DE109218C - - Google Patents
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- DE109218C DE109218C DENDAT109218D DE109218DA DE109218C DE 109218 C DE109218 C DE 109218C DE NDAT109218 D DENDAT109218 D DE NDAT109218D DE 109218D A DE109218D A DE 109218DA DE 109218 C DE109218 C DE 109218C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
- F42B19/00—Marine torpedoes, e.g. launched by surface vessels or submarines; Sea mines having self-propulsion means
- F42B19/01—Steering control
- F42B19/06—Directional control
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Combustion & Propulsion (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Vibration Prevention Devices (AREA)
Description
PATENTAMT.
KLASSE- 65: Schiffbau.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein Seitensteuerapparat für Torpedos,
bei welchem bei Abweichen des Torpedos von der geraden Bahn durch Beeinflussung des Steuerruders mittelst des bekannten gyroskopischen
Rades der Torpedo in seine ursprüngliche Bahn zurückgelenkt wird. Die Antriebsvorrichtung für das Gyroskop ist eine
solche, dafs bei Verwendung von Druckluft oder Druckflüssigkeit als Antriebsmittel während
des Abschiefsens ein sicherer und stofsfreier Antrieb der Schwungscheibe erfolgt.
Die Antriebsvorrichtung des Seitenrichtapparates ist dadurch gekennzeichnet, dafs das Antriebsorgan
zurlnbewegungsetzung der Schwungmasse als ein mit einer Zahnstange versehener
Kolben ausgebildet ist, der sich in einem Cylinder bewegt, in welchen beim Abfeuern des
Torpedos, also beim Oeffnen der allgemeinen Druckluftleitung, gleichzeitig Druckluft eingelassen
wird, so" dafs diese, auf den Kolben mit der Zahnstange einwirkend, die Inbewegungsetzung
des Schwungrades innerhalb der kürzesten Zeit hervorruft, gleichzeitig aber auch
die Entkupplung der Antriebsvorrichtung vermittelst der Zahnstange bewirkt und die Entkupplung
aufrecht erhält, so dafs eine Vorrichtung zum automatischen Abschlufs der zur Inbetriebsetzung des Gyroskops benutzten Druckluft
nicht erforderlich ist. Das Abschliefsen bezw. Ablassen der Druckluft ist hei dieser
Anordnung des Antriebes erst dann nothwendig und wünschenswerth, wenn man zwecks
Ausprobirens, d.h. zwecks mehrmaligen Verschiefsens des Torpedos alle Antriebsorgane
des Gyroskops in ihre ursprüngliche Lage zurückbringen will.
Bei dem nachbeschriebenen Steuerapparat ist wie bei allen derartigen Einrichtungen eine
Vorrichtung an dem Gyroskop angebracht, welche das letztere vor dem Abschiefsen des
Torpedos aus der Lancirkanone in seiner Normalstellung hält und die gleichzeitig mit
der Aufserbetriebsetzung der Antriebsvorrichtung ausgerückt wird, so dafs dem Gyroskop
volle Bewegungsfreiheit gegeben ist.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist
Fig. ι ein Schnitt durch einen Torpedo mit dem Seitenrichtapparat in Stirnansicht,
Fig. 2 eine Oberansicht des Seitenrichtapparates;.
Fig. 3 zeigt den Seitenrichtapparat in Seitenansicht und theilweisem Schnitt nach der
Linie A-B der Fig. 2;
Fig. 4 ist ein Schnitt nach Linie C-D der
Fig. 3; Fig. 5 zeigt in schematischer Weise die Verbindung
des Gyroskops mit dem Steuer, entsprechend der Anordnung des in Fig. 1 bis 4
dargestellten Apparates;
Fig. 6 zeigt in schematischer Weise die Verbindung des Gyroskops mit dem Steuer, bei
welchem das Gyroskop so angeordnet ist, dafs die Normalschwingungsebene der gyroskopischen
Scheibe parallel zur Längsachse des Torpedos liegt.
Wie aus Fig. 1 bis 4 ersichtlich, bezeichnet a
das Schwungrad des Gyroskops, das ver-
mittelst der Welle b in einem horizontalen Rahmen c gelagert ist. Letzterer ist wiederum
in einem verticalen Rahmen c1 gelagert, der von Armen c2 des Gestelles c3 getragen wird.
Der Rahmen c1 ist um die eine Verticalachse
drehbar. Die Achse b des Gyroskops trägt auf der einen Seite den Trieb d, mit welchem
das Zahnrad e der Antriebsvorrichtung sowohl in der Ruhelage, als auch während des Antriebes
in Eingriff steht. Das Zahnrad e sitzt auf der Welle f, die in dem Arm g eines
Rahmens gelagert ist, der aus den zweiarmigen Hebeln h h1, den Armen g g1 und den Querverbindungsstangen
t u ν gebildet ist. Die zweiarmigen Hebel h h1 sind um die die Zahnräder
i i1 tragende Welle k und um den
Zapfen / drehbar gelagert. Von den letztgenannten Rädern greift das Zahnrad i in das
auf der Innenseite des Armes g auf der Welle_/
sitzende Zahnrad m ein, während das Zahnrad z'1 mit der Zahnstange η in Eingriff steht.
Es ist also das aus den Zahnrädern z, z1, m
und e gebildete Vorgelege in dem um die Zapfen k und / drehbar gelagerten Rahmen
angebracht und kann durch Schwingen dieses Rahmens um die genannten Zapfen das Zahnrad
e mit dem Trieb d in bezw. aufser Eingriff gebracht werden.
Die Zahnstange η sitzt an dem Kolben p,
welcher sich in dem Cylinder q befindet, in welch letzteren die Druckluftleitung r einmündet.
In der Ruhelage (Fig. 4) wird diese Stange durch die Feder s gehalten. Auf die
Zahnstange η legt sich der Knaggen w auf,
der an der Querstange t angeordnet ist, und hält dieser Knaggen während der Ruhestellung
das Zahnradvorgelege mit dem Trieb d infolge der Anordnung einer Feder x, welche einerseits
an dem Cylinder q, andererseits an der Querstange u angreift, in Eingriff. Die Zahnstange
η besitzt an ihrem einen Ende die Aussparung £, in welche sich der Knaggen w,
sobald die Stange das Ende ihrer Bahn erreicht hat, einlegt, so dafs unter Einwirkung
der Feder χ der das Antriebsvorgelege tragende Rahmen um die Zapfen k und / geschwungen
und das Rad e aufser Eingriff mit dem Trieb d gebracht wird. Die Rohrleitung r steht mit
der Hauptdruckleitung in Verbindung.
Wird nun in dem Moment des Abschiefsens Druckluft eingelassen, so tritt dieselbe mit
einem Druck von ca. 50 Atm. in den Cylinder q ein und schleudert den Kolben ρ
(Fig. 4) mit einer solchen Geschwindigkeit nach vorn, dafs innerhalb eines Bruchtheiles einer
Secunde dem Gyroskop die gewünschte Umdrehungszahl erlheilt wird und ein sofortiges
Ausschalten der Antriebsvorrichtung durch Abschwenken des das Vorgelege tragenden Rahmens
stattfindet. Die abgekuppelte Antriebsvorrichtung wird nun, während der Torpedo
seinen Weg zurücklegt, durch den stets auf den Kolben wirkenden Druck der Luft in
dieser' Stellung gehalten. Ein sich selbst Einkuppeln kann erst dann durch die Feder s
stattfinden, nachdem bei dem abgefangenen Torpedo die Druckluftleitung abgestellt und
die Druckluft abgelassen ist.
Um nun gleichzeitig im Moment des Abschiefsens dem in seiner Normalstellung festgehaltenen
Gyroskop automatisch die Bewegungsfreiheit zu geben, ist an dem Arm g bei ^1
eine Stange 1 angelenkt, welche an einem Hebel 2 angreift, der mit der Feststellvorrichtung
des Gyroskops in Verbindung gebracht ist. Die Feststellvorrichtung besteht aus einem
verschiebbaren, trichterförmigen Körnerlager 3 (Fig. 3), welches von . zwei Armen 4,4 getragen
wird, die mit ihren Augen 5, 5, die an den Armen c2 c1 angebrachten Zapfen 6,6
umfassen. An dem Körnerlager 3 greifen die Gestänge 7, 7 an , die um 8 drehbar gelagert
sind. Durch den Hebel 2, welcher mit diesen Gestängen in Verbindung steht, wird die seitliche
Verschiebung des Körnerlagers, d. h. das Feststellen bezw. Freigeben des Gyroskops
bewirkt, indem das Lager über den Fortsatz 9 des Körnerlagers 10 des Gyroskops (Fig. 3)
geschoben oder von demselben entfert wird.
Aus der zuletzt beschriebenen Anordnung geht klar hervor, dafs,, sobald die Prefsluft in
den Cylinder q abgelassen wird und der Hebel h
mit dem Arm g in die in Fig. 4 dargestellte Stellung zurückgeführt wird, auch die Feststellung
des Gyroskops in seine Normalstellung selbsttätig durch das Gestänge 1, 2
und 7 erfolgt.
Ist der Torpedo abgeschossen, so überträgt das Schwungrad a des freigegebenen Gyroskops,
falls durch äufsere Einflüsse eine Aenderung der Torpedobewegung eintritt, seine Bewegung
mittelst der Zugstange 11, des Hebels 12
und des Organes 13 (Fig. 5) in bekannter Weise auf einen Servimotor 14, durch dessen
Kolbenstange 15 mittelst entsprechender Gestänge und Hebelarme 16, 1.7 und 1.8 auf das
Steuer des Torpedos eingewirkt wird , so dafs der Torpedo stets in seine Bahn zurückgelenkt
wird.
Es ist ohne Weiteres ersichtlich, dafs bei diesem Seitenrichtapparat die Normalstellung,
d. h. die Normalschwingungsebene der gyroskopischen Scheibe, auch beliebig anders angenommen
werden kann, z. B. parallel zur Längsachse des Torpedos, wie in Fig. 6 veranschaulicht.
In diesem Falle wird der Cylinder mit dem durch Prefsluft bethätigten Antriebskolben
und Zahnstange vortheilhafterweise nicht senkrecht (wie bei dem in Fig. 1 bis 5 dargestellten
Apparat), sondern parallel zur Längsachse des Torpedos angeordnet.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Seitensteuerung für Torpedos unter Anwendung eines Gyroskops als Richtapparat, dadurch gekennzeichnet, dafs das Antriebsorgan aus einem in einem Cylinder (q) beim Abschiefsen des Torpedos mittelst Druckluft oder Druckflüssigkeit vorgestofsenen Kolben (p) und einer den Antrieb und gleichzeitig das Ausschalten der Antriebsvorrichtung bewirkenden Zahnstange (n) besteht, wobei die eingeleitete Druckluft oder Druckflüssigkeit gleichzeitig zur Aufrechterhaltung des entkuppelten Zustandes der Antriebsvorrichtung während des Laufes des Torpedos verwendet wird.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE109218C true DE109218C (de) |
Family
ID=379132
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT109218D Active DE109218C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE109218C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1181931B (de) * | 1958-01-20 | 1964-11-19 | Short Brothers & Harland Ltd | Kreisel mit einer im Rotor angeordneten Antriebsladung |
-
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- DE DENDAT109218D patent/DE109218C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1181931B (de) * | 1958-01-20 | 1964-11-19 | Short Brothers & Harland Ltd | Kreisel mit einer im Rotor angeordneten Antriebsladung |
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