DE110260C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE110260C DE110260C DENDAT110260D DE110260DA DE110260C DE 110260 C DE110260 C DE 110260C DE NDAT110260 D DENDAT110260 D DE NDAT110260D DE 110260D A DE110260D A DE 110260DA DE 110260 C DE110260 C DE 110260C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- armature
- force
- circuits
- lines
- exciter
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 230000005284 excitation Effects 0.000 claims description 2
- 238000004804 winding Methods 0.000 claims description 2
- 230000005611 electricity Effects 0.000 claims 1
- 230000001360 synchronised effect Effects 0.000 claims 1
- 244000144992 flock Species 0.000 description 3
- 238000010586 diagram Methods 0.000 description 2
- 230000003467 diminishing effect Effects 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 230000002964 excitative effect Effects 0.000 description 1
- 230000006698 induction Effects 0.000 description 1
- 230000001939 inductive effect Effects 0.000 description 1
- 230000000149 penetrating effect Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02K—DYNAMO-ELECTRIC MACHINES
- H02K19/00—Synchronous motors or generators
- H02K19/16—Synchronous generators
- H02K19/26—Synchronous generators characterised by the arrangement of exciting windings
- H02K19/30—Synchronous generators characterised by the arrangement of exciting windings for compounding
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Power Engineering (AREA)
- Dc Machiner (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
In dem Zusatz-Patente 103627 hat die Erfinderin
eine Verbesserung ihrer Erregermaschine beschrieben, die erlaubt, diese Maschine wie
eine gewöhnliche Stromwendermaschine gehen zu lassen unter Vermeidung irgend einer
mechanischen Antriebsvorrichtung.
Seitdem ist der Erfinderin das Patent 104301
auf einen rotirenden Umformer ertheilt worden, dessen besondere Einrichtungen zweckmä'fsig
bei dieser Erregermaschine Anwendung finden können. Durch diese Anwendung lassen sich
nämlich die Schleifringe und die Bürsten beseitigen, welche dazu dienen, die zur Erregung
der Erregermaschine bestimmten Wechselströme in ihren beweglichen Theil zu senden, denn
diese Ströme brauchen alsdann nur noch feste Stromkreise zu durchlaufen, die um besondere
magnetische Gestelle gewickelt sind.
Unter diesen Bedingungen ist es bei nicht zu hoher primärer Spannung unhöthig, diese
Ströme umzuformen, bevor sie in die Erregermaschine gesendet werden, woraus sich eine
Ersparnifs an Betriebsmaterial ergiebt.
Diese Anwendung bildet den Gegenstand dieses Zusatz-Patentes.
Auf der beiliegenden Zeichnung veranschaulicht die Fig. 1 eine Vorderansicht der abgeänderten
Erregermaschine, während die Fig. 2 einen waagrechten Schnitt durch die Achse der Maschine giebt.
In diesen Figuren wurde angenommen, die Maschine wäre zweipolig.
Ihr beweglicher Theil besteht aus zwei Gleichstrommaschinenankern α und b (Fig. 2).
Die Anzahl der Abtheilungen beider Anker kann verschieden sein, und die Abtheilungen
können verschiedene Windungszahl haben. Es ist jedoch vorzuziehen, die Anzahl der Abtheilungen
gleich zu machen und allen Abtheilungen dieselbe Windungszahl zu geben. In dem Nachfolgenden ist der letzte Fall angenommen.
Diese beiden Anker sind auf derselben Achse xy befestigt. Ihre Abtheilungen sind unter
sich und mit den Stegen eines einzigen, ebenfalls auf der Achse xy befestigten Strom^
wenders cc so verbunden, wie dies das in der Fig. 3 dargestellte Schema zeigt. Die Anzahl
der Stege dieses Stromwenders ist gleich der Anzahl der Abtheilungen jedes dieser Anker.
In dem Schema ist die Zahl der Abtheilungen jedes Ankers gleich zwölf. Die Abtheilungen
des Ankers α sind durch kreuzweise schraffirte Rechtecke,. die Abtheilungen
■*) Früheres Zusatzpatent 103627.
des Ankers b durch einfach schraffirte Rechtecke
veranschaulicht.
Wie man aus diesem Schema erkennt, ist jede Abtheilung des Ankers b mit derjenigen
Abtheilung des Ankers α parallel geschaltet, die zu ihr in Bezug auf eine durch die Achse
gehende Ebene A B symmetrisch liegt.
Jede der zwölf resultirenden Abtheilungen, die so durch die Parallelschaltung von zwei
Abtheilungen erhalten sind, deren eine zum Anker a, deren andere zum Anker b gehört,
ist zwischen zwei auf einander folgende Stege des Stromwenders im Nebenschlüsse geschaltet,
ebenso als wenn es sich um eine Abtheilung handelte, die zu einem gewöhnlichen Gleichstrommaschinenanker
gehört.
Um den Anker α sind zwei Feldmagnete d
und e angeordnet, von denen jeder eine Wickelung trägt, wie der Feldmagnet einer
zweipoligen asynchronen Ein - oder Mehrphasenstrommaschine. Der oder die Stromkreise
des iFeldmagneten d sind mit den entsprechenden Stromkreisen des Ankers der Erzeugermaschine
in Reihe geschaltet. Der oder die Stromkreise des Feldmagneten e sind zwischen
die Enden derselben Stromkreise der Erzeugermaschine im Nebenschlüsse geschaltet.
Die Stromkreise der Feldmagnete d und e sind in Bezug auf einander in. derselben Weise
verschöben wie die Wechselstromkreise der beiden Ankerringe der in dem Haupt-Patente
beschriebenen Erregermaschine.
Die Querschnitte der magnetischen Stromkreise der Feldmagnete d und e müssen so
bestimmt werden, dafs Sättigung des einen oder des anderen dieser Feldmagnete eintritt,
sobald die Spannung der Erzeugermaschine oder der von ihr gelieferte Strom bestimmte Werthe
angenommen haben j wie dies in dem Haupt-Patente für die magnetischen Stromkreise angegeben
ist, worin sich die Kraftlinien entwickeln, die durch die Wechselstromkreise der
Erregermaschine erzeugt werden.
Die durch die Feldmagnete d und e entwickelten
resultirenden Kraftlinien Φ ändern sich mit dem von der Erzeugermaschine gelieferten
Strom, ebenso wie die Kraftlinien, die durch die Wechselstromkreise der Erregermaschine
des Haupt-Patentes entwickelt werden. Aber anstatt im Räume fest zu sein,
drehen sich die resultirenden Kraftlinien um die Achse xy mit der Geschwindigkeit von
α Umdrehungen in der Secunde, und die Erzeugermaschine liefert Ströme von der Wechselzahl
Cl.
Die Wirkungsweise ist folgende: In der Fig. 4 seien ρ und q zwei Stromkreise, deren
Widerstand vernachlässigt werden kann und die. dieselbe Windungszahl haben und einander
entgegengeschaltet sind. Wenn z. B. der Stromkreis ρ den Wirkungen einer magnetisirenden
Kraft unterworfen wird, die darin veränderliche Kraftlinien, wie
: 1Ij)1 = φ sin ι π ixt
erzeugt, so wird der Stromkreis q notwendigerweise
der Sitz von Kraftlinien Φ2 derart, dafs
Φ2 = — sin 2 π a t
ist. Die geringste Differenz zwischen diesen beiden Kraftlinienscharen bringt. nämlich in
dem durch die Vereinigung der Stromkreise ρ und q gebildeten Gesammtstromkreise eine
elektromotorische Kraft zu Wege, und diese erzeugt, indem sie auf einen Stromkreis wirkt,
dessen Widerstand vernachlässigt werden kann, in diesem Stromkreis einen wattlosen Strom,
der die Gleichheit der beiden Kraftlinienscharen wieder herstellt, indem er die eine
Schar vermindert, ,um die andere zu vermehren.
Nun sind aber die Anker α und b mit
einem Netze von Stromkreisen bedeckt, die dieselbe Windungszahl haben, ebenso wie die
Stromkreise ρ und q der Fig. 4 entgegengeschaltet sind und in Bezug auf eine Ebene
A B symmetrisch liegen.
Es folgt daraus, dafs jeder in dem Anker α entwickelten, veränderlichen Kraftlinienschar eine
gleiche, aber entgegengesetzte Kraftlinienschar in dem Anker b entspricht, deren Richtung in
Bezug auf die Ebene A B symmetrisch zu derjenigen der ersten Kraftlinienschar ist.
Jeder Kraftlinienschar, die sich mit der Geschwindigkeit -— in Bezug auf den Anker a
im umgekehrten Sinne der Drehbewegung dieses Ankers dreht, entspricht in dem Anker b
eine Kraftlinienschar, die sich in Bezug auf
diesen Anker mit der Geschwindigkeit
umgekehrt wie dieser Anker dreht. Diese Kraftlinienschar wird also im Räume fest sein.
Auf diese Art wird die Wirkung der inducirenden Wechselstromkreise d und e den Er^
folg haben, in dem Anker b eine im Räume feste Kraftlinienschar zu entwickeln, deren Richtung
nur von der Bewegungsphase der in den Feldmagneten d und e entwickelten resultirenden
Kraftlinien, und von der Bewegungsphase der Symmetrieebene A B abhängen wird. Die
Stärke der festen Kraftlinienschar wird gleich der Stärke der resultirenden Kraftlinienschar
sein.
Wenn die Anker α und b und folglich die Ebene A B voreilen, so wird sich die Richtung
der festen Kraftlinienschar um einen dieser Voreilung gleichen Winkel im Sinne der Bewegung der Anker verschieben, und
umgekehrt. Die Kraftlinienschar wird sich also in Bezug auf die Stromkreise, welche die
Anker bedecken, ebenso verschieben, wie die
entsprechende Kraftlinienschar der Erregermaschine des Haupt-Patentes.
Wenn die Erregermaschine einen Gleichstrom liefert, den man äufserlich mittelst der
auf ihrem Stromwender schleifenden Bürsten abnimmt, so werden sich diese Ströme unter
den beiden Ankern so vertheilen, dafs stets Gleichheit zwischen den beiden Kraftlinienseharen
herrscht, deren eine in dem Anker b, in dem Räume fest und in der Richtung der
Verbindungslinie der Bürsten gelegen, und deren andere in dem Anker α zu diesem in
Bezug auf die Ebene A B stets symmetrisch sein wird.
Endlich wird der Gleichstromfeldmagnet i des Ankers b zwei gleiche Kraftlinienscharen erzeugen,
die dem von der Erregermaschine 'gelieferten Strome proportional sind, und von denen
die in dem Anker b erzeugte in dem Räume fest sein, die andere in dem Anker α erzeugte sich
in Bezug auf diesen mit der Geschwindigkeit
— im Sinne seiner Bewegung verschieben wird.
Die in dem Anker b entwickelten Kraftlinienscharen werden also dieselben sein, wie
wenn dieser Anker mit zwei Wechselstromkreisen versehen wäre, welche wie die der
Erregermaschine des Haupt - Patentes von
Strömen mit der Wechselzahl — durchlaufen
werden, während sich dieser Anker mit der Geschwindigkeit — dreht, wobei die Phase
der Aenderungen in den Coefficienten der gegenseitigen Induction zwischen diesen Stromkreisen
und dem Gleichstromfeldmagneten voreilen und nachbleiben wird , wenn die Symmetrieebene A B selbst voreilt oder nachbleibt.
Die in dem Gleichstromkreis der Erregermaschine entwickelten elektromotorischen Kräfte
werden also dieselben sein wie die, die in dem entsprechenden Stromkreise der Erregermaschine
des Haupt-Patentes erzeugt werden. Der Anker α wird, da er der Sitz derselben
Kraftlinienscharen wie der Anker b ist, unter denselben Bedingungen arbeiten und die von
ihm gelieferten Ströme werden durch denselben Stromwender gleichgerichtet.
Da die Geschwindigkeit der die Feldmagnete d und e durchdringenden Kraftlinienscharen
zweimal gröfser ist als die Geschwindigkeit derselben Kraftlinienscharen durch den
Anker a, so wird die den Stromkreisen der Feldmagnete d und e entnommene Energiemenge
zweimal gröfser sein als die den Stromkreisen des Ankers α unmittelbar gelieferte
Energiemenge. Die Differenz dieser beiden Energiemengen wird dem 'Anker α unter der
Form mechanischer Arbeit mitgetheilt, und der Anker α verbraucht diese .Arbeit, um bei
seiner Drehbewegung den Anker b mitzunehmen.
Aus dem Vorhergehenden ergiebt sich, dafs die neue Erregermaschine genau ebenso wie
die des Haupt-Patentes ■ arbeiten wird..
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Erregung von synchronen und asynchronen, als Stromerzeuger oder -Verbraucher laufenden Wechselstrommaschinen nach Patent 91571, dadurch gekennzeichnet, dafs die Erregermaschine zwei Gleichstromanker besitzt, von denen der eine in üblicher Weise mit den Stegen eines Stromwenders verbunden ist, während die Spulen des anderen mit den zu ihnen in Bezug · auf eine durch die Achse gehende Ebene symmetrisch liegenden Spulen des ersten Ankers parallel geschaltet sind, wobei der eine Anker einen durch den vom Stromwender abgenommenen Strom erregten Hauptstromfeldmagneten besitzt, während der andere von zwei Feldmagneten mit wie bei asynchronen Ein - oder Mehrphasenstrommaschinen angeordneten Wickelungen inducirt wird, von denen die eine im Nebenschlüsse, die andere im Hauptstrome des Wechselstromnetzes der Hauptmaschine liegt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE110260C true DE110260C (de) |
Family
ID=380087
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT110260D Active DE110260C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE110260C (de) |
-
0
- DE DENDAT110260D patent/DE110260C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP0334901B1 (de) | Transversalflussmaschine in sammleranordnung | |
| DE2057073A1 (de) | Antriebssystem mit Reluktanzmotor | |
| DE110260C (de) | ||
| DE1488065B2 (de) | Gleichstrommaschine in gleichpolbauart mit supraleitender ankerwicklung | |
| DE1288679C2 (de) | Einrichtung zur messung des erregerstromes bei maschinen, deren umlaufende erregerwicklung ueber rotierende gleichrichter gespeist wird | |
| DE113552C (de) | ||
| DE104301C (de) | ||
| DE95153C (de) | ||
| DE103627C (de) | ||
| DE115533C (de) | ||
| DE220551C (de) | ||
| DE212424C (de) | ||
| DE216016C (de) | ||
| DE69159C (de) | Verfahren zur Verhütung des Aufsertrittfallens nebeneinander geschalteter Wechselstromerzeugermaschinen | |
| DE151353C (de) | ||
| AT21799B (de) | Einphasenmotor. | |
| DE97432C (de) | ||
| DE2364985C3 (de) | Induktionsgenerator | |
| DE286612C (de) | ||
| DE157704C (de) | ||
| AT39776B (de) | Wechselstromkommutatormaschine mit Querfeld und Wendespulen. | |
| DE166843C (de) | ||
| DE94992C (de) | ||
| DE105232C (de) | ||
| DE237939C (de) |