DE196874C - - Google Patents

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DE196874C
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DE
Germany
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plate
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arm
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DENDAT196874D
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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E05LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
    • E05BLOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
    • E05B11/00Devices preventing keys from being removed from the lock ; Devices preventing falling or pushing out of keys
    • E05B11/02Devices preventing keys from being removed from the lock ; Devices preventing falling or pushing out of keys before the wing is locked

Landscapes

  • Lock And Its Accessories (AREA)

Description

fitz- 3Cwfcet.llfa.a
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 196874 KLASSE 68 a. GRUPPE
Die Erfindung betrifft eine Schloßeinrichtung, die besonders für Gefängnistüren geeignet ist und in an und für sich bekannter Weise die Herausnahme des Schlüssels nur bei vollständig versperrtem Schloß ermöglicht. Die Erfindung besteht in Anordnung einer mit Schlüsselangriffen versehenen Platte, die dazu dient, einerseits eine Sperrung für den Riegel auszulösen, andererseits einen zum
ίο Festhalten des: Schlüssels dienenden Hebel zu bewegen.
Die Zeichnungen veranschaulichen ein der Erfindung entsprechend eingerichtetes Schloß in Fig. ι in der Schließlage, in Fig. 2 in der
ersten Stufe des Öffnens und in Fig; 3 in der Offenlage, während Fig. 4 das abgesperrte Schloß nach Fig. 1 mit abgenommenen Zuhaltungen veranschaulicht.
In dem Schloßkasten α ist der mit zwei Köpfen b versehene Riegel c verschiebbar gelagert. Dieser übergreift mit einem an der Rückseite sich öffnenden Schlitz d die Achse e der nicht dargestellten Olive und ist mittels eines weiteren Schlitzes/ an einem Ansatz g der Vorderwand des Schloßkastens a, sowie an der Zuhaltungsachse h geführt. Die Kante i des Riegels c verschiebt sich längs eines Führungsstücks k, das an der Schloßkastenwand festsitzt. Auf der Achse e der Olive sitzt ein Arm /, der durch Schlitzgelenk mit dem Riegel c verbunden ist und die Einwirkung der Olive auf den Riegel vermittelt.
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Auf der Riegelfläche verschiebt sich gerhäß der Erfindung eine Platte m, die mittels ihres Schlitzes η an dem Stück k, mittels eines weiteren Schlitzes ο in ihrem unteren Teile an einem kantigen Zapfen ρ der Schloßkastenwand geführt ist und im Schloßkasten sich auf und nieder bewegt. Die beiden Aussparungen q und r der Platte m dienen als Angriff für den Schlüsselbart. Ein an der Platte m festsitzender kantiger Zapfen s greift durch die Ausschnitte u und ν der Chubbzuhaltungen t, die um den Zapfen /; drehbar sind und durch je eine Feder w beeinflußt werden. Der Deutlichkeit halber ist in den Zeichnungen nur eine einzige Zuhaltung t dargestellt. In einem Schlitz χ der Platte m verschiebt sich der Zap fen y eines Hebels \, der um einen an der Kastenwand sitzenden Zapfen 2 drehbar und mit einem Bügel 3 versehen ist, der im Sinne der bekannten Schlüsselsicherung sich vor. den Schlitz 4 des Schlüsselloches 5 legt.
An der Platte m sitzt ein Zapfen 6, der in den Schlitz 7 des bekannten Sperrarmes 8 eingreift. Der Arm 8 ist auf der Achse e der Olive lose gelagert und wird durch eine Feder 9 ständig nach oben gedrückt. Er besitzt an seinem vorderen Ende eine Schulter 10 und eine Nase 11, gegen die sich der obere Riegelkopf b in der Schließ- bzw. Offenstellung legt.
In der durch Fig. 1 veranschaulichten Lage
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der beschriebenen Teile ist das Schloß gesperrt und der Schlüssel herausgenommen. Der obere Riegelkopf b steht an der Nase 11 des von der Feder 9 nach oben gedrückten Sperrarmes 8 an. Die Platte m befindet sich in ihrer Hochstellung, wobei der Zapfen 6 an der oberen Begrenzungsfläche des Schlitzes 7 des Sperrarmes 8 ansteht. Die Führungsstücke k und ρ liegen am unteren Ende der Schlitze η und 0 der Platte m. Der kantige Zapfen s der Platte m steht in der öffnung u der Zuhaltung t. Der Hebel \ ist so geneigt, daß der Bügel 3 das Schlüsselloch 4 freigibt und der Zapf en y im unteren Teil des Schlitzes χ der Platte m sich befindet.
Wird nun zum Zwecke des öffnens des Schlosses der Schlüssel 12 eingeführt und einmal herumgedreht, so schiebt sein Bart in bekannter Weise die um den Zapfen h sich
drehende Zuhaltung t unter Überwindung der Feder w zurück und greift in die Aussparung r der Platte m ein, um diese Platte in die aus Fig. 2 ersichtliche Lage herabzubewegen. Nach dem Vorbeigang des Schlüsselhartes wird die Zuhaltung t durch die Feder w wieder zurückgeschwungen, wobei der Zapfen 5 der herabbewegten Platte m nunmehr in die Aussparung ν der Zuhaltung eintritt.
Durch die Herabbewegung der Platte m ist deren Zapfen 6 am unteren Ende des Sperrarmes angelangt, ohne jedoch auf den Sperrarm einzuwirken, so daß die Riegelsicherung noch nicht gelöst ist. Dagegen bewirkte die Bewegung der Platte m durch den Druck auf den Zapfeny eine Teildrehung des Hebels \ um den Zapfen 2 derart, daß der Bügel 3 zwischen den Schlüsselbart und den unteren Teil 4 des Schlüsselloches tritt, um dadurch eine Entfernung des Schlüssels aus dem Schloß zu verhindern. Der Bügel 3 ist nun der Schlüssellochhülse 5 genähert, liegt aber noch nicht an ihr an (Fig. 2).
Wird alsdann der Schlüssel nochmals herumgedreht, so greift sein Bart nach vorheriger
Überwindung der Zuhaltung t in den Ausschnitt q der Platte m ein und schiebt die Platte vollständig nach unten, bis ihre untere Kante auf dem Boden des Schloßkastens aufsteht. Der Zapfen s der Platte m tritt alsdann in die unterste Aussparung 13 der Zuhaltung ein. Der Hebel \ hat eine weitere Teildrehung ausgeführt, so daß sein Bügel 3 jetzt an der Schlüssellochhülse 5 anliegt (Fig. 3) und nach wie vor der Herausnahme des Schlüssels im Wege steht. Durch die Verschiebung der Platte m in ihre tiefste Lage ist nunmehr der Zapfen 6 zum Angriff an dem Sperrarm 8 gekommen und hat diesen herabgezogen. Der Arm 8 drehte sich hierbei auf der Achse e, ohne diese zu beeinflussen, wobei der Druck der Fede-r 9 überwunden wurde. Durch die Drehung des Armes 8 ist die Nase 11 außer Eingriff mit dem oberen Riegelkopf b gekommen, so daß der Arm 8 der Einwärtsbewegung des Riegels nicht mehr im Wege steht. Zur Zurückschiebung des Riegels muß die Olive gedreht werden, um die Achse e so zu drehen, daß mittels des Armes / der Riegel c nach links gezogen wird, wobei er auf der Achse e und den Zapfen g und h sich verschiebt, während seine Kante i an dem Führungsstück k gleitet.
Ist der Riegel vollständig nach innen geschoben, so steht der obere Riegelkopf an der Schulter 10 des Armes 8 an. Dadurch wird eine Drehung des Armes 8 nach oben gehindert, wenn die Druckwirkung " des Schlüsselbartes auf die Platte m aufhört und demzufolge die Feder 9 wieder in Wirkung tritt, um den Arm 8 gegen den oberen Riegelkopf zu drücken.
Um das Schloß wieder abzusperren, braucht ■ zunächst nur durch Drehung der Olive der Arm / gedreht und dadurch der Riegel c vorgeschoben zu werden, was, wenn der Gefängniswärter in Gefahr ist, durch einen einzigen Handgriff sofort bewirkt werden kann. Der Riegel b verläßt hierbei die Schulter 10 und gleitet so weit nach außen, daß der Arm 8 unter der Wirkung der Feder 9 sich nach oben drehen kann, bis seine Nase 11 sich gegen den oberen Riegelkopf legt, um dadurch die Rückbewegung des Riegels zu hindern.
Durch die Hochbewegung des Armes 8 wird zufolge Angriffs des Armes an dem Zapfen 6 die Platte m nach oben bewegt, und zwar bis in die Lage nach Fig. 2. Durch diese Bewegung der Platte m wird jedoch der Hebel \ nur teilweise zurückgedreht, weil die Platte m durch den Sperrarm 8 nur' bis in die Lage nach Fig. 2 mitgenommen wird, so daß das Schlüsselloch noch immer durch den Bügel 3 versperrt bleibt und der Schlüssel nicht herausgenommen werden kann, bevor nicht der Bedienstete den Schlüssel nochmals herumgedreht und dadurch die vollständige Schließlage nach Fig. 1 hergestellt hat.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    I. Sicherheitsschloß mit Vorrichtung zum Festhalten des Schlüssels bei offenem Schlosse, dadurch gekennzeichnet, daß eine von dem Schlüssel beeinflußte verschiebbare Platte (in) einerseits mit einem Zapfen (6) in einen Schlitz (7) des Sperrarmes (8) eingreift, andererseits in einem
    Schlitz (χ) den Zapfen (y) eines Schlüsselsicherungshebels (\) aufnimmt, um bei ihrer Bewegung in dem Schloßkasten den Sperrarm (8) herabzubewegen und den Sicherungshebel (\) umzustellen.
  2. 2. Sicherheitsschloß nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlitzführungen, welche die Platte (m) mit dem Sperrarm (8) und dem Schlüsselsicherungshebel (n) verbinden, so angeordnet sind, daß bei der Bewegung der Platte (m) von ihrer oberen in ihre untere Lage erst der Hebel ({) in die das Schlüsselloch sperrende Stellung verbracht, dann der Sperrarm (8) herabbewegt wird, um den Riegel freizugeben.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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