DE232003C - - Google Patents

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DE232003C
DE232003C DENDAT232003D DE232003DA DE232003C DE 232003 C DE232003 C DE 232003C DE NDAT232003 D DENDAT232003 D DE NDAT232003D DE 232003D A DE232003D A DE 232003DA DE 232003 C DE232003 C DE 232003C
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cotarnine
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D491/00Heterocyclic compounds containing in the condensed ring system both one or more rings having oxygen atoms as the only ring hetero atoms and one or more rings having nitrogen atoms as the only ring hetero atoms, not provided for by groups C07D451/00 - C07D459/00, C07D463/00, C07D477/00 or C07D489/00
    • C07D491/02Heterocyclic compounds containing in the condensed ring system both one or more rings having oxygen atoms as the only ring hetero atoms and one or more rings having nitrogen atoms as the only ring hetero atoms, not provided for by groups C07D451/00 - C07D459/00, C07D463/00, C07D477/00 or C07D489/00 in which the condensed system contains two hetero rings
    • C07D491/04Ortho-condensed systems

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Detergent Compositions (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- te 232003 KLASSE ί2ρ. GRUPPE 11,
Das Cotarnin liefert bekanntlich mit Blausäure, Schwefelwasserstoff und Wasserstoffsuperoxyd gut charakterisierte Verbindungen (Ber. 33 [1900], S. 386 bis 388), welche sämtlieh nach den in der Literatur befindlichen Angaben durch Säuren glatt in Salze des Cotarnins übergehen sollen.
Wie Versuche dargetan haben, ist diese Angabe in ihrer Allgemeinheit unrichtig, indem nur starke Mineralsäuren die Überführung in Cotarninsalze bewirken. Offenbar sind auch nur in dieser Richtung tatsächlich Versuche angestellt worden, da man vor Anmeldung des Patents 175079, Kl. 12p, Salze des Cotarnins mit organischen Säuren überhaupt nicht kannte. Es wurde nun die technisch wichtige Feststellung gemacht, daß die Verbindung des Cotarnins mit Wasserstoffsuperoxyd in besonders guter Weise dazu dienen kann, um reine Salze des Cotarnins mit organischen Säuren zu erhalten. Wenn die freie Cotarninbase, wie sie bei der Spaltung des Narcotins erhalten wird, nicht sogleich rein ist, so kann man sie durch Umkristallisieren nur mit großen Verlusten reinigen. Die gewöhnlichen Salze mit anorganischen Säuren, wie das Chlorhydrat und das Sulfat, sind so leicht löslich, daß man sie nicht zum Reinigen benutzen kann. Schwer löslich und durch gute Kristallisationsfähigkeit ausgezeichnet sind dagegen das Cotarnincyanid, das Cotarninsulfid und das Cotarninsuperoxyd. Das Verhalten dieser Verbindungen gegen organische Säuren ist bisher nicht geprüft worden. Gelang es, eine dieser Verbindungen glatt in das Salz einer organischen Säure zu verwandeln, so war damit ein Verfahren geschaffen, welches auch die Aufarbeitung nicht ganz reiner Cotarninbase behufs Gewinnung organischer Cotarninsalze gestattet. Bei den in dieser Richtung angestellten Versuchen hat sich nun gezeigt, daß das Cyanid, das Sulfid und das Superoxyd des Cotarnins sich gegen organische Säuren ganz verschieden verhalten. Das Cyanid liefert mit organischen Säuren ziemlich beständige Salze, die auch bei längerem Kochen nur unvollkommen unter Abspaltung von Blausäure zerlegt werden. Das Sulfid wird durch organische Säuren etwas leichter gespalten wie das Cyanid. Hierbei vollzieht sich aber eine Nebenreaktion, denn das beim Verdampfen im Vakuum verbleibende Salz ist nicht rein und besitzt einen so starken Mercaptangeruch, daß es zur therapeutischen Verwendung ungeeignet ist. Nach diesem Verhalten der beiden genannten Verbindungen konnte man in keiner Weise voraussehen, wie das Cotarninsuperoxyd mit organischen Säuren reagieren würde. Es hätte wie beim Cyanid Bildung eines beständigen Superoxydsalzes oder wie beim Sulfid beim Eindampfen teilweise Zersetzung eintreten können. Tatsächlich findet aber glatte Bildung von Salzen des Cotarnins mit den angewandten organischen Säuren statt.
Beispiele:
i. Darstellung von cholsaurem
Cotarnin.
65
23,6 Teile Cotarninsuperoxyd (1 Molekül) und 40,8 Teile Cholsäure (2 Moleküle) werden gemischt und mit etwa 100 Teilen Wasser versetzt. Es tritt sogleich unter Gelbfärbung Lösung ein^ die nach einigem Digerieren auf

Claims (2)

  1. dem Wasserbade bei gelinder Temperatur bald vollständig wird. Die klare gelbe Lösung
    (i Molekül) wird mit ioo Teilen Wasser versetzt. Schon in der Kälte tritt Lösung ein,
    wird durch Filtrieren von einer unwesent- j die bei ganz gelindem Anwärmen auf dem liehen flockigen Abscheidung befreit und so- I Wasserbade bald vollständig wird. Die kräftig dann im Vakuum bei gelinder Temperatur j gelb gefärbte Lösung wird von einer geringeingedunstet. Der Rückstand erstarrt zu ' fügigen flockigen Abscheidung abfiltriert und warzenartigen Gebilden und liefert beim Zer- | im Vakuum eingedampft. Der gelbe Rückreiben ein hellgelbes, staubiges Pulver, das stand, der Neigung hat, kristallinisch zu er-
    sich in Wasser leicht und klar löst. Das Salz
    starren, schmilzt bei etwa 102
    10 beginnt sich bei 116° aufzublähen, um bei
    120° unter Zersetzung und schwacher Rot- j Pate ν τ- An Spruch ·
    färbung zu schmelzen. j
    ■ ■ ' Verfahren zur Darstellung von Salzen
  2. 2. Darstellung von phtalsaurem : deg Cotarnins m organischen Säuren,
    Cotarnm. , darin bestehend, daß man auf Cotarnin-
    Ein Gemisch von 47 Teilen Cotarninsuper- superoxyd organische Säuren, vorzugsweise
    oxyd (1 Molekül) und 17 Teilen Phtalsäure 1 Phtalsäure oder Cholsäure, einwirken läßt.
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