DE249535C - - Google Patents

Info

Publication number
DE249535C
DE249535C DENDAT249535D DE249535DC DE249535C DE 249535 C DE249535 C DE 249535C DE NDAT249535 D DENDAT249535 D DE NDAT249535D DE 249535D C DE249535D C DE 249535DC DE 249535 C DE249535 C DE 249535C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cellulose
solid
liquid
camphor
formic acid
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT249535D
Other languages
English (en)
Publication of DE249535C publication Critical patent/DE249535C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J3/00Processes of treating or compounding macromolecular substances
    • C08J3/02Making solutions, dispersions, lattices or gels by other methods than by solution, emulsion or suspension polymerisation techniques
    • C08J3/09Making solutions, dispersions, lattices or gels by other methods than by solution, emulsion or suspension polymerisation techniques in organic liquids
    • C08J3/091Making solutions, dispersions, lattices or gels by other methods than by solution, emulsion or suspension polymerisation techniques in organic liquids characterised by the chemical constitution of the organic liquid
    • C08J3/095Oxygen containing compounds
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J2301/00Characterised by the use of cellulose, modified cellulose or cellulose derivatives
    • C08J2301/08Cellulose derivatives

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Dispersion Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Polysaccharides And Polysaccharide Derivatives (AREA)
  • Processes Of Treating Macromolecular Substances (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 249535 KLASSE 39 b. GRUPPE
in SYDOWSAUE b.STETTIN.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 2. November 1910 ab.
Einen Celluloidersatz zu scharfen, der billig und nicht leicht brennbar ist, ist ein eifrigst verfolgtes Ziel der Technik. Durch Verwendung gewisser Celluloseacetate unter gewissen Bedingungen hat man schon Produkte mit der Eigenschaft schwer oder unverbrennlich zu sein, erzielt. Immerhin sind diese Produkte noch ziemlich teuer, da Essigsäureanhydrid nicht entbehrt werden kann und Kondensationsmittel nötig sind zur Herstellung des Celluloseester, die wieder entfernt werden müssen.
Es hat sich nun gezeigt, daß die neuerdings z. B. aus Kunstseideabfällen ohne Verwendung eines besonderen Kondensationsmittels hergestellten Celluloseformiate oder auch die mittels Ameisensäure und Phosphorsäure gewonnenen sauren Ester im Gemisch mit Kampfer oder den bekannten Kampf erersatzmitteln unter gewissen Bedingungen geeignet sind, Massen zu liefern, die in bezug auf Billigkeit und Feuersicherheit allen Anforderungen entsprechen.
Fällt man eine Lösung von Formylcellulose oder Celluloseformylphosphat in Ameisensäure, direkt wie sie durch Lösen von Cellulose entsteht oder entstanden ist, mit Aceton, so entstehen lediglich flockige Niederschläge; gibt man aber Amylacetat, Amylformiat oder Al-
kohol (Methyl- oder Äthylalkohol, rein oder mit Wasser verdünnt) oder ein Gemisch von Kohlenwasserstoff und Alkohol (Spiritus) zu, so scheidet sich sofort eine zähe Masse am Boden des Gefäßes ab.
Die überstehende Flüssigkeit gießt man ab und wäscht mit etwas Fällmittel nach. Beim Rühren schwitzt die Masse noch weitere Mengen Flüssigkeit aus. Zuletzt bleibt eine halbfeste, glasklare, gallertige Masse, die sich in diesem Zustand mit größter Leichtigkeit mit Kampfer oder Kampferersatzmitteln, wie z. B. Triphenylphosphat usw., mischen läßt. Das Gemisch erstarrt schließlich zu einer festen, durchsichtigen Masse, die in der in der Celluloidfabrikation üblichen Weise weiter verarbeitet wird.
Es ist überraschend, daß, während bekanntermaßen (franz. Patentschrift 412797) Kohlenwasserstoffe und Alkohol in der Wärme Celluloseacetat lösen sollen, dies beim Celluloseformiat und Cellulosephosphoformiat nicht der Fall ist. Dieses Gemisch wirkt im Gegenteil sowohl in der Kälte als auch in der Wärme als Fällmittel.
Das Fällmittel kann leicht wieder gewonnen werden, indem man es durch wasserfreie Soda von Ameisensäure befreit. Das abgepreßte Natriumformiat wird nach Zersetzung mit Schwefelsäure als Ameisensäure wieder zum Lösen der Cellulose in den Kreisprozeß zurückgeführt und so die denkbar größte Verbilligung erreicht.

Claims (1)

  1. Beispiel I.
    loo kg Kunstseidenabfälle (Cellulose) werden in ζ. B. iooo kg konzentrierter, ζ. Β. gßprozentiger Ameisensäure gelöst und z. B. mit der 3- bis 4 fachen Menge Amylacetat versetzt. Beim Umrühren ballt sich am Grunde des Gefäßes eine halbfeste Masse von Formylcellulose zusammen. Diese wird von der überstehenden Flüssigkeit rasch getrennt und, ev. unter gelindem Erwärmen, für sich weiter geknetet ; es tritt dabei die bei Kolloiden bekannte Erscheinung der Retraktion ein, d. h. die Masse scheidet von selbst weitere Flüssig-,15 keitsmengen aus, und der verbleibende Körper wird gallertig und fester. In diesem Zustand werden 20 kg Kampfer zugesetzt, weiter geknetet und schließlich erstarren gelassen.
    Beispiel II.
    100 kg Baumwolle oder sonstige Cellulose werden in einem Gemisch von z. B. 1000 kg konzentrierter Phosphorsäure (1,750 spec. Gewicht) und 1000 kg konzentrierter Ameisensäure verrührt bis Lösung erfolgt ist. Die viskose Lösung wird mit einem Gemisch von-Toluol und Alkohol so lange versetzt, bis beim Umwirbein am Rührwerk sich ein halbfestes Gerinnsel abgeschieden hat. Dasselbe wird von der Flüssigkeit getrennt und ev. noch mit etwas frischem Toluolalkoholgemisch unter gelindem Erwärmen gewaschen. Das anfänglich weißliche Gerinnsel wird rasch durchsichtig und fester unter Abgabe weiterer Flüssigkeitsmengen; in diesem Moment werden 15 kg Triphenylphosphat untergeknetet bis zur Lösung und erstarren gelassen.
    Pate;νT-AνSPRUCH :
    Verfahren zur Herstellung celluloidähnlicher Massen aus Formylcellulose oder Cellulosephosphoformiat, darin bestehend, daß diese Celluloseester aus ihrer Lösung in Ameisensäure durch geeignete Fällmittel, wie Amylacetat u. dgl., als schleimige Masse ausgefällt werden, die nach genügender Absonderung von eingeschlossenem Lösungs- und Fällmittel mit Kampfer oder Kampferersatzmitteln vermischt und sodann in der für Celluloid üblichen Weise weiter verarbeitet wird.
DENDAT249535D Active DE249535C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE249535C true DE249535C (de)

Family

ID=508147

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT249535D Active DE249535C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE249535C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE249535C (de)
DE1468302B2 (de) 6-chlor-4,6-pregnadien-3 beta, 17 alpha-diol-20-on-diacetat sowie verfahren zu dessen herstellung und dieses enthaltende pharmazeutische zubereitungen
DE891745C (de) Verfahren zur Herstellung von Polyvinylacetalen
AT157697B (de) Verfahren zur Veresterung von Cellulose.
AT148148B (de) Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten.
US1153596A (en) Non-inflammable celluloid-like mass and process of production thereof.
CH191822A (de) Verfahren zur Herstellung einer neuen Zelluloselösung.
DE347817C (de) Verfahren zur Darstellung von leicht loeslichen Celluloseestern
DE375641C (de) Verfahren zur Herstellung von viskosen Loesungen bzw. teigartigen Massen aus Azetylzellulose
DE889367C (de) Verfahren zur Herstellung von Polyvinylformalen
DE584143C (de) Verfahren zur Darstellung von kristallisierten Estern der weiblichen Keimdruesenhormone
DE578212C (de) Verfahren zum Stabilisieren von Estern von Polysachariden, insbesondere von primaerenCelluloseacetaten
DE531949C (de) Verfahren zur Herstellung von harzartigen Kondensationsprodukten aus Resorcin und waessrigem Formaldehyd
DE1468302C3 (de) 6-Chk>r-4,6-pregnadlen-3 beta, 17 alpha-dlol-20-on-diacetat sowie Verfahren zu dessen Herstellung und dieses enthaltende pharmazeutische Zubereitungen
DE635280C (de) Verfahren zur Herstellung leicht loeslicher Acetylcellulose mit einer im Vergleich zur Viscositaet in Ameisensaeure besonders hohen Viscositaet in Aceton
DE884107C (de) Loesungs-, Gelatinierungs-, Quellungs- und Weichmachungsmittel
DE634285C (de) Verfahren zur Darstellung von Abkoemmlingen des 2, 4-Dioxotetrahydropyridins
AT54512B (de) Verfahren zur Herstellung zelluloidähnlicher Massen aus Zellulose-Formiaten oder Phosphoformiaten.
DE532212C (de) Verfahren zum Entharzen von Rohmontanwachs
DE1618980C3 (de) In 17-Stellung substituierte 11, 13beta-Dialkylgon-4-en-3,17beta-diole und deren Ester
DE557244C (de) Verfahren zur Ausfaellung von Cellulosederivaten aus ihren Loesungen
DE600982C (de) Verfahren zur Darstellung faserfoermiger Celluloseester
DE887415C (de) Verfahren zur Herstellung von Umsetzungsprodukten hochmolekularer Verbindungen
DE929875C (de) Verfahren zur Herstellung von Polymerisaten aus Vinylverbindungen
AT125236B (de) Verfahren zur Darstellung von Cellulosemischestern.