DE245218C - - Google Patents

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DE245218C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P5/00Other features in dyeing or printing textiles, or dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form
    • D06P5/15Locally discharging the dyes

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  • Textile Engineering (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Λ* 245218 ~ KLASSE Bn. GRUPPE
in BASEL.
Verfahren zum Weiß- und Buntätzen gefärbter Böden. Patentiert im Deutschen Reiche vom 15. Februar 1910 ab.
Es wurde gefunden, daß Ammoniumverbindungen bei Gegenwart von Alkali auf die Mehrzahl der organischen Farbstoffe zerstörend einwirken. Insbesondere ist dies der Fall, wenn die Einwirkung bei höherer Temperatur erfolgt, und es läßt sich dieses Verhalten der Ammoniumverbindungen in vortrefflicher Weise zum Weiß- und Buntätzen gefärbter Böden verwerten. Bedruckt man
ίο gefärbte Baumwolle mit einer Mischung von Alkali und einer Ainmoniumverbindung, z. B. Pimethylphenylbenzylammoniumchlorid, und dämpft nach dem Bedrucken, so entsteht auf der gefärbten Ware ein weißer Ätzeffekt.
Mischt man der alkali sehen Ätzdruckfarbe Farbstoffe bei, welche der zerstörenden Einwirkung der Ammoniumverbindung widerstehen, so können bunte Ätzeffekte erzielt werden. Man erhält nach vorliegendem Verfahren auf hellen und mittleren Färbungen ohne irgendwelche andere Zusätze und ohne Nachbehandlung rein weiße Ätzungen.
Die Verwendung von Ammoniumverbindungen behufs Ätzens gefärbter Böden ist bereits
vorgeschlagen worden, aber nicht als Ätzmittelfür sich allein, sondern lediglich als Zusatz zu Druckfarben, welche Formaldehydsulfoxylat enthalten, um die Ätzwirkung letzterer Verbindung zu erhöhen. Von diesem bekannten Ätzverfahren unterscheidet sich somit das vorliegende dadurch, daß hier der Ätzeffekt einzig und allein durch die Ammoniumverbindung bei völliger Abwesenheit von anderen ätzenden Substanzen (wie Hydrosulfitpräparaten) bewirkt wird.
Besonders gute Resultate erhält man bei Verwendung von Dimethylphenylbenzylammoniumchlorid; doch lassen sich auch andere Ammoniumverbindungen verwenden, wie z. B. Trimethylphenylammoniumchlorid, Tetraalkylammoniumchlorid, Trimethylbenzylammoniumchlorid; auch solche Ammoniumverbindungen, welche selbst Farbstoffe sind, können Verwendung finden, wie z.B. Brillantphosphin 5 G, Methylgrün usw.
Das Verfahren läßt sich für die verschiedensten gefärbten Böden verwenden, eignet sich aber namentlich zum Weiß- und Buntätzen von mittels Küpenfarbstoffe hergestellten Färbungen.
Beispiel 1.
Weißätze: Der z. B. mit Indigo, Cibaviolett, Cibagrau, Helindonorange oder Thioindigoret gefärbte Stoff wird mit folgender Mischung bedruckt: 800 g Gummilösung 1: 1, 100 g Benzyldimethylphenylammoniumchlorid, 100 g Natronlauge 400 Be.
Nach dem Drucken und Trocknen wird 5 Minuten im Mather-Platt gedämpft und dann gespült.
Beispiel 2.
Rotätze: Der z. B. mit Cibablau 2 B oder Indigo M L B/6 B gefärbte Stoff wird mit folgender Ätzfarbe bedruckt: 650 g Gummilösung
ι: ι, 150 g Chromdruckrot B, 100 g Dimethylphenylbenzylammoniumchlorid, 100 g Natronlauge 400 Be.
Nach dem Drucken und Trocknen Dämpfen usw.
Beispiel 3.
Gelbätze (a): Man verwendet als Ätzfarbe: 25 g Alizaringelb 5G, 165 g Wasser, 550 g Gummi, 100 g Dimethylphenylbenzylammoniumchlorid, 100 g Natronlauge 400 Be., 60 g alkalische Chrombeize oder
Gelbätze (b): 600 g Gummilösung 1:1, 100 g Dimethylphenylbenzylammoniumchlorid, 100 g Natronlauge 400 Be., 200 g Cibanongelb R prozentig-

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch·.
    Verfahren zum Weiß- und Buntätzen gefärbter Böden, darin bestehend, daß man aus einem Gemisch von alkalischen Verdickungsmittel und organischen Ammoniumverbindungen bestehende Druckfarben anwendet.
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