DE229807C - - Google Patents
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- DE229807C DE229807C DENDAT229807D DE229807DA DE229807C DE 229807 C DE229807 C DE 229807C DE NDAT229807 D DENDAT229807 D DE NDAT229807D DE 229807D A DE229807D A DE 229807DA DE 229807 C DE229807 C DE 229807C
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01H—SPINNING OR TWISTING
- D01H1/00—Spinning or twisting machines in which the product is wound-up continuously
- D01H1/14—Details
- D01H1/20—Driving or stopping arrangements
- D01H1/24—Driving or stopping arrangements for twisting or spinning arrangements, e.g. spindles
- D01H1/241—Driving or stopping arrangements for twisting or spinning arrangements, e.g. spindles driven by belt
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Spinning Or Twisting Of Yarns (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 76 c. GRUPPE
JOHN BOYD in SHETTLESTON,
in DUNDEE.
Spul- und ähnliche Maschinen.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Spannung der Spindelantriebsbänder oder
Spindelschnuren für Spinn-, Zwirn-, Spul- und ähnliche Maschinen, deren Spannungszylinder
in drehbaren Hebeln gelagert sind und unter regelbarer Gewichtsbelastung stehen.
Solche Vorrichtungen sind bekannt, und zwar entweder in der Weise, daß für jeden Hebellagerrahmen
ein besonderes Regelungsgewicht
ίο vorgesehen wird oder aber auch in der Weise,
daß der Spannungszylinder schräg an einem Ende im Maschinenrahmen gelagert ist, während
das andere Ende in einem Hebellagerrahmen ruht, an dem ein einstellbares Belastungsgewicht
gestattet, die Belastung der Schnuren durch das Eigengewicht des Spannungszylinders
zu verändern.
Die erstere Vorrichtung hat den Nachteil, daß die Gefahr einer ungleichmäßigen Belastung
der beiden Enden des Spannungszylinders besteht, sei es, daß die beiden Gewichte nicht
ganz.gleich sind, sei es, daß dieselben nicht genau mit dem gleichen Hebelarm wirken. In
diesem Falle tritt ein Kippen des Spannungs-Zylinders ein, und es werden nicht alle Schnuren
unter der gleichen Belastung gespannt, sondern vom einen Ende nach dem anderen sämtliche
Schnuren verschieden, so daß ein ungleichmäßiges Garn entsteht. Im letzteren Falle
findet, da das eine Ende des Spannungszylinders nicht an einem Hebelrahmen, sondern am
Maschinenrahmen gelagert ist, bei einer Verstellung des Regelungsgewichtes eine Veränderung
des Belastungshebels des Gesamtgewichtes statt, indem nicht nur die Länge des Hebelarmes
geändert wird, an welchem das Gewicht aufgehängt ist, sondern auch der Hebelarm selbst, an dem das Eigengewicht des Spannungszylinders wirkt, verändert wird, indem dieser
unter dem erhöhten Gewicht um einen einseitigen Drehpunkt an seinem einen Ende
kippt, so daß es überhaupt nicht möglich ist, mit dieser Einrichtung eine vollständig gleichmäßig
geregelte Spannung aller Antriebsbänder zu erzielen.
Demgegenüber ist die Spannungsvorrichtung gemäß der Erfindung dadurch gekennzeichnet,
daß auf beide an jedem Ende des Spannungszylinders vorgesehene Hebellagerrahmen ein
einziges Regelungsgewicht wirkt, welches unter Anwendung von Führungsrollen in der Mitte ·.
des Spannungszylinders aufgehängt ist. Hierdurch wird erreicht, daß in allen Fällen bei
Änderung des Regelungsgewichtes beide Enden des Spannungszylinders in gleicher Weise beeinflußt
werden, dieser also ohne die Gefahr des Kippens in seiner ganzen Länge die gleiche
Belastungsänderung erfährt, so daß alle Schnuren gleichmäßig stärker oder schwächer
angespannt werden. Die gleiche Erfindung läßt sich auch mit Vorteil so ausführen, daß
bei der Anordnung mehrerer Spannungszylinder
ein einziges gemeinsames Gewicht oder ein gemeinsamer Satz solcher Gewichte vorgesehen
ist.
In der Zeichnung sind einige Ausführungsbeispiele der Vorrichtung dargestellt.
Fig. i, 2 und 3 sind ein senkrechter Schnitt,
eine Vorderansicht und eine Draufsicht einer Flügelspinnmaschine, welche nur an der einen
Seite einer Schnurtrommel Spindeln hat, die sämtlich durch getrennte Einzelschnuren angetrieben
werden, wobei der Spannungszylinder als von oben her wirkend dargestellt ist.
Fig. 4, 5 und 6 sind ein senkrechter Schnitt, eine Vorderansicht und Draufsicht einer Flügelspinnmaschine,
bei der die Spindeln ebenfalls nur einseitig angeordnet sind und durch ein einziges endloses Band angetrieben werden,
wobei der Spannungszylinder als von unten auf die einzelnen Schleifen des endlosen Bandes
wirkend dargestellt ist.
Fig. 7 und 8 sind ein senkrechter Schnitt und eine Draufsicht einer Ringspinnmaschine,
welche zu beiden Seiten einer Hauptantriebsschnurtrommel Spindeln hat, welche sämtlich
durch eine einzige endlose Schnur angetrieben werden, wobei die Oberkante der Schnurtrommel
etwas unterhalb der Mitte der Spindelwirtel liegt.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 1, 2 und 3 ist 19 der übliche Rahmen einer Flügelspinnmaschine,
an dem eine Anzahl von Spindeln 20 nur an der einen Seite des Antriebszylinders 22
angeordnet sind, welche sämtlich durch einzelne endlose Schnuren 21 von gleicher Länge angetrieben
werden, und zwar vorteilhaft von solchen in Doppelschleifenform. Der Antrieb
erfolgt von der Schnurtrommel 22 aus, und der Spannungszylinder 23 wirkt von oben her auf
die Schnuren 21 durch sein Eigengewicht. Die Unterkante der Schnurtrommel liegt, wie dargestellt,
etwas tiefer als die Mitte der Rinne der V-förmigen Spindelwirtel 20 A. Jede
Schnur 21 läuft über einen Wirtel nach der Unterkante und um die Schnurtrommel 22
herum, dann über deren Oberkante, nach abwärts unter dem Spannungszylinder 22 hindurch,
nach dem Wirtel zurück, wo beide Enden verbunden sind. Der Spannungszylinder 23 ist vor der Vorderkante des Antriebszylinders 22 angeordnet. Der Spannungszylinder 23 ist vorteilhaft in zwei drehbaren
Schwinghebeln 24R und 24L gelagert (Fig. 2),
und zwar ist nach der dargestellten Ausführungsform für jeden Spannungszylinder 23 ein
getrenntes Paar solcher Hebel 24K und 24L vorgesehen.
Es kann aber auch für je zwei benachbarte Spannungszylinder ein gemeinsamer Schwinghebel angeordnet sein, in welchen die
Zapfen zweier benachbarter Spannungszylinder geführt sind. Die Endzapfen jedes Spannungszylinders laufen in Lagerbüchsen 25, die in
offene Gabeln 26 der Schwinghebel eingesetzt sind. Der Druck des Spannungszylinders wirkt
in diesem Falle an der Oberseite der Schnuren nach abwärts, wobei, um den Aufwärtsdruck
aufzunehmen und die Lagerbüchse festzuhalten, ein Querstift 28 durch Gabel uncl Büchse geht.
Die Hebel 24^ und 24L sind an Zapfen 27 gelagert,
die in Lagern des Rahmens 19 gehalten werden. Die Mittelachsen der Zapfen 27 liegen
vorteilhaft etwas höher als die Mitte der Schnurtrommel 22, wenn die Hebel 24^ und
24'- sich in ihrer Mittelstellung befinden. Jeder Schwinghebel hat einen Sektor 30, über den
je eine Kette (Schnur o. dgl.) '31 läuft, an die mittels Haken 34 ein Gewicht 32 angehängt
ist, das durch Aufsatzscheiben 33 vergrößert oder vermindert werden kann. Die Ketten
oder Schnuren werden durch senkrechte Führungsrollen 35 geführt, die sich um Zapfen 36
einer mittleren Schienenkonsole 37 drehen und weiter durch Winkelführungsrollen 35 1, die sich
um Zapfen 39 an den Rahmenstützen 29 in Winkel einstellbar befestigen lassen. Die
Ketten oder Schnuren laufen hierbei weiter durch Löcher.38 der Mittelgabel 37 und sind
mittels Klemmen 40 an den Sektorarmen der Hebel 24Λ>
und 24L einstellbar befestigt. Hierdurch
läßt sich der Spannungszylinder 23 leicht genau parallel zur Schnurtrommel 22 einstellen.
Da bei der Ausführungsform nach Fig. 1, 2 und 3 der Spannungszylinder 23 von oben her
durch sein Eigengewicht auf die Schnuren spannend wirkt, so erfolgt hier die Regelung
der Spannung der Veränderung des Gewichtes 32, 33 als Entlastungsgewicht.
Bei der Ausführungsform der Fig. 4, 5 und 6 ist die Anordnung umgekehrt. Das gemeinsame
Regelungsgewicht 32, 33 wirkt, hier als Belastungsgewicht und spannt sämtliche Schleifen
eines einzigen endlosen Antriebsbandes 21. Statt der Ketten sind hier Seile 31 angewandt,
an denen das gemeinsame Belastungsgewicht 32 in der Mitte des Spannungszylinders aufgehängt
ist. Bei dieser Ausführungsform wird jeder Spannungszylinder 23 durch Hebel 24s und 24^
getragen, welche an den Rahmenlagern 29 gelagert sind, die mit Anschlägen zur Begrenzung
ihrer Schwingung versehen sind. Die Mitten der Lagerzapfen 27 und des Spannungszylinders
23 liegen in ein und derselben Ebene, wenn die Hebel ihre Mittelstellung einnehmen.
Jeder Hebel 24 ist mit einem einstellbaren Arme 30 versehen, der durch Stellschraube 241
eingestellt werden kann, um die einzelnen Schleifen des Bandes 21 auseinanderzuhalten,
zwischen denen die Hebel 30 liegen. Die Führungsrollen 41 und Lager 42 dienen zur
Führung des Bandes, um dieses nach dem anderen Ende des Spannungszylinders zurückzuführen.
Weitere Führungsscheiben und
Lager 45 und 46 (in Fig. 4 punktiert), können angeordnet sein, um zu verhüten, daß das
Band 21 mit den Spindelkonsolen des Rahmens 19 in Berührung kommt. Mit der ersten
Spindel 20 an einem Ende des Spannungszylinders 23 beginnend, wird von jedem Spindelwirtel
20^ das Band 21 über die Oberseite des
Spannungszylinders 23 geführt, dann rund an der unteren Seite der Antriebstrommel 22 und
um diese herum und von hier um den nächsten Spindelwirtel 2o/4 und nach dem Ende seiner
Abteilung durch das Band von der Oberseite des Zylinders 22 um die Winkelrollen 41 und
zurück zum ersten Spindelwirtel 20^ geführt
wird, welcher, um dem Lauf des Bandes zu folgen, an seiner Spindel 20 höher angeordnet
ist, als es die übrigen Spindelwirteln an ihren Spindeln sind. Die Winkelrollen 41 haben
Lauf spindeln, welche in Öllagern 42 laufen, die einstellbar an geeigneten Lagerrahmen 43
befestigt sind. Diese sind ebenfalls am Rahmen 19 einstellbar durch eine Stellschraube 44,
zum Zwecke, das innere Ende der Lagerstütze nach rechts oder links zu verstellen, um zu
sehen, daß das Band 21 an dem rechtsseitigen Lager 42 vorbeigeht, wie aus Fig. 5
und 6 ersichtlich.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 7 und 8 ist die Vorrichtung bei einer Ringspinnmaschine
angeordnet, deren Rahmen 19 eine Anzahl von Spindeln 20 zu beiden Seiten
trägt, welche durch eine lange endlose Schnur 21 von einer gemeinsamen mittleren Schnurtrommel
22 aus angetrieben werden. Die Oberkante der Trommel 22 liegt etwas unterhalb der Mitte der V-förmigen Spindelwirtel 2O-4
der Spindeln 20 jeder Seite. Jeder Spannungszylinder 23 wird von Hebeln 24^ und 24L getragen,
die an Rahmenlagern 29 gelagert sind, welche mit Anschlägen zur Begrenzung der Hebelschwingung versehen sind. Die Mitten
der Lagerzapfen 27 der Hebel und die Mitte des Spannungszylinders 23 liegen in derselben
senkrechten Ebene, wenn sich die Hebel in ihrer Mittelstellung befinden. Jeder Hebel hat
einen langen wagerechten Arm 30, an dessen Enden die Ketten oder Schnuren 31 befestigt
sind. Diese laufen nach oben über einen Zapfen 36 von Konsole 39 gelagerten Führungsrollen
35, dann von diesen nach der Mitte über ebensolche in der Gabelkonsole 37 gelagerten
Rollen 35 und sind in ihnen von da nach abwärts' gegen die Enden an dem Gewicht
32 befestigt, welches also durch sein Gewicht den Arm 30 nach oben zu ziehen sucht, in diesem Falle also als Belastungsgewicht die Spannung der Schnuren 21 regelnd.
Zwei Führungsscheiben 41, die in Öllagern laufen, die an Stützlagern 43 des Rahmens
gehalten werden, sind für jede Abteilung vorgesehen, um die Schnur an das andere Ende
jedes Spannungszylinders zurückzuführen. Beim Umlegen der Schnur um die Spindel 20 an
dem einen Ende des Spannungszylinders beginnend, wird diese, wie aus Fig. 8 ersichtlich,
von der einen Führungsscheibe 41 rund um zwei Spindelwirtel 204 an den gegenüberliegenden
Seiten des Rahmens geführt, dann rechts rund um Trommel 22 und Zylinder 23 und dann wechselweise um das nächste Paar
zweier gegenüberliegender Spindelwirtel 204
sowie um Trommel und Spannungszylinder bis schließlich nach dem Ende dieser Abteilung.
Endlich wird die Schnur mit der Oberseite des Zylinders 23 rund um die zweite Winkelführungsrolle
41 geführt und beide Enden der Schnur verbunden.
Claims (2)
1. Vorrichtung zur Spannung der Spindelantriebsbänder
oder -schnüren für Spinn-, Zwirn-, Spul- und ähnliche Maschinen, deren
Spannungszylinder in drehbaren Hebelarmen gelagert sind und unter regelbarer Gewichtsbelastung stehen, dadurch gekennzeichnet,
daß auf beide an jedem Ende des Spannungszylinders vorgesehene Hebellagerrahmen ein einziges Regelungsgewicht
wirkt, welches unter Anwendung von Führungsrollen in der Mitte des Spannungs-Zylinders
aufgehängt ist, derart, daß bei Änderung des Regelungsgewichtes beide Enden des Spannungszylinders in gleicher
Weise beeinflußt werden und der Spannungszylinder ohne die Gefahr des Kippens in
seiner ganzen Länge die gleiche Belastungsänderung erfährt.
2. Spannungsvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ein einziges
Regelungsgewicht zur Regelung der Spannung mehrerer Spannungszylinder angeordnet
ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE229807C true DE229807C (de) |
Family
ID=490076
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT229807D Active DE229807C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE229807C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE830469C (de) * | 1949-11-01 | 1952-02-04 | Eugen Stammwitz | Vierspindel-Bandantrieb fuer Spinn-, Zwirn- und aehnliche Maschinen |
-
0
- DE DENDAT229807D patent/DE229807C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE830469C (de) * | 1949-11-01 | 1952-02-04 | Eugen Stammwitz | Vierspindel-Bandantrieb fuer Spinn-, Zwirn- und aehnliche Maschinen |
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