DE239282C - - Google Patents

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DE239282C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B2/00Lime, magnesia or dolomite
    • C04B2/02Lime
    • C04B2/04Slaking
    • C04B2/08Devices therefor

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Compounds Of Alkaline-Earth Elements, Aluminum Or Rare-Earth Metals (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 239282 KLASSE SOa. GRUPPE
ARTHUR ANKER in PARIS.
vor seiner Einlagerung.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 2. Dezember 1909 ab.
Bei der Herstellung von sogenanntem Sackkalk wird das Anfeuchten des aus dem Ofen kommenden Rohkalkes vor seiner Einlagerung in der Weise von Hand bewirkt, daß die Arbeiter den Kalk an der Lagerstelle mit Hilfe von Gießkannen oder Wasserschläuchen anfeuchten und ihn dann in Haufen von 2 bis 3 m Höhe schaufeln. Bei diesem Verfahren werden die Arbeiter gesundheitlich stark gefähr- det, und die Anfeuchtung selbst erfolgt sehr ungleichmäßig, indem die feinen Kalkteilchen zu stark, die größeren Kalkstücke dagegen zu schwach genäßt werden. Das ferner geübte Verfahren, nach dem der Kalk in Körbe ge-
*5 packt und so in Wässer eingetaucht wird, zeigt den gleichen Übelstand, indem auch hier ein zu starkes, bis zum »Ablöschen« führendes Anfeuchten der feineren Kalkteile eintritt. Den Gegenstand der Erfindung bilden ein Verfahren und eine Vorrichtung zum mechanischen Anfeuchten des Kalkes, durch die kein Bedienender gesundheitlich belästigt wird und die ein für den Betrieb vollkommen ausreichendes gleichmäßiges Anfeuchten gewährleisten.
Das Verfahren besteht darin, daß der aus dem Ofen kommende Kalk, nötigenfalls nach einer mechanisch oder sonstwie bewirkten Vorzerkleinerung, auf beliebige Weise in das sogenannte Grobe und Feine geteilt wird, von denen dann nur das erste durch mechanische und regelbare Net ζ vorrichtungen mit der für das ganze Gut erforderlichen Wassermenge angefeuchtet und darauf mit dem trockenen Feinen wieder innig vermischt und mit ihm zusammen in die Lagerhaufen geschichtet wird. Bei diesem Mischen werden die infolge ihrer gleichmäßigen Größe auch gleichmäßig durchfeuchteten Kalkstücke von dem Feinen eingehüllt, wodurch ein Wärmeverlust bei dem durch das Benetzen eingeleiteten Ablöschen des Groben vor dem unmittelbar anschließenden Aufschichten des Gemisches ganz oder doch zum größten Teile verhindert wird. Die dann im aufgeschichteten Haufen durch den Lösch-Vorgang erzeugte Wärme verwandelt das Netzwasser in Dampf, der, den ganzen Haufen durchdringend, das Feine gleichmäßig und in dem gewünschten Grade anfeuchtet.
Zur mechanischen Ausübung des Verfährens oder doch seines wesentlichsten Teiles kann die auf der Zeichnung dargestellte Vorrichtung mit Vorteil Verwendung finden.
In einer geneigten Drehtrommel α, deren Antrieb auf beliebige Weise erfolgen kann, ist in bekannter Weise ein gleichachsiger Zylinder c befestigt, der zweckmäßigerweise geringere Länge besitzt, und der nach der Erfindung auf dem vorderen Ende bis etwa zur Hälfte seiner Länge siebartig durchbrochen ist. In diesen Zylinder c ragen von der oberen Stirnseite her ein Trichter oder Rohr b und ein Wassereinspritzrohr d hinein, und zwar derart, daß das Rohr b in den siebförmigen Teil, die Spritzvorrichtung d in den undurchbrochenen Teil des Zylinders mündet. Das Eigenartige der neuen Anordnung gegenüber älteren ähnlichen Vorrichtungen besteht
darin, daß der innere Zylinder c nur auf seinem vorderen Teile siebartig durchlocht ist, im hinteren Teile aber einen undurchlässigen Mantel besitzt, und daß die Spritzvorrichtung nur in diesem undurchlässigen Teile zur Wirkung kommt. Das Zuführungsrohr b ist an eine regelbare, unter dem Kalkvorratsbehälter e angeordnete Aufgebevorrichtung f beliebiger und bekannter Bauart angeschlossen, während
ίο das Einspritzrohr d unter Einschaltung eines Absperrhahnes g mit einem Wasserbehälter h oder einer vorhandenen Wasserleitung verbunden ist. Da der Einlauftrichter b nahe dem oberen Trommelende über dem Siebe des Zylinders c mündet, so wird beim Herzuführen des Kalkes eine Trennung des Groben von dem Feinen erzielt, indem- das Feine durch das Sieb hindurchdringt und sich auf dem Boden der äußeren Trommel α ansammelt, während , die groben Kalkstücke auf dem Siebe zurückbleiben und bei der Trommeldrehung abwärts gleiten. Beim Durchwandern des undurchbrochenen Zylinderteiles werden sie dann von dem hier mündenden Einspritzrohre d angefeuchtet. Der Grad der Anfeuch-. tung läßt sich hierbei dem jeweiligen Bedürfnisse, der Beschaffenheit des Kalkes, dem Grade des Brennens o. dgl. durch Verstellung des Hahnes g anpassen, und das Verhältnis· zwischen Kalk- und Wassermenge kann dadurch in bestimmter Höhe gehalten werden, daß man in an sich bekannter Weise den Hahn g mit dem Antriebe der Aufgebevorrichtung f verbindet. Beim Verlassen des Anfeuchtezylinders c an dessen unterem Rande kommen die genügend und gleichmäßig angefeuchteten Kalkstücke mit dem noch trockenen Feinen, das inzwischen auf dem Boden der äußeren Trommel abwärts gewandert ist, wieder zusammen, und bei der gemeinsamen Weiterwanderung findet dann eine innige Vermischung der ganzen Kalkmenge statt.
An die Trommel α kann eine Fördervorrichtung beliebiger Art angeschlossen sein, die das fertig angefeuchtete Gut beim Verlassen der Trommel auffängt und der Lagerstelle zuführt, so daß die Vorrichtung vollkommen
selbsttätig arbeitet. ;
Die ganze Vorrichtung kann in bekannter Weise auf einem fahrbaren Gestell angebracht sein, so daß sie sich leicht und schnell von einem Kalkofen zum andern schaffen läßt.
An Stelle des Einlaufrohres oder Trichters b kann auch eine Fördervorrichtung treten, z. B.' ein Förderband oder ein Becherwerk. An die Trommel α kann auch eine mechanische Misch- oder Rührvorrichtung angeschlossen sein, die in solchen Fällen, wo der Mischraum der Trommel nicht ausreicht, wie z. B. beim Verarbeiten großer Mengen Kalkes, eine Nachmischung besorgt.
Es kann eine Regelung der Wassermenge auch dadurch erfolgen, daß in den Einlauf b oder an beliebiger anderer Stelle vor dem Siebe c eine selbsttätige Wage eingebaut und diese mit dem Stellteile des den Wasserzufluß regelnden Hahnes oder Ventils g so verbunden wird, daß jedesmal beim Ausleeren der Wage eine bestimmte, der abgewogenen Kalkmenge entsprechende Wassermenge zufließt.
Die Zuführung des Kalkes zu der Siebtrommel kann schließlich auch in der an sich bekannten Weise erfolgen, daß in.die ■Trommel oder in den Einlauf hinein zwei Meßgefäße mit umschaltbarem Zulaufe eingebaut werden, die abwechselnd gefüllt und unter gleichzeitiger Einschaltung des Wasserzuflusses gekippt werden. Die Umschaltung des Zulaufes und das Kippen der Meßgefäße, mit denen zweckmäßigerweise der Stellteil des Wasserabsperrhahnes gekuppelt wird, kann hierbei von dem Bedienenden oder selbsttätig durch einen Antriebteil der Vorrichtung bewirkt werden.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zum mechanischen Anfeuchten des zur Herstellung von sogenanntem Sackkalk dienenden,; aus dem Ofen kommenden Rohkalkes vor seiner Einlagerung, dadurch gekennzeichnet, daß der anzufeuchtende Kalk mittels beliebiger Siebvorrichtungen o. dgl. in Grobes und Feines getrennt wird, von denen nur das erstere angefeuchtet und dann mit dem Feinen wieder ■ vermischt wird.
2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, bestehend aus zwei konzentrischen Trommeln, von denen die äußere den Durchfall und den Austrag der inneren Siebtrommel aufnimmt, dadurch gekennzeichnet, daß sich an den siebartig durchbrochenen vorderen Teil der inneren Trommel ein voller anschließt, in dem allein die Benetzung des abgesiebten gröberen Gutes stattfindet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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