DE241554C - - Google Patents
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- DE241554C DE241554C DENDAT241554D DE241554DC DE241554C DE 241554 C DE241554 C DE 241554C DE NDAT241554 D DENDAT241554 D DE NDAT241554D DE 241554D C DE241554D C DE 241554DC DE 241554 C DE241554 C DE 241554C
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
— JVe 241554 KLASSE 17a. GRUPPE
HEINRICH MEYER in KÖNIGSBERG i. Pr.
Vorrichtung zur Verbindung des Reiters mit dem Sattel.
Gegenstand der Erfindung ist die in den Ansprüchen gekennzeichnete Vorrichtung zur Verbindung
des Reiters mit dem Sattel, die so gestaltet werden kann, daß bei einem Sturze
des Reiters eine selbsttätige Lösung der Verbindung eintritt.
Durch die Vorrichtung wird einem jungen Reiter ein fester, sicherer Sitz gegeben, wodurch
sich eine natürliche, ungezwungene Körperhaltung und eine ruhige Zügelführung ergibt.
Einem erfahrenen Reiter erleichtert die Vorrichtung das Mitgehen mit den Bewegungen des
Pferdes und damit die erforderliche Einwirkung auf das Pferd. Es ergibt sich eine Schonung
der Kräfte und ein größerer Erfolg bei der Ausbildung des Pferdes.
Bei Anwendung der Vorrichtung wird auch dem Pferde das Tragen des Reiters erleichtert
und es ergeben sich natürliche Bewegungen.
Die Vorrichtung besteht im wesentlichen aus einem elastischen Gürtel, den sich der Reiter
umschnallt, und der mit einer Einrichtung versehen ist, die eine Verbindung mit dem- Sattel
ermöglicht. Vorzugsweise gelangt an dem elastisehen Gürtel ein Karabinerhaken zur Anwendung,
der in einen Ring am Sattel eingehakt wird.
Wenn eine selbsttätige Lösung der Verbindung bei einem Sturze in Aussicht genommen
ist, wird der Ring am Sattel durch ein Sicherheitsschloß ersetzt, das sich bei einem Sturze
selbsttätig öffnet und den Karabinerhaken freigibt.
Auf der Zeichnung ist die Vorrichtung in zwei Ausführungsformen dargestellt.
In beiden Beispielen besteht der vom Reiter zu benutzende Gürtel aus einem Mittelstück a,
gewöhnlich aus Leder, und zwei damit verbundenen elastischen Bändern b, etwa aus
Gummigewebe o. dgl., deren Enden durch eine an sich. bekannte Schnallenverbindung miteinander
verbunden werden können. Mit dem Mittelstück α ist ein Haken, vorzugsweise ein
Karabinerhaken c, verbunden. Am Sattel ist ein Ring d angebracht. Der Reiter schnallt
sich den Gürtel so um die Hüften unterhalb seines Oberrockes, daß das lederne Mittelstück a
durch den Karabinerhaken c mit dem Ring d des Sattels verbunden werden kann.
Soll die Verbindung des Reiters mit dem Sattel bei einem Sturze sich selbsttätig lösen,
so kann die in den Fig. 3 bis 7 dargestellte Einrichtung verwendet werden.
Hier ist, wie aus der Gesamtansicht in Fig. 3 hervorgeht, der Ring d des Sattels durch ein
Sicherheitsschloß ersetzt. In dem Sattel befindet sich der gebräuchliche, quer angeordnete
Versteifungsbügel e, der in Fig. 3 punktiert angedeutet ist. Mit diesem Bügel e wird die Grundplatte
f des Schlosses durch Schrauben g verbunden. Das hintere hakenförmig gebogene
Ende der Platte f greift noch über einen eisernen Bügel h des Sattels. Die Platte f und die mit
ihr verbundenen Teile des Schlosses sind hierdurch unverrückbar und sicher mit dem Sattel
verbunden. .
An vorhandenen Sätteln brauchen zur Anbringung des Schlosses nur die beiden Löcher
für die Schrauben g in dem Bügel e hergestellt zu werden. .
Die Grundplatte f des Schlosses hat zwei Ansätze i und k, durch deren Löcher ein Bolzen I
hindurchgeht; Um den Bolzen I ist eine Hüse m
drehbar, die mit eine Gabel bildenden Schenkein η ausgerüstet ist, zwischen denen um
einen Bolzen ο ein Riegel p drehbar ist. Das vordere Ende dieses Riegels p greift in der
Schlußstellung in eine Platte q ein, die um einen Bolzen r des Ansatzes i der Grundplatte f drehbar
ist und durch eine Bügelfeder s in der Schlußlage gehalten wird. Der Karabinerhaken des
Reitgürtels greift um den . Riegel p des Schlosses, so daß der Reiter hierdurch mit
dem Sattel verbunden ist.
Bei normalem Reitbetriebe übt nun der Karabinerhaken auf den Schloßriegel p einen Zug
nach oben bzw. nach dem Körper des Reiters aus, wobei der Riegel mit seinem hinteren Ende
auf dem entsprechend ausgebildeten Ansatz k.
der Grundplatte f auf ruht (Fig. 3). Der Riegel kann sich also nach oben nicht drehen und infolgedessen
nicht öffnen. Der Karabinerhaken findet bei dieser Stellung der Teile also einen
sicheren Halt an dem Schloßriegel. Zur Sicherung gegen unerwünschtes seitliches Herunterklappen
des Riegels dient die Feder s, welche durch ihren Druck die Teile in der normalen
Stellung erhält.
Stürzt der Reiter aber seitlich ab, so wird der hierdurch entstehende Seitenzug auf den Schloßriegel p so groß, daß der Federdruck überwunden wird. Der Riegel p dreht sich mit seiner Hülse m auf dem Bolzen /, dadurch fällt die Unterstützung des Riegels p am hinteren Ende durch den Ansatz k fort und der Riegel kann sich jetzt unter Beiseitedrängung der Verschlußplatte q um seinen Bolzen 0 drehen. Durch diese Aufwärtsbewegung des Riegels p wird der Karabinerhaken frei und kann von dem Riegel p abgleiten. Fällt der Reiter nach vorn zu vom Pferde, so wird die drehbare Verschlußplatte q unter Überwindung des Druckes der Feder s von dem Karabinerhaken nach vorn gedreht, so daß der Karabinerhaken leicht zwischen dem Riegel p und der Verschlußplatte q hindurchgleiten kann.
Stürzt der Reiter aber seitlich ab, so wird der hierdurch entstehende Seitenzug auf den Schloßriegel p so groß, daß der Federdruck überwunden wird. Der Riegel p dreht sich mit seiner Hülse m auf dem Bolzen /, dadurch fällt die Unterstützung des Riegels p am hinteren Ende durch den Ansatz k fort und der Riegel kann sich jetzt unter Beiseitedrängung der Verschlußplatte q um seinen Bolzen 0 drehen. Durch diese Aufwärtsbewegung des Riegels p wird der Karabinerhaken frei und kann von dem Riegel p abgleiten. Fällt der Reiter nach vorn zu vom Pferde, so wird die drehbare Verschlußplatte q unter Überwindung des Druckes der Feder s von dem Karabinerhaken nach vorn gedreht, so daß der Karabinerhaken leicht zwischen dem Riegel p und der Verschlußplatte q hindurchgleiten kann.
Die Öffnung des Karabinerhakens wird nur so groß gewählt, daß er nicht über die Verschlußplatte
q oder über die Gabelteile η greifen kann, um ein Verfangen des Karabinerhakens und
damit ein Versagen der Sicherheitsvorrichtung zu vermeiden.
Claims (2)
1. Vorrichtung zur Verbindung des Reiters mit dem Sattel, gekennzeichnet durch
einen vom Reiter zu tragenden elastischen Gürtel, der durch eine am Sattel vorgesehene
Befestigungsvorrichtung mit dem Sattel verbunden wird.
2. Sicherheitsschloß zur Verbindung des Reiters mit dem Sattel,, gekennzeichnet durch
einen um zwei zueinander senkrechte Ebenen drehbaren Riegel (p), der in der Normalstellung
von einer federbeeinflußten Platte (q) in der Schlußlage gehalten und in dieser
' Stellung durch einen Anschlag (k) am Öffnen
verhindert wird, bei seitlichem Zug (infolge des Sturzes des Reiters) aber sich seitlich
drehen und dann nach oben ausschwingen und den Haken des Gürtels freigeben kann,
während bei Zug nach vorn (infolge Stürzens des Reiters nach vorn) durch den Zug des
Hakens die Verschlußplatte (q) nach vorn umgelegt wird, so daß der Haken den Riegel
verlassen kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE241554C true DE241554C (de) |
Family
ID=500845
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT241554D Active DE241554C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE241554C (de) |
-
0
- DE DENDAT241554D patent/DE241554C/de active Active
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