DE237939C - - Google Patents
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02K—DYNAMO-ELECTRIC MACHINES
- H02K27/00—AC commutator motors or generators having mechanical commutator
- H02K27/12—AC commutator motors or generators having mechanical commutator having multi-phase operation
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- Power Engineering (AREA)
- Synchronous Machinery (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Leerlaufstourenzahl eines Drehfeldkollektormotors, bei welchem die Arbeitswicklungen
des Läufers und Ständers an Spannungen liegen, ergibt sich aus der Gleichung
= co ι Η ■
wobei η die Leerlaufstourenzahl, cx> die synchrone
Tourenzahl, e2 bzw. ^1 die an der
Rotor- bzw. Statorarbeitswicklung liegende Spannung, Z1 bzw. Z2 die Drahtzahl der
Stator- bzw. Rotorarbeitswicklung und v\ einen Streuungskoeffizient bedeutet. Es ist nun
Hier bedeutet C12 den Koeffizienten der gegenseitigen
Induktion des Stators auf den Rotor, C11 den Koeffizienten der Selbstinduktion der
Statorwicklung und V1 den Streuungskoeffizienten
des Stators durch magnetischen Nebenschluß. Die Größen c12 und C11 sind von der
Wicklungsverteilung abhängig.
Während man nun bisher die Tourenzahl des Motors dadurch regelte, daß man in obenstehender
Gleichung entweder den Quotienten
-^- oder —J- änderte, soll gemäß vorliegender
C1
/i2
Erfindung die Tourenzahl durch Änderung der Größe
und zwar durch Änderung der Wicklungsverteilung einer der beiden Arbeitswicklungen,
geregelt werden. Gegenüber den bekannten Regelungsarten ergeben sich bei dieser neuen
Regelungsart wesentliche Vorteile insofern, als nicht nur Spannungstransformatoren zur Änderung
des Verhältnisses ;! in Fortfall kommen, sondern auch in bezug auf gute Kommutierung
ist dies neue Regelungsverfahren vor den übrigen ausgezeichnet. Dies soll nunmehr
näher erläutert werden.
Bei Motoren, bei welchen irgendeine Wicklungsverteilung angenommen und unverändert
beibehalten wird, ergibt sich der Übelstand, daß die Kommutierung nicht für alle eingestellten
Tourenzahlen gleich gut ist; denn bekanntlich besteht zwischen dem Feld der
Arbeitsachse und dem Feld der Erregerachse für gute Kommutierung die bekannte Beziehung
F α· η = F' c· 00. Da nun aber bei
einem Drehfeldmotor Fa stets gleich Fe ist,
so erhält man gute Kommutierung nur bei
synchronem Gang also für — = 1. Um nun
aber auch bei anderen Tourenzahlen einen funkenlosen Lauf zu erzielen, ist durch Ver-Wendung
besonderer Wendepolwicklungen dafür Sorge zu tragen, daß stets
F1, η
(Γα/,,, c-vj g5
ist. Es müßte eigentlich anstatt Fa geschrieben
werden »Ba«. = Induktion im Wendefeld.
(Fa)w soll dem Wert Ba entsprechen. Für
jede neue Tourenzahl η ist demnach eine andere Erregung des Wendepoles notwendig, und ·
es ist schwierig, die Regelung der Geschwindigkeit mit der Regelung des Wendefeldes so
zu kombinieren, daß die zugehörigen Werte gleichzeitig erreicht werden. Bei dem Verfahren
gemäß vorliegender Erfindung wird nun das Wendefeld gleichzeitig mit der Tourenzahl
durch eine einzige Handlung im zugehörigen Sinne beeinflußt, indem sowohl die Tourenzahl wie auch das Wendefeld durch
ίο die Wicklungsverteilung der Arbeitswicklungen
beeinflußt wird. Es kommt nämlich, wie gesagt, zur Erzielung funkenlosen Ganges nicht
eigentlich das gesamte Feld der Arbeitsachse in Betracht, sondern nur die in der Wendezone
herrschende Induktion dieses Feldes. ' Betrachtet man nun zwei Wicklungen verschiedener
Wicklungsweite, aber gleicher Windungszahl, so werden beide Wicklungen, wenn sie von derselben Spannung aus gespeist werden,
auch gleiche Feldstärken erzeugen. Die Wicklung kleinerer Wicklungsweite wird jedoch
eine höhere Induktion hervorrufen als die andere Wicklung. Es ist also die Wicklungsweite
z. B. der Ständerarbeitswicklung bestimmend für die Wirksamkeit des Feldes in der Wendezone. Andererseits wird die
Wicklung mit der kleineren Wicklungsweite eine größere elektromotorische Kraft im Rotor
erzeugen als die andere Wicklung, da bei gleicher Feldstärke in diesem Falle mehr
Kraftlinienschnitte erzielt werden, als wenn
das Feld über einen größeren Bogen verteilt wäre. Die Verkleinerung der Wicklungsweite
hat also eine Vergrößerung des Faktors C12
im Gefolge, gleichzeitig aber auch trotz Kon- 35 stanthaltung der Feldstärke eine Erhöhung
der Induktion in der Wendezone. Aus der Tourengleichung geht nun hervor, daß die
Vergrößerung von C12 eine Verkleinerung der
Leerlaufstourenzahl bedeutet. Für gute Korn- 40 mutierung soll nun (Fa)w ·η = Fe· eo = konstant
sein. Berücksichtigt man, daß geringe Abweichungen von diesem konstanten Werte die Kommutierung nicht wesentlich beeinflussen,
so kann man wohl sagen, daß die 45 Änderung von Fa und η im entgegengesetzten
Sinne, wie sie durch Änderung der Wicklungsweiten bewirkt wird, eine gute Kommutierung
gewährleistet, wobei aber auch gleichzeitig der eigentliche Zweck der Regelung, 50
nämlich die Änderung der Leerlaufstourenzahl erreicht wird.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Verfahren zur Regelung von Drehfeldkollektormaschinen mit Arbeitswicklungen auf dem Ständer und dem Läufer, welche beide an Spannung liegen, dadurch gekennzeichnet, daß die Regelung durch Anderung der Wicklungsverteilung einer der beiden Arbeitswicklungen erfolgt.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE237939C true DE237939C (de) |
Family
ID=497502
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT237939D Active DE237939C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE237939C (de) |
-
0
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