DE243443C - - Google Patents

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DE243443C
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embroidery frame
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05CEMBROIDERING; TUFTING
    • D05C1/00Apparatus, devices, or tools for hand embroidering
    • D05C1/02Work frames

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
ATENTSCHRIFT
- M 243443 -\ KLASSE 52*. GRUPPE
JOHANN FLUCK in STECKBORN, Schweiz.
Vorrichtung zum Aufspannen des Stoffes auf einen Stickrahmen mittels federnder Klemmhülsen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 21. April 1911 ab.
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zum Aufspannen des Stoffes auf einen Stickrahmen. Zum Festhalten des Stoffes werden vier an sich bekannte Klemmhülsen benutzt, die den Stoff auf dem Rahmen festklemmen. Diese Hülsen werden mittels der neuen Vorrichtung auf den mit Stoff bedeckten Rahmen aufgeschoben, worauf der bespannte Rahmen aus der Vorrichtung herausgenommen werden und das Sticken beginnen kann. Bei der Vorrichtung "wird ein flacher Stickrahmen mittels eines durch einen Handhebel beweglichen Stickrahmenhalters in einen Ausschnitt einer Tischplatte, auf welcher der Stoff ausgebreitet wird, versenkt und mit dem Stoffe auf Stützen gedrückt, worauf die vier federnden Hülsen, welche in dem Ausschnitt des Tisches rings um den Stickrahmen herum in bewegliche Arme eingelegt worden sind, die Aufspannung des Stoffes bewirken, indem die beweglichen Auflegearme an einem ebenfalls mittels des Handhebels senkrecht verschiebbaren, kreuzförmigen Träger derart gelenkig gelagert und mittels Rollen in Kurvenbahnen geführt sind, daß sie beim Niederdrücken des Handhebels zunächst eine Schwenkung nach innen erfahren und dabei die Hülsen seitlich in die Stickrahmenteile einschieben und den Stoff dazwischenklemmen, darauffolgend nach unten gezogen werden und dabei die Hülsen nach unten in an sich bekannter Weise um 90 ° um die Stickrahmenteile drehen, so daß die Hülsen nunmehr die Stickrahmenteile an deren Breitseiten umfassen und den Stoff auf dem Stickrahmen festgeklemmt halten.
Auf den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand in zwei Ausführungsbeispielen dargestellt, und zwar zeigen
Fig. ι eine Seitenansicht der Vorrichtung,
Fig. 2 eine Draufsicht auf den oberen Teil der Vorrichtung,
Fig. 3 einen Höhenschnitt nach der Linie A-A in Fig. 1,
Fig. 4 einen Höhenschnitt nach der Linie B-B in Fig. 1,
Fig. 5 eine Ansicht von unten,
Fig. 6 einen Teilschnitt mit teilweiser Seitenansicht des unteren Teiles der Vorrichtung in der Gebrauchsstellung und
Fig. 7 eine andere Ausführungsform des oberen Teiles der Vorrichtung in Seitenansicht und teilweise im Schnitt.
Die wesentlichen Hauptteile der Vorrichtung sind ein flacher, rechteckiger oder quadratischer Stickrahmen 1 und die vier Klemmhülsen 2. Die Aufspannung des Stoffes geschieht in der Weise, daß der Stickrahmen zunächst in den ausgebreiteten Stoff gelegt, versenkt, und der Stoff ringsherum nachgiebig festgeklemmt wird, worauf die vier Hülsen von den vier Seiten des Stickrahmens über denselben, den Stoff dazwischenklemmend, geschoben und um 90 ° um die Stickrahmenteile gedreht werden. Zu dem ersteren, vorbereitenden Teil der Aufspannung dient der obere Teil der Vorrichtung, der als Rahmenhalter bezeichnet ist; zur Bewegung der Hülsen dient
der untere Teil der Vorrichtung mit dem Auflagetisch 3. Unwesentliche Teile der Vorrichtung, wie Stützen des Tisches u. dgl., sind in den Zeichnungen der Deutlichkeit halber nicht dargestellt.
An dem Tische 3 ist in einem Lagerbock 4 eine Stange 5 senkrecht verschiebbar gelagert. An einem anderen, unten am Tische befestigten Lager 6 ist ein Handhebel 7 angeordnet, welcher auf einem an der Stange 5 befestigten Ausleger 8 aufliegt und an demselben die Stange 5 nach unten mitnimmt. Eine Zugfeder 9 hält die Stange 5 und damit auch den Handhebel 7 in der oberen Stellung. Die Stange 5 trägt an ihrem oberen Teil den Stickrahmenhalter. Dieser besteht aus einem Ausleger 10 mit einem Rahmen 11 und zwei horizontalen, in dem Ausleger und dem Rahmen gelagerten Stangen 12. An diesen Stangen sind im Viereck vier nach einwärts gebogene Arme 13 befestigt, auf deren innere Vorsprünge der Stickrahmen 1 aufgelegt wird, wie dies aus Fig. 4 ersichtlich ist. Ferner befinden sich an den Stangen 12 zwei Arme 14, welche an ihren unteren Enden Rollen 15 tragen (Fig. 1) und mittels einer Zugfeder 16 quer miteinander verbunden sind, wie in Fig. 3 dargestellt ist. Der Rahmen 11 trägt auf jeder Seite ein Paar senkrecht federnde Stifte 17, von denen je ein Paar als Drehlager für eine Gummiwalze 18 dient.
Der Tisch 3 besitzt unter dem Rahmenhalter einen Ansschnitt 19, der teilweise wieder durch Blechplatten 20 abgedeckt ist. Die lichten Maße der Blechplatten sind so groß, daß der Stickrahmen 1 knapp durchfallen kann, wie in Fig. 1 durch Einzeichnen des Stickrahmens angedeutet ist, während in Wirklichkeit bei der dargestellten Stellung der Stickrahmen sich noch im Rahmenhalter befinden müßte, was aus der späteren Beschreibung ersichtlich ist. An der unteren Seite des Tisches ist eine Metallplatte 21 befestigt, welche vier in den Mitten der inneren Blechkanten 20 liegende Ausschnitte 22 und vier nach den Ecken der Blechkanten aufwärts gerichtete Stifte 23 besitzt, die als Stützen für den Stickrahmen während des Aufspannens dienen. In der Mitte zwischen den Ausschnitten 22 trägt die Platte 21 eine senkrecht nach unten gerichtete Stange 24. An dieser ist ein Rohr 25 verschiebbar, auf welchem ein kreuzförmiger Träger 26 befestigt ist, der mittels einer Zugfeder 27 von der Platte 21 getragen wird. Die Verschiebung des Rohres 25 mit dem Träger 26 entgegen der Federwirkung kann mittels des Handhebels 7 erfolgen, wenn derselbe so weit niedergedrückt wird, daß er auf einen an dem Rohr 25 vorgesehenen Ausleger 28 aufstößt. Der kreuzförmige Träger 26 trägt an seinen vier Armenden gelenkig verbunden je einen nach oben durch einen der vier Ausschnitte 22 der Platte 21 ragenden Hebel 29, der oben verbreitert und so ausgebildet ist, daß er einen guten Sitz für eine der Hülsen 2 bildet. Die Hülsen 2 werden nämlich in die oberen Enden der Hebel 29 eingelegt (Stellung Fig. 1), um dann auf den Rahmen aufgeschoben zu werden, wie weiter unten beschrieben wird. Jeder dieser vier Auflegearme 29 trägt ungefähr in seiner Mitte eine Rolle 30, welche in einem an einem Winkelstück 31 vorgesehenen Kurvenausschnitt 32 geführt ist. Die Kurvenausschnitte sind in allen vier Winkelstücken 31 einander völlig gleich und so gestaltet, daß die vier FührungsroUen 30 sich bei der Abwärtsbewegung des Trägers 26 zuerst nach innen und dann nach unten bewegen. Durch die Bewegung nach innen, d. h. nach der Stange 24 zu, werden die Hülsen 2 über den Rahmen geschoben, und durch die Bewegung der Rollen 30 nach unten geschieht die Drehung der Hülsen 2 um 900 (Lage in Fig. 6). Auf dem Tische sind noch zwei Kurvenstücke 33 (Fig. 1) einander gegenüber so gelagert, daß auf dieselben die Rollen 15 der Arme 14 bei der Abwärtsbewegung des Rahmenhalters treffen.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende:
Wird die Abwärtsbewegung des Rahmenhalters, nachdem der Stoff auf dem Tische 3 über dem Ausschnitt ausgebreitet worden ist, mittels des Handhebels 7 vorgenommen, so treffen die Rollen 15 auf die Kurven 33 und lenken die Arme 14 derart ab, daß die beiden horizontalen Stangen 12 des Rahmenhalters eine Teildrehung erfahren, wodurch auch die vier den Stickrahmen tragenden Arme 13 geschwenkt werden und den Stickrahmen freigeben, so daß dieser auf den über den Ausschnitt des Tisches ausgebreiteten Stoff fällt. Da die Kurven 33 aber sehr kurz sind, werden die Arme 13 unmittelbar darauf durch die Wirkung der Feder 16 wieder in die Anfangsstellung gebracht und drücken den Stickrahmen und dieser den Stoff fest auf die Stützen 23. In dieser Stellung berühren die Walzen 18 den Tisch und spannen den Stoff rings um den Ausschnitt des Tisches herum an. Ebenso berührt in dieser Stellung der Handhebel 7 den Ausleger 28 und nimmt bei der weiteren Abwärtsbewegung den Träger 26 mit, wodurch die Hülsen 2 von den Auflegearmen zunächst nach innen über die Stickrahmenteile geschoben und hierauf um dieselben um 900 gedreht werden. Der äußere Teil des Stoffes wird dabei von den Walzen 18 festgehalten, welche eine weitere Abwärtsbewegung des Rahmenhalters vermöge ihrer Federlager gestatten. Der in den Ausschnitt '
des Tisches gezogene Teil des Stoffes wird dabei fest um den Stickrahmen herumgespannt, wie in Fig. 6 teilweise dargestellt ist. Bei Freigabe des Handhebels nehmen Rahmenhalter und Hülsenaufleger mittels der Federn 9 und 27 die Ausgangsstellung wieder ein, d. h. sie werden von den Federn nach aufwärts gezogen, und es kann der fertig bespannte Rahmen aus dem Tischausschnitt herausgenommen werden.
In Fig. 7 ist eine andere Ausführungsform des Stickrahmenhalters dargestellt. Derselbe besteht aus einer Platte 35 mit erhöhtem unteren Rand und zwei an der Platte befestigten federnden, schmalen Zungen 36. Der Stickrahmen 1 wird zwischen die Platte 35 und die Zungen 36 eingezwängt. Der Halter ist an einem Drehhebel 37 befestigt, welcher an die Tischplatte 38 angelenkt ist und mittels des rückwärtigen Endes des Handhebels 39 so niedergeschwenkt wird, daß der Stickrahmen in den im Tische wie bei der anderen Ausführungsform ,vorgesehenen Ausschnitt, den Stoff mit hineinziehend, versenkt und auf Stützen 40 gedrückt wird, worauf die Aufspannung mittels der Hülsen in beschriebener Weise erfolgt. Es versteht sich von selbst, daß die Stützen 40 und die Zungen 36 seitlich versetzt sind, um nicht aufeinander zu treffen. An Stelle der Gummiwalzen zum Festhalten des Stoffes auf dem Tische werden bei dieser Ausführungsform an der Platte angebrachte Gummiplatten 41 verwendet.

Claims (5)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Vorrichtung zum Aufspannen des Stoffes auf einen Stickrahmen mittels federnder Klemmhülsen, gekennzeichnet durch einen mittels eines Handhebels (7) beweglichen Stickrahmenhalter (10, 11, 12), der den Stickrahmen (1) in einen Ausschnitt (19) einer Tischplatte (3), auf welcher der Stoff ausgebreitet ist, versenkt und mit dem Stoffe auf Stützen (23) drückt, wobei als Träger für vier federnde Klemmhülsen (2) bewegliche Arme (29) dienen, die an einem ebenfalls mittels des Handhebels (7) senkrecht verschiebbaren Kreuzbalken (26) derart gelenkig gelagert und mittels Rollen
    (30) in Kurvenbahnen (32) geführt sind, daß sie beim Niederdrücken des Handhebels zunächst eine Schwenkung nach innen erfahren und dabei die Hülsen seitlich in die Stickrahmenteile einschieben und beim weiteren Niederdrücken des Handhebels nach unten gezogen werden, wodurch die Hülsen um 90 ° um die Stickrahmenteile gedreht werden.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Stickrahmenhalter (10, 11, 12) an einer senkrechten Stange (5) verschiebbar ist und zwei wagrechte Stangen (12) trägt, an denen vier Arme (13) zur Auflage des Stickrahmens und zwei Arme (14) mit Rollen (15) befestigt sind, die beim Niederdrücken des Stickrahmenhalters auf der Tischplatte vorgesehene Kurvenstücke (33) treffen und von diesen derart abgelenkt werden, daß die beiden wagrechten Stangen (12) eine Teildrehung erfahren, wodurch die vier den Stickrahmen tragenden Arme (13) geschwenkt werden und den Stickrahmen freigeben, so daß dieser in den Ausschnitt des Tisches fallen kann.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Stickrahmenhalter (10, 11, 12) vier rechtwinklig zueinander an je zwei federnden Lagerarmen (13) angeordnete Gummiwalzen (18) trägt, die den Stoff rings um die Öffnung des Tisches herum auf demselben nachgiebig festhalten, wenn die Aufspannung erfolgt.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kreuzbalken (26) für die Hülsenträger (29) unter Federwirkung (27) steht und an einem senkrecht verschiebbaren Rohrstück (25) sitzt, dessen Ausleger (28) von dem Handhebel mitgenommen wird.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Stickrahmenhalter aus einem federnden Rahmen (35, 36) besteht, in welchen der Stickrahmen (1) eingeklemmt wird, wobei Gummiplatten (41) angeordnet sind, die den Stoff nachgiebig auf dem Tische festhalten, während die Hülsen (2) aufgeschoben werden.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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