DE233965C - - Google Patents

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DE233965C
DE233965C DENDAT233965D DE233965DA DE233965C DE 233965 C DE233965 C DE 233965C DE NDAT233965 D DENDAT233965 D DE NDAT233965D DE 233965D A DE233965D A DE 233965DA DE 233965 C DE233965 C DE 233965C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43DMACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D43/00Machines for making stitch lips, or other preparatory treatment of soles or insoles before fixing same
    • A43D43/02Machines for making stitch lips, or other preparatory treatment of soles or insoles before fixing same for making stitch lips by cutting

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  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- ΛΙ 233965-KLASSE 71 c. GRUPPE
V. St. A.
Die vorliegende Erfindung betrifft Sohlen-Rißmaschinen mit Vorschubvorrichtung und Kantenführung und besonders Sohlen - Rißmaschinen, die für gewendetes Schuhwerk bestimmte Sohlen bearbeiten sollen.
Es hat sich gezeigt, daß die bekannten Maschinen bei der Bearbeitung von für gewendetes Schuhwerk bestimmten Sohlen den Nachteil haben, daß die Kantenführung während des Bearbeitens der Sohle einer übermäßigen Beanspruchung ausgesetzt wird, und daß die Kantenführung besonders bei der Bearbeitung scharf gekrümmter Stellen das Bestreben hat, die Sohle aus der Arbeitslage herauszudrängen. Dies hat vorzeitige Abnutzung der Kantenführung zur Folge, und außerdem ist der Schnitt der Messer oft ein mangelhafter, und die Oberfläche der Sohle wird mehr oder weniger zerkratzt.
Die Erfindung bezweckt, diese Nachteile zu beseitigen, und zwar wird dies erreicht, indem die Maschine so ausgebildet wird, daß relative Bewegungen zwischen der Sohle und der Kantenführung" quer zur Vorschubrichtung während der Bewegung der Kantenführung der Sohle entlang stattfinden können.
Zweckmäßig bilden die Bahnen der gleichzeitig stattfindenden Hin- und Herbewegungen des Rißmessers und der Kantenführung einen Winkel miteinander. Die Anordnung ist derart, daß die Kantenführtang am Ende der Schneidbewegung des Messers eine Lage einnimmt, in der sie nicht mit der Sohlenkante in Berührung steht.
Gemäß einer abgeänderten Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes kann derselbe Erfolg auch erreicht werden, indem der auf das Werkstück einwirkende Teil des das Werkstück zurückhaltenden Drückerfußes gegen die Kantenführung und hinweg von derselben quer zur Vorschubrichtung bewegbar ist.
Der Erfindungsgegenstand ist in der Zeichnung beispielsweise an einer Sohlen-Rißmaschine nach Patent 218945 veranschaulicht.
Fig. ι ist eine Ansicht der linken Maschinenseite.
Fig. 2 ist eine Vorderansicht der Maschine.
Fig. 3 ist ein Querschnitt, Einzelheiten darstellend.
Fig. 4 ist ein Längsschnitt der in Fig. 3 dargestellten Teile von der rechten Seite der Maschine aus gesehen.
Fig. 5 ist ein Grundriß, teilweise im Schnitt, den Werktisch, die Kantenführung und die benachbarten Teile am Ende der Schneidbewegung des Messerträgers darstellend.
Fig. 6 erläutert in vollen Linien die Lage der Kantenführung und der benachbarten Teile zu Beginn der Schneidbewegung und in gestrichelten Linien die Lage der Kantenführung nach Vollendung der Schneidbewegung. Die Linie A deutet die Bewegungsrichtung der Kantenführung und die Linie B die Vorschubrichtung an.
Fig. 7 ist eine Einzelansicht einer etwas abgeänderten Bauart der Kantenführung.
Fig. 8 ist ein Grundriß der in Fig. 6 dargestellten Teile unter Weglassung des Werktisches.
Fig. 9 ist eine Seitenansicht einer abge-
S änderten Bauart der Maschine; der das Werkstück zurückhaltende Drückerfuß ist quer zur Vorschubrichtung bewegbar angeordnet.
Fig. io ist ein Grundriß der in Fig. g dargestellten Teile.
Fig. Ii ist ein wagerechter Schnitt nach der Linie ii-n der Fig. 9.
Fig. 12 zeigt zwei verschiedene Lagen der von der in Fig. 9 bis 11 erläuterten Maschine bearbeiteten Sohle. Die Lage der Sohle zu Beginn der Schneidbewegung ist durch volle Linien angedeutet, während die gestrichelten Linien die Lage der Sohle nach Vollendung der Schneidbewegung andeuten. C deutet das Rißmesser, D den Rißstoffdrücker, E den das Werkstück zurückhaltenden Drückerfuß, F das Kantenmesser, G den Kantenstoffdrücker und H die Kantenführung an.
Fig. 13 ist ein Schaubild einer abgeänderten Bauart des das Werkstück zurückhaltenden Drückerfußes.
Der Werktisch 2 ist an einem in Führungen 6 des Maschinenkopfes 8 auf und ab bewegbaren Träger 4 angeordnet. Der Maschinenkopf 8 ruht auf einem Ständer 10 auf. Die Blöcke des Rißmessers 12 und des Kanten- ·■' messers 14 sind an Schiebern 16, 18 angeordnet (Fig. 2 bis 4), die von Federn 20 nachgiebig gegen den.Werktisch gehalten werden. Der Rißmesserblock 22 (Fig.i) wird von einem seitlichen Fortsatz 24 des Schiebers 16 getragen. Der Kantenmesserblock 26 ist unmittelbar an dem unteren Ende des Schiebers 18 angebracht. An dem Rißmesserblock 22 ist ein verstellbarer Rißstoff drücker 28 angebracht. Der Kantenmesserblock 26 trägt einen Kantenstoffdrücker 30, der dem Kantenmesser gegenüber in noch zu beschreibender AVeise unabhängige, nachgiebige Bewegungen ausführen kann. Die Schieber 16 und 18 sind an einem Träger 32 angeordnet, der um konische Lagerzapfen 34 in der Querrichtung des Werktisches über den letzteren hinweg geschwungen werden kann. Die Lage der Schieber 16, 18 mit Bezug auf den Träger 32 wird durch eine abnehmbare Deckplatte 36 gesichert. In der Nähe des unteren Endes des Trägers 32 ist ein Ende eines Lenkstückes 38 drehbar angebracht, dessen anderes Ende mit einem Block eines . auf der Schwingwelle 42 sitzenden Kurbelarmes 40 verbunden ist (Fig. 2). Der Kurbelarm 40 ist mit einem zweiten Kurbelarm 44 (gestrichelte Linien Fig. 2) verbunden, der eine Rolle trägt, die in die Kurvennut der auf der Hauptwelle 50 sitzenden Kurvenscheibe 48 eingreift. Der Antrieb der Welle 50 erfolgt durch einen über eine Schnurscheibe 52 geführten Riemen 54. An dem vorderen Ende der Welle 50 ist ein exzentrischer Stift 56 angebracht, der in einen wagerechten, an der Rückseite des Schiebers 58 angebrachten Schlitz eintritt. Der Schieber 58 ist in einer Führung des Maschinenkopfes auf und ab bewegbar; an seinem unteren Ende ist der Träger 60 des das Werkstück zurückhaltenden Drückerfußes 62 angebracht. Die wirksame Fläche des Drückerfußes 62 ist gezahnt, damit die Sohle fest erfaßt wird.
Die Bearbeitung und der Vorschub der Sohle mittels der beschriebenen Einrichtungen findet folgendermaßen statt. Während der Umdrehung der Hauptwelle schwingt der Kurbelarm 44 die Welle 42 und den Träger 32 mit den Messern und mit den Stoffdrückern über den Werktisch hinweg. Wenn der Träger 32 das Ende seiner Rechtsbewegung erreicht, so bewirkt der exzentrische.Stift 56, daß der Drückerfuß 62 von dem Werkstück abgehoben wird. Das Werkstück wird dann nur von den Stoffdrückern 28 und 30 an den Werktisch angedrückt. Die Welle 42 wird dann von der Nut der Kurvenscheibe 48 in einer Richtung geschwungen, die eine Bewegung des Trägers 32 nach links zur Folge hat. Der von den Stoffdrückern 28 und 30 auf das Werkstück ausgeübte Druck genügt, um das Werkstück während der Bewegung des Trägers 32 in der Querrichtung des Werktisches vorzuschieben. Wenn der Träger 32 die Grenze seiner Linksbewegung erreicht hat, so bewegt der exzentrische Stift 56 den Drückerfuß 62 herab, so daß der letztere das Werkstück fest an den Werktisch anpreßt und Verschiebungen desselben während der Rückbewegung des Trägers 32 verhindert. Die Schneidkanten der Messer sind derart ausgebildet, daß der Schneidvorgang während der Rückbewegung des Trägers 32 stattfindet.
Die beschriebene Anordnung entspricht im wesentlichen derjenigen des Patentes 218945. Die Maschine des. genannten Patentes eignet sich jedoch mehr zur Bearbeitung von für Rahmenschuhwerk bestimmten Sohlen, während die Maschine gemäß der Erfindung hauptsächlich Sohlen für gewendetes Schuhwerk bearbeiten soll. Der in eine für Rahmenschuhwerk bestimmte Sohle einzuschneidende Riß ist ungefähr derselbe wie der Riß einer Sohle für gewendetes Schuhwerk und soll in beiden Fällen von gleichmäßiger Tiefe sein. Demzufolge ist das Rißmesser und der Rißstoffdrücker so angeordnet, daß diese Teile mit Bezug aufeinander keine senkrechte Bewegung ausführen kann. Beim Abschultern oder Absetzen einer für Wendeschuhwerk bestimmten Sohle soll jedoch die Tiefe des Schnittes des Kantenmessers geregelt wer-
den, damit die sichtbare Kante des Schuhes eine gleichmäßige Dicke aufweist. Zweck-
. mäßig ist der das Kantenmesser tragende Schieber derart verstellbar, daß die Entfernung des Messers von der Oberfläche des Werktisches geregelt werden kann und der Kantenstoffdrücker mit Bezug auf das Kantenmesser senkrechter Bewegungen fähig ist, so daß der Kantenstoffdrücker über unregelmäßige Teile der Sohlenkante hinweggleiten kann, ohne die genau bestimmte senkrechte Einstellung des Kantenmessers zu beeinträchtigen. Der Kantenstoffdrücker 30 ist an einem seitlichen Fortsatz 64 (Fig. 1) des unteren Endes eines auf und ab bewegbaren Schiebers 66 angeordnet. Der Schieber 66, der sich in einer an der Deckplatte 36 angebrachten Führung 68 bewegt, besitzt einen Fortsatz 70, durch den das untere Ende eines Stiftes 72 hindurchgeführt ist. Das obere Ende des Stiftes 72 ist durch einen Fortsatz 74 der Deckplatte 36 hindurchgeführt. Auf die Enden des Stiftes 72 sind Muttern aufgeschraubt, und zwischen den Fortsätzen 70, 74 befindet sich eine den Stift J'/ umgebende Schraubenfeder 76,. die es dem Kantenstoffdrücker ermöglicht, unabhängig von dem Kantenmesser in senkrechter Richtung nachzugeben, trotzdem beide Teile an ein und demselben schwingenden Träger angeordnet sind. Der Kantenstoffdrücker 30 kann bei gelockerter Lage der Schraube 78 mit Bezug auf die Oberfläche des Werktisches senkrecht verstellt werden.
Die Kantenführung 80 (Fig. 1 und 4) ist an einem ein- und auswärts oder quer zur Vorschubrichtung bewegbaren Schieber 82 angeordnet. Der Schieber 82 gleitet in einer Schwalbenschwanzführung 84 des den Werktisch tragenden Schiebers 4. 'Verstellungen des Schiebers 82 werden durch mittels eines Handgriffes 88 hervorgebrachte Bewegungen eines Hebels 86 bewirkt. Das rückwärtige Ende des Hebels 86 steht mit einer Verzahnung des Schiebers 82 in Eingriff. An dem Schieber 82 ist ein zweiter Schieber 90 angebracht, der in einer in der Vorschubrichtung· verlaufenden Führung bewegbar ist. An dem Schieber 90 ist ein wagerechter Stift 92 (Fig. 3, 4 und 5) angebracht, der durch ein an dem unteren Ende des senkrechten Stiftes 94 ausgebildetes Auge hindurchgeführt ist. Der Stift 94 ist in einer an dem unteren Ende des Trägers 32 ausgebildeten Büchse 96 untergebracht, und zwar ist er von genügender Länge, um Verstellungen des Schiebers 82 und der Kantenführung 80 quer zur Vorschubrichtung zu ermöglichen. Die gleitbare Verbindung 94 und 96 ermöglicht es dem Schieber 90, sich während der Schwingung des Trägers 32 mit dem letzteren in der Vorschubrichtung zu bewegen. Die Verbindung der Kantenführung 80 mit dem Schieber 82 wird durch den zwischenliegenden Schieber 90 hergestellt.
Die Kantenführung besitzt einen Stiel 98, der in einer an der oberen Seite des Schiebers 90 angebrachten' Führung bewegbar ist (Fig. 3 bis 5). Eine Stellschraube 100 hält den Stiel in der jeweilig eingestellten Lage.
An dem Werktisch ist eine Rippe angebracht, die in eine Nut eines Blockes 102 hineinpaßt (Fig. 4). Der Block 102 ist ein- und auswärts verstellbar an dem Schieber 82 angeordnet. Diese Bauart ermöglicht bequeme Verstellungen des Werktisches quer zur Vorschubrichtung mit Bezug auf die Kantenführung. Der Block 102 ist jedoch nicht wie in der bekannten Bauart an dem zwischenliegenden Schieber 90, sondern an dem Schieber 82 angeordnet, so daß er während der Schwingung des Messerträgers ortsfest verbleibt, und hierdurch wird vorzeitige Abnutzung der Rippen- und Nutverbindung des Blockes 102 und des Werktisches vermieden.
Fig. 5 läßt erkennen, daß die Führung 104 des Schiebers 82, die die Bewegungsrichtung des zwischenliegenden Schiebers 90 bestimmt, während der rechtwinklig zu den Seiten des Werktisches stattfindenden Schwingbewegung des Messerträgers einen spitzen Winkel mit den Seiten des Werktisches bildet und demnach gegen die Vorschubrichtung geneigt ist. Wenn der schwingende Messerträger die Messer und den Stoffdrücker in einer Riehtung bewegt, so bewegt er die Kantenführung in einer Bahn,, die einen Winkel mit der Bewegungsrichtung der Messer und des Stoffdrückers bildet. Die Führung 104 verläuft derart, daß die Kantenführung gegen den Drückerfuß, gegen die Vorschubvorrichtungen und gegen die übrigen, quer zur Vorschubrichtung unbewegbaren Teile· bewegt wird. Während der Rückbewegung des Messerträgers bewegt sich die Kantenführung" wieder von den genannten Teilen hinweg. Während die Vorschubvorrichtungen wirksam sind, finden demnach Bewegungen der Kantenführung gegen die Sohle und hinweg von derselben statt. Fig. 5 und 6 deuten die Lage der ihre Arbeitsstellung einnehmenden Sohle in gestrichelten Linien an. Die kurvenförmige Ausbildung des Gelenkteiles der Sohle ist derart, daß dieser Sohlenteil nicht parallel zur Vorschublinie steht, sondern daß er einen Winkel mit derselben bildet und in die Vorschublinie hineinragt. Wenn sich aber die Kantenführung parallel zur Vorschublinie bewegt, so trifft sie während ihrer Rückbewegung mit diesem hervorstehenden Teil der Sohlenkante zusammen und drängt entweder die Sohle zusammen, oder sie zwingt
die Sohle, sich unter Überwindung des von j dem Drückerfuß ausgeübten Druckes aus- j wärts zu bewegen. Wenn die Sohle so fest in ihrer Lage gehalten wird, daß sie sich nicht auswärts bewegen kann, so wird die Kantenführung einer nachteiligen Beanspruchung ausgesetzt. Die verhältnismäßig dünne Kante von Sohlen, die für Rahmenschuhwerk bestimmt sind, gibt nach, wenn die Kantenführung in der erwähnten Weise mit der Sohle zusammentrifft. Der abzusetzende Teil von Sohlen,' die für gewendetes Schuhwerk bestimmt sind, ist jedoch so steif, daß er nicht, genügend nachgeben kann, um den erwähnten Übelstand zu beseitigen. Wenn sich aber die Kantenführung unter einem Winkel zur Vorschubrichtung bewegt, und wenn die Bewegung der Kantenführung in einer derartigen Richtung stattfindet, daß die Kantenführung sich während der Rückbewegung des Trägers 32 von der Sohlenkante hinwegbewegt, so wird die Kantenführung am Ende der Schneidbewegung der Messer nicht mit der Sohlenkante in Berührung stehen, so daß übermäßige Beanspruchung der Kantenführung oder Verkrüppelung der Sohle vermieden werden.
Die zu bearbeitende Sohle wird in der Regel angefeuchtet, um ihren Härtegrad herabzusetzen. Die angefeuchtete Sohle hat das Bestreben, aufzuschwellen und in etwa vorhandene kleine Zwischenräume einzudringen. Die Unterfläche der Kantenführung und die Oberfläche des Werktisches 2 werden jedoch mit Rücksicht auf die beständig auftretende Reibung allmählich abgenutzt, so daß eine sichtbare Öffnung zwischen diesen Flächen entsteht. Mit Rücksicht auf den von der Sohle auf die Kantenführung ausgeübten Druck und mit Rücksicht auf den Umstand, daß die angefeuchtete Sohle das Bestreben hat, in den durch Abnutzung entstandenen Raum einzudringen, ist es mitunter äußerst schwierig, den Vorschub der Sohle zu bewerkstelligen.
Um diesen Übelstand zu vermeiden, ist die Kantenführung senkrecht verstellbar angeordnet. Die Kantenführung besitzt eine Rippen- und Nutverbindung mit ihrem Stiel 98 und wird durch eine Stellschraube 106 in eingestellter Lage festgehalten. Auf diese Weise kann die untere Fläche der Kantenführung stets in unmittelbarer Berührung mit dem Werktisch gehalten werden, so daß kein Zwischenraum vorhanden ist, der den Vorschub der Sohle beeinträchtigen könnte.
Bei der Bearbeitung von Sohlen, die für gewendetes Schuhwerk bestimmt sind, wird ein verhältnismäßig breiter Streifen abgeschält, und damit ein genügend großer Schnitt geführt werden kann, muß die Sohle während der Rück- oder Schneidbewegung des Trägers 32 ganz starr gehalten werden, so daß sie sich nicht bewegen kann. Der Druck soll nicht nur auf den sogenannten Zwischenstoff der Sohle, sondern auch unmittelbar auf die Schneidstelle ausgeübt werden, da sonst die Messer die Sohle leicht verschieben könnten. Zweckmäßig ist der die Sohle zurückhaltende Drückerfuß 62 so ausgebildet, daß er sowohl auf den Zwischenstoft", als auch auf dem abzusetzenden Randteil der Sohle aufruht. Fig. 5 läßt erkennen,, daß der wirksame Teil des Drückerfußes sich der Schneidkante des Kantenmessers entlang erstreckt und demnach auch unmittelbar auf die Schneidstelle den erforderlichen Druck ausübt.
Mit Rücksicht auf den zwischen den Schiebern 82 und 90 vorhandenen oder durch Abnutzung entstehenden Totgang wird die Kantenführung mitunter von der an dieselbe angedrückten Sohle etwas aufwärts bewegt und so von dem Werktisch abgehoben. Hierdurch entsteht wieder ein Zwischenraum, so daß durch alleinige senkrechte Verstellung der Kantenführung die erwähnten Übelstände nicht ganz beseitigt werden.
Gemäß der Erfindung ist an dem Stiel 98 der Kantenführung eine Zwinge 108 angebracht, die mittels einer Schraube 110 festgezogen werden kann. Die Zwinge 108 nimmt den Stiel 112 einer Platte 114 auf, die mit der unteren Seite des Werktisches 2 in Berührung steht. Wenn die Platte 114 in innige Berührung mit der unteren Seite des Werktisches gebracht wird, und wenn die Kantenführung dicht an der oberen Seite des Werktisches anliegt, so wird die Kantenführung mit Sicherheit verhindert, während des Arbeitsganges der Maschine senkrechte Bewegungen mit Bezug auf dem Werktisch auszuführen. Es ist zu ersehen, daß die beschriebene Anordnung senkrechtes Spiel der in wagerechter Richtung bewegbaren Kantenführung verhindert, so daß sie dem Werktisch gegenüber stets dieselbe senkrechte Lage beibehält. Der Stiel 112 der Platte 114 ist zweckmäßig ausgebohrt und nimmt einen mit Öl getränkten Docht 116 auf. Durch den Reibungseingriff der Platte 114 und des Werktisches wird der Docht erhitzt, so daß das Öl aufsteigt und auf diese Weise die benachbarten Teile beständig einölt.
Fig. 5 zeigt die Lage der Messer, der Kantenführung, der Stoffdrücker und des Drückerfußes, die sie mit Bezug aufeinander nach Vollendung der Rück- oder Schneidbewegung des Messerträgers 32 einnehmen. Die genannten Teile nehmen die in Fig. 5 dargestellte Lage ein, wenn die Sohle in die Maschine eingeführt wird. Der Vorschub der Sohle erfolgt durch dieBewegung des Messerträgers nach links (Fig. 2). Zu dieser Zeit
gleiten die Messer über die Sohlenfläche, und wenn der Messerträger die Grenze seiner Linksbewegung erreicht, so ist die Kantenführung vorwärts bewegt worden, so daß sie mit der Sohlenkante in Berührung steht. Der die Sohle zurückhaltende Drückerfuß 62* wird dann auf die Sohle herabbewegt und verhindert Bewegungen der letzteren. Wenn der Messerträger zurück oder nach rechts (Fig.2) bewegt wird, so dringen die Messer in die Sohle ein und bewegen sich gegen den Drückerfuß 62. Trotzdem die Kantenführung sich zusammen mit dem Messerträger bewegt, findet ihre Bewegung nicht in einer Richtung statt, die parallel zur Vorschublinie ist. Der Schieber 90 der Kantenführung ist in der Führung 104 bewegbar, und zwar bildet die Bewegungsrichtung des Schiebers einen Winkel mit der Vorschubrichtung. Auf diese Weise entfernt sich die Kantenführung jedesmal während des Hubes des Messerträgers von der Sohlenkante. Während des Beschneidvorganges wird die Sohle mit Sicherheit von Bewegungen abgehalten, so daß zu dieser Zeit die Einwirkung der Kantenführung nicht notwendig ist, und demnach stehen den von der Sohle hinweggerichteten Bewegungen der Kantenführung keine Hindernisse entgegen. Schließlich wird der Drückerfuß 62 von dem Werkstück abgehoben, und der Messerträger bewegt sich wieder nach links und schiebt das Werkstück vor, worauf sich der beschriebene Vorgang wiederholt. Die Kantenführung wird während jedes Arbeitsganges der Maschine gegen die Kante der Sohle und von derselben hinwegbewegt, und die Vorschubvorrichtungen und die Kantenführungen sind während jeder Umdrehung der Hauptwelle wirksam.
In Fig. 9 bis 13 ist eine abgeänderte Bauart der Maschine dargestellt, in der die Anordnung der Kantenführung im allgemeinen derjenigen des bereits " genannten Patentes 218945 entspricht. Dem das Werkstück zurückhaltenderi Drückerfuß wird jedoch eine Bewegung erteilt, die dieselben Vorteile mit sich bringt wie die beschriebene, quer zur Vorschubrichtung stattfindende Bewegung der Kantenführung. Die Drückerfußstange 128 ist an Konsolen 129, 130 eines innerhalb des Maschinenkopfes 8 auf und ab bewegbaren Schiebers 131 angeordnet. Die obere Konsole 129 trägt einen Stift 132, an dem ein Joch 133 angebracht ist. Das Joch' ist mit ausgebohrten Bunden 134 versehen, die die Drückerfüßstange 128 aufnehmen. Die Abwärtsbewegung der Drückerfußstange 128 wird durch Sperrmuttern 135 begrenzt. Die Bunde 134 sind an der Rückseite ausgeschnitten (Fig. 9), und die Konsole 129 ist an der vorderen Seite ausgeschnitten (Fig. 10), damit die Stange 128 um den Stift 132 als Mittelpunkt ein- und auswärts geschwungen werden kann. Ungefähr in der Mitte der Drückerfußstange 128 sind Muttern 136 angebracht, die das untere Ende einer verhältnismäßig starken, die Drückerfußstange umgebenden Schraubenfeder 137 stützen. Das obere Ende der Feder 137 steht mit einem an. der unteren Seite des Joches 133 angebrachten Kragen 138 in Berührung. Die Feder 137 bestimmt die Stärke, mit der der Drückerfuß auf die Sohle aufgedrückt wird, und zwar kann die Spannung dieser Feder durch Verstellung der Muttern 136 geregelt werden. Unter dem Gewindeteil der Stange 128 befindet sich ein rechteckig ausgebildeter Teil 1380, der in einen an der Konsole 130 angebrachten Schlitz hineinpaßt. Dieser Schlitz bildet die Führung des Drückerfußes.während der Ein- und Auswärtsbewegung desselben. An dem unteren gespaltenen Ende des Teiles 138* der Stange 128 sind Führungsschienen angebracht, hinter die eine Schwalbenschwanzführung 139 (Fig. 9) greift. Die Führung 139 ist an dem oberen Ende des Stieles des Drückerfußes 62s befestigt. Der Drückerfuß 62a wird durch eine Klemmschraube 140 dem unteren Ende der Stange 128 gegenüber festgehalten. Die Schwalbenschwanzverbindung· des Drückerfußes ermöglicht Einstellungen desselben gegen die Messer oder hinweg von denselben. Die untere Konsole 130 ist mit Bunden. 141 ausgerüstet, in deren Ausbohrungen Stellschrauben untergebracht sind, die eine mit einer Aussparung 143 versehene Platte 142 festhalten. In das innere Ende der Aussparung 143 paßt ein hohler, runder Stiel 144 eines rechteckig endenden Fortsatzes 145 hinein. Das rechteckig gestaltete Ende des Fortsatzes 145 paßt in einen Schlitz der Konsole 130 hinein. In dem hohlen Stiel des Fortsatzes 144 ist eine Schraubenfeder 146 untergebracht, die von einer sich in einen Fortsatz 148 der Platte 142 hineinschraubenden Schraube 147 in ihrer Lage gehalten wird. Die Platte 142 ist derart gestaltet, daß zwischen der Außenfläche des viereckigen Endes des' Fortsatzes 145 und der Innenfläche der Platte 142 ein geringer Raum für die Aufnähme des Teiles 138s der Stoffdrückerstange verbleibt, wenn die Teile die in Fig. 11 dargestellte Lage einnehmen, in der die Schraubenfeder 146 die Drückerfußstange 128 in ihrer innersten Lage hält.
Die durch volle Linien in Fig. 12 angedeudete Lage der Sohle, der Messer, der Kantenführung und des Drückerfußes nehmen die genannten Teile zu Beginn des Schneidvorganges ein, wenn der Erfmdungsgegenstand . an der in Fig. 1 dargestellten Maschine Anwendung findet, vorausgesetzt, daß die Kan-
tenführung in der Pfeilrichtung der Fig. 12 bewegt wird. Während der Schnitt dem Gelenkteil der Sohle entlang geführt wird, wird die Bewegung der Kantenführung durch die Winkelstellung der Kante des Sohlengelenkes gegen die Vorschublinie beeinträchtigt. Wenn der Drückerfuß die Sohle von Bewegungen in der Querrichtung der Vorschublinie abhält, so wird die Kantenführung einer nachteiligen Beanspruchung ausgesetzt. Wenn die Sohle aber verschoben wird, so zerkratzt der Drückerfuß die Oberfläche derselben, und der geführte Schnitt wird ein mangelhafter sein. Diese Nachteile können vermieden werden, wenn sowohl die Sohle als auch der mit der Sohle in Berührung tretende Teil des Drückerfußes Auswärtsbewegungen in der Querrichtung der Vorschublinie ausführen können. Die Lage, in die die Sohle und der Drückerfuß bewegt werden, ist in Fig. 12 durch gestrichelte Linien angedeutet. Die in Fig. 9 bis 11 erläuterte Bauart ermöglicht derartige Bewegungen. Wenn der Drückerfuß in der beschriebenen Weise angeordnet ist, so wird die Kantenführung nicht gegen die Kante der Sohle gepreßt werden, sondern sie bewegt die Sohle und den Drückerfuß unter Überwindung der Spannung der Feder 146 quer zur Vorschubrichtung über den Werktisch hinweg. Sobald die Kantenführung sich wieder mit den Messern vorwärts bewegt, wenn ein neuer Schnitt geführt werden soll, so wirkt die Schraubenfeder 146 (Fig. 11) auf die Drückerfußstange 128 ein und bewegt den Drückerfuß 02a wieder in seine innere oder gewöhnliche Lage.
In der in Fig. 13 dargestellten Bauart ist der Drückerfuß aus zwei Teilen hergestellt, · nämlich aus einem Stiel und aus dem Fuß 626 selbst. Der letztere ist derart an dem Stiel angeordnet, daß er Bewegungen quer zur Vorschubrichtung ausführen kann. An den unteren Enden des Stieles sind Führungsschienen angebracht, die rechtwinklig" zu einer an dem oberen Ende des Stieles des Drückerfußes angebrachten Schwalbenschwanzführung 109" stehen. Hinter die an dem unteren Ende des Stieles angebrachten Führungsschienen greift eine Schwalbenschwanzführung 150 (Fig. 13) des oberen Endes des Drückerfußteiles. Diese Verbindung ermöglicht es dem auf die Sohle einwirkenden Teil des Drückerfußes, sich mit Bezug auf den ihn tragenden Teil quer zur Vorschubrichtung zu bewegen. An dem Drückerfußteil ist ein Anschlag 151 angebracht, der mit dem Stiel des Drückerfußes zusammentrifft und die Einwärtsbewegung des Drückerfußes begrenzt. Eine Blattfeder 152 hält für gewöhnlich den Anschlag 151 mit dem Stiel des Drückerfußes in Berührung. Es ist zu ersehen, daß während ^Üer Vorwärts- und Rückbewegung der Kantenführung der bewegliche Teil des Drückerfußes und die Sohle quer zur Vorschubrichtung unter Überwindung der Spannung der Blattfeder 152 verschoben werden können.

Claims (6)

Patent-Ansprüche:
1. Sohlen-Rißmaschine mit Werkstück-Vorschubvorrichtung und Kantenführung, dadurch gekennzeichnet, daß, während die Kantenführung (80 bzw. 8oa) an der Sohlenkante entlang bewegt (54, 50, 48, 44, 42, 40, 38, 32, 94, 90, 82) wird, relative Bewegungen zwischen der Kantenführung und der Sohle quer zur Vorschubrichtung stattfinden (104 bzw. 138", 145, 146 bzw. 62B, 150, 151, 152). 7■
2. Sohlen-Rißmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß, während die Kantenführung (8o°) an der Sohlenkante entlang bewegt wird, der das Werkstück zurückhaltende (54, 50, 56, 131, 133, 134, 138, 137, 128) Drückerfuß (62* bzw. 62δ) quer zur Vorschubrichtung bewegt (i38a, 145, 146 bzw. 62V150, 151, 152) wird.
3. Sohlen-Rißmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Bahnen (A, B, Fig. 6) der gleichzeitig stattfindenden Hin- und Herbewegungen des Rißmessers (12) und der Kantenführung (80) einen Winkel miteinander bilden.
4. Sohlen-Rißmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kantenführung (80) am Ende der Schneidbewegung der Messer (12 und 14) eine Lage einnimmt, in der sie nicht mit der Sohlenkante in Berührung steht.
5. Sohlen-Rißmaschine nach Anspruch i, . dadurch gekennzeichnet, daß die den wagerechten Werktisch (2) überlappende Kantenführung (80) mit Bezug auf den Werktisch in senkrechter Richtung verstellbar (106) ist (Fig. 7).
6. Sohlen-Rißmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß senkrechtes Spiel der in wagerechter Richtung geführten (104) Kantenführung (.80) beseitigt (108, 110, 114, 116) werden kann, so daß die Kantenführung dem Werktisch (2) gegenüber in senkrechter Lage ortsfest verbleibt (Fig. 7).
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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