DE23008C - Verfahren zur Darstellung von im Wasser löslichen Verbindungen aus Alizarinblau und Sulfiten - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von im Wasser löslichen Verbindungen aus Alizarinblau und Sulfiten

Info

Publication number
DE23008C
DE23008C DENDAT23008D DE23008DA DE23008C DE 23008 C DE23008 C DE 23008C DE NDAT23008 D DENDAT23008 D DE NDAT23008D DE 23008D A DE23008D A DE 23008DA DE 23008 C DE23008 C DE 23008C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
alizarin blue
water
sulphites
sulphurous
blue
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT23008D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
Badische Anilin and Sodafabrik AG
Publication of DE23008C publication Critical patent/DE23008C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B5/00Dyes with an anthracene nucleus condensed with one or more heterocyclic rings with or without carbocyclic rings

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Compounds Of Heavy Metals (AREA)
  • Treating Waste Gases (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
- I. Zur Ueberführung von Alizarinblau in eine wasserlösliche Verbindung eignen sich statt der in unserem Haupt-Patente P. R. No. 17695 ge: nannten sauren schwefligsauren Alkalien ebenfalls die durch Auflösen der betreffenden Oxyde bezw. Hydrate und Carbonate in wässeriger schwefliger Säure darstellbaren Sulfite von Calcium, Barium, Strontium, Magnesium, Zink, Mangan, Aluminium, Chrom und Eisen, sowie die Doppelverbindungen genannter Sulfite mit den schwefligsauren Alkalien. Im übrigen erfährt das in P. R. No. 17695 beschriebene Verfahren keine wesentliche Abänderung. Das Alizarinblau wird in möglichst fein vertheiltem Zustande und zweckmäfsig in Teigform mit den concentrirten Sulfitlösungen gemischt und einige Zeit sich selbst überlassen. Wenn genügende Umwandlung eingetreten ist, wozu ungefähr 14 Tage erforderlich sind, wird die Mischung filtrirt, der Filterrückstand mit Wasser erschöpft und die erhaltene Lösung durch Zusatz von Kochsalz gefällt. Die sich krystallinisch abscheidenden Alizarinblauverbindungen werden mechanisch von ■ der Mutterlauge getrennt und bei niederer, 500 nicht überschreitender Temperatur getrocknet. Zum Drucken und Färben lassen sich dieselben wie das nach dem Verfahren unseres Haupt-Patentes erhaltene wasserlösliche Alizarinblau (Alizarinblau S) verwenden. Beispiel: 1 kg Alizarinblau in Teig von 20 pCt. Trockengehalt wird mit 1 kg Zinksulfitlösung 2o° B. (1,16 spec. Gew.), dargestellt durch Einleiten von schwefliger Säure in Wasser, worin Zinkoxyd suspendirt ist, gut vermischt und bei gewöhnlicher Temperatur, vor Luftzutritt geschützt, 14 Tage stehen gelassen, sodann filtrirt und der Filterrückstand mit Wasser erschöpft. Die braunrothe Lösung wird mit Kochsalz gesättigt und nach erfolgter Abscheidung die krystallinische Zinksulfitverbindung des Alizarinblaues filtrirt und getrocknet. Dieselbe ist ein rothbraunes Pulver, leicht löslich in Wasser, schwer löslich in. Alkohol und Salzlösungen; beim Kochen der wässerigen Lösung zerlegt sich die Verbindung in schweflige Säure und den Zinklack des Alizarinblaues.
II. Die Einwirkung der Sulfite auf das Alizarinblau wird erheblich durch die Gegenwart von Lösungsmitteln des Alizarinblaues beschleunigt. Derartige Lösungsmittel sind Alkohol, Essigäther und Essigsäure; ein Zusatz derselben von 10 bis 15 pCt. der Mischung genügt.
Bei Anwendung der Essigsäure verfahren wir z. B. folgendermafsen: 10 kg Alizarinblau in Teig von 2opCt. Trockengehalt, 10 kg Natriumbisulfitlösung von 300 B. (1,2s spec. Gew.), 2 kg Essigsäure von 8° B. (1,06 spec. Gew.) werden, gut gemischt und vor Luftzutritt geschützt, bei gewöhnlicher Temperatur sich selbst überlassen. Bereits nach etwa 8 Tagen ist die Umwandlung des Alizarinblaues in seine wasserlösliche Verbindung nahezu vollständig. Die Mischung wird sodann filtrirt, der Filterrückstand mit Wasser erschöpft und durch Zusatz von Kochsalz bezw.
Alkohol das wasserlösliche Alizarinblau aus seiner Lösung abgeschieden.
In derselben Weise verfahrt man bei Anwendung der unter I. genannten Sulfite an Stelle des in vorstehendem Beispiel genannten Natriumbisulfits.
Statt freie Essigsäure dem Gemisch von Alizarinblau und Sulfitlösung zuzusetzen, erzielt man selbstverständlich auch dieselbe Wirkung dadurch, dafs man ein Gemisch von Alizannblau und den Lösungen der entsprechenden essigsauren Salze mit schwefliger Säure sättigt, da letztere bekanntlich die essigsauren Salze unter Bildung von freier Essigsäure und schwefligsauren Salzen zersetzt.
III. Bekanntlich geben Reductionsmittel mit Alizarinblau in alkalischer Lösung eine Reductionsküpe. Mit Zinkstaub, hydroschwefliger Säure oder Traubenzucker erhält man bei Gegenwart verdünnter Natronlauge oder Kalilauge eine gelbbraune Lösung, aus der sich der Farbstoff bei Gegenwart von. Luft mit blauer Farbe wieder abscheidet (Annalen der Chemie, Bd. 201, S· 339)· Wird diese Lösung indessen bei abgehaltenem Luftzutritt mit einer Mineralsäure schwach übersättigt, wozu man sich zweckmäfsig der schwefligen Säure bedienen kann, so scheidet sich die darin enthaltene Leuko- oder Hydroverbindung des Alizarinblaues ab. Diese Verbindung läfst sich nun, genau wie das Alizarinblau selbst, nach dem in unserem Patent P. R. No. 17695, sowie nach dem vorstehend unter I. und II. beschriebenen Verfahren in wasserlösliche Sulfitverbindungen überführen, welche nach dem Abscheiden in fester Form und Trocknen sich wie die entsprechenden, direct aus dem Alizarinblau dargestellten wasserlöslichen Farbstoffe verhalten.
Beispiel: 5 kg Alizarinblau in Teig von 20 pCt. Trockengehalt werden mit einer Lösung von ι kg Traubenzucker in 1 1 Wasser und 5 kg einer 20-procentigen Natronlauge so lange gelinde erwärmt, bis eine klare, tiefbraune Reductionsküpe des Alizarinblaues entstanden ist. Diese Lösung wird bei Vermeidung von Luftzutritt mit schwefliger Säure in Gasform gesättigt und dann sich selbst überlassen.
Nach etwa 8 Tagen wird die Mischung filtrirt und aus dem Filtrate durch Zusatz von Kochsalz bezw. Alkohol das wasserlösliche Alizarinblau in fester, krystallinischer Form abgeschieden. Dasselbe besitzt nach dem Abfiltriren und Trocknen bei einer 50° nicht übersteigenden Temperatur die wesentlichen Eigenschaften des in unserem Haupt-Patent beschriebenen Alizarinblaues S.
Wird die wie vorstehend erhaltene Reductionsküpe des Alizarinblaues mit verdünnter Salzsäure schwach übersättigt und dann mit Zinksulfitlösung oder der Lösung eines anderen der' unter I. genannten Metallsulfite vermischt, so bilden sich die entsprechenden wasserlöslichen Metallverbindungen, welche durch Erhitzen über ungefähr 700C. sich unter Abscheidung der entsprechenden Farblacke des Alizarinblaues zersetzen.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zur Darstellung von wasserlöslichen Verbindungen des Alizarinblaues durch Mischen desselben mit den durch Auflösen der betreffenden Oxyde bezw. Hydrate, Carbonate oder Acetate in wässeriger schwefliger Säure darstellbaren. Lösungen der Sulfite von Calcium, Barium, Strontium, Magnesium, Zink, Mangan, Aluminium, Chrom und Eisen, sowie der Doppel verbindungen genannter Sulfite mit den schwefligsauren Alkalien, Stehenlassen des Gemisches bis zur erfolgten Löslichmachung des Alizarinblaues und Abscheidung der wasserlöslichen Verbindung aus der erhaltenen Lösung durch Zusatz von Kochsalz, Trennung des Niederschlages von der Mutterlauge bezw. Trocknen desselben bei einer 50° C. nicht übersteigenden Temperatur.
2. Die Anwendung von Alkohol, Essigäther oder Essigsäure als Zusätze zu dem Gemisch von Alizarinblau mit schwefligsauren Alkalien oder den unter 1. genannten Sulfiten.
3. Die Anwendung der durch alkalische Reductionsmittel aus dem Alizarinblau entstehenden Hydro- oder Leukoverbindung desselben an Stelle des in P. R. No. 17695 und in den vorstehenden Verfahren genannten Alizarinblaues.
DENDAT23008D Verfahren zur Darstellung von im Wasser löslichen Verbindungen aus Alizarinblau und Sulfiten Active DE23008C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE23008C true DE23008C (de)

Family

ID=299591

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT23008D Active DE23008C (de) Verfahren zur Darstellung von im Wasser löslichen Verbindungen aus Alizarinblau und Sulfiten

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE23008C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE23008C (de) Verfahren zur Darstellung von im Wasser löslichen Verbindungen aus Alizarinblau und Sulfiten
DE41518C (de) Verfahren zur Herstellung einer wasserlöslichen Verbindung von Naphtazarin und Sulfiten und zur Erzeugung schwarzer bis grauer Töne mittelst derselben oder des Naphtazarins
DE2334096A1 (de) Verfahren zur gewinnung reiner 1,12dodecandicarbonsaeure
DE140128C (de)
DE287867C (de)
DE144281C (de)
DE642946C (de) Verfahren zur Herstellung geformter Cellulosegebilde aus Kupferoxydammoniakcelluloseloesungen
DE633354C (de) Verfahren zur Herstellung bestaendiger Reduktionsprodukte halogenierter Indigofarbstoffe
DE733754C (de) Verfahren zur Herstellung von stickstoffhaltigen Anthrachinonfarbstoffen
DE67470C (de) Verfahren zur Darstellung eines Alizarincbinolins
DE166783C (de)
DE398406C (de) Verfahren zur Herstellung von Aluminiumformiatloesungen
DE229400C (de)
DE251101C (de)
DE195901C (de)
DE36289C (de) Verfahren zur Herstellung von trockenem Alizarin, welches mit Wasser zu Brei von der Natur des Alizarins en päte zerfällt
DE574190C (de) Verfahren zur Herstellung von Kuepenfarbstoffenolschwefelsaeureestern
AT159961B (de) Verfahren zur Herstellung eines, insbesondere für die Verwendung als Email- und Glasur-Weiß-trübungsmittel geeigneten, Cerdioxyd entahltenden Produkts.
DE530048C (de) Verfahren zur Darstellung wasserloeslicher Produkte aus Braunkohle und aehnlichen fossilen Materialien
DE415320C (de) Verfahren zur Herstellung von 2-Oxy-1-arylaminonaphthalinsulfosaeuren
DE308335C (de)
DE2010665C2 (de) 1-Aza-2-hydroxybenzanthron und Verfahren zu seiner Herstellung
DE657740C (de) Herstellung lichtechter Farblacke
DE37934C (de) Verfahren zur Darstellung eines neuen gelben Farbstoffes, Galloflavin, aus Gallussäure
DE620257C (de) Verfahren zur Herstellung von chromhaltigen Azofarbstoffen