DE244653C - - Google Patents

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DE244653C
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resorcinol
oxybenzoylbenzoic
sulfonated
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B11/00Diaryl- or thriarylmethane dyes
    • C09B11/04Diaryl- or thriarylmethane dyes derived from triarylmethanes, i.e. central C-atom is substituted by amino, cyano, alkyl
    • C09B11/10Amino derivatives of triarylmethanes
    • C09B11/24Phthaleins containing amino groups ; Phthalanes; Fluoranes; Phthalides; Rhodamine dyes; Phthaleins having heterocyclic aryl rings; Lactone or lactame forms of triarylmethane dyes
    • C09B11/245Phthaleins having both OH and amino substituent(s) on aryl ring

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 244653 —■ KLASSE 22 b. GRUPPE
Zusatz zum Patent 244652 vom 10. Mai 1910.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 18. November 1910 ab. Längste Dauer: 9. Mai 1925.
Gegenstand des Hauptpatentes ist ein Verfahren zur Darstellung von violetten bis roten beizenziehenden Säurefarbstoffen der Rhodolreihe, darin bestehend, daß eine in der Aminogruppe substituierte Amino-m-oxybenzoylbenzoesäure bzw. -propionsäure oder eines ihrer Homologen oder Substitutionsprodukte mit einer Mono- oder Disulfosäure des Resorcins oder Pyrogallols kondensiert wird. Es wurde nun ferner gefunden, daß man auf anderem Wege zu gleichen oder sehr ähnlichen Produkten gelangen kann.
Das Kondensationsprodukt einer substituierten Amino-m-oxybenzoylbenzoesäure mit Resorcin (D. R. P. 108419) läßt sich sulfieren und es entsteht ein in Natriumacetat löslicher Farbstoff, der in seinen sonstigen chemischen und färberischen Eigenschaften mit dem Produkt übereinstimmt, das aus der entsprechenden Amino-m-oxybenzoylbenzoesäure und Resorcinmono- bzw. -disulfosäure entsteht.
Die Sulfonation der karboxylierten Rhodole
des Patentes 123077 (Farbstoffe aus substi-
■ tuierter Amino-m-oxybenzoylbenzoesäure und ß-Resorcylsäure) war bis jetzt nicht bekannt. Untersuchungen haben ergeben, daß auch
. diese Sulfonation in ganz ähnlicher Weise möglich ist.
Ein erster Vorteil dieser sulfonierten Produkte gegenüber den schon bekannten nicht sulfonierten besteht in der besseren Löslichkeit. Da diese neuen Sulforhodole Interesse
für die Baumwolldruckerei haben, liegt nun ein weiterer großer Vorteil, der auch für die oben genannten sulfierten Rhodole, die sich vom Resorcin ableiten, gilt, darin, daß sie zum Unterschied von den nicht sulfonierten, ungebeizte Baumwolle gar nicht anfärben. Beim Waschen von gedruckten Stoffen bleiben also die unbedruckten Stellen rein weiß.
Die Produkte des Hauptpatentes (substituierte Amino-m-oxybenzoylbenzoesäure, Resorcinmono- bzw. -disulfosäure) lassen sich nochmals sulfonieren. Es entstehen dadurch Farbstoffe, die dem betreffenden Ausgangsprodukt in hohem Maße gleichen, die jedoch aus einer Lösung des Alkalisalzes, zum Unterschied vom einfach sulfonierten Rhodol, mit Mineralsäure nur schwierig ausfallen und dessen Alkalisalze außerordentlich leicht löslieh sind.
Zur Erläuterung des Verfahrens dienen folgende Beispiele:
Beispiel I.
10 Teile Dimethylrhodol (Farbstoff aus Dimethylamino-m-oxybenzoylbenzoesäure und Resorcin) werden in 40 Teilen Oleum von 25 Prozent 5O3-Gehalt eingerührt und die Schmelze auf 90 bis 95 ° C. erhitzt, bis eine Probe in Natriumacetat vollständig löslich ist. Es wird auf Eiswasser gegossen, der ausgeschiedene Farbstoff abfiltriert und mit Natriumacetat in der Wärme behandelt und fil-
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triert. Geringe Mengen nicht sulfierten Produktes bleiben als Rückstand zurück, während die Hauptmenge des Produktes in Lösung geht. Im Filtrat wird der Farbstoff mit Salzsäure ausgefällt, filtriert und in das leicht lösliche Alkalisalz übergeführt. Das Produkt gleicht in auffallendem Maße demjenigen, das gemäß dem Verfahren des Hauptpatentes aus Dimethylamino-m-oxybenzoylbenzoesäure und
ίο Resorcindisulfosäure erhalten wird. Diese Sulfonation kann natürlich auch mit Chlorsulfosäure oder mit Oleum bei Gegenwart von die Sulfonation fördernden Mitteln, wie Quecksilber und seinen Salzen B2 O3, ausgeführt werden.
In ganz gleicher Weise lassen sich die karboxylierten Rhodole, die statt mit Resorcin mit ß-Resorcylsäure dargestellt werden, sulneren. Die so erhaltenen Farbstoffe gleichen den entsprechenden nicht sulfonierten Körpern. Zum Unterschied von letzeren sind die sulfonierten jedoch vollständig löslich in kalter Natriumacetatlösung.
Beispiel II.
10 Teile Dimethylrhodolsulfosäure (Farbstoff aus Dimethylamino-m-oxybenzoylbenzoesäure und Resorcindisulfosäure gemäß Beispiel I des Hauptpatentes dargestellt) werden ganz analog wie in Beispiel I mit 40 Teilen Oleum von 30 Prozent 5O3-Gehalt bei 90 bis 950 während mehrerer Stunden behandelt, bis eine Probe mit Wasser verdünnt keinen Farbstoff mehr abscheidet. Die Schmelze wird auf Eiswasser gegossen. Zu der Lösung wird Calciumkarbonat unter Rühren zugegeben bis zur Neutralität. Es wird filtriert, eingedampft und mit Soda in das Natriumsalz übergeführt.

Claims (1)

  1. 40 Patent-Anspruch :
    Weitere Ausbildung des durch das Patent 244652 geschützten Verfahrens zur Darstellung von beizenziehenden Säurefarbstoffen der Rhodolreihe, darin bestehend, daß die Produkte des Hauptpatentes, die sich von Resorcin ableiten, ferner die nicht sulfierten Rhodole des Patentes 108419 sowie die karboxylierten Rhodole des Patentes 123077 mit sulfierenden Mitteln bei oder ohne Gegenwart von die Sulfonation fördernden Substanzen behandelt werden.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE766227C (de) * 1936-03-27 1954-03-29 Ig Farbenindustrie Ag Verfahren zur Herstellung von chromierbaren Farbstoffen der Phthaleinreihe

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE766227C (de) * 1936-03-27 1954-03-29 Ig Farbenindustrie Ag Verfahren zur Herstellung von chromierbaren Farbstoffen der Phthaleinreihe

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