DE230486C - - Google Patents

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DE230486C
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Germany
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groin
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pivotable
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DENDAT230486D
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Publication of DE230486C publication Critical patent/DE230486C/de
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43DMACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D79/00Combined heel-pressing and nailing machines

Landscapes

  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 230486 KLASSE 71 e. GRUPPE
■V.St.A.
Die vorliegende Erfindung bezweckt die Herstellung eines verbesserten Leistenträgers oder einer Werkstückstütze für Schuhwerksleisten von größerer Leistungsfähigkeit.
Eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist in den beiliegenden Zeichnungen dargestellt; in diesen Zeichnungen ist:
Fig. ι ein Seitenaufriß und zeigt einen genügenden Teil eines Leistenträgers, um das ίο Verständnis der Erfindung zu ermöglichen;
Fig. 2 ist ein senkrechter Längsschnitt nach der Linie 2-2 der Fig. 4;
Fig. 3 ist ein senkrechter Querschnitt nach der gebrochenen Linie 3-3 der Fig. 1;
Fig. 4 ist ein Grundriß der in Fig. 1 gezeigten Vorrichtung;
Fig. 5 zeigt eine Form der Maschine, in welcher ein nach der vorliegenden Erfindung hergestellter Leistenträger vorteilhaft verwendet werden kann.
In der hier beschriebenen und in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsform der Erfindung enthält der Werkstückträger oder Leistenträger einen Leistenstift 6 von üblicher Form, auf den ein Leisten zur Herstellung eines Schuhes aufgesetzt werden kann. Wie in Fig. 2 gezeigt, ist dieser Leistenstift 6 auf einem segmentförmigen Kopf 7 errichtet, welcher an seiner unteren Seite in schwalbenschwanzförmigen Lagern des schwingenden Kopfes 8 gleiten kann. Dieser Kopf 8 ist bei 9 an dem in geeigneter Weise auf der Bank oder in der Maschine unterstützten Ständerkopf 10 angelenkt.
Der Kopf 8 kann quer um seinen Zapfen 9 geschwungen werden, und in jeder Stellung des schwingenden Kopfes 8 kann der Gleitkopf 7 willkürlich in verschiedene Stellungen gebracht werden, um die Neigung des Leistenstiftes 6 zu verändern. Der Gleitkopf kann in jeder Längsstellung unterstützt werden, um den Leistenstift in jeder beliebigen Neigung festzuhalten, und zwar geschieht dies in der vorliegenden Ausführung mittels einer Klemmschraube 13 (Fig. 1), die in eine in der Schwalbenschwanznut befindliche Kiemmutter 14 eingreift. Die Klemmschraube 13 kann auch dazu dienen, die seitliche Schwingung des Kopfes 8 um seinen Zapfen 9 zu begrenzen, indem sie sich zwischen in dem Ständerkopf 10 gebildeten Hemmflächen bewegt.
Auf dem Gleitkopf 7 sind die trennbaren Glieder 15 der Seiten- oder Querstütz vorrichtung für den Leisten "gelagert. Diese Seitenglieder 15 sind, wie dargestellt, an ihren oberen Flächen (Fig. 1 und 2) in der Mitte erhaben · und sind je mit den nach, aufwärts gerichteten Flanschen oder Lippen 16 versehen, die an ihren inneren Flächen abgeschrägt sind (Fig. 3). Führungsstifte 17 in einem der Seitenglieder bewegen sich frei in Führungen 18 in dem anderen der Seitenglieder. Das richtige Inliniebleiben der beiden Glieder während der Trenn- und Schließbewegung ist ferner gesichert durch ineinandergreifende und gleitende Zungen 19 (Fig. 4). Diese Gleitzungen dienen auch dazu, eine fortlaufende Trennungslinie zwischen den beiden Seitengliedern zu ver-
/Ti.
meiden, welche einen Bruch des Leistens herbeiführen könnte, wenn dieser darauf gepreßt wird.
Der Gleitkopf 7 ist mit einer Querbohrung (Fig. 3) zur Aufnahme einer Feder 20 versehen, welche mit ihren Enden an den abwärts gerichteten Lippen der Seitenglieder 15 befestigt ist und bestrebt ist, dieselben in der Ruhestellung zueinander zu ziehen, wie dargestellt.
Wenn ein Leisten auf den Träger gebracht wird und durch einen Schlag oder Druck auf denselben dann abwärts gedrückt wird, um ihn auf der durch die Oberfläche der trennbaren Seitenglieder 15 gebildeten Stützfläche fest zu lagern, so dringt der Leisten zwischen die beiden schrägen Flächen der Lippen 16 der Seitenglieder 15 ein, die auf diesem Wege genügend auseinandergedrückt werden, so daß der Leisten sich zwischen ihnen gehörig auf der Stützfläche, von welcher sich der Stift 6 erhebt, lagert. Der Grad der Trennung der Lippen verändert sich natürlich je nach der verschiedenen Breite des Leistens, wobei die Glieder sich stets genügend weit öffnen, um den Leisten aufzunehmen, und niemals weiter. In dieser Lage wird der Leisten an beiden Seiten von den Seitengliedern festgehalten bzw. gestützt, wodurch die Gefahr einer Spaltung des Leistens vermindert wird.
Es ist ferner ersichtlich, daß, je stärker der Leisten auf die ihn unterstützende Fläche der Glieder 15 gedrückt wird, desto stärket wird die Unterfläche dieser Glieder auf die Oberfläche des sie unterstützenden, verschiebbaren Gliedes 7 aufgedrückt; die so erzeugte Reibung zwischen der Unterfläche der Glieder 15 und der Oberfläche des Gliedes 7 trägt auch dazu bei, eine Auseinanderbewegung der beiden Glieder 15 zu verhindern, welche Auseinanderbewegung zu einer Spaltung des Leistens nötig wäre, so daß also durch jeden auf den Leisten ausgeübten Druck, welcher eine Spaltung desselben hervorbringen könnte, die Möglichkeit dieser Spaltung wiederum vermindert wird.
Die dargestellte Vorrichtung liefert also eine selbsttätig verstellbare und sich selbsttätig versperrende Stütze für die Seiten des Leistens.
Die vorliegende Erfindung ist besonders nützlich bei Maschinen zum Aufnageln von Absätzen, während die Schuhe auf dem Holzleisten sind, auf dem sie aufgezwickt und verfertigt wurden. Obwohl es stets als wünschenswert erkannt worden ist, die Schuhe auf dem ursprünglichen Holzleisten mit Absätzen zu versehen, ist dies vielfach unmöglich gewesen, weil der starke, zum Aufnageln des Absatzes erforderliche Druck bestrebt ist, den Leisten abzubrechen und zu spalten, und der vorherrschende Gebrauch ist gewesen und ist noch jetzt, den Holzleisten aus den Schuhen zu entfernen und diese zwecks Anbringens des Absatzes auf Eisenleisten zu setzen, welche nach der Arbeit wieder entfernt und durch Holzleisten ersetzt wurden.
Gleichviel, in welcher Stellung der gleitende Kopf sich befindet, er kann stets um seinen Zapfen 9 geschwungen werden, wie festgestellt, welch letzterer so hinter dem Leistenstift gelagert ist, daß ' die Querschwingung des Schuhes, wenn der Zehenteil desselben von der einen Seite zur anderen geschwungen wird, je nachdem derselbe ein rechter oder linker ist, stattfinden kann, ohne die Lage der Rückennaht am Rücken des Schuhhackens störend oder schädlich zu beeinflussen. Die Lage des hinteren Nagels im Absatze kann also im wesentlichen die gleiche bleiben, gleichviel, ob der· Leisten nach rechts oder nach links geschwungen wird, wodurch die richtige Lage der Nägel im Absatz gesichert wird bis zu einem Grade, wie es gegenwärtig unmöglich ist bei Leistenträgern, bei denen die seitliche Schwingung um eine Achse stattfindet, die in der Nähe des Leistenstiftes selbst gelegen ist, denn in solchem Falle wird der Rücken des Absatzes je nach der jeweiligen Ausdehnung und Richtung der Schwingung des Zehenteiles des Schuhes von einer zur anderen Seite der Mittelstellung geschwungen, die durch den über ihm befindlichen Nagelblock bestimmt ist. '...'■
Es ist zu bemerken, daß der schwingende Kopf 8 so angeordnet ist, daß er in einer etwas schrägen Ebene am Oberteil des Ständerkopfes 10 schwingt, wobei die Schwingungsebene annähernd mit Beziehung auf die durchschnittliche Lage des darauf befindlichen Leistens gelagert ist.
In Fig. 5 ist der Leistenträger (Fig. 1 bis 4 einschließlich) in seiner Stellung in der Maschine gezeigt. Der Ständerkopf 10 ist auf dem oberen Ende eines Schaftes 71 angeordnet, welcher in einem Ständer 70 verstellbar ist, der auf einem senkrecht auf und nieder beweglichen Tisch 67 angeordnet ist. Auf einer von diesem Leistenständer vorragenden Konsole 85 ist das Zehenkissen 80 angeordnet, welches den Zehenteil des Schuhes stützt, wenn sein Leisten auf dem Leistenstift 6 angebracht ist.
Der Nagelblock 108 ist über dem Leistenträger gezeigt, und über dem Nagelblock sind wiederum die Treiber 110 an dem senkrecht beweglichen Treiberkopf 111 angeordnet, welcher sich senken und die Nägel abwärts durch den Nagelblock in den Absatz und den Hackenteil des Schuhes treiben kann.
Der den Leistenträger tragende Tisch wird zu geeigneten Zeiten in geeigneter Weise, z. B. mittels einer Schraube 59, gehoben, um den
Absatz zusammenzupressen und ihn vor dem Nageln in seiner Lage auf dem Hackenteil des Schuhes festzusetzen; und dieser festsetzende oder verdichtende Druck, welcher so notwendig für gute Arbeit ist, ist so schädlich für Holzleisten, da er häufig Tausende von Kilogramm beträgt.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    - '
    i. Leistenträger für Maschinen zur Bearbeitung von Schuhwerk, dadurch gekennzeichnet, daß der Leistenhals durch Glieder (15,15) erfaßt wird, . die seitwärts gegeneinander nachgiebig (Feder 20 0. dgl.) verschiebbar (17, 18) angeordnet und mit Abschrägungen (16) versehen sind, so daß die genannten Glieder (15, 15) sich selbsttätig der Breite des Leistenhalses entsprechend einstellen, sobald der Leisten auf den Leistenträger aufgesetzt wird.
  2. 2. Leistenträger nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Leistenstift (6) auf einem in einem seitwärts schwenkbaren Kopf (8) in der Längsrichtung des Leistens verschiebbaren Kopf (7) angeordnet ist, und daß die Schwingung des schwenkbaren Kopfes (8) um einen am Hackenende des Leistens gelagerten Punkt (9), stattfindet.
  3. 3. Leistenträger nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der in der Längsrichtung des Leistens verschiebbare Kopf (7) in der gewünschten Lage durch eine Vorrichtung (13, 14) verriegelt werden kann, die gleichzeitig als Anschlag für die Begrenzung der seitlichen Schwingung des schwenkbaren (9) Kopfes (8) dient.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT230486D Active DE230486C (de)

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DE (1) DE230486C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5370418A (en) * 1993-11-19 1994-12-06 Pugh; Nicholas Integrated chassis and compressed gas fuel system of an automotive vehicle

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US5370418A (en) * 1993-11-19 1994-12-06 Pugh; Nicholas Integrated chassis and compressed gas fuel system of an automotive vehicle

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