DE1956C - Verfahren und Apparat zur Vorbereitung der Chloralkalien für den hargreaves'schen Sulfat-Prozefs - Google Patents
Verfahren und Apparat zur Vorbereitung der Chloralkalien für den hargreaves'schen Sulfat-ProzefsInfo
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Description
1877.
asse 75.
JAMES HARGREAVES in WIDNES.
.- Patentirt im Deutschen Reiche vom ii. September 1877 ab·
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Behandlung von Chlornatrium und Chlorkalium,
die zur Darstellung von Natriumsulfat und Kaliumsulfat nach dem bekannten directen
Verfahren von Hargreaves und Robinson verwendet werden sollen, welches darin besteht,
dafs man schwefligsaure Gase, Luft und Wasserdämpfe bei hoher Temperatur in Chlornatrium
oder Chlorkalium leitet, wodurch das Chlor in Gestalt von Chlorwasserstoffsäure ausgeschieden
und Natriumsulfat bezw. Kaliumsulfat erhalten wird.
Die Erfindung besteht:
1. In der Einrichtung, zur Anfeuchtung der
genannten Chlorverbindungen Dampf anstatt Wasser anzuwenden.
2. In Einrichtungen, die Chlorverbindung gleichmäfsig anzufeuchten, indem man dieselbe
unter directer Zuleitung von Dampf in einem Räume in Bewegung erhält, in welchen sie vermittelst
einer archimedischen Schraube oder durch sonstige Transportmittel hineingeführt wird.
Ich wende zur Anfeuchtung der Chlorverbindung in der Praxis den Retourdampf von der Dampfmaschine
an, die ich zum Betriebe der in diesem Verfahren angewendeten Maschine benutze.
3. In Einrichtungen, um die Chlorverbindung nach dem Anfeuchten wiederum zu trocknen,
indem dieselbe auf einem, aus endlosen Ketten mit losen Platten construirten Transporteur ohne
Ende durch einen Ofen hindurch geführt wird, wobei erhitzte Gase oder Verbrennungsproducte
unter dem Transporteur ohne Ende nach demjenigen Theil des letzteren hinstreichen, auf
welchem die Chlorverbindung zuerst auf den Transporteur gebracht wird.
4. In der Vorkehrung, zu verhüten, dafs die angefeuchtete Chlorverbindung an dem Transporteur
ohne Ende beim Trocknen anklebt, indem dieser Transporteur ohne Ende mit einer
Lage trockener Chlorverbindung überzogen wird, auf der die angefeuchtete Chlorverbindung zu
liegen kommt.
5. In der Vorkehrung, zu verhindern, dafs die angefeuchtete Chlorverbindung an denjenigen
Maschinentheilen kleben bleibt, welche zum mechanischen Zusammenstampfen der besagten
Chlorverbindung beim Fortbewegen auf den Transporteur ohne Ende angewendet werden,
indem die Schicht angefeuchteter Chlorverbindung auf dem Transporteur mit einer Lage
trockener Chlorverbindung überzogen wird.
6. In der Einrichtung, die Chlorverbindung durch Anwendung von Trichtern mit geriefelten
Speisewalzen am Boden der letzteren dem Transporteur zuzuführen.
7. In Einrichtungen zum Zusammendrücken der besagten Chlorverbindung, während letztere
auf dem Transporteur ohne Ende fortbewegt wird, durch Anwendung von Stampfern, welche
durch Daumen gehoben und durch eigenes Gewicht auf die Chlorverbindung fallen. Die
Stampfer sind an verticalen Stangen befestigt und so eingerichtet, dafs sie sich beim Auffallen
auf die Chlorverbindung in der Bewegungsrichtung der letzteren mit fortbewegen,
damit sie die Oberfläche der Chlorverbindung nicht aufrühren.
8. In der Einrichtung der Ersparung von Brennmaterial zum Trocknen der Chlorverbindungen,
indem der Transporteur ohne Ende von dem Punkte an, wo er mit Chlorverbindung versorgt wird, nach dem Abgabeende zu
steigt, so dafs die heifsen Gase und Verbrennungsproducte bei diesem Transport und der
darauf ruhenden Chlorverbindung zur besseren Ausnutzung kommen.
9. In Einrichtungen zur Brennmaterialersparung und zum Abführen der Feuchtigkeit
aus der Chlorverbindung, indem die heifsen Gase und Verbrennungsproducte in dem Ofen
über den Transporteur streichen können und den Ofen unter dem Transporteur verlassen, zu
welchem Zweck der Transporteur von geringerer Weite, als der Trockenofen, gemacht wird. Zur
Ersparung von Brennmaterial werden die heifsen Gase und Verbrennungsproducte, wie sie bei
der Darstellung von Natriumsulfat und Kaliumsulfat nach dem directen Verfahren entstehen,
für das oben beschriebene Trockenverfahren verwendet.
Beschreibung der Zeichnungen.
Fig. ι ist eine Seitenansicht;
Fig. 2 ist ein Grundplan der vorstehend beschriebenen Neuerungen;
Fig. ι ist eine Seitenansicht;
Fig. 2 ist ein Grundplan der vorstehend beschriebenen Neuerungen;
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Fig. 3 zeigt die Durchleitung des Transporteurs durch den Ofen,'mit Richtungsangabe der
Zu·: und Abströmimg der' heifsen Gase.
In dem mit Deckeln' versehenen Kanal 15 arbeitet die Schnecke 14, welche die Chlorverbindung
aus dem Lagerraum in den Trichter 1 transportirt, an dessen unterem Theil zwei
Walzen XX sich in entgegengesetzter Richtung drehen und die Chlorverbindung in den Kanal 2
schaffen. In diesem Kanal wird durch eine zweite Schnecke das Material vorwärts nach
dem Ende des Kanals transportirt, von welchem ein verticaler Schlot 4 das Material in einen
abgeschlossenen Raum bringt, in dem sich der Transporteur bewegt. In den Kanal 2 mündet
das Dampfrohr 6, durch welches Dampf in das durch die Schnecke bewegte Material geführt
wird.
In dem abgeschlossenen" Raum, in welchem das Rohr 4 mündet, arbeitet der Transporteur
ohne Ende 3. Derselbe ist so aufgestellt, dafs er das Material in schräger Richtung nach der
Kammer 16 hinauftransportirt, wobei er einen Ofen 17 passirt.
Dieser Transporteur besteht aus zwei endlosen Ketten, die um die Enden der Trommeln Y
und Z gespannt sind; auf diesen Ketten ruhen kurze Platten, welche mittelst Zapfen oder
Scharnieren an den Ketten befestigt sind, so zwar, dafs sie beim Aufsteigen des Transporteurs
3 eine glatte Fläche bilden, während sie, λνεηη die Ketten um Trommel Z herumgegangen
sind, und ihre Schicht trockener Chlorverbindung abgegeben haben, nach unten hängen.
Vor dem Rohr 4 und hinter demselben ist nun je ein Trichter 7 und 10 angebracht, die
mit ihren unteren Enden in den abgeschlossenen Raum hineinragen, in welchem der Transporteur
arbeitet. Beide Trichter haben an ihrem spitzen Ende kleine geriefelte Speisewalzen, die durch
den Transporteur in Drehung versetzt werden. In die Trichter wird trockene, pulverförmige
Chlorverbindung hineingegeben. Dieselbe wird durch den Trichter 7 mittelst seiner Speisewalze
auf die Transporteurplatten vertheilt, ehe aus dem Rohr 4 Chlorverbindung zugeführt ist;
nachdem die Transporteurplatten auf diese Weise gegen Ankleben der feuchten Chlorverbindung
aus Rohr 4 verwahrt sind, bringt dieses die feuchte Chlorverbindung auf die Platten, welche
in Richtung des Pfeiles sich bewegen. Sie gehen dann unter dem Trichter 10 vorbei, der
durch seine Speisewalze trockne Masse auf die feuchte Schicht Chlorverbindung lagert; diese
letztere ist hierdurch ebenfalls gegen Ankleben an die Stampfer 12 geschützt, deren Wirkung
die gesammte Masse auf den Platten nunmehr ausgesetzt ist. Die Stampfer bestehen aus horizontalen
Hebeln, die an einem Ende, drehbar an einer Axe stecken, während an dem anderen
Ende bewegliche verticale Theile sitzen, die an ihrem unteren Ende schräge, der Steigung
des Transporteurs entsprechend gestellte Platten tragen.
Die horizontalen Hebel ruhen an passender Stelle auf Daumen, die sich mit der Welle 13
drehen und welche die Stampfer 12 abwechselnd heben und fallen lassen, so dafs die Stampfplatten
fortwährend die Schicht auf den Transporteurplatten zusammenschlagen; da die Schicht
sich mit dem Transporteur fortbewegt, so sind die verticalen Theile der horizontalen Hebel
mit den letzteren beweglich verbunden, so dafs die Stampfplatten ein kurzes Stück von dem
Transporteur mitgenommen werden können, bis· der Daumen den Hebel mit seiner Platte von
der Materialschicht abhebt. Durch diese Einrichtung wird vermieden, dafs die aus trockenem
Material bestehende Oberfläche der Schicht durch die Stampfplatten aufgerührt wird.
Nachdem der Transporteur 3 die Stampfer verlassen hat, tritt er in den Ofen 17 ein, in
dem er den gröfsten Theil seines Laufs bleibt.
In diesen Ofen werden die heifsen Gase durch passend angebrachte Oeffhungen unter
den Transporteur eingeführt und streichen durch die vertical hängenden Platten des zurückkehrenden Transporteurs in den letzteren hinein,
streichen unter den Platten entlang und Verlassen den Transporteur erst in dem oben erwähnten
abgeschlossenen Raum bei 19 in Richtung des Pfeiles.
Die Ein- und Austrittsöffnungen für den Transporteur in den Ofenraum werden durch
passend angebrachte Klappen abgeschlossen, während da, wo der rückkehrende leere Transporteur
in den Ofen zurückgeht, die vertical hängenden Transporteurplatten den Abschlufs
bilden.
Claims (4)
1. Das Anfeuchten der genannten Chlorverbindung mit Dampf, während dieselbe durch
eine Schnecke transportirt wird, in Verbin-' dung mit dem Trocknen der Chlorverbindung
auf einem endlosen Transporteur in einem durch Gase geheizten Ofenraum.
2. Das Verfahren und die dazu angewendeten,
oben näher beschriebenen und durch Zeichnung dargestellten Einrichtungen, um für
eine Schicht angefeuchteter Chlorverbindung den Transporteur vorerst mit einer Lage
trockener pulverförmiger Chlorverbindung zu bedecken, auf diese Lage die Schicht feuchter
Chlorverbindung zu bringen, und sodann die Schicht feuchter,, mit einer Schicht
trockener Chlorverbindung zu bedecken, um die feuchte Chlorverbindung nach oben oder
unten vor Anhaften zu bewahren.
3. Die Verbindung mit. den unter 2 beschriebenen Einrichtungen, die Stampfer in ihrer
. Construction und Bewegung behufs Zusammenschlagens
der angefeuchteten Chlorverbindung.
4. Die Trocknung der Chlorverbindung in einem Ofenraum,, in den heifse Gase eingeführt
werden,, während die Chlorverbindung mittelst
eines Transporteurs,, wie beschrieben, hindurchgeführt wird.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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ID=281395
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT1956D Active DE1956C (de) | Verfahren und Apparat zur Vorbereitung der Chloralkalien für den hargreaves'schen Sulfat-Prozefs |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE1956C (de) |
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- DE DENDAT1956D patent/DE1956C/de active Active
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