DE69159C - Verfahren zur Verhütung des Aufsertrittfallens nebeneinander geschalteter Wechselstromerzeugermaschinen - Google Patents
Verfahren zur Verhütung des Aufsertrittfallens nebeneinander geschalteter WechselstromerzeugermaschinenInfo
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- DE69159C DE69159C DENDAT69159D DE69159DA DE69159C DE 69159 C DE69159 C DE 69159C DE NDAT69159 D DENDAT69159 D DE NDAT69159D DE 69159D A DE69159D A DE 69159DA DE 69159 C DE69159 C DE 69159C
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- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02J—ELECTRIC POWER NETWORKS; CIRCUIT ARRANGEMENTS OR SYSTEMS FOR SUPPLYING OR DISTRIBUTING ELECTRIC POWER; SYSTEMS FOR STORING ELECTRIC ENERGY
- H02J3/00—Circuit arrangements for AC mains or AC distribution networks
- H02J3/38—Arrangements for feeding a single network from two or more generators or sources in parallel; Arrangements for feeding already energised networks from additional generators or sources in parallel
- H02J3/46—Controlling the sharing of generated power between the generators, sources or networks
- H02J3/50—Controlling the sharing of reactive power
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Power Engineering (AREA)
- Control Of Ac Motors In General (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Wechselstrommaschinen lassen sich auf ein gemeinsames Leitungsnetz schalten, · sobald
Sorge dafür getragen ist, dafs die Umdrehungsgeschwindigkeit einer jeden so bemessen ist,
dafs alle parallel laufenden Maschinen die gleiche Polwechselzahl haben. Die Wechselstrommaschinen
besitzen ferner die bekannte Eigenschaft, dafs sie, wenn parallel verbunden, eine gewisse regelnde synchronisirende Kraft
auf einander ausüben, welche das »Aufsertrittkommen« zu hindern sucht. Diese regelnde
Wirkung besteht im wesentlichen darin, dafs, wenn eine Maschine aus Ueberflufs an zugeführter
Kraft voreilen möchte, sie einen Strom in die zurückbleibende Maschine schickt, wobei
sie mehr belastet und die andere entlastet bezw. als Motor getrieben wird. Nun kann aber
diese regelnde Wirkung unter Umständen, namentlich bei nicht passenden Erregungen der
Maschinen, nicht immer stark genug sein, um die Maschinen mit Sicherheit im Tritt zu halten;
haben die Maschinen ungleiche Bauart oder verschiedene Sättigungsgrade des Eisens, so ist
es schwer, ja häufig unmöglich, bei wechselnder Belastung die für den synchronen Gang
günstigste Erregungsstromstärke für jede Maschine einzustellen, denn vom Augenblicke an,
wo die Maschinen zusammengeschaltet sind, hat man trotz Ablesung der gemeinschaftlichen
Spannung keinen Anhaltspunkt zum Urtheil darüber, ob und welche Maschine zu stark
bezw. zu schwach erregt ist. Trotz der synchronisirenden Kraft kann es also doch vor-.
dafs die Maschinen »aufser Tritt«
kommen,
kommen.
kommen.
Das vorliegende neue Verfahren zur Verhinderung dieser letzten Erscheinung beruht
darauf, die zwischen parallel laufenden Maschinen bestehende regelnde Kraft dadurch zu
unterstützen, dafs man für jede Maschine die passende Erregungsstromstärke für die ihr zugeführte
bezw. entnommene Leistung leicht ermittelt und herstellt.
Die Erfinderin geht dabei von folgenden Betrachtungen aus. Arbeitet eine Maschinenanlage
auf ein inductionsfreies Leitungsnetz, so tritt keine Verschiebung der Phasen zwischen
dem in die Leitung fliefsenden Gesammtstrome und der Spannung ein. Haben nun die einzelnen
Maschinen auch die für die Kraftzufuhr zu jeder passende Erregung, so tritt bei denselben, einzeln betrachtet, auch keine Phasenverschiebung
zwischen Strom und Spannung ein. Ist aber eine der Maschinen zu stark oder zu schwach erregt, so.tritt aufser dem in das
Leitungsnetz fliefsenden Strome noch ein gewisser Betrag von Regelungsstrom zwischen
den Maschinen dazu. Es wird dann der Strom bei der einen Maschine gegen die gemeinschaftliche
Spannung wegen der Selbstinduction etwas zurückbleiben sbezw. der der anderen
Maschine demgemäfs voreilen. Diese Phasenverschiebung lä'fst sich leicht entdecken, indem
man eine nach Art eines zweiphasigen Drehstrommotors gebaute Anzeigevorrichtung so einschaltet,
-dafs: die eine Spule derselben im
(2. Auflage, ausgegeben am /5. Februar jgoo.l
Hauptstrom der Maschine, die andere Spule im Nebenschlüsse hierzu liegt (s. Figur). Diese
Vorrichtung zeigt durch Drehung oder Ablenkung des Ankers nicht nur eine gröfsere
oder kleinere Phasenverschiebung zwischen Strom und Spannung der Wechselstrommaschine,
sondern auch, je nach Richtung der Ablenkung, ob der Strom in der Phase zuückbleibt oder voreilt. Entsprechend diesen
Drehungen oder Ablenkungen kann man also sehen, welche Maschine in der Anlage bezüglich
ihrer Erregung zu stark oder zu schwach ist. Man regell demnach jede so lange, bis sämmtliche
Phasenzeiger möglichst auf Null stehen. Dann wird die synchronisirende Kraft der Maschinen
am wenigsten in Anspruch genommen, weil dieselben dabei so arbeiten, wie wenn sie einzeln
wären und jede Maschine so viel Strom leistet, als der Kraftzufuhr bei der gegebenen
Geschwindigkeit und Erregung entspricht.
Ist das äufsere Leitungsnetz nicht inductionsfrei, indem z. B. Umformer zu speisen sind,
dann tritt eine allgemeine Phasenverschiebung zwischen Strom und Spannung ein und werden
daher in der Maschinenanlage alle Phasenzeiger abgelenkt. Dies stört keineswegs die
beschriebene Art der Beobachtung, welche Maschine zu viel oder zu wenig erregt ist, da
man nur die Gröfse der Ablenkungen der einzelnen Phasenzeiger zu vergleichen braucht.
Der ungezwungenste, die synchronisirende Kraft nicht beanspruchende Zustand ergiebt
sich dann, wenn sämmtliche Maschinen die gleiche Phasenverschiebung zwischen Strom
und Spannung besitzen; diese Verschiebung ist gleich der im ganzen Netze herrschenden und
würde auch bestehen, wenn die Maschinen nicht parallel verbunden wären.
Anstatt nach Mafsgabe der Ablenkungen der Phasenzeiger die Erregungen der Maschinen
mit der Hand nachzustellen, kann man dies auch, selbstthätig durch die Phasenzeiger bewirken.
So läfst sich z. B. der als Phasenzeiger dienende Drehstrommotor mit der die
Erregung regelnden Kurbel des Widerstandskastens kuppeln. Diese Kurbel wird sich dann
so lange nach rechts oder links drehen, bis die Phasenverschiebung unter eine bestimmte Grenze
gekommen ist.
Zum Schlufs mag noch bemerkt werden, dafs das beschriebene Verfahren naturgemäfs
für alle Wechselstrommaschinen ohne Unterschied der Anzahl ihrer Stromkreise anwendbar
ist, also auch für sogen. Mehrphasenmaschinen.
Claims (2)
1. Das Verfahren, zur Verhütung des Aufsertrittfallens
neben einander geschalteter Wechselstromerzeugermaschinen die Stärke
der einzelnen getrennt erregten magnetischen Felder der Maschinen unabhängig von einander
nach den Angaben von in die einzelnen Maschinenstromkreise geschalteten Phasenanzeigern so zu regeln, dafs die
Phasenverschiebung zwischen Strom und Spannung bei allen Maschinen die gleiche ist.
2. Bei- dem unter i. gekennzeichneten Verfahren
die Einschaltung von Phasenanzeigevorrichtungen bei jeder Maschine in der
Weise, dafs die eine der beiden Spülen des Phasenzeigers hinter einander mit dem
Maschinenstrome, die andere in Abzweigung hiervon geschaltet ist und diese Spulen auf
einen Anker drehend oder ablenkend wirken, sobald ein Phasenunterschied der
Ströme in den beiden Spulen vorhanden ist.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE69159C true DE69159C (de) |
Family
ID=342649
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT69159D Expired - Lifetime DE69159C (de) | Verfahren zur Verhütung des Aufsertrittfallens nebeneinander geschalteter Wechselstromerzeugermaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE69159C (de) |
-
0
- DE DENDAT69159D patent/DE69159C/de not_active Expired - Lifetime
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