DE343263C - Verfahren zur Gewinnung von Zinn - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von Zinn

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Description

  • Verfahren zur Gewinnung von Zinn. Man hat bereits vorgesclAagen, aus zinnhaltigem Gestein Zinn durch Behandeln mit reduzierenden Gasen und trocknem Chlorgas zu gewinnen. Dieses Verfahren hat sich jedoch in der Praxis nicht bewährt, weil die während der Behandlung entstehende Reaktionswärme so groß ist, daß es praktisch unmöglich ist, in dieser Weise zu arbeiten.
  • Es hat sich nun gezeigt, daß, wenn man bei diesem Verfahren ein Ausgangsmaterial verwendet, das nicht mehr als ¢ Prozent Zinn enthält, also Zinnerze als solche und nicht Konzentrate, die entstehende Reaktionswärme innerhalb regelbarer Grenzen bleibt, so daß das Verfahren in einem eisernen Kessel ausgeführt werden kann.
  • Man läßt also nach der Erfindung trockenes Chlorgas direkt auf zinnhaltiges Gestein oder auf Rückstände, die nach der mechanischen Extraktion des Zinnoxyds aus dem Gestein nach Reduktion des Oxyds in bekannter Weise erhalten werden, ohne jede mechanische Konzentration des darin enthaltenen Zinnoxyds und Trennung desselben von der Gangart, sä rlaß ulsu die Zinnmenge nur q. Prozent oder weniger beträgt, einwirken, wobei Zinnchlorid erhalten wird, aus dem metallisches Zinn darstellbar ist. -In einer geeigneten Ausführungsform der Erfindung wird das zinnhaltige Gestein gemahlen und der Einwirkung reduzierender Gase bei geeigneter Temperatur unterworfen, um das in dem. Gestein erhaltene Zinnoxyd in metallisches Zinn überzuführen. Es wird keine mechanische Konzentration des Metalles oder Trennung desselben von der Gangart ausgeführt; vielmehr wird das ganze Material der Einwirkung trockenen Chlorgases unterworfen, wobei Zinnchlorid, das bei gewöhnlichen Temperaturen flüssig ist, erhalten wird. Das trockene Chlorgas wird zweckmäßig durch direkte Expansion wasserfreien flüssigen Chlors in -das Reaktionsgefäß erzeugt. Man ist .alsdann sicher, daß das Gas vollkommen trocken ist, und die aus der Gegenwart von Feuchtigkeit in dem Gas herrührenden Schwierigkeiten werden daher vermieden.
  • Das ,Chlorid wird aus der Masse zweckmäßig unter vermindertem Druck oder durch Blasen von Luft auf die erhitzte Masse entfernt, darauf kondensiert und in Chlorhydrat durch Auflösen in Wasser oder durch Sammeln über Wasser übergeführt. Das Zinnchlorid kann auch durch ein geeignetes Lösungsmittel, wie warmes Wasser, Dampf oder kaustische Sodalösung, entfernt werden.
  • Das Zinn kann aus dem Chlorid durch verschiedene Mittel, zweckmäßig aber durch Ersatz des Zinnes durch Zink, isoliert werden, wobei Zinn und Chlorzink in bekannter Weise erhalten werden. Zu diesem Zweck läßt man das Chlorhydrat über Zink streichen, das in Form von Drehspänen oder anderem Abfall verwendet werden kann. Das Zinn wird in schwammiger Form. erhalten. Um eine Fällung des Zinns als Oxydchlorid zu verhüten, wird die Zinnchloridlösung zweckmäßig erwärmt und durch eine Reihe von Zink enthaltende Kästen geleitet. In dem ersten Kasten der Reihe ist ein Zinnüberschuß in der Lösung, wodurch die Lösung vom Zink befreit wird. In dem letzten Kasten der Reihe ist Zinküberschuß sowohl in der Lösung wie in dem Kasten, wodurch ein zinnfreies Chlorzink erhalten wird. Die Lösung wird alsdann noch einmal benutzt, um das Chlorzink zu absorbieren und die Stärke der Lösung zu erzielen, so daß die Verdampfarbeit vermindert wird, die zur -Überführung des Chlorzinks in ein handelsfähiges Produkt erforderlich ist.
  • Das schwammige Zinn wird sorgfältig getrocknet und in Barren gegossen.
  • Der Behälter, in dem die Reaktion zwischeü dem Chlor und dem, Metall vor sich geht, kann mit einem Mantel versehen sein, durch den ein Kühlmittel zirkuliert, um annähernd - Zimmertemperatur in dem Kessel während der Reaktion aufrechtzuerhalten, wodurch die Bildung von Chloriden anderer Metalle, die in denn Erz anwesend sein können, vermieden wird, die das Chlorzink verunreinigen würden. Ein derartiges Kühlmittel gestattet die Verwendung von Buß-oder schmiedeeisernen Reaktionskesseln.
  • Vor Beginn der Reaktion fügt man, falls bei niedrigen Temperaturen gearbeitet wird, eine kleine Menge Chlorzinn (Sn C14) dem Erz vor dem Zutritt des Chlors zu.
  • Wenn man beabsichtigt, reine Zinnsalze herzustellen, so wird das Chlorzinn destilliert, wie beschrieben kondensiert und die erhaltene Flüssigkeit in jeder geeigneten .und bekannten Weise behandelt, um die gewünschten Salze in handelsüblicher Form zu gewinnen. Wenn das zinnhaltige Gestein Sulfide oder Arsenide des Eisens enthält, wird es vor dem Reduktionsprozeß zur Entfernung des Schwefels und des Arsens geröstet oder kalziniert.
  • Das beschriebene Verfahren macht nicht nur die Gewinnung des metallischen Zinns durch Verwendung von Chlorgas technisch möglich, sondern es vermeidet auch die kostspieligen und schwierigen -mechanischen Konzentrationsarbeiten, welche bis jetzt erforderlich sind, wm. ein .mehr als 6o Prozent metallisches Zinn enthaltenes Erz zu erhalten, wodurch ein einfaches und wirtschaftliches Verfahren geschaffen wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur direkten Gewinnung von Zinn aus zinnhaltigem Gestein oder Erzabfällen, die nach der mechanischen Extraktion aus dem Gestein zurückbleiben durch Behandeln mit reduzierenden Gasen und- Chlor, dadurch gekennzeichnet, daß ein Ausgangsmaterial. verwendet wird, das höchstens etwa q. Prozent Zinn enthält.
DE1920343263D 1919-12-10 1920-10-31 Verfahren zur Gewinnung von Zinn Expired DE343263C (de)

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