DE29921C - Schützenwechsel-Einrichtung - Google Patents

Schützenwechsel-Einrichtung

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DE29921C
DE29921C DENDAT29921D DE29921DA DE29921C DE 29921 C DE29921 C DE 29921C DE NDAT29921 D DENDAT29921 D DE NDAT29921D DE 29921D A DE29921D A DE 29921DA DE 29921 C DE29921 C DE 29921C
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DENDAT29921D
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Original Assignee
J. ! A. FRERICHS in Bradford, England
Publication of DE29921C publication Critical patent/DE29921C/de
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D43/00Looms with change-boxes

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 86: Weberei.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 26. April 1884 ab.
Gegenstand der Erfindung ist eine Einrichtung, welche bezweckt, dafs der Schützenwechsel mit Sicherheit ausgeführt wird und die Schützenkästen, wenn sie eingehalten werden, so wenig wie möglich yibriren, damit die Bewegung des Schützens mit Genauigkeit erfolgen kann.
Mit Hülfe dieser Einrichtung ist man im Stande, den Hub für jeden einzelnen Schützenkasten zu adjüstiren und die Bewegung der Steiglade in dem gegebenen Augenblick einzuhalten, wenn der Schützen durch das Fach geschossen werden soll.
Auf beiliegenden Zeichnungen ist die betreffende Einrichtung dargestellt, und zwar ist:
Fig. ι die Seitenansicht derselben,
Fig. 2 die Ansicht des Stuhles von hinten mit den Theilen für die Schieberbewegung,
Fig. 3 der Gewichtshebel im Grundrifs;
Fig. 4 und 5 sind Seiten- und Vorderansicht des Schiebers in vergrößertem Malsstabe;
Fig. 6, 7 und 8 zeigen den Schieber, sowie die mit demselben zusammenarbeitenden, zur Verstellung des Gewichtshebels dienenden Theile in zwei verschiedenen Stellungen in gröfserem Mafsstabe.
Die Einrichtung besteht aus dem auf- und abschwingenden, mit Gegengewicht. W und Frictionskupplung X versehenen Hebel B, dessen eines Ende Bx durch die Stange Ά mit den Wechselkästen K verbunden ist. Das andere Ende dieses Hebels trägt das die Steiglade mit den Wechselkästen K halancirende Gewicht: W, sowie die Stange D, welche durch das Excenter E eine hin- und herschwingende Bewegung empfängt.
Das obere Ende dieser Stange bildet den Winkel F, dessen Abschrägung der Abschrägung der Nasen ι, ζ, 3 und 4 des Schiebers G entspricht, welcher sich in einer durch den Träger G\ Fig. 1J, an dem Gestell befestigten Coulisse hin- und herbewegen kann.
Legt sich nun der Winkel F mit seiner oberen oder unteren Äbschrägung gegen die obere oder untere Fläche der abgeschrägten Spitze einer der Nasen 1, 2, 3 und 4, so mufs sich die Stange D, da sie der Bewegung des Excenters folgen mufs,, heben oder senken,, wobei die schräge Fläche des Winkels F auf der oberen oder unteren Fläche der abgeschrägten Spitze der betreffenden Nase nach oben oder nach unten zu gleitet. Infolge dieser Verticalbewegung der Stange D, bei welcher der Zapfen der Excenterstange Ex in einem Schlitz derselben gleitet, wird die Stellung des Gewichtshebels B geändert, mit ihr auch die Stellung der damit verbundenen Steiglade mit den Wechselkästen. Letztere werden in der angenommenen Stellung durch einen besonderen, weiter unten beschriebenen Stellapparat so lange festgehalten, bis der Schützen die erforderliche Anzahl Einschüsse gemacht hat.
Die Bewegung des Schiebers G wird durch den Hebel H, Fig. 2, hervorgebracht, und zwar durch die Einwirkung von Daumen, welche auf den Gliedern einer endlosen, sich mit der Rolle C2 drehenden Kette J befestigt sind.
Diese Daumen sind verschieden hoch und so auf der endlosen Kette J angeordnet, dafs sie der Reihenfolge der verschiedenen Einschüsse des Musters entsprechen.
Es wird dieses dadurch erreicht, dafs die Rolle C2 auf der Welle des Prismas sitzt. Durch eine Feder Ss wird das obere Ende des Hebels H gegen die Daumen der Kette _/geprefst.
Infolge dieser Einrichtung stellen sich die Nasen i, 2, 3, 4 des Schiebers G in dem entsprechenden Zeitpunkt so dem Winkel F der Stange D gegenüber, dafs diese Stange sich gerade so hoch hebt oder senkt, wie es für den entsprechenden Schützenkasten nothwendig ist.
Steht der Schieber G z. B. so wie in den Fig. 6 und 7, so dafs die obere Abschrägung des Winkels F gegen die Nase 4 anschlägt, so mufs durch den Zug des Excenters E nach der Richtung des Pfeiles die obere schräge Fläche des Winkels F auf der oberen Abschrägung der Nase 4 aufwärts gleiten und das Ende des Hebels B heben, so dafs das andere Ende des Hebels durch die Stange A die Steiglade herabzieht, bis der der Nase 4 entsprechende Schützenkasten sich bis auf die Höhe der Schützenbahn gesenkt hat. Der Hebel bleibt nun in dieser Stellung stehen, bis der Schieber G durch den Hebel H verschoben wird; die Stange D setzt aber ihre hin- und herschwingende Bewegung fort.
Steht der Schieber G wie in Fig. 8, so dafs die untere Abschrägung des Winkels F gegen die untere Abschrägung der Spitze der Nase 1 anschlägt, so mufs bei der Drehung des Excenters nach der Richtung des Pfeiles, durch den Zug dieses Excenters gezwungen, die untere Abschrägung des Winkels F nach abwärts auf der unteren Abschrägung der Nase 1 gleiten. Durch die abwärts gehende Bewegung der Stange D wird das Ende des Gewichtshebels B herabgedreht, wodurch die mit dem anderen Ende dieses Hebels verbundene Steiglade mit den Wechselkästen sich hebt, bis der der Nase 1 entsprechende Schützenkasten auf die Höhe der Schützenbahn gehoben ist.
Die Excenterstange E' läfst sich in einer Hülse des Excenterringes aus- und einschrauben, wodurch der Abstand der Stange D von dem Excenter regulirt werden kann. Damit die Steiglade mit den Wechselkästen K in der angenommenen Stellung mit möglichst geringen Vibrationen zu einem Stillstand komme und so lange in derselben festgehalten werde, bis der Schützen die erforderliche Anzahl Einschüsse gemacht hat, dient folgender Stellapparat.
Am vorderen Ende B ! des Hebels B sind auf dem Bogen Q die Knaggen L verstellbar befestigt; über dem vorderen Theil des Hebels und dem die Knaggen tragenden Bogen ist ein anderer um den Zapfen T drehbarer Hebel M gelagert, welcher durch die Feder S1 gespannt und dessen Ende Mx von dem rotirenden Daumen P abwärts gedrückt wird, so dafs durch die auf- und abwärts gerichteten Schwingmngen dieses Hebels die am unteren Ende des Armes N befindliche Gabel in und aufser Eingriff mit den Knaggen L kommt.
Sobald das Ende M1 durch den Daumen P abwärts gedrückt wird, sind die Knaggen L nicht mehr durch die Gabel des Armes N gehalten und die Wechselkästen K können durch <den Schieber G und die Stange D in der oben beschriebenen Weise bewegt werden. Sobald die Bewegung der Steiglade vollzogen und die Schützenkästen die richtige Stellung eingenommen, kommt der Daumen P aufser Berührung mit dem Ende M1 des Hebels M; letzterer wird durch die Feder S1 in die Höhe gezogen und die Gabel des Armes N zwischen die Knaggen L eingeschoben, wodurch die Steiglade festgestellt wird.
Indem man die Knaggen L auf dem Bogen des Hebels B1 justirt, läfst sich die Stellung der Wechselkästen so reguliren, dafs der Schützen auf eine dem Fach am meisten entsprechende Weise aus dem Kasten geworfen und von demselben wieder aufgenommen wird.
Damit man beim Herausnehmen und Einsetzen von Schützen in die Schützenkästen K die Steiglade mit der Hand heben oder senken kann, ist ein Fufstritthebel R am Gestell montirt, dessen Arm R1 in Berührung mit dem Arm N ist; durch Herabdrücken des Trittes R, wenn die Stange D in der Stellung der Fig. 1 oder am weitesten vom Schieber G entfernt ist, wird das Ende B1 des Hebels B ausgelöst. Da das Gewicht der Steiglade durch das Gewicht W dieses Hebels balancirt ist, so läfst sich dieselbe leicht von Hand auf- oder abwärts bewegen. Durch die Fig. 3 ist die Zusammensetzung des Hebels B vermittelst einer Frictionskupplung dargestellt.
Der vordere, mit dem Bogen Q versehene Theil B1 ist bei X gezahnt, ebenso wie auch das Ende des Theiles B. Durch einen Bolzen und die Feder S2 sind die beiden Theile zusammengehalten, so dafs, wenn der Stellapparat in Unordnung geräth oder die Steiglade durch irgend etwas in ihrer Bewegung unterbrochen wird, der Hebel B mit der Stange D seine Bewegung fortsetzen kann, weil durch das Nachgeben der Feder S2 der feste Zusammenhang zwischen B und B1 gelöst und hierdurch ein Bruch der Einrichtung vermieden wird.
Um die Steiglade mit den Schützenkästen K in ihrer Stellung zwischen zwei Schützenwechseln zu halten, wenn die Stange D und die Knag-
gen L nicht in Berührung mit dem Schieber G und der Gabel N sind, ist der Hebel B an seinem Drehpunkt zwischen zwei Scheiben C und C1 montirt, durch welche genügender Reibungswiderstand erzeugt wird, um die Bewegung des Hebels zu hemmen. Durch die Mutter B2 auf dem von einer Feder S umgebenen Drehzapfen des Hebels B kann dieser Reibungswiderstand regulirt werden.

Claims (1)

  1. Paten t-An sp ruch:
    Eine Schützenwechsel-Einrichtung, bei welcher die Einstellung der Steiglade dadurch bewirkt wird, dafs ein zu deren Bewegungsmechanismus gehöriger Hebel (D) mit seinem V-förmig ausgeschnittenen Ende für jedes Ladenspiel einmal gegen eine der Nasen eines Schiebers (G) antrifft, welcher von einer Musterkette aus quer versetzt werden kann.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT29921D Schützenwechsel-Einrichtung Active DE29921C (de)

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