DE94174C - - Google Patents
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- DE94174C DE94174C DENDAT94174D DE94174DA DE94174C DE 94174 C DE94174 C DE 94174C DE NDAT94174 D DENDAT94174 D DE NDAT94174D DE 94174D A DE94174D A DE 94174DA DE 94174 C DE94174 C DE 94174C
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- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06P—DYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
- D06P5/00—Other features in dyeing or printing textiles, or dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form
- D06P5/15—Locally discharging the dyes
- D06P5/155—Locally discharging the dyes with reductants
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- Textile Engineering (AREA)
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Patentirt im Deutschen Reiche vom 4. Oktober 1896 ab.
Das Aetzen der, auf der Faser entwickelten Azofarben scheiterte bisher daran, dafs diese
Farben sich gegen Reductionstnittel sehr beständig erwiesen und nur durch solche Mittel
zerstört wurden, welche auch die Baumwollfaser angriffen, wie z.B. durch Aufdrucken
von Zinnchlorür und Citronensäure und darauf folgendes Dämpfen. Bei der grofsen Verbreitung,
welche diese Farben, besonders das aus p-Nitranilin und ß-NaphtoI erhaltene Roth,
in der Druckerei gefunden haben, ist es ein Bedürfnifs, auch weifse und bunte Muster auf
farbigem Grunde in dieser Weise herstellen zu können. Versuche, welche zu dem neuen
Verfahren führten, haben nun gezeigt, dafs es ohne Weiteres gelingt, ein reines Weifs bei
vollkommen fester Faser zu erhalten, wenn man ein Gemenge von Zinnchlorür und Rhodanammonium
oder anderen löslichen Rhodansalzen, wie Rhodankalium, -natrium, -baryum, -calcium oder -aluminium, in molekularen Verhältnissen
aufdruckt und kurze Zeit,, etwa 20 Minuten, dämpft. Es genügt hierbei erstens
eine weit geringere Menge Zinnchlorür und zweitens greifen die Rhodansalze die Faser
nicht an.
Bisher wurde Rhodanzinn (Zinnrhodanür) für den Kattundruck entweder in gleicher Weise
wie Zinnchlorür als Beize zum Fixiren von einigen Farbstoffen, wie z. B. von Kreuzbeerenextrakt
gebraucht, oder es wurde, da es Ferrisalze in farblose Ferrosalze umzuwandeln vermag',
gewissen Druckfarben, besonders dem Alizarinroth zugesetzt, um die reinen Farbtöne
vor Trübung durch eisenhaltige Verunreinigungen zu schützen. Bei dem neuen Verfahren
dagegen handelt es sich darum, durch Aufdruck eines Gemenges von Zinnchlorür und löslichem Rhodansalz die auf der Faser
entwickelten Azofarben zu reduciren. Die Wirkung ist so zu erklären, dafs das Zinnchlorür
sich in der Farbe mit dem Rhodanammonium zu Zinnrhodanür umsetzt und dieses die unlöslichen Azofarben sehr leicht reducirt
und dadurch das vortreffliche Weifs hervorruft.
ι. Klotzen des Stoffes mit
25 g ß-Naphtol,
25 g Natronlauge von 40° B.,
20 g Ricinusöl-Ammoniakseife
im Liter.
25 g ß-Naphtol,
25 g Natronlauge von 40° B.,
20 g Ricinusöl-Ammoniakseife
im Liter.
2. Nach dem Klotzen und Trocknen passiren durch folgende Lösung:
700 g p-Nitranilin in
5 1 heifsem Wasser und
2 100 g Salzsäure von 21° B.
lösen, mit Eis auf 40C. stellen und langsam zugeben:
2 100 g Salzsäure von 21° B.
lösen, mit Eis auf 40C. stellen und langsam zugeben:
380 g Natriumnitrit, in
2 1 Wasser gelöst,
r/4 Std. stehen lassen, dann zusetzen:
4 800 g essigsaures Natron in
15 1 Wasser und auf
44 1 stellen.
Waschen und Trocknen.
r/4 Std. stehen lassen, dann zusetzen:
4 800 g essigsaures Natron in
15 1 Wasser und auf
44 1 stellen.
Waschen und Trocknen.
3· Bedrucken mit:
, 3 kg Tragantschleim,
·■', .2 700 g Zinnchlorür,
./· /800 g Rhodanammonium,
20 Min. bei Y3 Atm. Druck dämpfen, durch ι bis 2° Salzsäure hindurchnehmen, waschen und trocknen.
·■', .2 700 g Zinnchlorür,
./· /800 g Rhodanammonium,
20 Min. bei Y3 Atm. Druck dämpfen, durch ι bis 2° Salzsäure hindurchnehmen, waschen und trocknen.
Um bunte Muster zu erhalten, fügt man zu der .Weifsätze solche Farbstoffe hinzu, welche
durch sie nicht reducirt werden, z. B. für Gelb 100 g Tragantschleim,
90 g Zinnchlorür,
50 g Rhodanammonium,
40 g Aetzgelb auf Congo
90 g Zinnchlorür,
50 g Rhodanammonium,
40 g Aetzgelb auf Congo
(Wacker & Schmitt).
Für Blau und Grün werden die entsprechenden Farbstoffe gewählt.
Aufser dem aus p-Nifranilin und ß-Naphtol entwickelten Farbstoff lassen sich auf dieselbe
Art noch diejenigen Farbstoffe gut ätzen, welche aus diazotirtem ß-Naphtylamin, Dianisidin,
p-Nitro-o-Phenetidin einerseits und ß-Naphtol andererseits erhalten werden; mäfsig
gut und nur in hellen Nuancen diejenigen aus Tolidin und p-Nitro-o-toluidin.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zum Aetzen von auf der Faser entwickelten Azofarben, darin bestehend, dafs man auf die aus diazotirtem p-Nitranilin, ß-Naphtylamin, Dianisidin oder p-Nitro-o-Phenetidin einerseits und ß-Naphtol andererseits entwickelten Farbstoffe eine Aetze aufdruckt, welche neben Zinnchlorür und einer geeigneten Verdickung eine Rhodanverbindung enthält, und nach dem Aufdruck kurze Zeit dämpft.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE94174C true DE94174C (de) |
Family
ID=365542
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT94174D Active DE94174C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE94174C (de) |
-
0
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