DE237646C - - Google Patents

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DE237646C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L5/00Local operating mechanisms for points or track-mounted scotch-blocks; Visible or audible signals; Local operating mechanisms for visible or audible signals
    • B61L5/10Locking mechanisms for points; Means for indicating the setting of points

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 237646 KLASSE 2Of. GRUPPE
Verschluß-Vorrichtung für Weichen und Gleissperren.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 6. April 1909 ab.
Die Erfindung betrifft eine Schließvorrichtung zur Sicherung von Weichen und Gleissperren. Das Neue besteht darin, daß ein die Weichenzungen oder den Sperrschuh einer Gleissperre feststellendes Schließstück, das sich parallel zu den Schienen verschiebt, durch die Drehung eines in dem Schienensteg gelagerten Bolzens in die Verschlußlage gebracht wird, wobei der Bolzen in bekannter Weise durch ίο ein federloses Schloß festgeschlossen werden kann.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand dargestellt, und zwar zeigen:
Fig. ι eine Aufsicht auf die Vorrichtung in der Verschlußstellung,
Fig. 2 eine Seitenansicht,
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie A-B der Fig. 2,
Fig. 4 eine Seitenansicht bei abgenommener Deckplatte der Vorrichtung in der Verschlußlage,
Fig. 5 eine Seitenansicht der Vorrichtung wie bei Fig. 4, jedoch in der aufgeschlossenen Lage,
Fig. 6 einen senkrechten Schnitt durch die Schließvorrichtung nach der Linie C-D der Fig. i,
Fig. 7 eine verkleinerte Darstellung des Schnittes nach der Linie 7-7 der Fig. 6.
Fig. 8 ist eine Seitenansicht des Verschlußriegels in der Verschlußstellung.
Fig. 9 zeigt eine Aufsicht und
Fig. 10 einen senkrechten Schnitt durch die Vorrichtung nach der Linie E-F der Fig. 9.
Die Vorrichtung besteht aus dem Schloß a, aus dem Dorn b mit der Schließscheibe c und dem Sicherheitsdorn d, sowie aus dem auf dem Dorn b sitzenden Zahnsegment e. Dieses ist gegen Abziehen gesichert durch einen Gewindestift f mit Schraubenkopf, «der sowohl durch das Segment e als auch durch den Dorn b und den Sicherheitsdorn ä hindurchgeht, sowie durch die beiden Klemmbacken g und h, die durch rechtwinklig ausladende Ansätze i und ebensolche Aussparungen k leicht löslich beim Zusammenfügen bajonettartig verbunden werden. Die beiden Klemmbacken g und h umfassen den Fuß der Eisenbahnschiene, und die Klemmbacke h reicht bis an den Schienenkopf heran. An der Backe h sitzt das Schloß a (Fig. 4 bis 6). Es ist vollkommen federlos und eignet sich hierdurch insbesondere für eine derartige Schließvorrichtung, die den Witterungseinflüssen besonders stark ausgesetzt ist. Es besteht aus der Zuhaltung 1, aus dem Schloßriegel 2 sowie aus dem auf der Zuhaltung sitzenden Stift 3 und der in der Stärke der Zuhaltung ausgeführten Reifbesatzung 4. Der Schloßriegel 2 endigt in dem Schließzapfen 5, der in eine entsprechende Nut' 6 der Schließscheibe c beim Verschließen eingreift und hierdurch eine Drehung der Schließscheibe und damit des Dornes 5 um seine Achse verhindert. Die Zuhaltung wird zweckmäßig aus Bronze hergestellt, so daß ein Verrosten ausgeschlossen ist. Die Zuhaltung bewegt sich um die Achse 7 und fällt durch ihr Gewicht nach unten, wird aber auch z. B. beim Verschließen infolge ihrer eigenartigen Aussparung und des Vortretens der Nase 8 durch den Bart des Schlüssels 14 herabgedrückt, so daß ein Versagen des Schlosses ausgeschlossen erscheinen muß. In dem rück-
wärtigen Teil des Schloßriegels 2 befindet sich ein Führungsschlitz 9, durch den ein aus der Wandung der Klemmbacke h herausragender Führungsstift 10 hindurchgeht. Auf diesem in der Stärke der Zuhaltung 1 runden Stift hängt die Zuhaltung. Um nun diese in radialer Richtung zu ihrer Drehachse zu bewegen, befindet sich in ihr an dieser Stelle ein ellipsenförmiges Loch 11. In der Höhe des Schloßriegels ist Stift ±0 abgeflacht und dient ebenfalls als Halter des rückwärtigen Teiles des Schloßriegels.
Beim Aufschließen der Vorrichtung wird der Schlüssel in das Schlüsselloch gesteckt und dann nach links gedreht, wobei der Schlüsselbart zunächst die Zuhaltung hebt, so daß der Stift 3 aus seiner Widerstandslage (Fig. 4) gehoben wird, worauf dann erst der Schloßriegel zurückgezogen wird. Der Stift 3 befindet sich nunmehr in der Aussparung 12. Durch die Reifbesatzung 4 wird das Heben der Zuhaltung und damit ein Aufschließen durch Dietriche oder sonstige Diebeshandwerkzeuge erschwert. Ein kapselartiger Deckel 13 ist über dem Schlüsselloch angebracht. Die Deckplatte 15 wird durch das mit Schraubengewinde versehene Ende des Führungsstiftes 10, das aus dem Deckblech herausragt, mittels einer Mutter 16 an dieser Stelle befestigt. Über das Schloß wird eine um die Achse 17 schwingende Schloßkappe 18 gestülpt. .
Die obere Umbiegung der Haltebacke g ist unterbrochen, und an dieser Stelle ragt der umgebogene Teil von der Grundplatte rechtwinklig abstehend nach oben. An diesen Teil ist ein Doppelwinkelstück I angesetzt, dessen aufeinanderliegende Seiten durchbohrt sind. An der gegenüberliegenden Seite ist die Klemmbacke h ebenfalls in derselben Lage und Größe durchbohrt, und durch beide wird der Dorn b hindurchgeführt, indem man ihn zunächst durch das Loch der Backe h und dann erst durch das Loch des Doppelwinkelstückes I hindurchsteckt, so daß die Schließscheibe c vor die Backe h zu liegen kommt und somit ein Eingriff des Schließriegels 5 in die Schließnut 6 der Schließscheibe c bei deren genügender Drehung und Einstellung ermöglicht wird. -Hierauf wird auf das rückwärtige Ende des Domes b die Deckplatte 15 der Schließvorrichtung, die ebenfalls eine an passender Stelle angebrachte Durchbohrung gleicher Größe hat, aufgeschoben und hierauf das Verschlußstück m mit dem Sicherheitsdorn d in und auf den Dorn b geschoben.
Der Kopf des Sicherheitsdornes ä, hat die Form eines länglichen Vierecks und legt sich in eine entsprechende Aussparung sowohl des Verschlußstückes m als auch des Domes b.
Hierauf wird die Drehung des Domes b abhängig von der des Verschlußstückes m.
Bevor man den Dorn b durch den Doppelwinkel I führt, setzt man zwischen Schienensteg und Doppelwinkel zunächst den Verschlußriegel η und das Zahnsegment e, und zwar das Segment so, daß dessen mittlerer Zahn in den am Verschlußriegel angebrachten Bügel 0 faßt. Das Zahnsegment wird durch den Gewindestift f befestigt, der durch den Dorn δ und den Sicherheitsdorn d hindurchgeht. Der Verschlußriegel η endigt in einen seitlich gebogenen Lappen p, der verhindert, daß in der Verschlußstellung die geschlossene Weiche von der Backenschiene abgezogen oder die geöffnete Weiche an die Schiene herangedrückt werden kann. Der Verschlußriegel wird auf der Schwelle einerseits durch den Stift q, andererseits durch den Dorn b geführt.
Da durch die eigenartige Anordnung des Schlosses der Schlüssel nur in der Verschlußstellung aus dem Schloß entfernt werden kann, so hat der Beamte die Gewißheit, daß die Weiche oder die Gleissperre verschlossen ist, wenn der Schlüssel sich auf der Station befindet. Auch wird als guter Abschluß auf das noch aus dem Zahnsegment e ragende, mit Gewinde versehene verjüngte Ende des Dornes b eine Mutter s gesetzt, die einen Gewindestift u hat.
Um ein mutwilliges Öffnen einer Gleissperre oder einer Weiche zu verhindern, ist in der Schlußstellung der Vorrichtung der mit Gewinde versehene Kopf des Gewindestiftes u, der durch die Mutter s geht, durch den rundlich abgebogenen Winkelteil r des Doppelwinkeis I geschützt, so daß man mit einem Werkzeug, z. B. hier mit einem Schraubenzieher, nicht heran kann.
Ebenso ist der Gewindestift f, der durch das Zahnsegment e geht, bei der Schlußstellung nicht lösbar, da der Kopf dann nach dem Schienenfuß zeigt.
Ohne Aufschließen des Schließriegels kann demnach die Vorrichtung nicht weggenommen und die Weiche oder die Gleissperre nicht umgestellt werden.
Der Griff t des Verschlußstückes m lagert in zweckmäßig lang angeordneten Schlitzen der durch die Aussparung gebildeten vorstehenden Lappen, wodurch erreicht wird, daß der Griff niemals über die Schiene hinausragt.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Verschluß-Vorrichtung für Weichen und Gleissperren, dadurch gekennzeichnet, daß ein die Weichenzungen oder den Sperrschuh der Gleissperre in der einen und in der anderen Endlage sicherndes, parallel zu der Backenschiene verschiebbares Schließstück durch die Drehung eines in dem Schienensteg gelagerten Bolzens in die Verschlußlage gebracht wird, wobei der Bolzen
    durch ein federloses Schloß in bekannter Weise festgehalten werden kann.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Bolzen an der Seite des Schienensteges durch die eine (h) von zwei Klemmplatten, an der anderen Seite durch einen Doppelwinkel (I) geführt ist, der in einem Ausschnitt der anderen Klemmplatte (g) angebracht ist und in der Verschlußlage des Bolzens dessen Befestigungsschrauben und -muttern ff, s, u) gegen unbefugtes Lösen schützt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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