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Zeitausachaltung für Turbinenantrieb von Gyroskopseitensteuerungen für Torpedos.
Bei den auf dem Prinzipe der freien Achse basierenden Seitensteuervorrichtungen von Torpedos wird bekanntlich eine, in cardanischer Aufhängung montierte Schwungmasse während des Lancierens in bestimmter Normalstellung gehalten, und hiebei in sehr rasche Rotation versetzt.
Um die im Momente des Lancierens festgehaltene Achse des Gyroskopes in eine freie Achse zu verwandeln, muss das System der Gyroskopringe bei Beendigung des Lancierens frei gegeben werden.
Erfolgt der Antrieb der Schwungmasse durch Pressluft, so ist es notwendig, dass letztere
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luftstrahl auf die freigegebene Schwungmasse ablenkend einwirken könnte.
Demgemäss ist bei den durch Pressluft angetriebenen Gyroskopen nicht nur die Aufgabe zu lösen, nach Beendigung des Lancierens die das Gyroskopsystem festhaltenden Organe aus der Funktionsstellung in die vorbereitende zurückzuführen, sondern es muss auch der zu den Antriebdüsen führende Pressluftkanal gesperrt werden.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine besondere Einrichtung, durch welche nach einem bestimmten Zeiträume nach dem Öffnen des Lufthebels die zum Turbinpnantriebe fahrende Pressluftleitung geschlossen und die vorerwähnten Feststellungsvorricbtungen in die unwirksame Stellung zurückgezogen werden.
In Fig. 1 der Zeichnung ist eine im Sinne der Neuerung konstruierte Vorrichtung in einem, durch die Achse der Schwungmasse geführten Vertikalschnitte gezeigt, während
Fig. 2 einen Horizontalschnitt nach A-B der Fig. 1,
Fig. 3 einen Vertikalschnitt nach C-D der Fig. 1 von links gesehen,
Fig. 4 einen Vertikalschnitt nach E-F der Fig. 1 von rechts gesehen zeigt, wobei die Organe in der Retriebsstellung dargestellt sind.
Fig. Ï ist eine der Fig. 4 analoge Darstellung, in welcher die Organe in der Ruhelage ge- zeigt sind.
Fig. 6 ist ein partieller Schnitt nach C ; r-H der Fig. 2.
In der zur Luftdüse a des Turbinenantriebes führenden Leitung b ist ein Rundschieber c angeordnet, welcher in der in Fig. 2 gezeigten Stellung die Luftleitung 6 freigibt, bei axialer
Verschiebung jedocH, in welcher die vollen Teile des Schiebers c vor den Luftkanal treten, letzteren sperrt.
Gegen das freie Ende des Schiebers c wirkt ein Arm eines Winkelhebels d, der unter dem Einnusse einer gegen den Gehäuseansatz 1 sich st@tzenden Druckfeder f steht und demnach bestrebt ist, den Schieber c in das Gehäuse g bis zu seinem Anschlage an die Verschlussschraube 17 hineinzudrücken ; der Schieber ist in dieser Grenzlage geöffnet.
Ein, diesem Bewegungsimpulse entgegengesetzter, wird dem Schiebe- c durch Einwirkung der Pressluft auf seine Rückseite gegeben.
Um die Pressluft erst in genau einstellbarer Zeit auf die Rückfliiche des Schiebers c wirken.
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leitung b nicht direkt sondern unter Zwischenschaltung zweier Kammern m, n verbunden ; die eine dieser Kammern m steht durch einen engen, durch eine Sipbeinlage gegen Verstopfung ge- sicherten Kanal mit dem Luftkanale b, der zweite Raum n einerseits vermittels eines Kanales. 3
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wiegt, und geschlossen worden, wenn der Pressluftdruck grösser als der Federdruck wird.
Das Einstellen der Ein-und Feststellorgane des Gyroskopsystemes, sowie das Ausrücken
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der Wirkung der Pressluft auf den Schieberkopf h.
Die Ein- und Feststellorgane des Ringsystemes bestehen, in bekannter Weise, aus einem axial verschiebbaren Dorne z, welcher'in einen, in der Verlängerung der Achse a : der Schwungmasse A liegenden, an dem Horizontalringe v starr befestigten Rohrstutzen u eingreift und des ferneren aus einer schwingbaren Gabel t, deren Nabe 15 in der Gestellwand, konzentrisch zum Dorne z gelagert ist und deren Zinken 18 in aufgeschwungener Stellung den rechteckigen Querschnitt des Vertikalringes w an einer etwa 900 von seiner Drehachse gelegenen Stelle scharf umfasst und sich hiebei unter zwei zu beiden Seiten eines der Drehzapfen 16 des Horizontalringes v ge- legenden Stellen des letzteren legt, wodurch beide Ringe v, w in die Normalstellung gebracht und festgehalten werden ;
in abwärts geschwungener Stellung legen sich die Zinken 18 der Gabel t um einen verschmälerten, nahe der Drehungsachse liegenden Teil des Vertikalringes w, und geben sohin in dieser Stellung beide Ringe v, w vollkommen frei.
Die Bewegung des Domes 2 erfolgt durch den obersten Arm eines T-bczw. dreiarmigen
Kipphebels k, dessen mittlerer Arm einen Kurbelzapfen 10 trägt und gegen dessen unteren Arm eine Kippfeder 9 drückt, die sich gegen einen starren am Gestelle angeordneten Lappen 13 stützt. in dem der Federbolzen 19 geführt ist.
Die Steuerung der Gabel t erfolgt mit Hilfe der beiden an der Nabe 15 fixierten, etwa unter rechtem Winkel angeordneten Stelldaumen p, q und eines zwischen diesen Stelldaumen bewegten (später beschriebenen) Mitnehmers 6, welcher je nachdem er an der Innenseite des höher oder an jener des tiefer gelegenen der beiden Daumen p, q schleift, die Gabel t in die Tief-oder Hochstellung schwingt.
Diese Organe z und t werden von dem, unter dem kombinierten Einflusse des Feder-und des PrdHuftdruckc8 stehenden Winkelhebel d in folgender Weise betätigt :
An dem nach abwärts geneigten Arme des Winkelhebel d ist eine Schubstange r angelenkt, welche zwei horizontale Mitnehmer 6 und 7 trägt, die im vertikalen Schlitze 8 der Gehäusewand geführt sind und einerseits auf den Kurbelzapfen 10 des dreiarmigen Steuerhebels k des Dornes z, andererseits gegen die Flächen der Stelldaumen p, q wirken, welche an der Nabe der Einstellgabel t sitzen.
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duse a geoffnet. und die Stange r samt Mitnehmer 6 und 7 in die Tieflage gezogen ist.
Infolge dieser Ticflage des Organes 6 werden die Einstellgabel t und der Dornzin ihren wirksamen Stellungen gehalten, wodurch das Gyroskopsystem in der Normallage festgehalten wird.
Im Momente des Lancierens, bezw. beim Öffnen des Lufthebels tritt die Druckluft durch
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Armes des Kipphebels von oben drückend denselben unter dem Einflusse der Kippfeder 9 in die in Fig. 1 vollgezeichnete Lage wirft, so dass, der Dorn z in das Rohr u der Horizontalachse der Schwungmasse eintritt und letztere nunmehr wieder in der Normalstellung festgehalten wird.
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zwei oder mehrere, durch enge Kanäle miteinander verbundene Kammern in den rückwärtigen geschlossenen Teil des Schiebergehäuses geleitet wird.