DE246302C - - Google Patents

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DE246302C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23HGRATES; CLEANING OR RAKING GRATES
    • F23H7/00Inclined or stepped grates
    • F23H7/06Inclined or stepped grates with movable bars disposed parallel to direction of fuel feeding
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23HGRATES; CLEANING OR RAKING GRATES
    • F23H2700/00Grates characterised by special features or applications
    • F23H2700/003Stepped grates with rotatable or slidable gratebars

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Gasification And Melting Of Waste (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 24/. GRUPPE
ALFRED EDUARD HOFMANN in LUZERN.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 8. Mai 1910 ab.
Die Erfindung betrifft Treppenroste mit hohlen, durch Wasser gekühlten, jalousieartig drehbaren Rostplatten und besteht in der Verstellung der Platten unter dem Einfluß des Kesseldruckes und in den besonderen Mitteln zur Erreichung dieser Einstellung sowie zur Herbeiführung einer zusätzlichen Schüttelbewegung.
Auf der Zeichnung zeigt Fig. ι einen Längsschnitt und Fig. 2 die Vorderansicht einer Feuerung mit dem neuen Rost. Fig. 3 und 4 ■ stellen in Seitenansicht und in einer zum Teil geschnittenen Ansicht von oben eine Einzelheit dar. Fig. 5 zeigt die in den Fig. 3 und 4 dargestellten Teile in einer anderen Stellung.
Wie aus den Fig. 1 bis 3 hervorgeht, besteht der Rost aus einzelnen hohlen Platten 1, die zu beiden Seiten mit abwärts reichenden Stutzen 2 versehen sind, deren seitliche Ansätze 3 als Drehzapfen in den Seitenwänden 4 gelagert sind. Die Rostplatten sind durch diese hohlen Stutzen und durch Schläuche 5 auf der. einen Seite mit der nächst höheren und auf der anderen Seite mit der nächst tieferen Rostplatte verbunden.
In die auf diese Weise zu einem schlangenförmigen Kanal verbundenen Rostplatten tritt das Kühlwasser unten bei 6 (Fig. 2) ein, durchströmt nacheinander sämtliche Rostplatten und gelangt oben schließlich durch eine Leitung 7 in eine oberhalb des Rostes schwenkbar gelagerte hohle Platte 8, aus der es bei 9 austritt. Das Kühlwasser kommt von einer beliebigen Quelle und kann beispielsweise das Kesselspeisewasser sein, das auf dem Wege zum Kessel den erwähnten Weg durch den Rost macht.
Die Drehzapfen der Rostplatten 1. sind mit festen Armen 9 verbunden, die gelenkig an einer in der ganzen Höhe des Rostes verlaufenden Stange 10 angreifen. Einer dieser Arme, bei dem gezeichneten Beispiel der zweite von oben, legt sich auf einen an der Wandung der Feuerung oder des Rostrahmens drehbaren Hebel 11 lose auf, der durch einen Lenker 12 (Fig. ι und 3) mit einem Kolben 13 verbunden ist. Der Kolben 13 bewegt sich in einem Zylinder 14, der durch eine Leitung 14* mit dem Wasserraum des Kessels in Verbindung steht. Steigt der Druck im Kessel, so hebt sich der Kolben 13 und führt unter Vermittlung des Lenkers 12 und des Hebels 11 die Stange 10 nach oben in die in Fig. 1 strichpunktiert gezeichnete Lage. Hierdurch werden alle Arme 9 der Rostplatten 1 derart geschwenkt, daß die Rostplatten mehr oder weniger in die in den Fig. 1 und 3 strichpunktierte Lage kommen. Dadurch wird der freie Luftdurchtrittsraum zwischen den einzelnen Rostplatten verkleinert und dadurch das Feuer dem Dampfdruck des Kessels entsprechend geregelt. Läßt der Druck im Kessel nach, so führen die Federn 15 den Kolben 13 wieder abwärts und öffnen dadurch die Rostfläche wieder Weiter. Das Abwärtsziehen des Kolbens kann auch durch Gegengewichte bewirkt werden.
Gleichzeitig mit der Größe der freien Rostfläche wird durch die beschriebene Vorrichtung auch die Zufuhr des Brennstoffes geregelt. Zu diesem Zwecke führt von der Stange 10 eine
Stange i6 nach einem Winkelhebel 17, dessen kürzerer Arm durch einen Lenker 18 mit einer beweglichen Platte 19 verbunden ist, die sich in bekannter Weise unterhalb der Zuführungs-Öffnung des Fülltrichters 20 befindet. Die Verbindung des Gestänges 17,18 mit der Stange 10 ist derart, daß der größte Ausschlag des Drehschiebers 19 erreicht wird, wenn die Roststäbe voll geöffnet sind, während in der Schlußstellung der Roststäbe der Schieber keinen Ausschlag macht. Der Ausschlag der Förderplatte kann vergrößert oder verkleinert werden durch Verschiebung der Stange 16 am Hebel 17, der gleichzeitig als Handhebel dient, und durch den die Bewegung der Roststäbe behufs Öffnens und Schließens und gleichzeitig die Schwingung des Schiebers von Hand hervorgerufen werden kann. Der Kolben 13 hindert diese Bewegung von Hand nicht, weil ja die Stange 10 lose auf dem Hebel 11 auf ruht, also kraftschlüssig mit dem Kolben 13 verbunden ist. Die Förderung findet in bekannter Weise statt, indem sich der Brennstoff auf der Platte 19 im natürlichen Böschungswinkel lagert.
Beim Zurückziehen des Schiebers wird dem vorn liegenden Brennstoff die Unterlage entzogen, so daß er abstürzt. Je größer nun der Ausschlag des Schiebers ist, um so größer wird auch die herunterfallende Kohlenmenge. Die Kohlen fallen auf die schiefe Ebene 21 und gleiten von hier zum Roste, auf dem sie sich wieder im natürlichen Böschungswinkel ansammeln.
Um eine zu starke Rückstrahlung und eine dadurch hervorgerufene Entzündung der Kohle im Einlauf zu verhindern, wird die wassergekühlte Platte 8 so eingestellt, daß nur der nötige Durchgangsquerschnitt frei bleibt und eine schädliche Erwärmung vermieden wird, während die vor der Platte gelagerte Kohle noch genügend bestrahlt wird, um eine Entgasung und dadurch Rauchlosigkeit hervorzurufen. Die Platte 8 kann durch einen außen befindlichen Handhebel verstellt und auch in eine solche Lage gebracht werden, daß beim Anfeuern genügend Querschnitt für das Einbringen von Holz vorhanden ist.
Unabhängig von der vorher beschriebenen, mehr oder weniger dauernden Einstellung der Roststäbe werden diese auch noch zum Zwecke der Entschlackung in gewissen regelmäßigen Zeitabständen schnell einmal gedreht und wieder aufgerichtet, und zwar letzteres bis in die ihnen gerade durch den Kolben 13 erteilte Lage. Um diese zeitweilige Schüttelbewegung zu erzielen, ist mit der Stange 10 ein Haken 22 (Fig. 3, 4 und 5) verbunden, der in der in Fig. 3 punktiert gezeichneten Lage durch einen an einer ständig umlaufenden, von außen angetriebenen Scheibe 23 befestigten Zapfen 24 mit nach oben genommen wird. Hierbei zieht der Haken die Stange 10 nach und bringt dadurch die Rostplatten in die strichpunktierte Lage. Beim Aufwärtsgang stößt der Haken 22 an einen festen Anschlag 25 und hebt sich dadurch aus dem Zapfen 24 aus, um sofort zurückzufallen, so daß die Rostplatten wieder in die Lage kommen, die durch die Stellung des Kolbens 13 bedingt ist.
Damit diese zur Entschlackung dienende Schüttelbewegung mit der nötigen Plötzlichkeit und Schnelligkeit vor sich geht, muß die Scheibe 23 mit dem Zapfen 24 schnell umlaufen. Dadurch würden aber die Schüttelbewegungen des Rostes zu oft hintereinander eintreten, wenn nicht dafür gesorgt wäre, daß der Eingriff des Hakens 22 in den Zapfen 24 während einer Anzahl Umdrehungen der Scheibe 23 unterbliebe. Zu diesem Zwecke ist ein Flüssigkeitshemmwerk in Gestalt einer kleinen Pumpe 26 angebracht. Der Kolben 27 saugt das Wasser durch eine Öffnung 28 und ein Kugelventil 29 an. Die Druckleitung der Pumpe wird durch einen kleinen Kanal 30 gebildet, dessen Querschnitt durch eine Schraube 31 verändert werden kann;
Der Pumpenkolben 27 trägt oben einen Bügel 32, an dem mittels eines Lenkers 33 ein um die Achse der Scheibe 23 drehbares Segment 34 angehängt ist. In den Bügel 32 greift ein am Haken 22 befestigter Stift 35 ein. Sobald nun in der oben beschriebenen Weise der Haken 22 durch den Zapfen 24 aufwärts geführt wird, nimmt der Stift 35 den Bügel 32 und somit den Pumpenkolben 27 mit. Hierdurch wird Flüssigkeit durch das Ventil 29 in den Pumpenzylinder eingesaugt. Gleichzeitig nimmt der Bügel 32 das Segment 34 mit nach oben (s. Stellung Fig. 5). Wenn nun der Haken 22 durch Anstoßen an den Anschlag 25 sich von dem Zapfen 24 abhebt und zurückfällt, so gleitet er über den Rücken des Segments 34 nach unten, wie in Fig. 5 durch verschiedene Stellungen des Zapfens 35 angedeutet ist. Er bleibt auf dem unteren Teil des Segmentrückens liegen, bis das Segment ebenfalls wieder in die Tieflage zurückgegangen ist. Dieser Rückgang wird aber durch die Pumpe 26 verzögert, da die Flüssigkeit nur langsam aus dem gedrosselten Querschnitt des Kanals 30 austreten kann. Demgemäß macht die Scheibe 23 eine größere Anzahl von Umdrehungen, bevor das Segment 34 in die in Fig. 3 dargestellte Tieflage gelangt und der Haken 22 wieder über den Zapfen 24 fallen kann. Die Dauer der Verzögerung läßt sich durch die schräg eingeschnittene Schraube 31 regeln. Auch kann hierzu das Auflegen von Gewichten 36 auf den seitlichen Zapfen 37 des Pumpenkolbens dienen.
Die Entfernung der von den Roststäben rutschenden Schlacken geschieht durch die am. tiefsten Punkt des Rostes eingebaute Walze 38 (Fig. ι und 2), deren querliegende vorstehende
Stäbe 39 die Schlackenstücke erfassen und beim S Drehen nach unten schaffen. Die Schlacken- j walze wird von dem Roststabgestänge io ver- i mittels Hebel 40 und Schaltwerk 41 zeitweise j oder ununterbrochen gedreht.
Um den Rost augenblicklich vollständig entleeren zu können, ist unten ein senkrechter, wegklappbarer Rost 42 angebracht, der so eingestellt werden kann,' daß selbst größere Schlackenstücke hindurchkönnen. Er wird durch seitliche Stangen eingestellt und festgehalten.
Die Träger 4 des Rostes, die die beschriebenen beweglichen Teile tragen, sind, wie die Fig. ι ι und 2 zeigen, schwenkbar gelagert, so daß die Neigung des Rostes der Beschaffenheit des Brennstoffes angepaßt und der Rost auch behufs Zugänglichmachung des Kessels ganz nach unten umgelegt werden kann, wie in Fig. 1 strichpunktiert angedeutet ist.

Claims (4)

  1. Patent-Ansprüche:
    I. Treppenrost mit hohlen, durch Wasser gekühlten, drehbaren Rostplatten, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstellung der Platten durch einen unter dem Einfluß des Kesseldruckes stehenden Kolben erfolgt.
  2. 2. Treppenrost nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die verstellbaren Rostplatten kraftschlüssig mit dem Kolben (13) derart verbunden sind, daß sie im Sinne des Schließens der Rostspalten unabhängig vom Kolben beweglich sind.
  3. 3. Treppenrost nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die gemeinsame Bewegungsstange (10) für die Rostplatten durch einen ständig umlaufenden Zapfen (24) mit Hilfe eines hakenartigen Hebels"(22) in gewissen Zeitäbständen angehoben und mittels eines Anschlages (25), gegen den der Hebel (22) in seiner höchsten Lage stößt, freigegeben wird, so daß die Rostplatten zeitweilig geschüttelt werden.
  4. 4. Treppenrost nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß gleichzeitig mit der Bewegungsstange (10) der Rostplatten durch den$|tändig umlaufenden Zapfen (24) ein Segment (34) angehoben wird, über dessen Kreisbogen der hakenartige Hebel (22) mit einem Zapfen (35) abwärts gleitet, und das dadurch den Eingriff des Hebels (22) mit dem Hebezapfen (24) verhindert, wobei das Segment mit einem seinen Rückgang verzögernden Flüssigkeitshemmwerk verbunden ist.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2008138903A1 (de) * 2007-05-11 2008-11-20 Cemag Anlagenbau Dessau Gmbh Anlage zur herstellung von zementklinker aus rohmehl mit einem reaktor zur vergasung und/oder schwelung von festen brennstoffen, ersatzbrennstoffen oder sekundärbrennstoffen und verfahren zum vergasen oder schwelen der brennstoffe

Cited By (1)

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2008138903A1 (de) * 2007-05-11 2008-11-20 Cemag Anlagenbau Dessau Gmbh Anlage zur herstellung von zementklinker aus rohmehl mit einem reaktor zur vergasung und/oder schwelung von festen brennstoffen, ersatzbrennstoffen oder sekundärbrennstoffen und verfahren zum vergasen oder schwelen der brennstoffe

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