DE35862C - Billetstempelapparat - Google Patents

Billetstempelapparat

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Publication number
DE35862C
DE35862C DENDAT35862D DE35862DA DE35862C DE 35862 C DE35862 C DE 35862C DE NDAT35862 D DENDAT35862 D DE NDAT35862D DE 35862D A DE35862D A DE 35862DA DE 35862 C DE35862 C DE 35862C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
roller
types
frame
swinging
billet
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT35862D
Other languages
English (en)
Original Assignee
W. HANDKE in Berlin N., Fehrbellinerstrafse 14
Publication of DE35862C publication Critical patent/DE35862C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41KSTAMPS; STAMPING OR NUMBERING APPARATUS OR DEVICES
    • B41K3/00Apparatus for stamping articles having integral means for supporting the articles to be stamped
    • B41K3/54Inking devices
    • B41K3/60Inking devices using rollers, e.g. rollers with integral ink-supply devices

Landscapes

  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE IS: Druckerei.
Der Stempelapparat soll dazu dienen, die bisher trockene Abstempelung von Billets durch farbige zu ersetzen. Die Einrichtung des Apparates gestattet eine stets gleichmäfsige Färbung der scharfen Typen auf der äufsersten Prefs- oder Schneidekante. — Wird nun diese in das Billet eingeprefst, so entsteht ein farbiger Stempel, der tiefliegend ist und deshalb nicht abfärbt.
Fig. ι ist eine perspectivische Ansicht eines Stempelapparates mit den Einrichtungen für farbige Abstempelung.
Fig. 2 zeigt die Construction in der Seitenansicht. (Die Platte P, Fig. 1, sowie die Zugstange Z nebst Sperrradhebelstück α sind abgenommen. F und J sind im Durchschnitt gezeichnet.)
Fig. 3 ist eine Ansicht von Fig. 2 in der Richtung der Linie h-b bei abgenommenem Farbwerk V. (Platte P und Federeinrichtung F sind andeutungsweise angegeben.)
Fig. 4 ist eine Oberansicht des Walzenschlittens iil, Fig. 2, nebst den Trägern LL1 und den Walzen W W\
Fig. 5 ist eine Oberansicht des Farbwerkes V in der Richtung der Linie p-v.
Auf dem Fufs M ist um den Stift t der Rahmen K scharnierartig drehbar. Ebenso sind auf dem Fufs M die Platten P und P1 auf der Achse y beweglich.
Die Platten P und P 1 sind am oberen Theil durch Schienen verbunden, die gleichzeitig zur Aufnahme und Befestigung der Typen T dienen. Ferner haben die Platten P und P1 bei II1, Fig. 2, Aussparungen für den Durchgang des Walzenschlittens i i1.
In den Rahmen K sind die Stifte g und g\ Fig. ι und 2, eingeschraubt, welche in entsprechenden schrägen Schlitzen der Platten P und P1 ruhen. Bei Bewegung des Rahmens K bewegen sich somit auch die Platten P und P1 mit den Typen, und zwar, durch die verschiedenen Schrägstellungen bedingt, der Rahmen K auch gleichzeitig nach aufwärts, indem die Stifte g und g1 in den betreffenden schrägen Schlitzen von P und P' nach oben gleiten.
Es ist nun bei diesen Stempelapparaten zur Färbung der Typen zunächst nöthig, dafs die letzteren so lange in Ruhe erhalten werden, bis die Färbung erfolgt ist.
Zu diesem Zwecke ist der Billetauflagetheil D, welcher innerhalb des Rahmens K auf dem Stift G beweglich ist, mit einem Haken D3 versehen, dessen innere Seite einen Kreisbogen um G bildet. Dieser Bogen schiebt sich auf einen gleichen Bogen G2 in der Oese / (J besitzt diese Bogenbahn an der inneren oberen Oesenseite). Die Oese / hat anschliefsend an den Bogen G2 einen zweiten" Kreisbogen f2 um die Achse t. J ist in dem Fufs M verschraubt, ebenso wie die Federeinrichtung F (in Fig. 2 im Durchschnitt).
Durch diese Feder wird D mittelst des Hakens D3 in J festgehalten. Wird nun der Billetauflagetheil D von B aus in den Rahmen K hineingedrückt, so bleibt der Rahmen K sowohl wie die Platten P und P1 mit den Typen T unbeweglich, so lange der Haken D3 auf dem Bogen G2 in der Oese J gleitet. Sobald D einen Anschlag \ innerhalb K erreicht, ist auch der Haken D3 mit
seiner Kante d auf dem Kreisbogen f2 angelangt.
Bei fortgesetztem Druck gegen D und der nun folgenden Bewegung von K und der Platten P und P1 bleiben D und K zu einander unbeweglich. Die Kante d gleitet jetzt beständig auf dem Bogen Z2, und andererseits bewirken die Stifte g, in den entsprechend ausgefeilten Schlitzen von P und P1 gleitend, dafs D und K, wie aus einem Stück bestehend, in die Höhe gegen die Typen pressen.
Innerhalb des Rahmens K ist ferner, um den Stift b beweglich, das mit einem Gleitschlitz versehene Excenter X gelagert, welches aber auch mit D verbunden ist, indem der abgesetzte Schlitztheil von X in eine Ausfräsung voll -D hineinpafst.
Mittelst des Stiftes e, der in D eingebohrt ist und in dem Schlitz von X ruht bezw. gleiten kann, ist die Verbindung hergestellt.
Der Rahmen K hat bei q eine Durchbohrung, um den Stift e einsetzen zu können.
Wird D bewegt, so setzt der Stift e auch das Excenter X in Bewegung, so lange, als der Rahmen K feststeht, und diese Bewegung ist durch die Stellung des Schlitzes in X so bemessen, dafs der Walzenschlitten ii1 die verlangte Bewegung gemacht hat, wenn die Hakenkante d den Bogen t2 erreicht.
Die Träger L und L1 sind an X befestigt. Sie tragen, federnd gelagert, die Walze TF1, welche bei der Drehung des Excenters X einen Kreisbogen um b beschreibt, dabei federnd unter der mit demselben Kreisbogen hergestellten Farbverreibungsfläche F2 fortrollend.
Zwischen den Trägern L und L1 und in diesen um die Zapfen ο und o1 beweglich, hängt der Walzenschlitten i i1 mit der Walze W. Er wird mit seinen beiden Laufrollen r und r1 durch die Federn f und fl nach unten auf zwei gleichgestaltete Curven C2 und C3 gezogen, welche am Farbwerk F zu beiden Seiten angeordnet sind.
Die Curven bestimmen den WTeg der Walze W unter den Typen hindurch bis zur Farbverreibungsfläche F2, unter welcher W ebenfalls einen Kreisbogen um b beschreibt.
Das Farbwerk ist mit der Schraube H und sonst in geeigneter Weise an dem Rahmen K befestigt, oben zum Theil durchbrochen, Fig. 5, um die Farbwalze Q. nebst dem Farbkasten k einsetzen zu können.
Der Farbkasten dreht sich um den Stift JV und wird durch die Schraube R gegen die Walze Q. gedrückt, so viel, dafs die Farbe noch durchfliefsen kann.
A ist ein Zeiger, welcher in kleine Einschnitte der Schraube R eingreift, um die Stellung des Farbkastens k für den Farbausflufs festzuhalten.
C ist eine Schraube, um den Zeiger A, der in eine Ausfeilung von k eingesetzt ist, bequem auslösen zu können. S ist ein Staubdeckel, der den Farbkasten k und die Walze Q. schützt. S2 ist ein kleiner Vorreiber, der den Staubdeckel S auf dem Farbkasten festhält.
Auf die Walze Q. ist ein Sperrrad m aufgesetzt, Fig. i, und auf diesem dreht sich das Hebelstück α mit einem Sperrkegel, der durch die Feder m2 in das Sperrrad m eingreift.
Die Sperrfeder m3 verhindert ein Zurückgehen der Walze Q..
Die Zugstange Z, Fig. 1, verbindet das Hebelstück α mit der Säule U, welche im Fufs M befestigt ist.
Die Walzen W und TF1 sind aus Leder hergestellt, welches auf Lauf büchsen befestigt ist.
Die Walze W ist nur wenig elastisch, um tiefes Eindrücken der scharfen Typen zu vermeiden, da die Färbung nur auf den Schneidekanten stattfinden soll.
Für die Verwendung von OeI-Stempelfarbe besonders dickflüssiger Art ist die Verreibungsfläche F2 mit Tuch und Leinwand bekleidet, wodurch eine gleichmäfsige Färbung der Walze W erreicht wird und ebenfalls eine gleichmäfsige Vertheilung der durch die Walze TF1 zugeführten Farbe stattfindet.
Bei Anwendung von Firnifs-Druckfarbe werden Gelatinewalzen zäher Masse eingelegt und fällt alsdann die Bekleidung der Farbverreibungsfläche fort.
Beim Abstempeln wird das Billet in einen Einschub bei B hineingesteckt, welcher oben eine Aussparung für das Eindringen der Typen in das Billet hat, Fig. 1.
Indem der Billetauflagetheil D mit dem Billet von B aus in den Rahmen K gedrückt wird, während die Typen in der erläuterten Weise feststellen, rollt durch die Bewegungsübertragung des Excenters X die Walze W unter den Typen hinweg. ' *
Die Stellung der Typen ist derart, dafs die Walze W sich etwas niederdrücken mufs, um unter den Typen hinweg zu rollen. Dadurch müssen sich die Rollen r und r1 um ein Geringes von den Curven C2 und C3 abheben, und die Wirkung der Federn f und f1 wird auf die Walze W übertragen.
Ist die Walze W unter den Typen hinweg, so ziehen die Federn f und fl die Rollen r und rl sogleich wieder auf die Curven zurück und diese folgen denselben, bis die Walze W auf der Verreibungsfläche F2 angekommen ist. Die Stellung derselben ist ebenfalls so eingerichtet, dafs die Wirkung der Federn/ und fl auf die Walze W. übertragen wird. Also auch hier müssen die Rollen r und r1 sich etwas von den Curven C2 und C3 abheben.
Zu gleicher Zeit läuft die Walze W1 unter der Verreibungsfläche V- hinweg, bis sie von der Farbwerkswalze Q, über diese hinausgehend, die Farbe abnimmt. Inzwischen hat sich D mit seiner Hakenkante d auf den Bogen i2 geschoben, so dafs der Walzenschlitten i P sowie die Walze W1 in der so erreichten Stellung verharren müssen, während bei weiterem Ueberkippen des Apparates die Stempelung des Billets (das Einpressen der gefärbten Typen in das Billet) stattfindet, wie vorher erläutert.
Bei dem Ueberkippen des Rahmens K unter gleichzeitiger Bewegung desselben nach oben wird mittelst der Zugstange Z, Fig. ι, der Hebelarm α nach unten gezogen, so dafs sich die Walze Q. unter Mitwirkung des Sperrkegels an α in der Pfeilrichtung von Q.2 aus dem Farbkasten k herausdrehen mufs.
Es ist aber ferner, da D durch die Drehung mit seinem Theil D2 nach unten gegangen ist, die Spiralfeder in F zusammengeprefst worden, so dafs beim Aufhören des Druckes gegen D von B aus die Spiralfeder den Theil D und alle mit ihm zusammenhängenden Theile in die Ruhelage, Fig. ι und 2, zurückwirft.
Um das Geräusch beim Schlage gegen Z wie beim Zurückschlage gegen Z'2 zu mildern, sind an beiden Punkten Leder - oder andere zweckentsprechende Einlagen eingeschaltet.
Für den Anschlag der Platten P und P1 dienen die gebräuchlichen Holzeinsätze n1 ri1 ns nl.
Zur bequemen Aufstellung des Stempelapparates ist unter den Fufs M das Stück E geschraubt, welches sich in einen entsprechenden Rahmen einschieben läfst, der auf dem Tisch befestigt ist.

Claims (1)

  1. P a tent-Anspruch:
    Ein Billetstempelapparat, bei "welchem der um die Achse y schwingende Typenhalter P, der mit ihm verbundene, um t schwingende, das Farbwerk tragende Rahmen K und der um G schwingende Billetträger D durch die Bewegung des Billetträgers D in die verschiedenen Druckstellungen gebracht und durch das Gleiten des Bogenstückes D 3 auf der Curvenbah'n J nach Erfordern festgehalten werden, während der Arm D2 eine Feder in F spannt und D gleichzeitig das innerhalb K drehbare Excenter X bewegt, wobei der mit X verbundene Farbwalzenschlitten i über die Curvenbahnen C2 C3 geführt wird, um die Farbe an der mit einem Stempelkissen bekleideten Flachem3 zu verreiben und an die Typen abzugeben.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT35862D Billetstempelapparat Expired - Lifetime DE35862C (de)

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