DE250877C - - Google Patents

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DE250877C
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furnace
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B39/00Cooling or quenching coke
    • C10B39/04Wet quenching

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coke Industry (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Beim Kammerofenbetrieb, bei welchem große Mengen von Koks, etwa 4- bis 5000 kg, gelöscht werden, findet das Löschen in einem im Freien stehenden Löschturm statt, aus welchem die Löschdämpfe in verhältnismäßig großer relativer Höhe abziehen. Der Kammeröfenbetrieb hat nun den Nachteil, daß die Nachbarschaft unter der heftigen Staub-, Rauch- und Dämpferwicklung stark leidet, da sich letztere nach allen Richtungen und weithin ausbreiten kann.
Dieser Ubelstand hat bereits, z. B. im Gaswerk Tegel bei Berlin, zu behördlichen Vorschriften Veranlassung gegeben, die dahin lauten, daß der Löschturm in das Ofenhaus gefahren und das Löschen in diesem vorgenommen werden muß. Ein derartiger Hausbau verursacht aber gegenüber den gebräuchlichen Kammerofenhäusern ganz außergewöhnliehe Mehrkosten, die die Wirtschaftlicheit der ganzen Anlage wesentlich beeinträchtigen.
Der Gegenstand der !Erfindung betrifft nun eine Einrichtung an Kammeröfen, durch welche die erwähnte Belästigung der Nachbarschaft ohne nennenswerte Mehrkosten und auf einfachste Weise vermieden wird. Erreicht wird dies gemäß der Erfindung dadurch, daß das Dach des Ofenhauses doppelwandig ausgebildet wird, so daß eine gegen den Löschturm und gegen den Ofen durch Klappen abschließbare, an geeigneten Stellen mit Dampfabzugsschloten versehene Kammer entsteht. Der beim Löschen des Kokses entstehende Rauch, Ruß und Dampf wird durch den entstehenden Zug in die Kammer gesaugt, in welcher diefesten Bestandteile zu Boden fallen und der Dampf sich teilweise kondensiert, teilweise dagegen durch die Schornsteine nach a.ußen abströmt.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform einer derartigen Einrichtung für den Kammerofenbetrieb schematisch dargestellt.
Hierbei ist η die schräge Kammer des Ofens 0, vor welchem in bekannter Weise der fast bis an das Dach e reichende Löschturm p aufgestellt ist. Das Dach e des Ofenhauses ist über dem Löschturm nach unten ■ hin mit einer Verlängerung q versehen, welche die Löschturmmündung überdeckt und einen Ruß- und Wasserdampffangraum I bildet.
Unter dem äußeren Dach e ist ein zweites inneres Dach e1 vorgesehen, so daß der ganzen Hauslänge nach am Dach eine winklige, kanalartige Kammer r, r1 entsteht, die an entsprechenden Stellen mit Dunstabzugsschloten f versehen ist. Gegen den Löschturm p ist diese Kammer r, r1 für jeden Ofen 0 mit bei i drehbaren Klappen h versehen.
Am unteren Ende des Kohlenbunkers s ist für jeden Ofen eine bei t drehbare Klappe u vorgesehen, die den Abzug vom Kammerofen η gegen den Kammerteil r abschließen kann.
Für gewöhnlich nehmen die beiden Klappen die voll eingezeichneten Stellungen h1, u1 ein, in welchen sie die Dachkammer r, rl ab-
schließen, so daß keine Zugluft entstehen kann, die die Arbeiter belästigen würde. Beim Löschen des Kokses werden die Klappen umgestellt, so daß sie die gestrichelten Lagen u, h einnehmen. Der sich im Löschturm entwickelnde Wasserdampf wird durch den beim öffnen der Klappen h entstehenden Luftzug vom Auffangraum I in den Raum r1 des Daches e, e1 gesaugt. Da diese Kammer sich über das
ίο ganze Haus erstreckt und sich demnach von der Klappe h an mehr und mehr erweitert, so breitet sich der Wasserdampf in der Kammer r1 aus und verlangsamt in bekannter Weise hierdurch seine Bewegung. Zufolgedessen kondensiert sich ein großer Teil des Wasserdampfes und schlägt dabei zugleich den mitgerissenen Koksstaüb, Ruß u. dgl. nieder, der auf den inneren Dachboden e1 fällt. Der Rest des Wasserdampfes entweicht durch die Schornsteine f nach außen, so daß jede Belästigung der Nachbarschaft beseitigt wird.
Beim Laden des Ofens wird die Klappe u geöffnet, so daß der sich entwickelnde Kohlenstaub usw. in die Dachkammer r entweichen und hier infolge der sich allmählich verlangsamenden Bewegung der Zugluft niederschlagen kann. '
Die Dachkammern r, r1 müssen von Zeit zu Zeit gereinigt werden.

Claims (1)

  1. Patent-An Spruch:
    Einrichtung an Kammeröfenanlagen zum Absaugen und ■ Auffangen von Rauch, Staub, Dampf usw. beim Löschen des Kokses, dadurch gekennzeichnet, daß das Dach des Ofenhauses doppelwandig ausgebildet ist und mit seiner äußeren Wand (e, q) den Löschturm ff) überragt, während die mit Schornsteinen ff) versehene, durch das doppelwandige Dach gebildete Niederschlagkammer fr, r1) gegen den Ofen (n) und gegen den Löschturm fp) durch drehbare Klappen (h, u) nach Bedarf abschließbar bzw. zugängig ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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