse Flüssigkeitsmenge durch das vorerwähnte Rückschlagventil
71 hindurchgehen würde, während bei Durchführung der sämmtlichen Verrichtungen
ohne Abfeuern des Geschützes keine Flüssigkeit durch dieses Rückschlagventil geht; die
durch das Rückschlagventil geleistete Arbeit entspricht immer der erforderlichen Arbeitsmenge, um das Geschütz nach dem Abfeuern
in einen Ruhezustand überzuführen, d. h. das Rückschlagventil ist so belastet (oder besitzt
eine so starke Feder), dafs die zur Ueberwindung der Federspannung behufs Oeffnens des
Ventils und Offenhaltens desselben während des Rückstofsens des Geschützes erforderliche
Kraft die Kraft des Rückstofses ausgleicht oder aufnimmt und so das Geschütz nach dem Abfeuern
sanft zum Stillstand bringt. Wenn das Geschütz mit halber Ladung und mit halbem Rückstofse abgefeuert werden sollte, so würde
es nöthig sein, die Rückstofsbewegung-durch Handhabung des Hebelgriffs I7 zu vervollständigen
und dadurch zu ermöglichen, dafs mehr Flüssigkeit in den Cylinder / eintritt, wobei dann alle Vorgänge in der oben beschriebenen
Weise stattfinden würden. Um die Wirkungsweise des Geschützes zu untersuchen, ohne dazu eine Patrone, sei es eine
scharfe oder sei es eine Platzpatrone, zu verwenden, läfst man durch Bewegen des
Hebels F in den Cylinder I Druckflüssigkeit eintreten. Diese veranlafst alsdann ganz allein die
gesammte Rückstofsbewegung des Geschützes.
Da der Cylinder G sich mit dem den Verschlufsblock tragenden Kreuzkopfe e bewegen
mufs, so wird die zum Füllen dieses Cylinders erforderliche Flüssigkeit demselben von dem
Hauptspeiserohre α aus entweder durch ein
Schlauchrohr oder ein teleskopartiges Rohr F1 zugeführt. Die beiden Handräder J1 und K
liegen, wie schon oben angegeben, dem Zieler zur Hand und dienen zum Drehen des Thurmes
bezw. zum Bethätigen der Richtvorrichtungen; der Zieler ist also im Stande, mittelst einer
leichten Handbewegung das Geschütz genau zu richten und in demselben Augenblick den
Abzug zurückzuziehen.
Wenn in Gemäfsheit vorliegender Erfindung anstatt Druckflüssigkeit Elektricität zum Bethätigen
des Geschützes benutzt wird, so werden die Bewegungen der vorbeschriebenen Theile dazu nutzbar gemacht, um elektrische
Stromkreise zu schliefsen und zu unterbrechen.
Claims (2)
1. Ein Geschütz, bei welchem die durch ein unabhängig vom Geschütz erzeugtes motorisches
Agens, besonders durch Druckflüssigkeit gespeisten Motoren, welche den
Vorlauf des Geschützes, das Oeffnen und Schliefsen des Verschlusses, das Laden u.s.w.
bewirken, nach einander in gehöriger Reihenfolge durch den Rücklauf des Geschützes
bezw. ein Motor durch den anderen in und aufser Thätigkeit gesetzt werden.
2. Eine Ausführungsform des unter 1. gekennzeichneten
selbstthätigen Geschützes, bei welcher folgende Vorrichtungen vorgesehen sind:
a) der RUckstofscylinder /, welcher zwei äufsere Rohre hat, von denen das
eine /x mit einem Rückschlagventile P zum Regeln des Durchganges der
Flüssigkeit von der einen Kolbenseite nach der anderen Seite hin und das andere mit einem Vierwegehahn 72
versehen ist, der den Zutritt der Druck-
flüssigkeit zum Cylinder beherrscht, wobei dieser Vierwegehahn /2 entweder
durch das Geschütz während des Rückstofses oder von Hand zu dem Zwecke bethätigt werden kann, um
die Wirkungsfähigkeit der Vorrichtung ohne Abgabe eines Schusses zu erproben (Fig. i);
b) ein mit dem Verschlufsblock-Kreuzkopfe verbundener hydraulischer Cylinder
G mit einem Hahn g*, der unter dem Einfiufs eines Hebels gb,
welcher gegen am Geschützrahmen B befindliche Anschläge gti g1 trifft
(Fig. 13), Druckflüssigkeit in den Cylinder G einläfst, so dafs dadurch der
Verschlufsblock ent- bezw. verriegelt wird;
c) ein eine geradlinige ' Bewegung des Verschlufsblockes veranlassender Cylinder
F.mit einem Hahn/3, welcher einmal mittelst eines Hebels/4 durch
den sich entriegelnden Verschlufsblock, das andere Mal mittelst eines Hebels/8
durch den seine Aufwärtsbewegung vollendenden Patronenträger umgesteuert wird, so dafs der Verschlufsblock
vom Geschützrohr weggezogen bezw. in dasselbe eingeführt wird (Fig- 13);
d) ein die Auf- und Abwärtsbewegung des Patronenträgers M veranlassender
Cylinder N mit einem Ventile n1, welches mittelst eines Hebels n5 bezw. nix
durch den seine Rückwärts- bezw. seine Vorwärtsbewegung ausführenden Verschlufsblock umgesteuert wird, so
dafs der Träger veranlafst wird, sich mit einer neuen Patrone aufwärts bezw. leer abwärts zu bewegen (Fig. 1).
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE95043C true DE95043C (de) |
Family
ID=366327
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT95043D Active DE95043C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE95043C (de) |
-
0
- DE DENDAT95043D patent/DE95043C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1303061C2 (de) | Verwandelbare feuerwaffe | |
| DE640721C (de) | Selbstladepistole mit Spannabzug und Hahn | |
| DE3505443A1 (de) | Luftdruckwaffe | |
| DE2752721C2 (de) | Verschlußblockanordnung für eine automatische Schußwaffe | |
| DE2632207A1 (de) | Selbsttaetige feuerwaffe mit mindestens zwei patronenmagazinen | |
| DE102011008684B4 (de) | Nachrüstbares Magazin für ein Knicklaufluftgewehr | |
| DE95043C (de) | ||
| DE1960023C1 (de) | Automatische Waffe zum Abfeuern von Patronen | |
| DE2814237A1 (de) | Geschossladeeinrichtung und sicherheitsschloss fuer ein gewehr o.dgl. | |
| DE1019935B (de) | Ladevorrichtung fuer Waffen gepanzerter Fahrzeuge | |
| DE90346C (de) | ||
| DE471350C (de) | Selbsttaetige Feuerwaffe mit zurueckgehendem Patronenlager | |
| DE69316097T2 (de) | Antriebsvorrichtung | |
| AT43799B (de) | Selbsttätiges Mehrladegewehr. | |
| DE907993C (de) | Leichtgeschuetz | |
| DE59660C (de) | Geschütz-Blockversch'.ufs mit parallel der Seelenaxe liegender Handgriffswelle | |
| DE294954C (de) | ||
| DE32501C (de) | Schnellfeuer-Geschütz | |
| DE196787C (de) | ||
| AT57094B (de) | Selbsttätige Handfeuerwaffe mit beim Schuß zurückgleitendem Patronenlagerteil. | |
| DE2748608A1 (de) | Gaskapselladevorrichtung fuer gasdruckwaffen | |
| DE97477C (de) | ||
| DE306490C (de) | ||
| DE56032C (de) | Neuerung an dem durch das Patent Nr. 32 742 geschützten Schnellfeuer-Geschütz, bei welchem die Verschlufsvorrichtung durch den Druck der der Mündung entströmenden Gase bethätigt wird | |
| DE205906C (de) |