DE166138C - - Google Patents

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DE166138C
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    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21HPULP COMPOSITIONS; PREPARATION THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASSES D21C OR D21D; IMPREGNATING OR COATING OF PAPER; TREATMENT OF FINISHED PAPER NOT COVERED BY CLASS B31 OR SUBCLASS D21G; PAPER NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D21H23/00Processes or apparatus for adding material to the pulp or to the paper
    • D21H23/02Processes or apparatus for adding material to the pulp or to the paper characterised by the manner in which substances are added
    • D21H23/22Addition to the formed paper
    • D21H23/66Treating discontinuous paper, e.g. sheets, blanks, rolls
    • DTEXTILES; PAPER
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    • D21H21/00Non-fibrous material added to the pulp, characterised by its function, form or properties; Paper-impregnating or coating material, characterised by its function, form or properties
    • D21H21/14Non-fibrous material added to the pulp, characterised by its function, form or properties; Paper-impregnating or coating material, characterised by its function, form or properties characterised by function or properties in or on the paper
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    • D21H23/54Rubbing devices, e.g. brush, pad, felt

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  • Forming Counted Batches (AREA)

Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung derjenigen Art, bei welcher mit einem Farbenauftrag zu versehende Papierblätter nach Aufbringen einer Schablone von einer sich drehenden Farbbürste bestrichen werden. Bei bekannten Vorrichtungen werden die Papierblätter (Umschläge, Karten und dergl.) an sich drehende und gleichzeitig . sich verschiebende Farbbürsten mittels endlosen
ίο Bandes herangeführt, das eine absetzende Bewegung nach der gleichen Richtung macht. Die Papierblätter werden auf aufeinanderfolgende Stellen des Bandes einzeln aufgebracht. Der hierbei beschäftigte Arbeiter kann daher die mit einem Farbenauftrag versehenen Papierblätter selbst nicht wegnehmen und aufstapeln, es ist vielmehr ein am hinteren Ende der Vorrichtung stehender zweiter Arbeiter nötig. Abgesehen davon erfordert auch eine mit endlosem Bande arbeitende Vorrichtung" viel Raum.
Nach vorliegender Erfindung ist die insbesondere zum Auftragen einer Farbschicht auf Papier dienende Vorrichtung mit einem Auftragtisch zur Aufnahme eines Stapels von Papierblättern versehen, dem mittels des Tisches eine hin- und hergehende Bewegung erteilt wird, so daß nach dem Aufbringen des Stapels der Arbeiter nur jedesmal das oberste, mit Farbe versehene Papierblatt vom Stapel wegzunehmen hat und die Papierblätter zugleich von ihm wieder zusammengelegt werden können.
Fig. ι zeigt eine Vorderansicht der Vorrichtung, Fig. 2 eine Seitenansicht, Fig. 3 eine Oberansicht derselben, Fig. 4 einen senkrechten Schnitt nach der Linie A-A der Fig. 3, Fig. 5 einen senkrechten Längsschnitt nach der Linie B-B der Fig. 3, Fig. 6 einen wagerechten Schnitt nach der Linie C-C der Fig. 2, Fig. 7 eine Oberansicht der Sperrung in Sperrlage und Fig. 8 eine Oberansicht in Ruhelage.
Auf den Auftragtisch α wird der Stapel von Papierblättern b gebracht, die beispielsweise zu einem für einen Briefumschlag passenden Format zugeschnitten sind. Der Auftragtisch ist mit vier Stangen a1 versehen, die durch vom Schlitten c getragene Eührungshülsen c1 hindurchgehen. Wird mittels die Stangen umschließender Federn a2 der Tisch angehoben, so wird das oberste Blatt des Stapels gegen eine Schablone d gedrückt, die, wie Fig. 3 zeigt, nach dem Umriß 'der mit einem Farbenauftrag zu versehenden Fläche ausgeschnitten ist. Die Schablone kann so zugeschnitten werden, daß man jede Umrißfigur hervorbringen kann, die sich mit durchbrochenen Metallplatten erreichen läßt. Die Schablone ist in zwei Fassungen d1 gehalten, die je mit einem Anschlußstück dr versehen sind. Letztere sind oben an den Stangen ds befestigt, die unten einen Ansatz d* tragen, der in einen Schlitz c2 des Schlittens c eingreift. Oben an den Stangen ds befinden ■ sich zur Führung der Schablone d die Winkeleisen d5. Je ein Schenkel der letzteren ist verschiebbar in
Nuten cs (Fig. 2), die in vom Schlitten c getragenen Stützen c4 enthalten sind. Die Schablone d, die mittels die Stangen ds umgebender Federn da nach oben angedrückt wird, wird in gewünschter Höhenlage durch zwei seitliche Führungsschienen e gehalten (Fig. 2). Letztere sind mit einem schrägen Absatz e1 versehen, wodurch zu Ende der Schlittenbewegung den Federn da das Anheben der Schablone ermöglicht ist. Die Papierblätter des Stapels b werden durch senkrechte, vom Schlitten c getragene Führungsleisten c5 in Stellung gehalten.
Der Schlitten c mit dem Auftragtisch α und der Schablone d muß, um der Einwirkung der sich drehenden Farbbürste ausgesetzt zu werden, sich wagerecht verschieben. Der Schlitten liegt auf Rollen c°, die in am Gestell befindlichen wagerechten Spuren / liegen. Die Schlittenverschiebung erfolgt mittels einer Schubstange g, an der eine Kurbel g1 angreift, die auf der Welle eines Kegelrades ^2 festsitzt, in welches das Kegelrad gs der Antriebswelle eingreift.
Zu Ende des Schlitten Vorganges hebt sich die Schablone d vom Stapel b ab, und um dies zu ermöglichen, wird der Auftragtisch α dabei mittels einer Sperrung festgehalten. Letztere ist mit vier gegen je eine Tragstange α1 sich legenden Klemmbacken h versehen, die je um einen Zapfen h1 an der betreffenden vom Schlitten getragenen Führerhülse c1 drehbar sind. Durch Schubstangen i ist eine Verbindung dieser Backen Ji mit einer am Schlitten c gelagerten drehbaren Scheibe j hergestellt. Eine auf diese wirkende Feder j1 ist bestrebt, die Backen Ji von den Tragstangen a1 abgerückt zu halten. An die Scheibe / ist ein Schubarm /2 angelenkt. Derselbe wird mittels einer Feder j4 in passender Stellung gehalten und trägt eine Rolle f an einem Ende, die beim Rückgang des Schlittens c gegen einen vom Gestell getragenen Anschlag Jt trifft. Durch diesen aufgehalten, ruft der Arm j2 eine Drehung der Scheibe j hervor und entsprechende Drehung der Backen h, die sich dabei gegen die Tragstange α1 des Tisches α legen (Fig. 7).
Um einen guten Angriff der Backen an den Stangen zu erzielen, ist an beide Gewinde geschnitten, außerdem sind zwischen die beiden Teile, aus denen die Schubstangen i bestehen, wie Fig. 7 zeigt, Federn eingeschaltet. Das freie Ende des Schubarmes /2 ist abgeschrägt, und die Führungshülse c1 ist an der Stelle, mit welcher das Armende in Berührung kommt, entsprechend schräg ausgeschnitten. Trifft bei der Schlittenbewegung die Rolle /8 des Armes gegen die eine Seite des Anschlages Ji, so erfolgt eine Drehung der Scheibe j in Richtung des Pfeiles (Fig. 8) entgegen der Wirkung der Feder p (Fig. 7), und die Backen werden fest gegen ,die Tragstangen α1 gedrückt, wobei das abgeschrägte Armende auf die Schrägfläche der Führungshülse c1 übertritt. Der Auftragtisch α bleibt nun kurze Zeit, in der die Rolle /3 am Anschlag Jt rollt, in Sperrlage. Gibt bei der Schlittenumkehr der Anschlag Jt die Rolle j3 frei, so wird die Scheibe j unter Wirkung der Feder j1 nach Richtung des Pfeiles (Fig. 7) gedreht, die Backen h geben die Tragstangen a1 frei (Fig. 8), und die Federn a2 können den Tisch rechtzeitig empordrücken.
Die sich drehende Farbbürste I sitzt auf einer Welle V, die in zwei Armen m gelagert ist. Diese sind lose drehbar auf der Welle r1, die in den Haltern η gelagert ist, und tragen am Ende einen Schlitz, durch welchen je ein Zapfen einer Querstange 0 führt, an dem der betreffende Arm mittels Mutter gehalten ist. Durch Drehung der Handräder p, deren Spindeln in Muttergewinde von im Gestell senkrecht geführten Köpfen der Querstange 0 eingreifen, lassen sich die Arme m und damit die Bürste I passend einstellen, um den Druck der letzteren auf den unter der Schablone d gehaltenen Stapel reg'eln zu können.
Als Farben werden die zum Grundieren von Phantasiepapieren und Tapeten gebräuchlichen benutzt. Die Farbe ist in einem Behälter q enthalten, in den eine Verteilerwalze r taucht, die . mit einem Bezug aus Gummi, Filz oder dergl. versehen ist. Diese Walze sitzt auf einer Welle r1 fest, die in den Haltern η gelagert ist und irgendwie angetrieben wird. Die Walze r ist in Berührung mit einer Walze ί aus Bronze, die auf der Welle s1 festsitzt und die Farbe auf eine Walze t überträgt, die auf der Welle t1 befestigt ist und an die sich drehende Bürste I die Farbe abgibt.
Von Welle r1 wird Drehung auf die Walzen s und t übertragen mittels der Stirnräder r2, j2, s3, t2 und auf die Bürste / mittels des Stirnrades r3, von welchem Drehung mittels Zwischenräder u, v, die auf derselben von einem der Arme in getragenen Welle sitzen1, auf das Stirnrad P der Welle I1 der Bürste / übertragen wird. Die Welle t1 der die Farbe an die Bürste abgebenden Walze t ist verschiebbar gelagert. Mittels der beiden mit Handrad und Griffmutter versehenen Schraubenspindeln t3 läßt sich die Walze t der Walze s mehr oder weniger nähern und dadurch die an die Bürste abzugebende Farbmenge regeln. Man kann auf diese Weise auf die Walze t und damit auf die sich drehende Bürste eine Farbschicht übertragen, die so dünn ist, wie man sie wünscht, und stets gleichmäßig ausfällt.
Der Schlitten c trägt einen um einen BoI-zen zv1 drehbaren Hebel zv, der mittels Gelenkstückes χ mit dem Auftragtisch α verbun-
den ist. Mittels dieses Hebels läßt sich der Tisch, bevor seine Tragstangen mittels der Backen h festgeklemmt werden, senken, wenn man neue Papierstapel aufbringen will.
Die Wirkungsweise ist folgende:
Hat man auf den Auftragtisch einen Stapel von mit Farbschicht zu versehenden Papierblättern aufgebracht, und nehmen die Teile die dargestellte Lage ein, so wird die Maschine in
ίο Gang gesetzt. Mittels der Schubstange g wird dann der Schlitten c in seine Rollenspur f zurückgezogen, die Ansätze dl der die Schabloned tragenden Stangen ds treffen den schrägen Absatz der Führungsschienen e, und die Stangen senken sich samt der Schablone d, die dann fest auf den Stapel drückt. Gleich darauf gibt Ansatz k die Rolle /3 frei, die Scheibe j dreht sich unter Wirkung der Feder j1 nach Pfeilriclitung (Fig. 7), die Backen h geben die Tragstangen a1 frei und der Tisch α schnellt unter dem Druck der Federn a2 hoch, und dabei wird das oberste Blatt des Stapels an die Unterseite der Schablone d gedrückt. Indem der Schlitten c die Bewegung fortsetzt, wird der von der Schablone d freigelassene Teil des obersten Papierblattes der Einwirkung der Farbbürste / ausgesetzt.
Dann geht der Schlitten nach vorn zurück und nahe an seinem Hubende trifft die Rolle j3 auf den Ansatz fe, Scheibe / dreht sich in Richtung des Pfeiles (Fig. 8) und die Backen h sperren die Tragstangen α1 des Tisches α; der letztere kann dann also eine senkrechte Bewegung nicht machen. Treten dann die Ansätze d4 auf die Absätze e1 der Führungsschienen über, so werden mittels der Federn de die Stangen ds und dann die Schablone d angehoben, und der Stapel b bleibt auf dem in Sperrlage gehaltenen Auftragtische α frei liegen, und nun kann das oberste, mit einer Farbschicht versehene Papierblatt leicht weggenommen werden.
Beim folgenden Rückgang des Schlittens senkt sich die Schablone d, der Auftragtisch wird freigegeben, unter der Wirkung der Federn a2 wird das oberste Blatt des Stapels gegen die Schablone gedrückt, und die beschriebenen Vorgänge wiederholen sich. Trotzdem die Stapelhöhe abnimmt, wird das oberste Papierblatt doch mit dem nötigen Druck gegen die Unterseite der Schablone gehalten.
Ist der Stapel aufgebraucht, so senkt man, bevor die Sperrung wirkt, den Auftragtisch a behufs Aufbringens eines neuen Stapels, und die Maschine wird angehalten, 1WeIm der Schlitten c am Hubende angelangt ist. Da die Tragstangen α1, wie beschrieben, mittels der Backen h festgeklemmt werden, so bleibt der Auftragtisch zunächst in Tiefstellung. Nach Aufbringen eines neuen Papierstapels setzt man die Maschine wieder in Gang.
Es könnte auch eine Einrichtung für selbsttätige Wegnahme der mit einer Farbschicht versehenen Papierblätter vorgesehen sein.

Claims (3)

Patent-An Sprüche:
1. Vorrichtung zum Auftragen einer Farbschicht auf Papier, bei der eine s'ich drehende Farbbürste und eine bewegliche Schablone zur stellenweisen Bedeckung des Papiers vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß auf einem hin- und herbewegten Schlitten ein nach Auslösung durch Federwirkung aufwärts bewegter Auftragtisch zur Aufnahme eines Stapels von Papierblättern angeordnet ist, um diesen gegen die vom Schlitten getragene Schablone zu drücken und der Bürste das Bestreichen des obersten Papierblattes bei Hin- und Herbewegung von Schlitten, Tisch, Stapel und Schablone zu ermöglichen.
2. Vorrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Führungsschienen vorgesehen sind, die bei der Beweguiig von Schlitten, Tisch, Stapel und Schablone unter der sich drehenden Farbbürste die Schablone (d) mittels ihrer Tragstangen (dz) in gewünschter Höhenlage halten und ihr ermöglichen, bei Rückkehr des Schlittens in Ausgangsstellung sich zwecks Wegnahme der mit einer Farbschicht versehenen Papierblätter vom Stapel abzuheben, während für die Tragstangen (a1) des Auftragtisches (a) eine Sperrung vorgesehen ist, die von dem Zeitpunkt, in dem die Schablone sich vom Stapel abhebt, den Tisch verhindert, ihr zu folgen.
3. Vorrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an den Stangen (d"j Ansätze (dl) sich befinden, die einen schrägen Absatz der Führungsschienen (e) treffen und die Schablone senken, wenn der Schlitten (c) zurückgezogen wird, und daß am Gestell ein festliegender Anschlag (k) vorgesehen ist, der durch Freigabe einer Rolle (js) des Schubarmes (j2) einer Scheibe (j) dieser letzteren unter Federwirkung eine Drehung ermöglicht, bei welcher Sperrbacken (h) die Tragstangen (a1) des Auftragtisches freigeben, der dann den Papierstapel unter Federwirkung gegen die Unterseite der Schablone (dj drückt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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