DE246288C - - Google Patents

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DE246288C
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DE
Germany
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diazotized
phenylenediamine
sulfonic acids
dyes
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B33/00Disazo and polyazo dyes of the types A->K<-B, A->B->K<-C, or the like, prepared by diazotising and coupling
    • C09B33/18Trisazo or higher polyazo dyes
    • C09B33/22Trisazo dyes of the type A->B->K<-C

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 8 m. GRUPPE
auf Baumwolle.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 5. Februar 1910 ab.
Es wurde gefunden, daß zur Herstellung ätzbarer Färbungen auf Baumwolle, wie man sie heute z. B. durch Imprägnieren der Faser mit Chrysoidinchlorhydrat, Entwickeln und Fixieren des Farbstoffs durch nachfolgende Behandlung mit Nitrodiazobenzol erhält, in hervorragendem Maße solche Monoazofarbstoffe geeignet sind, welche aus diazotierten Aminonaphtosulfosäuren durch Vereinigen mit m-Phenylendiamin und seinen Derivaten gewonnen werden, und zwar kommen hier die Azofarbstoffe aus solchen Aminonaphtolsulfosäuren in Betracht, welche nach ihrer Diazotierung noch imstande sind, ein Molekül Nitrodiazobenzol zu binden. Diese Art entwicklungsfähiger Farbstoffe unterscheiden sich also von den seither benutzten Chrysoidinen nicht nur dadurch, daß sie Sulfosäuren sind und als deren Salze auf die Faser aufgebracht werden; der wesentliche Unterschied liegt in dem Umstand, daß sie zwei Moleküle Nitrodiazobenzol aufzunehmen vermögen. Durch diese Eigenschaft erfahren die Farbstoffe auf der Faser eine bedeutende Vergrößerung ihres Moleküls, und darin ist die Kraft und die vorzügliche Waschechtheit der Färbungen begründet, die sich wegen des Vorhandenseins von Sulfogruppen nicht voraussehen lassen konnte. Sulfogruppenhaltige Farbstoffe, welche seither in ähnlicher Weise entwickelt wurden, sind, mit Ausnahme von Benzobraun 5 R, direktziehende Dis- und Polyazofarbstoffe und besitzen als solche an sich schon eine verhältnismäßig gute Waschechtheit. Von Benzobraun 5 R unterscheidet sich die vorliegende Gruppe von Farbstoffen dadurch, daß sie, wie oben erwähnt, eine Aminonaphtolsulfosäure als Diazokomponente enthalten und dadurch befähigt sind, zwei Moleküle Nitrodiazobenzol aufzunehmen. Für das vorliegende Verfahren ist die gute Löslichkeit der Farbstoffe in Wasser von Wichtigkeit, weil sie das Aufbringen auf die Faser erleichtert und kochende Bäder nicht angewendet zu werden brauchen.
Die Nuancen der nach dem neuen Verfahren erzielten Färbungen sind rötlichbraun bis violettbraun und zum Teil schwärzlich, je nach Wahl der Farbstoffe. Die Monoazokörper aus diazotierten 1-5-, 2 · 8- und 2-5-Aminonaphtolsulfosäuren liefern ausgesprochene Brauntöne mit rötlichem bis violettem Stich, während die 1 · 8-Aminonaphtolsulfosäurefarbstoffe schwärzliche Brauns liefern.
Ein tiefes violettstichiges, gut ätzbares Braun erhält man z. B. wie folgt:
10 g des Azofarbstoffe Aminonaphtolsulfosäure- 2 · 5 · 7 (diazotiert) -\- m-Phenylendiamin werden als Natronsalz in Wasser gelöst und auf ι 1 eingestellt. Mit dieser Lösung wird der Baumwollstoff geklotzt. Man trocknet und passiert sodann durch ein in üblicher Weise durch Diazotieren von 14 g Paranitranilin hergestelltes, auf 1 1 gebrachtes Bad, welchem 40 g kristallisiertes Natriumacetat zugesetzt sind. Der Stoff wird danach gewaschen, geseift und getrocknet. Man erhält ein kräftiges Dunkelbraun von guter Seifechtheit und guter Ätzbarkeit.

Claims (1)

  1. In ganz analoger Weise werden die Färbungen mit anderen Chrysoidinen aus diazotierten Aminonaphtolsulfosäuren und m-Phenylendiamin bzw. Derivaten davon hergestellt.
    Pate ν t-An s PRU c η :
    Verfahren zur Herstellung rötlichbrauner bis schwarzer ätzbarer Färbungen auf Baumwolle, darin bestehend, daß man den Stoff mit Lösungen solcher Monoazofarbstoffe behandelt, welche durch Vereinigung von diazotierten Aminonaphtolsulfosäuren mit m-Phenylendiamin und seinen Derivaten entstehen,, und den Farbsteff auf der Faser mit Nitrodiazobenzol entwickelt und fixiert.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5641347A (en) * 1994-12-05 1997-06-24 Schott Glaswerke Barium-free dental glass having good x-ray absorption

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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