DE94992C - - Google Patents
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- Synchronous Machinery (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Der Hauptnachtheil bei asynchronen Maschinen, gleichviel, ob sie als Stromerzeuger
oder als Slromempfänger verwendet werden, liegt in der Art und Weise ihrer Erregung.
Diese Erregung mufs mit Hülfe von Wechselströmen geschehen. Der Widerstand, welcher
sich den Wechselströmen entgegenstellt, mufs durch eine scheinbare Arbeit überwunden werden,
welche weit gröfser ist als diejenige Arbeit, welche der durch die Wechselströme
in den Leitern entwickelten Wärme proportional ist. Wenn diese scheinbare Arbeit durch eine
Stromerzeugungsmaschine geleistet werden soll, so wird der Wirkungsgrad dieser Maschine
sehr verringert. Soll die Arbeit durch eine besondere Erregermaschine geliefert werden,
die mit jeder der Haupt-Dynamomaschinen gekuppelt ist, sei es z. B. durch einen synchronen,
übererregten Motor, dessen Ankerwickelung zwischen den Klemmen der inducirenden Wickelung der Dynamomaschine
in Nebenschlufs geschaltet ist, so findet man, dafs diese Erregermaschine ähnliche Abmessungen
haben mufs wie die Hauptmaschine, mit welcher sie in Verbindung steht. Soll die Arbeit
durch eine Condensatorbatterie geliefert werden, so stellt sich heraus, dafs die Herstellungskosten
derselben unverhältnifsmäfsig hohe sind, so dafs ihre Anwendung keinen Vortheil bietet:
In allen eben betrachteten Fällen müssen die Amperewindungen, welche zur Erzeugung der
Kraftlinien dienen, die die magnetischen Stromkreise der Haupt-Dynamomaschine durchfiiefsen
sollen, von der inducirenden Wickelung jener Maschine erzeugt werden, d. h. von demjenigen
der Stromkreise, der zwischen die Enden des Leitungsnetzes geschaltet ist.
Bezeichnet man mit -=- die Wechselzahl
der durch die Leitung zugeführten Ströme oder der in die Leitung durch die Dynamomaschine
gesendeten Ströme, so wird die Wechselzahl der Kraftlinien in der, inducirenden Wickelung
der Maschine auch gleich -=- sein und diese
Kraftlinien müssen selbst durch Ströme von der Wechselzahl -=■ erzeugt werden.
Nun aber wächst das Verhältnifs der scheinbaren Arbeit zur wirklichen Arbeit, welches
vorhanden sein mufs, damit ein bestimmter Stromkreis von einem Strom von gleichfalls
bestimmter Stärke durchflossen wird, schnell mit der Wechselzahl dieses Stromes, und die
Wechselzahl -~ ist in der Praxis stets grofs.
Aber die Wege, welche die Kraftlinien in einer asynchronen Dynamomaschine verfolgen,
gehen ebensowohl durch die inducirten Stromkreise als durch die inducirende Wickelung
der Maschine. Hierbei ist es von geringer Wichtigkeit für die Erzeugung dieser Kraftlinien
, ob die nothwendige magnetisirende Kraft durch die Amperewindungen der inducirenden
Wickelung oder durch die in-
ducirten Stromkreise der Maschine entwickelt wird.
Es ist bekannt, dafs, wenn man mit 2 η die Polzahl einer asynchronen Maschine und mit W
die Umdrehungsgeschwindigkeit bezeichnet, die Wechselzahl der durch die inducirten Stromkreise
gehenden Kraftlinien nicht mehr —r>
sondern ,-=- — κ ω ist, und dafs, wenn eine solche
Dynamomaschine sich unter normalen Betriebsverhältnissen
befindet, die Wechselzahl
-=- — η w ungefähr 50 mal kleiner als die
Wechselzahl
ist.
Hieraus ergiebt sich, dafs, wenn man durch die inducirten Stromkreise einer asynchronen
Dynamomaschine und nicht mehr durch ihre inducirende Wickelung die zu ihrer Erregung
nothwendigen Ströme hindurchsendet, das Verhältnifs der scheinbaren Arbeit zu der wirklichen
Arbeit sehr nahe gleich der Einheit ist, da diese Ströme stets eine sehr niedrige Wechselzahl
haben würden.
Hat man ein solches Ergebnifs erreicht und können noch die nöthigen Erregerströme durch
eine Erregermaschine erzeugt werden, deren Abmessungen zu der Gröfse der zu liefernden
scheinbaren Arbeit einfach proportional und unabhängig von der Wechselzahl der zu erregenden
Ströme ist, so würde das Erregermaterial , welches mit einer asynchronen, als
Stromerzeuger oder Stromempfänger arbeitenden Dynamomaschine zu kuppeln wäre, keine verba'ltnifsmäfsig
wichtigere Rolle spielen als die Gleichstrom-Erregerniaschine, welche man mit
jeder S}'nchronen Dynamomaschine kuppelt.
Dieses ist die Aufgabe, welche die Erfinderin lösen will. Die technischen Mafsnahmen,
welche zur Lösung dieser Aufgabe führen, bilden den Gegenstand der vorliegenden Erfindung.
. Damit die inducirten Stromkreise einer asynchronen Dynamomaschine die zur Erregung
der letzteren nothwendigen Kraftlinien erzeugen können, ist es nöthig und genügt es, dafs die
Stromkreise im Stande sind, ein Drehfeld von passender Stärke zu erzeugen, welches im Verhältnis
zu den inducirten Stromkreisen eine relative Umdrehungsgeschwindigkeit von der
Gröfse —
η
η
— η cm
hat.
In der That ist, wenn die relative Umdrehungsgeschwindigkeit
der inducirten Stromkreise zu den inducirenden Wickelungen gleich ω
ist, die relative Geschwindigkeit des .Drehfeldes zu der inducirenden Wirkung gleich der algebraischen
Summe beider oben betrachteter Geschwindigkeiten, also gleich:
nw \ =
nT
Da aber die Maschine in Pole hat, so ist dies ■· genau die Geschwindigkeit,, welche im
Verhä'Itnifs zur inducirenden Wickelung ein gewöhnlicher Feldmagnet haben mufs, der
durch einen Gleichstrom erregt wird, um darin eine elektromotorische Kraft von der Wechsel-.
zahl -=- zu erzeugen.
Damit die inducirten Stromkreise im .Stande sind, ein solches Drehfeld zu erzeugen, müssen
ihrer wenigstens zwei vorhanden sein. In diesem Fall müssen sie von einander geometrisch
um einen Winkel von der Gröfse
verschieden sein und von Strömen von
der Stärke
J, = a sin 2
J2 = a ■ cos · 2 π
ι
Ψ
Ψ
nw I t
ηω
durchflossen werden, wobei α einen genügend
grofsen Werth besitzt, um die Erzeugung der nöthigen Kraftlinien zu sichern.
Es sei mit r und / der Widerstand und der Coefficient der Selbstinduction eines jeden dieser
beiden inducirten Stromkreise bezeichnet.
Der Grundgedanke der Erfindung besteht nun darin, diese beiden Gröfsen auf künstliche
Art nahezu gleich Null zu machen.
Würde man dies erreichen, so würde eine sehr kleine elektromotorische Kraft genügen,
um durch diese Stromkreise Ströme von der Stärke I1 und L2 hindurchfliefsen zu lassen.
Bezeichnet man mit h den Maximalwerth jener elektromotorischen Kraft, so hat man:
= a \/ r2 + 4 π2 I -ψ — M J
Γ2.
Ist diese elektromotorische Kraft wesentlich gleich Null gemacht, so ist kein Hindernifs
mehr vorhanden, um sie durch die Induction der inducirenden Wickelung auf die inducirten
Stromkreise zu erzeugen. Da die inducirende Wickelung in diesem Fall nur Kraftlinien von
zu vernachlässigender Stärke zu entwickeln braucht, so könnte die scheinbare Arbeit, die
an ihren Klemmen frei werdon müfste, um die Entwickelung dieser Kraftlinien zu veranlassen,
ebenfalls vernachlässigt werden.
Man kann jedoch die Stärke des Erregerstrom.es der inducirenden Wickelung in zwei
Componenten zerlegen. Die eine der Componenten wird Wechsel von derselben Phase
wie diejenigen der zwischen den Klemmen der inducirenden Wickelung erzeugten elektromotorischen
Kraft haben. Dieser Stromtheil wird eine Kraftmenge verbrauchen, welche der in den inducirten Stromkreisen erzeugten Wärmemenge
äquivalent ist. Sein Vorhandensein hat einfach den Zweck, den inneren Arbeitsstrom
zu vermehren, der durch die Dynamomaschine selbst aufgebraucht wird, wenn sie als Stromempfä'nger
dient, oder den von ihr gelieferten inneren Arbeitsstrom zu verringern, wenn sie
als Stromerzeuger arbeitet. Da diese Arbeit auf irgend eine Weise geliefert werden mufs,
so hat es keinen Werth, den Widerstand r auf künstliche Weise zu verringern, was nur
dadurch geschehen könnte, dafs man auf irgend eine Weise Arbeit ausgiebt. Die Wechsel
der anderen Componente des Erregungsstromes werden um Y4 Periode mit Bezug auf diejenigen
der elektromotorischen Kraft, die zwischen den Klemmen der inducirenden Wickelung
aufrecht erhalten wird, verschieden sein. Soll diese Componente gleich Null gemacht
werden, so mufs man auf künstliche WTeise den Coefficienten der Selbstinduction / jedes
der inducirten Stromkreise der Dynamomaschine gleich Null machen.
Man gelangt so zu folgendem, Schlufs:
Die an den Klemmen einer asynchronen, als Stromempfänger angewendeten Dynamomaschine verfügbare scheinbare Arbeit ist gleich der wirklichen von ihr aufgebrauchten Arbeit und die Stärke des Erregungsstromes, den man durch ihre inducirende Wickelung schicken mufs, um die Maschine als Stromerzeuger anzuwenden, wird gleich Null sein, wenn in beiden Fällen der Coefficient der Selbstinduction jedes . ihrer inducirten Stromkreise auf künstliche Weise gleich Null gemacht ist.
Die an den Klemmen einer asynchronen, als Stromempfänger angewendeten Dynamomaschine verfügbare scheinbare Arbeit ist gleich der wirklichen von ihr aufgebrauchten Arbeit und die Stärke des Erregungsstromes, den man durch ihre inducirende Wickelung schicken mufs, um die Maschine als Stromerzeuger anzuwenden, wird gleich Null sein, wenn in beiden Fällen der Coefficient der Selbstinduction jedes . ihrer inducirten Stromkreise auf künstliche Weise gleich Null gemacht ist.
Die Erfinderin hat zu diesem Zweck schon vorgeschlagen, die inducirten Stromkreise auf
Condensatoren zu schliefsen; diese Anordnung erlaubt jedoch nicht, aus der grofsen Verminderung
der scheinbaren Arbeit, die nöthig ist, um das Fliefsen der Erregungsströme zu bewirken,
Vortheil zu ziehen. In der That wird die Wec-hselzahl dieser Ströme in demselben
Verhältnifs vermindert und alle sonst gleichen Umstände, die Abmessungen eines Condensators,
welcher fähig ist, eine bestimmte scheinbare Arbeit zu liefern, sind der Wechselzahl der
Ströme, welche ihn durchfliefsen sollen, umgekehrt proportional. Man könnte hier auch
nicht die Wirkung eines Condensators durch diejenige eines synchronen übererregten Motors
ersetzen. Letzterer würde in der That praktisch Ströme liefern, deren Wechselzahl zwischen
ι und 2 liegt. Ein solcher Motor könnte nur sehr schlecht ausgenutzt werden.
Die Erfinderin ist nun bestrebt gewesen, einen Apparat zu schaffen, der, trotzdem er
fähig ist, dieselben elektromotorischen Kräfte wie ein Condensator zu entwickeln, Abmessungen
hat, welche für eine bestimmte zu leistende scheinbare Arbeit von der Wechselzahl der
Ströme unabhängig sind.
Nitpmt man eine Gleichstrommaschine für die Erzeugung des Erregerstromes als vorhanden
an, deren Ankerwickelung einen zu vernachlässigenden Coefficienten der Selbstinduction
besitzt und deren Feldmagnet durch einen Wechselstrom erregt wird, so wird die durch
die Drehung des Ankers zwischen den Bürsten entwickelte elektromotorische Kraft dieselbe
Wechselzahl haben wie der inducirende Strom. Die wirksame Gröfse dieser Kraft wird nur
von der Constructionsart der Maschine, ihrer Umdrehungsgeschwindigkeit und der Stärke des
wirksamen Stromes abhängen; sie wird von der Wechselzahl dieses Stromes unabhängig
sein. Die Abmessungen einer solchen Maschine zur Hervorbringung einer bestimmten scheinbaren
Arbeit sind also unabhängig von der Wechselzahl der Ströme, welche sie durchfliefsen,
und sind klein, wenn diese scheinbare Arbeit klein ist.
Es wird also zur Erreichung des gesteckten Zieles genügen, jeden der inducirten Stromkreise
eines asynchronen Wechselstrommotors auf die Ankerwickelung einer solchen Maschine
zu schliefsen und ihre Feldmagnete passend zu, erregen. Es soll an einem Beispiel gezeigt
werden, wie diese letztere Aufgabe in einfacher Weise gelöst werden kann.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist in Fig. ι eine einphasige asynchrone Wechselstrommaschine
dargestellt; der Anker dieser Maschine ist als beweglich angenommen und mit A A
bezeichnet. Der einzige durch die verschiedenen Spulen gebildete Stromkreis des Ankers
ist zwischen zwei auf der Achse des Ankers sitzende Ringe C geschaltet. Auf den Ringen C
schleifen zwei feste Bürsten B, die den von dem Anker gelieferten Strom abnehmen, wenn
die Maschine als Stromerzeuger dient, bezw. den nöthigen Strom in den Anker hinein
leiten, wenn die Maschine als Stromempfänger angewendet wird.
Die inducirten Stromkreise sind fest. Im vorliegenden Falle sind zwei solcher Stromkreise
angenommen, die der Kürze wegen in Nachstehendem mit Sinusstromkreis und Cosinusstromkreis
bezeichnet werden sollen. Die Spulen, welche den Sinus- und den Cosinusstromkreis
bilden, stehen in regelmäfsig abwechselnder Reihenfolge, wie dies aus Fig. ι zu ersehen ist.
. Ferner sind die Spulen jedes Stromkreises so gewickelt, dafs sie in demselben Augenblick
abwechselnd positive und negative Pole darbieten (Fig. i). Die Spulen des Sinuskreises
sind mit S und die des Cosinuskreises rait C
bezeichnet. Diese Buchstaben sind mit den Vorzeichen »-j-« oder »-—■« versehen, um dadurch
die Art der Pole zu bezeichnen, welche die Spulen in einem bestimmten Augenblick
aufweisen.
Die Fig. 2 und 3 stellen die Erregermaschine dar, welche mit der eben beschriebenen Wechselstrommaschine
gekuppelt werden soll.
Die Erregermaschine besteht aus zwei in besonderer Weise angeordneten, aber sonst gleichartigen
Gleichstrommaschinen. Ihre Anker sitzen auf einer gemeinschaftlichen Welle (Fig. 3) und
werden durch denselben Antrieb in Umdrehung versetzt.
Es sei \rorausgesetzt:
1. dafs die Anker dieser Maschinen durch einen gewöhnlichen Gramme'schen Ring a a
gebildet werden. Einer der Ringe ist in Fig. 2 in Seitenansicht und in Fig. 3 im Schnitt dargestellt;
sie sind beide mit Stromwendern O O versehen, auf denen die um i8o° versetzten
Bürsten schleifen;
2. dafs die Feldmagnete ebenfalls durch Ringe MM nach dem Gramme'schen System
gebildet werden, die zu den Ankern concentrisch angeordnet und mit zwei gesonderten
Wickelungen belegt sind. Die Hälfte der Abtheilungen des Ringes MM ist in Fig. 2 im
Schnitt dargestellt worden, um die beiden Spulen, aus denen jede Abtheilung besteht, erkennen
zu lassen.
In: gewöhnlicher Weise ist jede Spulenreihe unter sich geschlossen. Der Ring MM ist
so mit zwei besonderen Wickelungen nach Gr amme'scher Art bedeckt.
Die eine dieser Wickelungen wird dazu dienen, die inducirenden Kraftlinien zu erzeugen.
Zu diesem Zweck ordnet man die Eintrittsund Austrittspunkte des Stromes in einer Linie
an, welche mit der durch die Berührungspunkte der Bürsten gehenden Linie einen Winkel von
900 bildet (Fig. 4).
Die Eintritts- und Austrittspunkte des durch die zweite Wickelung gebildeten Stromkreises
hingegen ordnet man in der Linie der Bürsten an (Fig. 4).
Der so gebildete Stromkreis mufs genau dieselbe Anzahl von Windungen haben wie der
Anker und wird mit letzterem in Reihe geschaltet. Diese Anordnung geschieht derart,
dafs die von dem Stromkreis in der Längsrichtung der Linie der Bürsten entwickelten
Pole im Gegensatz zu den durch den Anker entwickelten Polen stehen. Der Anker kann
von nun ab keine Kraftlinien hervorbringen und verhält sich daher, als ob sein Coefficient
der Selbstinduction gleich Null wäre.
Das Schema der Fig. 5 veranschaulicht, wie die inducirenden Stromkreise der Wechselstrommaschine
und die verschiedenen Stromkreise der Erregermaschine unter sich verbunden sind.
Der Sinusstromkreis S der Wechselstrommaschine ist mit dem inducirenden Stromkreis
Ic der einen der erregenden Dynamomaschinen und mit dem Anker As der anderen
Dynamomaschine in Reihe geschaltet. Dieser Sinusstromkreis begreift zu gleicher Zeit den
Stromkreis Js mit ein, welcher die Aufgabe hat, den Coe'ffkienten der scheinbaren Selbstinduction
des Ankers As gleich Null zu machen.
Der Cosinusstromkreis C der Wechselstrommaschine ist mit dem inducirenden Stromtheil
Is der einen der Erreger - Dynamomaschinen und mit dem Anker Ac der anderen
dieser Dynamomaschinen in Reihe geschaltet; zu dem Cosinusstromkreis gehört gleichzeitig
auch der Stromkreis Jc, dazu bestimmt, den Coefficienten der scheinbaren Selbstinduction
des Ankers A c gleich Null zu machen.
Unter diesen Umständen, da die Wechselstrommaschine in diesen beiden inducirten
Stromkreisen Ströme erzeugt, die um x/4 Periode
zu einander verschoben sind und die die Erfinderin Sinusstrom und Cosinusstrom nennen
will, erhellt, dafs der von dem Sinusstrom durchflossene Anker der Erregermaschine durch
den Cosinusstrom erregt wird und umgekehrt. Andererseits haben der Cosinus - und der
Sinusstrom dieselbe wirksame Stärke.
Hieraus folgt, dafs die durch die Erregermaschine in jedem der inducirten Stromkreise
erregten elektromotorischen Kräfte den wirksamen Stärken derjenigen Ströme, welche diese
Stromkreise durchfliefsen, proportional und im Verhältnifs zu diesen Kräften um Y4 Periode
verschieden sind.
Indem man den Sinn der inducirenden Wickelungen Ic und Is passend wählt, kann man
es so einrichten, dafs diese elektromotorischen Kräfte den.Stromstä'rken voraus sind.
Somit ist also der erstrebte Zweck erreicht.
Es wurde bisher vorausgesetzt, dafs es sich um eine einphasige Wechselstrommaschine handelt.
Aber alles, was bisher gesagt worden ist, ist von der Art der Beschaffenheit der inducirenden
Wickelung dieser Wechselstrommaschine unabhängig und pafst unmittelbar für den Fall, wo diese inducirende Wickelung
Mehrphasenströme von beliebiger Anzahl hervorbringt oder empfängt. Man kann also den
Anker AA mit Einphasenstrom (Fig. 1) durch irgend einen Anker mit Mehrphasenstrom ersetzen.
Es wurde ferner vorausgesetzt, dafs die Wechselstrommaschine gleichfalls mit zwei inducirten
Stromkreisen ausgerüstet ist. Die Anzahl jener Stromkreise kann aber auch beliebig
sein, man mufs dann jedoch ebenso viel besondere Erregermaschinen anordnen, als in der
inducirenden Wickelung besondere Stromkreise vorhanden sind.
Angenommen, es seien drei inducirte Stromkreise vorhanden. Letztere müssen dann bezw.
durch Ströme von den Stärken
= a · sin 2 π
J1, ζ= a ■ sin 2 π
ι .
-= — η ω \ t
IY ι \ 2 Ί
js ζ= α ■ sin 2 π Ι -ψ — nw I ί -j
durchflossen werden. :
Zur ' Lösung der ., vorliegenden Aufgabe ist es nöthig, dafs die Erregermaschine, deren
Anker durch den Strom von der Stärke
= a ■ sin 2
I ,
durchflossen wird, durch einen Strom von der Stärke
= α cos ■ 2 7Γ
— nw
erregt wird.
Obwohl die Erfinderin nicht mehr einen
solchen Strom, sondern zwei Ströme oder
■=. a ■ sin 2 π
-=■ — η w I t 4- ■—
1 J 3
1 J 3
und J3 = a ■ sin 2 π \\-= —
anwendet, so kann dasselbe Ergebnifs dennoch mit derselben Leichtigkeit erreicht werden.
In der That, wenn N die Anzahl der Windungen jeder Spule des inducirenden Stromkreises
ist, den man durch einen Strom von der Stärke
I1 = a · cos 2 π
— η w
Ni1 =nx durchfliefsen lassen kann, so kann man jede
dieser Spulen durch zwei über einander angeordnete Spulen ersetzen, die bezw. W1 und M2
Windungen haben und durch die man Ströme von den Stärken j.2 und j3 fliefsen läfst, die
natürlich zur Verfügung stehen.
Die gesammte durch diese beiden Spulen entwickelte magnetisirende Kraft, die durch
die einzige Spule mit JV Windungen hervorgebracht wird, vorausgesetzt, dafs durch sie
ein Strom von der Stärke I1 fliefst. Man hat
dann in gleicher Weise
2 + nik
Na cos 2 -π ί -=- — η w J t = W1 α sin 2 π I -=- — w w J t -f —
+ n„a sin 2 π I -=■ — η w I t -f-
Na ■ cos ■ 2
π\-ψ — nw
α sin 2
/ ι \ , Γ 2π \ίϊ
π -=- — η ω t ■ η. cos
-4- ηι cos
\τ
/L 3 3
α cos 2
(ί \Γ . 2 7Γ .471"I
π -=τ — ηω \ t \ η, sin \- η, sin ~— .
W /L 3 3 J
Der angestrebte Zweck wird erreicht, wenn man macht
n, cos
7T1 47Γ
\- w, cos ~— =
4 7Γ
2 7Γ
n, sin · r- n, sin
3 JV
(- — = O, woraus W1 = — W2
0,866 [H1 — W2) = JV.
JV
VT
Man ersieht also, auf welche Weise es möglich ist, mit Hülfe jeder der erregenden Dynamomaschinen
eine elektromotorische Kraft zu entwickeln, die zur Stärke des Stromes, welcher
ihren Anker durchfliefst,. um :/4 Periode verschieden
ist.
Man würde auf die gleiche Weise verfahren, wenn die Anzahl der inducirten Stromkreise
der asynchronen Dynamomaschine gröfser als 3 wäre.
Man mufs aber berücksichtigen, dafs, da in allen Fällen zwei inducirte Stromkreise genügen,
es eine unnöthige Erschwerung wäre, die Anzahl dieser Stromkreise zu vermehren.
Es erhellt ohne Weiteres, dafs es möglich ist, eine asynchrone Dynamomaschine, welche mit
einer Erregermaschine, wie oben beschrieben, ausgerüstet ist, in eine synchrone Dynamomaschine
zu verwandeln..
Zu dem Zweck genügt es, die Verbindungsweise der verschiedenen Stromkreise der Erregermaschine
so umzuändern, wie durch die Fig. 6 veranschaulicht ist.
Vermöge dieser Verbindungsweise kann jeder der Anker der Erregermaschine mit seinem zugehörigen
Feldmagneten in Reihe geschaltet werden. Die Maschine wird so in eine gewöhnliche
Gleichstrommaschine umgewandelt und die Feldmagnete der Maschine werden durch Gleichströme erregt.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Erregungsweise von asynchronen Wechselstrommaschinen, dadurch gekennzeichnet, dafs das Feld durch mehrere Wickelungen (C und S) erregt wird, welche je für sich einen Strom^ kreis bilden, bestehend aus der Feldwickelung (I) der einen, der Ankerwickelung (A) der anderen von zwei gleichartigen Gleichstrommaschinen und einer auf dem Feldmagnet der letzteren — um 90 ° gegen die eigentliche Feldwickelung dieser Maschine versetzt — angeordneten und bezüglich ihrer Windungszahl mit der Ankerwickelung übereinstimmenden Wickelung (J), welche dazu dient, den Selbstinductionscoefficienten des zugehörigen Gleichstromankers annähernd gleich Null zu machen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE94992C true DE94992C (de) |
Family
ID=366279
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT94992D Active DE94992C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE94992C (de) |
-
0
- DE DENDAT94992D patent/DE94992C/de active Active
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