DE662525C - Verfahren zur Herstellung eisenfreier starker Zinkchloridloesungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eisenfreier starker Zinkchloridloesungen

Info

Publication number
DE662525C
DE662525C DEI50246D DEI0050246D DE662525C DE 662525 C DE662525 C DE 662525C DE I50246 D DEI50246 D DE I50246D DE I0050246 D DEI0050246 D DE I0050246D DE 662525 C DE662525 C DE 662525C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
iron
zinc
zinc chloride
free
chlorine
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEI50246D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Hans Dohse
Dr Wilhelm Kaelberer
Dr Fritz Spoun
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by IG Farbenindustrie AG filed Critical IG Farbenindustrie AG
Priority to DEI50246D priority Critical patent/DE662525C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE662525C publication Critical patent/DE662525C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01GCOMPOUNDS CONTAINING METALS NOT COVERED BY SUBCLASSES C01D OR C01F
    • C01G9/00Compounds of zinc
    • C01G9/04Halides

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Compounds Of Heavy Metals (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung eisenfreier starker Zinkchloridlösungen Die Herstellung von Chlorzink bzw. von wäßrigien Chlorzinklösungen kann außer durch direkte Verbrennung von Zink im Chlorstrom auch aus Zinkoxyd enthaltenden Rohstoffen durch Einwirkung wäßriger oder gasförmiger Salzsäure erfolgen. Die so erhaltenen Chlorzinklbsungen sind bei Verwendung technischer Ausgangsstoffe alle mehr oder minder @eisenhaltig. Auch wenn man nach einem bekannten Verfahren eine Suspension vom. Zinkoxyd in geschmolzenem Zinkchlorid in ,einem beheizten Rieselturm einem Strom von Chlorwasserstoff oder Phosgen oder zu dessen Bildung befähigten Gemischen oder, falls fester Kohlenstoff in reaktionsfähiger Form anwesend ist, einem Strom von Chlor entgegen herabfließen läßt, erhält man zwar ein oxydfreies, ,aber bei Verwendung eisenhaltiger Rohstoffe eisenhaltiges Chlorzink. Für viele Zweige der Industrie, beispielsweise für die Herstellung elektrischer Trockenelemente oder für die Behandlung von Gespinstfasern in der Färberei, wird aber eine möglichst eisenfreie Ware gefordert, so daß die nach den erwähnten Verfahren hergestellten Chlorzinklösungen in umständlicher Weise und unter Aufwendung wertvoller Chemikalien enteisent werden müssen. Beispielsweise wird die Enteisenung dadurch bewirkt, daß man die .auf 6o' erwärmte Chlorzinklösung mit der zur Ausfällung des Eisens notwendigen Menge einer Aufschwemmung von Bariumsuperoxyd versetzt, danach filtriert -und die klare Lösung .durch Eindampfen äüf festes Chlorzink verarbeitet. Man hat auch schon vorgeschlagen, aus Zinkaschen und wäßrig-er Salzsäure unter Einblasen von Luft und Abtrennen des entstehenden eisenhaltigen Schlammes Zinkchloridlösungen herzustellen, jedoch wird auf diese Weise kein ausreichend eisenfreies Chlorzink ierhalten.
  • Es wurde nun gefunden, daß man eine große Vereinfachung und zugleich eine- erhöhte Wirtschaftlichkeit bei der Herstellung von Chlorzink aus .oxydischen Rohstoffenn erzielt, wenn man ein Gemisch ,aus Chlorwasserstoff und Chlor unter Einhaltung eines Zink-:oxydüberschusses mindestens am Schluß der Reaktion auf die zinkoxydhaltigen Rohstoffe einwirken läßt. Während einerseits zur Ausfällung des Eisens mit einem hinreichenden Zinkoxydüberschuß gearbeitet wird, und zwar zweckmäßig während der ganzen Dauer der Einwirkung, muß andererseits die anzuwendende Chlormenge so groß sein, daß alle etwa vorhandenen reduzierend wirkenden Stoffe, .wie Eisen in der Ferroform, @organische Stoffe oder reduzierende Schwefelverbindungen, zerstört bzw. oxydiert werden.
  • Die Anwendung von Gemischen aus Chlor und Chlorwasserstoff ist besonders vorteilhaft bei der Verarbeitung wasserhaltiger Zinkoxydpasten, wie sie bei der Herstellung von Hydrosulfit nach dem Zinkverfahren abfallen. Hierbei kann ohne weiteres eine etwa 60%ige eisenfreie Chlorzinklösung erhalten.. werden, während zur Aufarbeitung mit wä .1"triger Salzsäure die Paste erst getrocknet wer## -den muß und dann im günstigsten Falle nur etwa 35 o/oige Chlorzinklösungen liefert.
  • Die technische Durchführung des neuen Verfahrens kann in verschiedener Weise, insbesondere nach dem Turmverfahren,oder -nach dem Rührverfahren, erfolgen. Bei dem sog. Turmverfahren durchstreicht das Gemischaus Chlor und Chlorwasserstoff von oben kommend den in einem Turm auf Siebböden aufgeschichteteii, Zinkoxyd enthaltenden Rohstoff. Die bei der Reaktion entstehende Chlorzinklösung tropft durch den unteren Siebboden ab. Das Rührverfahren ,ermöglicht einebessere Raum-Zeit-Ausbeute und vermeidet die leicht auftretende lästige Bildung -eines Zements aus Zinkoxyd und Zinkchlorid. Bei dem Rührverfahren wird eine in einem Rührgefäß befindliche Aufschwemmung von Zinkoxyd in einer wäßrigen Zinkchloridlösung mit einem Gemisch aus Chlor und Chlorwasserstoff zur Reaktion gebracht, wobei die Temperatur bis auf über 9o° steigt. Der Chlorwasserstoff wird von der Zinkoxydaufschwemmung so l>egierig aufgenommen, daß man den beispielsweise durch Verbrennen von Chlor in Wasserstoff erhaltenen Chlorwasserstoff nicht in diese zu drücken, sondern lediglich auf bzw. über die zweckmäßig durch einen Blattrührer in Bewegung gehaltene Zinkoxydaufschwemmun.g zu leiten braucht. Meistens ist es jedoch besser, das Chlor durch einen Verteiler in die Aufschwemmung zu leiten.
  • Beide Verfahren, sbwohl das Turm= als auch das Rührverfahren, können ohne weiteres pausenlos ausgeführt werden. Die durch einen überlauf abfließende, das überschüssige Zinkoxyd suspendiert enthaltende Zinkchloridlösung wird durch Filtern oder Absitzenlassen geklärt.
  • Beispiel Eine Aufschwemmung von 300 Gewichtsteilen Zinkoxydpaste (mit einem Zinkoxydgehalt von 470/0) in 30o Gewichtsteilen Chlorzinklösung (d = 45) wird während a1/2 Stunden mit einem Gemisch von 127 Gewichtsteilen Chlorwasserstoff und etwa i o Gewichtsteilen Chlor behandelt, wobei die Temperatur auf etwa 95° steigt und etwa I70 Teile Wasser dampfförmig entweichen. Es werden mach dem Absitzen 56o Gewichtsteile, einer etwa 65 %igen Chlorzinklösung mit einem Gehalt von i # i0-5 % Eisen erhalten.
  • Wurde unter sonst gleichen Bedingungen an Stellte des Chlors' eine ratungleichle Menge Sauerstoff verwendet, so betrug der Eisengehalt der fertigen Chl-orzinklösung 16 # i0-5 %.
  • Beim Auflösen der Zinkoxydpaste in 30%iger wäßriger Salzsäure -unter gleichzeitiger Oxydation mit der zuvor angewandten Menge reinen Sauerstoffs ergab sich ein Eisengehalt von 8 bis 9 # i0-5 %, während er bei Einwirkung des Sauerstoffs in Form von Luft 13 bis 14- i o - 5 o/o betrug.

Claims (1)

  1. PATRNTANSPRU CI-I Verfahren zur Herstellung eisenfreier starker Zinkchloridlösungen aus zinkoxydhaltigen Rohstoffern, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Gemisch aus Chlorwasserstoff und einer zur völligen Oxydation reduzierend wirkender Bestandteile des Rohstoffes ausreichenden Menge Chlor unter Einhaltung eines Zinkoxydüberschusses mindestens am Schluß der Reaktion auf dien zinkoxydhaltigen Rohstoff einwirken läßt.
DEI50246D 1934-07-27 1934-07-27 Verfahren zur Herstellung eisenfreier starker Zinkchloridloesungen Expired DE662525C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEI50246D DE662525C (de) 1934-07-27 1934-07-27 Verfahren zur Herstellung eisenfreier starker Zinkchloridloesungen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEI50246D DE662525C (de) 1934-07-27 1934-07-27 Verfahren zur Herstellung eisenfreier starker Zinkchloridloesungen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE662525C true DE662525C (de) 1938-07-15

Family

ID=7192774

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEI50246D Expired DE662525C (de) 1934-07-27 1934-07-27 Verfahren zur Herstellung eisenfreier starker Zinkchloridloesungen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE662525C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH494733A (de) Verfahren zur Herstellung von p-Aminophenol
DE662525C (de) Verfahren zur Herstellung eisenfreier starker Zinkchloridloesungen
DE2700718A1 (de) Verfahren zur aufwertung einer waessrigen eisenchloridloesung zur herstellung von eisenoxidpigment und chlorwasserstoffsaeure
DE3780960T2 (de) Verfahren zur herstellung einer eisen-iii-sulfatloesung.
DE2022569B2 (de) Verfahren zur reinigung von rohem 2-mercaptobenzothiazol
DE2159127A1 (de) Verfahren zur Herstellung von hochreinem Trimangantetroxyd
DE2757069B2 (de) Verfahren zur Abtrennung von Gallium aus den bei der Herstellung von Tonerde aus siliziumreichen, aluminiumhaltigen Erzen, insbesondere Nephelinen, bei einer zweistufigen Carbonisierung anfallenden Produkten
DE955806C (de) Verfahren zur Herstellung eines basisches Chromsulfat enthaltenden Gerbsalzgemisches
DE639158C (de) Verfahren zur Herstellung von Kupfercyanuer
DE240366C (de)
DE403782C (de) Verfahren zur Darstellung von Cuprioxychloriden
DE643814C (de) Verfahren zur Oxydation von Kobaltverbindungen bzw. zum Trennen von Kobalt aus kobalt- und nickelhaltigen Loesungen
DE554572C (de) Verfahren zur Aufbereitung von zinkoxydhaltigen Materialien durch UEberfuehrung des Zinks in Zinksulfat und Auslaugen des letzteren
DE526419C (de) Verfahren zum Bleichen von Fettstoffen pflanzlicher oder tierischer Herkunft
DE1583944C3 (de) Verfahren zum Entfernen von unerwünschtem Zinkoxid aus Eisenoxidflugstaub
DE1567994A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Kaliumchlorid
DE386516C (de) Verfahren zur Erzeugung von Schwefelwasserstoff
DE813290C (de) Verfahren zur Herstellung von Ultramarin
DE362280C (de) Verfahren zur Herstellung eines Farbstoffes fuer Malzwecke
DE568239C (de) Herstellung von Chlor bzw. reiner, eisenfreier Salzsaeure
AT113103B (de) Verfahren zur Überführuug von Bleisulfat in Bleikarbonat.
DE3924796A1 (de) Gewinnung von tio(pfeil abwaerts)2(pfeil abwaerts)-konzentraten aus tio(pfeil abwaerts)2(pfeil abwaerts)-haltigen stoffen
DE1280235B (de) Verfahren zur Herstellung von Gemischen aus 4-Acetyl-4'-nitrodiphenyl und 4-Acetyl-2'-nitro-diphenyl oder von 4-Halogenacetyl-4'-nitro-diphenyl, gegebenenfalls im Gemisch mit 4-Halogenacetyl-2'-nitrodiphenyl
DE650332C (de) Verfahren zur Herstellung von Legierungen aus Blei oder Zink mit Erdalkalimetallen oder Magnesium
DE1301708C2 (de) Verfahren zur entfaerbung von bedrucktem papier