DE237751C - - Google Patents

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DE237751C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B3/00Dyes with an anthracene nucleus condensed with one or more carbocyclic rings
    • C09B3/70Benzo-, naphtho-, and anthra-dianthrones

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 22 b. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom, 30. März 1910 ab.
Es wurde gefunden, daß neue wertvolle Küpenfarbstoffe entstehen, wenn man die Reduktionsprodükte des Anthrachinons, welche durch Zusammenschluß zweier Anthrachinonmoleküle an dem Mesokohlenstoffatom entstanden sind, wie z. B. Dianthron, Dianthranol, Bianthron, mit kondensierenden Mitteln mit oder ohne Verdünnungsmittel erhitzt. Als Kondensationsmittel kommen Aluminiumchlorid, Eisenchlorid, Chromchlorid, Antimonpentachlorid, Schwefelsäure, Chlorzink, Quecksilberchlorid, Chlorzinn und analog wirkende Stoffe in Betracht. Die neuen Farbstoffe besitzen sehr gute Echtheitseigenschaften.
Beispiel I.
20 Teile Dianthron (dargestellt durch Oxydation von Anthranol in Eisessiglösung mit Eisenchlorid: glänzende Prismen vom Smp.
2450) werden in 200 Teilen Nitrobenzol suspendiert und mit 20 Teilen gepulvertem, sublimiertem Aluminiumchlorid versetzt. Die anfangs grüne Lösung wird bei 1200 unter starker Salzsäureentwicklung intensiv rot. Die Farbstoffbildung ist nach 10 stündigem Erhitzen auf 140 bis 160 ° beendet. Man destilliert das Nitrobenzol mit Wasserdampf ab, kocht den Rückstand nacheinander mit Salzsäure, Wasser, Sprit aus. Der Farbstoff bildet ein braunschwarzes Pulver und löst sich in konz. Schwefelsäure mit braunvioletter Farbe. Mit alkalischer Hydrosulfitlösung liefert er eine granatbraune Küpe, in der Baumwolle granatbraun angefärbt wird. Nach dem Spülen und Seifen geht die Färbung in ein sehr echtes Schokoladenbraun über.
Je nach der Menge des Aluminiumchlorids und je nach der Temperatur erhält man Farbstoffe von etwas grünerer bzw. röterer Nuance.
Beispiel II.
20 Teile Bianthron (dargestellt durch Reduktion von Anthrachinon mit Zinkstaub und Natronlauge unter Druck bei i6o° und nachfolgende Oxydation der alkalischen Lösung mit Natriumhypochlorit: zitronengelbe derbe Kristalle) werden in Nitrobenzollösung mit 13 Teilen Aluminiumchlorid versetzt, wobei eine rote Lösung entsteht. Nach 15 stündigem Erhitzen auf 140 bis i6o° ist. die Farbstoffbildung beendet. Die weitere Aufarbeitung erfolgt wie in Beispiel I.
Der Farbstoff ist ein braunschwarzes, in Schwefelsäure violettbraun lösliches Pulver. Er liefert mit alkalischer Hydrosulfitlösung eine braunviolette Küpe, aus der Baumwolle in rötlich bronzebraunen Tönen angefärbt wird.
Auch hier ist die Menge und Beschaffenheit (Gehalt an Oxychlorid) des Aluminiumchlorids und die Temperatur auf die Farbstoff bildung von Einfluß.
So erhält man
Beispiel III.
aus 20 Teilen Bianthron und 20 Teilen Alu- 65^ miniumchlorid bei 80 bis 90 ° einen grün-
schwarzen Farbstoff, der sich in konz. Schwefelsäure mit lebhaft blauroter Farbe löst und eine lebhaft braunrote Küpe gibt, aus der Baumwolle in olivenbraunen Tönen angefärbt wird.
Beispiel IV.
20 Teile Bianthron, 20 Teile Eisenchlorid sublimiert, 200 Teile ausgekochtes Nitrobenzol werden 14 Stunden auf 1400 erhitzt. Nach der gewöhnlichen Aufarbeitung erhält man ein schwarzes Pulver, das in konz. Schwefelsäure braunviolett löslich ist. Aus der granatbraunen Küpe desselben wird Baumwolle grünlieh bronzebraun angefärbt.
Beispiel V.
In eine Lösung von 200 Teilen trocknem Nitrobenzol trägt man unter Rühren nacheinander 40 Teile Bianthron und 50 Teile Antimonpentachlorid ein. Die anfangs grüne Lösung wird unter starker Salzsäureentwicklung beim Erwärmen intensiv rot. Nach 1 bis 2 stündigem Erhitzen auf 160 bis i8o° wird das Nitrobenzol mit Wasserdampf entfernt. Das erhaltene schwarzbraune Farbstoffpulver löst sich in konz. Schwefelsäure mit gelbbrauner Farbe. In der granatbraunen Küpe wird Baumwolle rötlich drapfarben angefärbt.
Beispiel VI. g
In 400 Teile Schwefelsäure 60 ° Be. trägt man 25 Teile Dianthron ein und erhitzt vorsichtig auf 120°. Wenn die Entwicklung der schwefligen Säure aufhört, gießt man die Schmelze in kaltes Wasser, kocht auf, saugt ab und wäscht mit Wasser aus. Es bleibt ein grauschwarzes Pulver zurück, das sich in konz. Schwefelsäure braunrot löst und mit alkalischer Hydrosulfitlösung eine braun violette Küpe gibt. Die Färbung auf Baumwolle ist bronzebraun.
Statt Schwefelsäure von 60 ° Be. kann man eine solche von 66° Be. oder auch verdünntere Säure anwenden, statt auf 120 ° kann man auch auf 180 ° erhitzen.
Auch Dianthranol und Bianthron lassen sich in der in Beispiel VI beschriebenen Weise in Küpenfarbstoffe überführen.
Die Eigenschaften einiger nach dem vorliegenden Verfahren darstellbarer Farbstoffe sind in der folgenden Tabelle angegeben.
Farbstoff aus
Kondensationsmittel
Temperatur Körperfarbe
Lösung
in konz.
Schwefelsäure
Lösung
in
alkalischem Hydrosulfit
Färbt ungeheizte Baumwolle
Dianthron
Dianthron
Dianthron
Schwefelsäure 66° Be.
80 bis i2Oc schwarz
rötlichbraun
rauchbraun
graubraun
Schwefelsäure 60° Be.
grauschwarz
braunrot
violettbraun
bronzebraun
Schwefelsäure 60 ° Be.
180c grauschwarz
grun-Draun
braunschwarz
rötlich graubraun
Dianthron
Aluminiumchlorid
140 bis i6oc braunschwarz
braunviolett
granatbraun
schokoladenbraun
Bianthron
Schwefelsäure 60 ° Be.
grauschwarz
braun violett
granatbraun
bronzebraun
Bianthron
Bianthron
Bianthron
Bianthron
Eisenchlorid
140 schwarz
braunviolett
granatbraun
grünlich bronzebraun
65 Prozent Aluminiumchlorid
140bis i6o°
100 Prozent Aluminiumchlorid
80 bis QO0 braunschwarz
grünschwarz
violettbraun
violettbraun
lebhaft
blaurot
lebhaft braunrot
rötlich bronzebraun
olivenbraun
Antimonpentachlorid
160 bis 180c schwarzbraun
gelbbraun
granatbraun
rötlich drapfarben
Dianthranol
Aluminiumchlorid
160 bis 170° braunschwarz
braunviolett
violettbraun
grünlich 11S drapfarben
Dianthranol
Schwefelsäure 66° Be.
schwarz
braunviolett
violettbraun
rötlich bronzebraun.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von Küpenfarbstoffen der Anthracenreihe, darin bestehend, daß man die Reduktionsprodukte des Anthrachinons, welche durch Zusammenschluß zweier Anthrachinonmoleküle an dem Mesokohlenstoffatom entstanden sind, wie z. B. Dianthranol, Dianthron, Bianthron, mit kondensierenden Mitteln mit oder ohne Verdünnungsmittel erhitzt.
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