DE608790C - Schaltung zum Betrieb von Wechselstromkommutatorgeneratoren - Google Patents
Schaltung zum Betrieb von WechselstromkommutatorgeneratorenInfo
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-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02K—DYNAMO-ELECTRIC MACHINES
- H02K27/00—AC commutator motors or generators having mechanical commutator
- H02K27/12—AC commutator motors or generators having mechanical commutator having multi-phase operation
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- Power Engineering (AREA)
- Synchronous Machinery (AREA)
Description
Gegenstand der Erfindung ist eine Schaltung zum Betrieb von Wechselstromkomm:u<
tatorgeneratoren mit variabler Frequenz unabhängig von ihrer Drehzahl und mit Erregung
von einer besonderen Erregierstrom· quelle mit von der Drehzahl der letzteren.
abhängiger variabler Frequenz. Die Erfindung bezweckt, die Spannungsfrequenz des
Kommutatorgenerators in einfacher Weise zu
beeinflussen, und besteht darin, daß mit der Erregerwicklung des Kommutatorgenierators
Kondensatoren verbunden sind, die beispielsweise je an die beiden Außenpuribte dear Erregerwicklung
angeschlossen sein können, ig Hierdurch wird gleichzeitig ein weiterer Vorteil
dadurch erreicht, daß man die Abmessungen der Erregermaschine kleinhalten und
infolgedessen die Drehzahl der Erregerstromquelle zwecks Änderung der Frequenz leicht
ändern kann, da der Rotor der Erregerstromqüelle nur eine geringe Trägheit besitzt.
Es ist zwar bereits bei Wechselstromkommutatorgeneratoren anderer Art vorgeschlagen
worden, zur Verbesserung der Leistungsfaktoren o. dgl. Kondensatoren vorzusehen.
Diese haben aber entsprechend dem anderen Charakter der bekannten Maschinen, die mit konstanter Frequenz arbeiten, eine
andere technische Wirkung als die erfindungsgemäß vorgesehenen Kondensatoren.
In der Zeichnung ist der Gegenstand der Ei-findung in mehreren Ausführungsbeispielen
dargestellt.
Fig. ι bis 8 stellen DrehstiOmmaschinen
und Fig. 9 leine Einphasenmaschinie dar.
Bekanntlich braucht «eine Wiechselstromkommutatormaschine
nicht unbedingt mit einer besonderen Erregerwicklung versehen zu sein, vielmehr kann man letztere mit der
Arbeitswicklung kombinieren. Beispielsweise kann man den Erregerstrom den Bürsten am
Kommutator oder den Schleifringen zuführen, die mit der Rotorwicklung verbunden sind.
Die Erfindung kann sowohl in diesem Fall als auch in dem Fall Anwendung finden, daß eine gesonderte Erregerwicklung vorgesehen
ist. Im Interesse der Klarheit und zur Vermeidung unnötiger Komplikationen ist
die Erfindung nachstehend hauptsächlich an Maschinen mit gesonderter Erregerwicklung
erläutert. In den Figuren ist, soweit nichts anderes gesagt ist, nur die Erregierwicklung
gezeichnet, da die gegenseitige Lage von Arbeits- und Erregerwicklung an sich bekannt
ist. Die Erregerwicklung ist als System in Reihe geschalteter Widerstände und Induktivitäten
dargestellt, die durch die Buchstaben r, Z1 und L, L1 bezeichnet sind. Die Andeutung
von Widerständen in den Diagrammen besagt nicht notwendig, daß. Leiter mit
608700
hohen Widerstände«, 'eigens in die Stromkreise
eingeschaltet sind, sondern deutet "nur an, daß der Widerstand nicht vernachlässigt
werden kann, insbesondere dann nicht, wenn die Maschine mit sehr geringer Frequenz
oder der Frequenz Null !arbeitet.
Bei der Ausführungsform nach Fig. ι erhält der Erreger seinen Strom aus einer
Gleichstromquelle über einen Widerstand R,, ίο Bürsten und Schleifringe !S sowie rotierende
Bürsten B, die auf einem Kommutator laufen, der mit dem Anker in der üblichen Weise
verbunden ist mit dem einzigen Unterschied, daß in diesem Fall beide stationär sind.
Kommutator und Anker sind lediglich durch einen die umlaufenden Bürsten umgebenden
Ring angedeutet, wobei die Wicklung· an drei äquidistanten Punkten mit der Erregerwicklung
mittels dreier den Strom der Erregerwicklung zuführender Leitungen verbunden ist. Der Erreger ström fließt durch Widerstände/-/ und in Reihe geschailtietie Widerstände
r' und Induktivitäten Z/, die ihrerseits durch Kapazitäten C geshuntet sind. Der Erregerstrom
wird einem Zwischenpunkt jeder der drei Phasen der Erregerwicklung zugeführt,
die in dem gezeichneten Ausführungsbeispiel in Stern geschaltet sind, wobei die Teiler, L und T11L1 einer jeden Phase im
magnetischen Feld der Maschine um einen
Winkel A gegeneinander verschoben sind. Die Außenpunkte der Phasen sind durch Kapazitäten
C miteinander verbunden. Die durch den Zwischenpunkt voneinander getrennten!
Phasenteile sind miteinander magnetisch eng verkettet.
Ist die Frequenz gleich Null, so fließt durch die Kondensatoren kein Strom, und die
Selbstinduktion des Stromkreises hat keinen Einfluß, so daß in diesem Fall der Erregerstrom
lediglich durch den Ohmschen Widerstand des Kreises bestimmt ist. Beim Ansteigen
der Frequenz sucht die unvermeidliche Induktivität der Erregerwicklung den Erregerstrom
herabzudrücken. Diesem Effekt wird durch die Wirkung der Kondensatoren entgegengearbeitet. Die Kondensatoren C
sind mit der Erregerwicklung in Rieihe geschaltet,
so daß sie die von dem Erreger zu liefernde Spannung herabsetzen, während die
Kondensatoren C parallel zu ihr liegen und einen Teil des Erregerstromes liefern, also
den vom Erreger zu liefernden Strom herabsetzen. Natürlich wird, wie an sich bekannt,
diese Reduktion von Spannung und Strom so lange andauern, bis die Frequenz die sog. Resonanzfrequenz
erreicht, die von den gegenseitigen Beziehungen der einzelnen Strom.-kreiselemente
abhängt und für jeden Kondensator eine andere sein kann. Die Verbindung
der Kondensatoren kann durch aufwärts transformierende Transformatoren vorgenommen
werden, wodurch eine vollere Ausnutzung der Kondensatorwirkungen ermöglicht wird.
Die Elementgruppen f, L'', C können fortgelassen
oder hinsichtlich ihrer Anordnung geändert werden. Auch kann der Winkel A
gleich ©der verschieden von Null sein. Beispielsweise '-ist in Fig. 2 eine Ausführungsform dargestellt, die sich von der nach Fig. 1
dadurch unterscheidet, daß die Elemente /', L', C fortgelassen und die Teile r, L und
F11L1 in den !einzelnen Zweigen miteinander
in Phase sind.
Die einzelnen Stromkreisteile, 'die in den bisher beschriebenen Schaltungen in Stern
geschaltet sind, können auch in Dreieck geschaltet sein. Beispielsweise sind bei der Ausführungsform
nach Fig. 3 die Teilen, L der Erregerwicklung in Dreieck geschaltet, während
bei der Ausführungsform nach Fig. 4 die Elemente/·/, /, L' und C hu Dreieck geschaltet
sind. Oje Widerständer/ oder die
Elementgruppen /, L', C sind untereinander wieder ebenso wie in den vorhergehenden
Ausführungsbeispielen geschaltet.
Bei manchen Charakteristiken ist es wichtiger, die von dem Erreger zu liefernde
Maximalspannung zu verringern als den Maximalstrom, und in diesem Falle wird man die go
Kondensatoren C und auch die Teile rx, L1
der Erregerwicklung fortlassen. Eine derartige Schaltung, bei der die Teile T1, L1 weggelassen
sind, zeigt Fig. S, wo die Kondensatoren C die Änschlußpunkte des Erregers
überbrücken.
Bei den bisher beschriebenen Ausführungsbeispielen war eine bestimmte Art von Erregern
verwendet. Fig. 6 zeigt eine Ausführungsform mit einer anderen Erregerart. Der Erreger ist hier nach Art eines Gleichstrommotors
M ausgebildet, der außer den gewöhnlichen Gleichstrombürsten noch drei
rotierende Bürsten hat, die den Erregerstrom liefern, dessen Frequenz der Umlauf gesrihwindigkeit
der Bürsten proportional ist. Ferner stellt diese Schaltung .ein Beispiel
für die Weglassung der Elemente C3 V1, L1
dar.
Kondensatoren können' auch in Verbindung
mit anderen Vorrichtungen zur Beeinflussung der Charakteristik des Erregerstroms Verwendung
finden. Bei der Schaltung nach Fig. 7 ist z. B. die Spannung des Erregers, der den Erregerstrom, !entsprechend der Erfindung
in den Erregerkreis liefert, durch einen ,zusätzlichen Gleichstromgenerator G
verstärkt, der .mit einer unabhängigen Feldwicklung versehen ist, deren Klemmen an die
Klemmen des Erregers angeschlossen sind. iao
Verwendet man eine.passend bemessene Feldwicklung, deren Berechnung »ach an sich be-
kannten Methoden erfolgt, so kann man den durch den Erreger fließenden Strom, der im
allgemeinen mit wachsender Abgabeleistung des Erregers zu sinken sucht, konstant halten
5 oder sogar mit der Abgabeleistung anwachsen
lassen. Auf diese Weise kann die Willkür hinsichtlich der Beeinflussung der Charakteristik
von Frequenz und Erregerstrom gesteigert werden.
ίο Wie bereits oben hervorgehoben, kann die
Erfindung auch bei solchen Maschinen Verwendung finden, die keine gesonderte Erregerwicklung
haben. Eine derartigie Maschine ist in Fig. 8 dargestellt.
Es mag bemerkt werden, daß, abgesehen von den Kondensatoren C, Kondensatoren
ähnlich den Kondensatoren C zwischen Punkte der Statorwicklung geschaltet werden können
oder zwischen die Kommutatorbürsten.
ao Die Anwendung der Erfindung auf eine Einphasenmaschrae ist in Fig. 9 dargestellt,
in der Ws die Statorarbeitswicklung, Wr die
Rotiorarbeitswicklung und We die Erregerwicklung
bedeutet. Letztere ist in zwei Teile
a5 r, L "und rx, L1, ähnlich wie in den vorhergehenden
Ausführungsbeispielen, unterteilt. Die Kondensatoren C und C sowie die Induktivitäten
U und die Widerstände r' und rt' haben die gleiche Wirkungsweise wie in
den anderen Ausführungsbeispielen. Die Analogie zwischen den Anwendungen der Erfindung
auf Dreiphasen- und Zweiphasenoder Mehrphasensysteme ist so naheliegend,
daß eine eingehendere Darstellung nicht erforderlich ist.
Die beschriebenen Schaltungen sind nur Ausführungsbeispiele für die Anwendung der
Erfindung. Beispielsweise könnte der Erregerkreis unterteilt und Kondensatoren direkt
tfi oder über Transformatoren auf mannigfache
Weise in den Erregerkreis geschaltet sein. Auch in diesen Fällen ergibt sich die lerfindimgsgemäße
Wirkung.
Es ist bereits vorgeschlagen worden, 'eine
als Generator von variabler Frequenz arbeitende Wechselstromfcommutatormaschine zur
Belieferung von Induktions- und Synchronmotoren mit veränderlicher Drehzahl und für
die synchrone Steuerung der Bewegungen eines Gegenstandes aus größerer Entfernung
zu benutzen. Gerade bei der Verwendung von Kommutatormaschinen für derartige Zwecke ist die Erfindung besonders nützlich.
Claims (5)
1. Schaltung zum Betrieb von Wechselstromkomrnutatorgeneratoren
mit variabler Frequenz unabhängig von ihrer Drehzahl und mit Erregung von einer besonderen
Erregexstromquelle mit von der Drehzahl der letzteren abhängiger variabler Frequenz,
dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Beeinflussung der Spannungsfrequenzcharakteristik
des Kornmutatorgenerators und leichter Änderbarkeit der Drehzahl der Erregerstroniquelle mit der Erregerwicklung
des Kommutatorgenerators Kondensatoren verbunden sind.
2. Generator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kondensatoren je
an die beiden Außenpunkte der Erregerwicklung angeschlossen sind.
3. Generator nach Anspruch 1 mit in Stern geschalteten Erregerwicklungsphasen,
dadurch gekennzeichnet, daß, Kondensatoren (C) die Außenpunkte der
Phasen verbinden und die Stromzufuhrstellen der Erregerwicklung zwischen dem
Sternpunkt und den Außenpunkten liegen.
4. Generator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Erregerwicklung
einer jeden Phase durch den Anschluß punkt in zwei <eng miteinander magnetisch
verkettete Teile unterteilt ist.
5. Generator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß. in Reihe zur Erregerwicklung
einer jeden Phase ein Widerstand (rr) und eine Induktivität (L'), überbrückt
durch einen Kondensator (C), geschaltet sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB608790X | 1931-01-19 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE608790C true DE608790C (de) | 1935-02-02 |
Family
ID=10486238
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEJ43477D Expired DE608790C (de) | 1931-01-19 | 1932-01-15 | Schaltung zum Betrieb von Wechselstromkommutatorgeneratoren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE608790C (de) |
-
1932
- 1932-01-15 DE DEJ43477D patent/DE608790C/de not_active Expired
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