DE240366C - - Google Patents

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DE240366C
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cadmium
zinc
sulfuric acid
lye
poussiere
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DENDAT240366D
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B17/00Obtaining cadmium
    • C22B17/04Obtaining cadmium by wet processes
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B19/00Obtaining zinc or zinc oxide
    • C22B19/20Obtaining zinc otherwise than by distilling
    • C22B19/22Obtaining zinc otherwise than by distilling with leaching with acids
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02PCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES IN THE PRODUCTION OR PROCESSING OF GOODS
    • Y02P10/00Technologies related to metal processing
    • Y02P10/20Recycling

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 240366 KLASSE 40«. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 22. Juli 1910 ab.
Vorliegendes Verfahren betrifft die Gewinnung von Zink, Cadmium und Blei aus Hüttenerzeugnissen u. dgl. mit Hilfe einer Schwefelsäure, Zink und Cadmium enthaltenden Lauge, welche in den Gas waschtürmen der Kontaktschwefelsäurefabriken gewonnen wird.
Diese Lauge entsteht bei der Berieselung der schwefligsauren Röstgase mit Wasser
ίο zum Zwecke der vollständigen Reinigung derselben und enthält, außer 25 bis 30 Prozent Schwefelsäure, die beim Rösten der Zinkblenden von den Röstgaseri mitgerissenen wert^ vollen Bestandteile, nämlich Cadmium und Zink, und zwar in einer dem Erfinder bekannten Anlage ungefähr 2 kg von jedem Metall pro TonneLauge.
Der hohe Cadmiumgehalt im Vergleich zum Zink beruht auf der größeren Flüchtigkeit des
ao beim Rösten der Zinkblenden entstehenden Cadmhimoxydes.
Diese Waschlauge ist an und für sich.wertlos, weil sie, als verdünnte Schwefelsäure betrachtet, eine bedeutende Menge Verunreini- gungen, wie Cadmium, Zink, Arsen, Antimon und Eisen enthält, welche sie zum· Verdünnen von konzentrierter Schwefelsäure ungeeignet machen. Andrerseits lassen sich diese Verunreinigungen durch Konzentration der Lauge nur zum geringsten Teile aus derselben entfernen, so daß die konzentrierte Lauge — abgesehen von den Kosten, welche die Konzentration verursacht —" immer noch ein minderwertiges Produkt bleibt, aus dem die wertvollen Bestandteile, wie Cadmium und Zink, nicht direkt und ohne große Kosten gewonnen werden können.
Nur dadurch, daß diese Waschlauge mit cadmium- und zinkhaltigen Hüttenerzeugnissen zwecks Gewinnung dieser Bestandteile verarbeitet wird, kann das in der Lauge befindliche Cadmium und Zink gewonnen und gleichzeitig die Schwefelsäure nutzbringend verwertet werden.
Man kann diese Abfallauge also z. B. zur Gewinnung von Cadmium nach dem nassen Verfahren verwenden, welches auf der bekannten Tatsache beruht, daß gelöstes Cadmium durch Zink gefällt wird.
Als Ausgangsprodukt für die Cadmipmgewinnung dient die in den ersten Stunden der Zinkdestillation sich bildende, stark cadmiumhaltige Rohpoussiere (Anfangspoussiere oder Cadmiumpoussiere genannt), welche wegen ihrer Verunreinigungen und ihres geringen Reduktionswertes als Verkaufspoussiere (Feinpoussiere) nicht in Betracht kommt. Das Lösungsmittel bildet hierbei die in der AVaschlauge enthaltene Schwefelsäure.
Nach diesem nassen Verfahren kann man das Zink fast vollständig vom Cadmium trennen, ohne daß Cadmium und Blei herausgelaugt wird, weil gelöstes Cadmium durch Cadmiumpoussiere wieder gefällt wird, während das Blei fast gar nicht von der Schwefelsäure angegriffen wird. Mari gewinnt als Endprodukte dieses Laugeprpzesses Zinksulfatlauge und ein hochprozentiges, wenige Prozent Zink
β. Auflage, ausgegeben am ιη. Man
enthaltendes Cadmiumgut, aus welchem durch einmalige, trockene Destillation mit Holzkohle ein sehr reines Cadmium erhalten wird. Das auf diese Weise, durch Versuche in größerem Maßstabe, hergestellte Cadmium enthielt weder Eisen noch Blei und im Höchstfalle 0,1 Prozent Zink, hatte also einen garantierten Cadmiumgehalt von .99,9 Prozent Cd.
Das hochprozentige Cadmiumgut kann natürlich auch zur Herstellung von reinen Cadmiumfarben Verwendung finden.
Die bei dem Laugepfozeß gewonnene Zinksulfailauge läßt sich leicht von der geringen Menge gelösten Eisens befreien und entweder direkt zur Fabrikation von Lithopone oder zur Gewinnung von kristallisiertem Zinkvitriol verwenden. Der Zinkvitriol kann auch entwässert und durch Glühen in Zinkoxyd übergeführt werden, welches wegen seiner durch das Glühen erhöhten Deckkraft eine bevorzugte Zinkweißfarbe abgibt. Die hierbei entwickelten schwefligsauren Gase lassen sich wiederum zur Herstellung von Schwefelsäure verwerten, welche durch ihre Wiedergewinuung gewissermaßen einen Kreislauf in diesem Verfahren durchmacht.
Die nach der Destillation des Cadmiums übrigbleibenden Retortenrückstände enthalten Zink und Blei, Und zwar von letzterem umsomehr, je vollkommener das Zink ausgelaugt worden ist.
Das Blei kann wegen seiner metallischen Form leicht hieraus gewonnen werden, während das Zink entweder dem Laugeprozeß unterworfen oder auf metallisches Zink im Zinkofen verarbeitet wird.
Das geschilderte nasse Cadmiumgewinnungsverfahren, unter Verwendung der Waschlauge aus den Kontaktschwefelsäurefabriken, hat gegenüber dem Verfahren, bei welchem Salzsäure als Lösungsmittel angewendet wird, den Vorteil der Gewinnung des in der Abfallauge befindlichen Zinkes, Cadmiums, der Verwertung der Schwefelsäure und demgemäß der geringeren Unkosten, dem trockenen Cadniiumgewinnungsverfahren gegenüber aber den Vorteil des höheren Ausbringens an Cadmium und der geringeren Verhüttungskosten.
Bei dem trockenen· Cadniiumgewinnungsverfahren werden nämlich infolge der staubförmigen Beschaffenheit der Cadmiumpöussiere und der mehrfachen Destillation nur etwa 60 bis 76 Prozent des aufgegebenen Cadmiums gewonnen. Nach dem geschilderten nassen Verfahren beträgt das Ausbringen von Cadmium über 85 Prozent, wie die in größerem Maßstabe ausgeführten Versuche ergeben haben.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zum Auslaugen von Hüttenerzeugnissen u. dgl., welche Zink, Cadmium und Blei als Metall oder als Oxyde enthalten, mittels Säure, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohstoffe der Einwirkung einer Schwefelsäure, Zink und Cadmium enthaltenden Lauge unterworfen werden, welche in den Gaswaschtürmen der Kontakt - Schwefelsäurefabriken gewonnen wird.
DENDAT240366D Expired DE240366C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE240366C true DE240366C (de) 1900-01-01

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ID=499733

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Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT240366D Expired DE240366C (de)

Country Status (1)

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DE (1) DE240366C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0765944A1 (de) * 1995-09-26 1997-04-02 Texaco Development Corporation Verfahren zur Entfernung von flüchtigen Metallen aus in einem Vergasungsreaktor anfallender Aschepartikeln durch eine Waschbehandlung mit Säure

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0765944A1 (de) * 1995-09-26 1997-04-02 Texaco Development Corporation Verfahren zur Entfernung von flüchtigen Metallen aus in einem Vergasungsreaktor anfallender Aschepartikeln durch eine Waschbehandlung mit Säure

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