DE240540C - - Google Patents

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DE240540C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65DCONTAINERS FOR STORAGE OR TRANSPORT OF ARTICLES OR MATERIALS, e.g. BAGS, BARRELS, BOTTLES, BOXES, CANS, CARTONS, CRATES, DRUMS, JARS, TANKS, HOPPERS, FORWARDING CONTAINERS; ACCESSORIES, CLOSURES, OR FITTINGS THEREFOR; PACKAGING ELEMENTS; PACKAGES
    • B65D39/00Closures arranged within necks or pouring openings or in discharge apertures, e.g. stoppers
    • B65D39/08Threaded or like closure members secured by rotation; Bushes therefor
    • B65D39/082Bung-rings and bungs for bung-holes

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Closures For Containers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 240540 KLASSE 81 c.J GRUPPE
Gefäßverschluß mittels Tauchkörpers. Patentiert im Deutschen Reiche vom 24. April 1910 ab.
Es sind bereits Gefäßverschlüsse bekannt, bei denen ins Innere des Gefäßes ein Zylinder ragt, in dem ein an einen elastischen Balg angeschlossener Kolben beweglich ist, der einerseits unter dem im Gefäß herrschenden Druck, andererseits unter der Einwirkung des Atmosphärendruckes steht. .
Die Erfindung betrifft einen solchen Gefäßverschluß, bei welchem dieser Kolben unter der Einwirkung einer Zugfeder steht, so daß der Kolben das Bestreben hat,1 im Gefäß eine Luftverdünnung hervorzurufen. Der Verschluß kann im Spund des Behälters angeordnet sein, kann sich aber auch von diesem unabhängig an irgendeinem Teil des Behälters befinden. Ein mit einem solchen Verschluß ausgerüstetes Gefäß eignet sich sowohl zum Transport von flüssigen als auch von festen Lebensmitteln und anderen leicht verderblichen Waren, wobei die.bei Erwärmungen auftretenden Druckerhöhungen gänzlich vermieden sind, da der Zug der Feder die Überwindung der Kolbenreibung erleichtert. Da im Innern des Gefäßes ein Vakuum bzw. ein geringerer Druck herrscht als außerhalb desselben, hält der Luftdruck selbst den Verschluß dicht.
Die Zeichnung veranschaulicht den Erfindungsgegenstand im Schnitt.
Der Zylinder 10 kann in einen Stutzen 11 des Gefäßes mittels eines Dichtungsringes 12 dicht abschließend aufgesetzt werden. Im Zylinder ist ein Kolben 13 verschiebbar, der mit einem Dichtungsring 14 ausgerüstet ist. Die zum Festhalten des Dichtungsringes dienende Büchse 15 dient gleichzeitig zum Festklemmen des unteren Endes eines schlauchförmigen Balges 16, dessen oberes Ende mittels einer im Zylinder festgeschraubten Platte 17 gehalten wird. Zum Befestigen des Zylinders im Stutzen 11 dient ein in den Stutzen einschraubbare: Ring 25, der mittels Schrauben 18 oder Steckstiften 19 in seiner Lage gesichert werden kann, und der ein um ein Scharnier aufklappbares, gleichzeitig den Verschluß deckel bildendes Sicherheitsschloß 2.0 trägt. Der Kolben steht unter der Einwirkung einer Zugfeder 21 und kann mittels einer Stange 22 unter Überwindung des Federzuges in den Zylinder hineingedrückt werden. Die Stange kann mittels einer Stellschraube 23 in verschiedenen Höhenlagen festgestellt werden. Das untere Ende des Zylinders ist als ein sich verjüngender Stutzen ausgebildet, dessen Mündung mittels eines Siebes oder Filters abgeschlossen sein kann. Der den Zylinder aufnehmende Stutzen 11 des Ringes 4 besitzt Kanäle 24, die vom höchsten Punkte des den Dichtungsring 12 tragenden Sitzes mit leichtem Gefälle nach außen führen.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Vorrichtung ist die folgende:
Nachdem das Gefäß gefüllt ist, nimmt man' den Zylinder 10, kehrt ihn mit der unteren Mündung nach oben und füllt ihn, falls es sich um den Transport und die Konservierung von Flüssigkeiten handelt, mit derselben Flüssigkeit, die man im Behälter konservieren will und mit der man den Behälter schon bis nahe an die Spundöffnung angefüllt hat; dann kehrt man den Zylinder 10 rasch um und taucht ihn mit dem unteren offenen Ende in die Flüssigkeit, bis der Dichtungsring 12 auf dem Sitz auf ruht. '
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Wenn nun die Stange 22 durch die öffnung der Platte 17 hindurchgesteckt wird, so kann man mit ihr den Kolben 13 unter Oberwindung des Druckes der Feder 21 abwärts bewegen, bis die durch den Kolben verdrängte Flüssigkeit die gesamte, an den höchsten Stellen des Behälters angesammelte Luft verdrängt, so daß schließlich unter dem noch nicht dicht abschließenden Dichtungsring 12 und durch die Kanäle 24 die Flüssigkeit aus dem Behälter auszutreten beginnt. Sobald dies erreicht ist, wird mittels der Stellschraube 23 die Stange 22 in ihrer Lage festgestellt und dann durch Aufschrauben des Ringes 25 der Zylinder dicht auf seinen Sitz aufgepreßt. Wenn dann der Ring noch durch die Schraube 18 oder den Steckstift 19 in seiner Lage gesichert ist, kann nach erfolgtem Lüften der Stellschraube 23 die Stange 22 entfernt und das Sicherheitsschloß (20) nie-
ao dergeklappt und versperrt werden. Da das Schloß keinen dichten Abschluß bildet, steht die nach außen gewendete Kolbenseite unter dem Einfluß des Atmosphärendruckes. ' Der Kolben kann somit den im Innern des Behälters auftretenden Drücken jederzeit nachgeben, wobei der Dichtungsring 14 des Kolbens und der Balg 16 jede Berührung des Behälterinhalts mit der Außenluft verhindern. Falls feste Lebensmittel transportiert oder konserviert werden sollen, ist das Verschließen wesentlich einfacher. Es braucht bloß der , Kolben mit Hilfe der Stange 22 niedergedrückt zu werden, worauf der Abschluß bewirkt und die Stange herausgenommen wird. Die Feder ist dadurch sich selbst überlassen und erzeugt durch Zurückziehen des Kolbens die zur Konservierung nötige Luftverdünnung im Behälter.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Gefäßverschluß mittels Tauchkörpers, der aus einem ins Innere des Gefäßes ragenden Zylinder mit Kolben und Dichtungsbalg besteht, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben (13) unter der Einwirkung einer Zugfeder (21) steht, die vor dem Verschließen des Gefäßes mittels einer Stange o. dgl. gespannt werden kann, so daß nach erfolgtem Verschließen des Gefäßes im Innenraum desselben durch die sich zusammenziehende . Feder ein Vakuum bzw. ein stets gleichbleibender, verminderter Druck hergestellt wird. '
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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