-
Nähmaschine mit einem in der Vorschubrichtung schwingenden Nadelstangenrahmen
l)ie Erfindung betrifft Verbesserungen an Nähmaschinen und im besonderen eine Einrichtung,
um die Nadel bei ihrer Aufundabbewegung quer zu ihrer normalen Bahn auszuschwingen.
-
Bei anerkannten Nähmaschinentypen war es üblich, die in ihrer Längsachse
bewegliche Nadelstange in in einem gewissen Abstand voneinander liegenden Lagern
anzubringen, die in einem Schwingrahmen vorgesehen sind, welcher auf einem von dem
:Maschinenkopf vorragenden Lagerzapfen gelagert ist. In einigen Fällen ist der Lagerzapfen
an dein äußersten oberen Ende des Schwingrahmens vorgesehen, während er in den anderen
Fällen an dem äußersten unteren Ende des Schwingrahmens sitzt. In beiden Fällen
treten die zur Ausschwingung des Nadelstangenrahmens um seinen Lagerzapfen verwendeten
Verbindungen mit dem Nadelstangenrahmen an dem dem Lagerzapfen gegenüberliegenden
Ende in Eingriff. Diese bisherigen Bauarten erwiesen sich als ausreichend, wenn
sie mit einer nominellen Geschwindigkeit der Größenordnung von nicht mehr als
3000 Stichen je Minute arbeiteten. Bei Geschwindigkeiten, die höher als
3000
Stiche je Minute sind und die Größenordnung von :Iooo bis 5ooo Stichen
je Minute erreichen, näherte sich der durch die mit hoher Geschwindigkeit ausgeführten
Schwingungen des Nadelstangenrahmens verursachte Vibrationsbetrag solchen Ausmaßen,
daß es notwendig wurde, die Nähmaschine fest und sicher auf der unterstützenden
Tischkonstruktion festzulegen. Bei einer solchen Befestigung wurden die in der Nähmaschine
erzeugten Vibrationen
leicht auf die Tischtragkonstruktion übertragen,
was zur Folge hatte, daß es schwieriger wurde, das zu nähende Material in der richtigen
Weise zu handhaben und wodurch die Ermüdung der Bedienungsperson vergrößert wurde.
-
Die bei diesen früheren Bauarten entwickelte überaus große Vibration
rührte von der Ansammlung der vereinigten Gewichte oder Massen des Nadelstangenrahmens
und der in ihm auf der einen Seite der Lagerachse des Rahmens gelagerten Nadelstange
her. Bei einer solchen Verteilung der Gewichte der genannten Teile erhöhte sich
die durch die Schwingbewegung des Nadelstangenrahmens und der Nadelstange erzeugte
Trägheitswirkung oberhalb einer nominellen Geschwindigkeit wesentlich.
-
Hauptzweck der Erfindung besteht darin, eine Einrichtung zum Ausschwingen
des Nadelstangenrahmens zu schaffen, welche ohne Entwicklung einer übermäßig großen
Vibration mit hohen Geschwindigkeiten betätigt werden kann.
-
Ein weiterer Zweck der Erfindung ist die Schaffung einer Ausschwingvorrichtung,
die von gedrängter Bauart sowie starr ist und mit hohen Arbeitsgeschwindigkeiten
arbeiten kann, ohne unbrauchbar zu werden.
-
In den Zeichnungen sind zwei Ausführungsformen der Erfindung beispielsweise
dargestellt. Fig. i ist eine Vorderansicht einer Nähmaschine gemäß der Erfindung,
wobei der Kopf und ein Teil des oberen Maschinenarmes im Schnitt dargestellt sind,
und veranschaulicht den Träger für den ausschwingenden Nadelstangenrahmen und die
Vorrichtung, mittels welcher die Nadelstange auf und ab bewegt wird.
-
F ig. 2 ist eine vordere Endansicht, wobei der Fuß im Schnitt dargestellt
ist, um die untere Stichbildevorrichtung und die untere Vorschubvorrichtung sichtbar
zu machen.
-
Fig.3 ist ein senkrechter Schnitt nach der Linie 3-3 der Fig. i.
-
Fig.4 ist eine Hinteransicht des oberen Maschinenarmes und des Kopfes
und veranschaulicht die Verbindungen, die den Nadelstangenrahrnen ausschwingen und
den Drückerfuß anheben.
-
Fig. 5 ist ein senkrechter Längsschnitt durch den Maschinenarm und
Kopf einer Nähmaschine mit zwei Nadelstangen und zwei Drückerstangen.
-
Fig.6 ist eine Endansicht des in Fig. 5 dargestellten Kopfes.
-
Fig.7 ist eine Hinteransicht des Maschinenarmes und Kopfes und veranschaulicht
die Verbindungen, die die Drückerstangen anheben.
-
Fig. 8 ist eine Draufsicht, teilweise im Schnitt, des oberen Maschinenarmes
und Kopfes und veranschaulicht die Federanordnung der Drücker-Stange.
-
Die Erfindung ist an einer Nähmaschine verkörpert, die ein Rahmengestell
hat, welches ein Unterteil i aufweist, von dessen einem Ende ein Ständer 2 eines
überhängenden Maschinenarmes 3 emporragt, welcher in einen Kopf 4 ausläuft. In Kugellagern
5, 6 ist eine Maschinenantriebswelle 7 gelagert, die an dem einen Ende die übliche
Schnurscheibe 8 und an ihrem anderen Ende eine ausgewuchtete, die Nadelstange antreibende
Kurbel 9 trägt. Auf der Welle 7 sitzt fest innerhalb des Armes 3 eine Riemenscheibe
io, die durch einen Riemen i i mit Greifgliedern mit einer zweiten Riemenscheibe
12 verbunden ist, welche fest auf dem äußeren Ende einer unteren Welle 13 sitzt,
die in dem Unterteil i drehbar gelagert ist; das Übersetzungsverhältnis zwischen
den Riemenscheiben io und 12 ist i : i. Von der Welle 13 werden die übliche einen
Stoffschieber 14 aufweisende Stoffvorschubvorrichtung sowie die Greifervorrichtung
betätigt, welche fadenführende Kettenstichgreifer 15 aufweist. Der Kürze halber
wird eine nähere Beschreibung der Vorschubvorrichtung und der Greifervorrichtung
nicht gegeben, da keine dieser Vorrichtungen einen Teil der vorliegenden Erfindung
bildet. Es genügt der Hinweis, daß bei der in den Zeichnungen dargestellten Greifervorrichtung
der Greifer 15 vorzugsweise so ausgebildet ist, daß er schleifenerfassende und -abwerfende
Bewegungen nur in der Vorschublinie ausführt und sich zum Erfassen der Nadelfadenschleife
in einer der Vorschubrichtung entgegengesetzten Richtung vorbewegt.
-
Bei der in den Fig. 1 bis ,4 dargestellten Ausführung ist die die
Nadelstange antreibende Kurbel 9 (Fig. i) mit einem Kurbelzapfen 16 versehen, auf
dem vorzugsweise zwei Nadellager 17 sitzen, welche passend von dem durchbohrten
oberen Ende eines rohrförmigen Lenkers 18 aufgenommen werden, der auf dem Kurbelzapfen
16 durch eine Scheibe i9 und eine Kappenschraube 20 gehalten wird. Das untere Ende
des Lenkers 18 ist zur Aufnahme eines Zapfens 21 durchbohrt, der aus einem Stück
mit einem geschlitzten Bund 22 besteht, welcher auf der üblichen Nadelstange 23
festgeklemmt ist. An dem unteren Ende der Nadelstange 23 wird eine Nadelklemme 24
getragen, in der Nadeln 25 sitzen. Mittels der beschriebenen Einrichtung wird die
Nadelstange 23 in zeitlicher Beziehung zu den mit ihr zusammenarbeitenden Greifern
15 zwecks Herstellung von Kettenstichen auf und ab bewegt.
-
Die Nadelstange 23 ist in Lagerbuchsen 26, 27 gelagert, welche in
den im Abstand voneinander liegenden Armen 28, 29 eines im wesentlichen C-förmig
gestalteten Nadelstangenrahmens 30 vorgesehen sind, welcher vorzugsweise
aus Aluminium oder einem anderen Leichtmetall besteht und mit einer waagerecht vorstehenden
Schwingwelle 31 versehen ist, auf der eine gegen Abnutzung widerstandsfähige Muffe
32 befestigt ist, die in einem Lageransatz 33 drehbar ist, der vorzugsweise mit
dem Kopf 4 aus einem Stück besteht. Um Vibrationen und auch die Kraft, die erforderlich
ist, um den Nadelstangenrahmen 30 und die darin gelagerte Nadelstange 23
zu verschwenken, auf ein Mindestmaß zu verringern, ist es erwünscht, die Schwingwelle
31 so anzubringen, daß ihre Längsachse im wesentlichen durch den Schwerpunkt der
vereinigten Masse von Nadelstangenrahmen und Nadelstange
hindurchgeht.
Bei der dargestellten Maschine geht die Achse der Schwingwelle 31 durch den Schwerpunkt
der vereinigten Masse des Nadelstangenrahmens und der Nadelstange hindurch, wenn
diese sich am unteren Teil ihres stoffdurchstechenden Hubes befindet oder wenn der
Vorschuh des Arbeitsstuckes stattfindet. Dies ist aus dem Grunde vorteilhaft, weil
zum Zeitpunkt der größten Beanspruchung der Vorrichtung zum Ausschwingen des Nadelstangenrahmens
das vereinte Gewicht von Nadelstangenrahmen und Nadelstange auf gegenüberliegenden
Seiten der Achse der Sch"vitlgw-elle 3i gleichmäßig verteilt ist, wodurch das von
dem Nadelstangenausschwingexzenter 4i zu überwindende Trägheitsmoment auf ein Mindestmaß
verringert wird. Um den Nadelstangenrahmen 30 starr zu unterstützen, werden
die Muffe 32 und der Lageransatz 33 vorzugsweise verhältnismäßig lang ausgebildet
(Fig. i). Zusätzlich zur Schaffung einer starren Unterstützung für den Nadelstangenrahmen
vereinfacht das verhältnismäßig lange Lager die Bauart des Rahmens 3o, da hierdurch
die Benutzung von zusätzlichen Führungsmitteln vermieden wird, die ein Verklemmen
des Rahmens 3o auf seiner Schwingwelle verhindert.
-
Der Nadelstangenrahmen 30 wird bei der dargestellten Maschine
in zeitlicher Beziehung zu den Bewegungen des Stoffschiebers 14 mittels einer Einrichtung
verschwenkt, welche einen nach hinten und oben gekrümmten Schwinghebel 34 (Fig.2
und 3) aufweist, der an seinem unteren Ende durch Schrauben 35 auf dem abgesetzten
Endteil der Schwingwelle 31 festgeklemmt ist. An seinem oberen Ende ragt der Schwinghebel
34 durch eine Öffnung hindurch, die in einer aus Blech bestehenden Deckelplatte
36 (Fig. 3) vorgesehen ist, welche die Öffnungen 37 abschließt, die in der hinteren
Wand des Maschinenarmes 3 gebildet sind. Mit dem oberen Ende des Schwinghebels 34
ist zu seiner Bewegung das eine Ende einer verhältnismäßig kurzen Exzenterstange
38 verbunden, deren oberes Ende 39 den äußeren Laufring eines üblichen Lagers 4o
umfaßt, das auf einem auf der Maschinenantriebswelle 7 befestigten einstellbaren
und mit ihr vierdrehbaren Exzenter 41 sitzt. Damit die für die Ausschwingung des
Nadelstangenrahmens verwendete Einrichtung eine gedrängte Bauart aufweist, so daß
sie den unterhalb des Maschinenarmes 3 vorhandenen Raum für die Handhabung des Arbeitsstückes
nicht beeinträchtigt, ist der Schwinghebel 34 nach oben gekrümmt, so daß er in nächster
Nähe des Maschinenkopfes 4 angeordnet werden kann, und ist das einstellbare Exzenter
41 neben der Antriebskurbel 9 für die Nadelstange angebracht. Wenn also die Maschinenantriebswelle
7 gedreht wird, betätigt das Exzenter 41 die Exzenterstange 38, die wiederum den
Schwinghebel 34 bewegt, der den Nadelstangenrahmen um die Achse der Schwingwelle
31 ausschwingt. Der dem Nadelstangenrahmen erteilte Betrag der Schwingbewegung hängt
von der Größe der Exzentrizität des Exzenters 41 ab, und um die Griiße der Schwingbewegung
des Nadeistangenrahmens zu ändern, um sie mit der Stichlänge, auf die die untere
Vorschubvorrichtung eingestellt ist, in Einklang zu bringen, ist das Exzenter 41
einstellbar ausgebildet.
-
Um diese Einstellung des Exzenters 41 auSZU-führen, ist in dem oberen
Teil des Maschinenarmes 3 ein Sperrbolzen 42 angebracht. Wenn es erwünscht ist,
die Größe der Schwingbewegung des Nadelstangenrahmens 30 einzustellen, wird
der Sperrbolzen 42 niedergedrückt, bis sein inneres Ende in eine Anhaltenut 43 in
dem Einstellglied 44 des Exzenters 41 eintritt, worauf, wenn dies erwünscht ist,
der Sperrbolzen teilweise gedreht und in der eingedrückten Lage verriegelt werden
kann. Wenn das Einstellglied 44 des Exzenters 41 in dieser Weise gegen Drehung verriegelt
ist, wird eine Drehung der Maschinenantriebswelle 7 von Hand die gewünschte Einstellung
des Exzenters 41 herbeiführen.
-
Wie im besonderen aus den Fig. 2 und 4 hervorgeht, ist in in einem
gewissen Abstand voneinander liegenden Augen 45, 46 des Kopfes 4 eine Drückerstange
47 längs bewegbar, die an ihrem unteren Ende einen Drückerfuß 48 trägt. Die Drückerstange
47 wird von dem einen Ende einer Blattfeder 49 gegen die Stoffunterstützung niedergedrückt;
die Feder erstreckt sich längs des Maschinenarmes 3 und ist mit ihrem anderen Ende
durch eine Schraube 5o an diesem Arm 3 befestigt. Der von der Blattfeder 49 ausgeübte
Druck wird durch eine Stellschraube 51 geregelt, die in den Maschinenarm 3 eingeschraubt
ist und mit ihrem unteren Ende an der Blattfeder 49 angreift. Um ein Verdrehen der
Drückerstange 47 in den Augen 45, 46 zu verhindern, ist auf der Drückerstange neben
deren oberem Ende ein geschlitzter Bund 52 festgeklemmt, der mit einem nach hinten
ragenden Führungsarm 53 versehen ist; das freie Ende dieses Armes erstreckt sich
in einen in der hinteren Wand des Kopfes 4 vorgesehenen Führungsschlitz 54. Außer,
der Verhinderung einer Drehung der Drückerstange 47 übergreift der Führungsarm 53
durch Vermittlung seiner Klemmschraube 55 den üblichen von Hand gesteuerten Drückerfußlüftungshebel
56, welcher auf dem Drückerstangenauge 45 schwenkbar gelagert ist.
-
Zum Anheben und Senken des Drückerfußes ist ferner eine durch einen
Trethebel gesteuerte Einrichtung vorgesehen. Diese Einrichtung ist zum Teil in den
Fig. 2 und 4 dargestellt. Auf einem Zapfen 57, der in die hintere Wand des Kopfes
4 eingeschraubt ist, ist ein Schwinghebel 58 schwenkbar gelagert, der durch einen
Lenker 59 von einem Trethebel oder von einer durch das Knie der Bedienungsperson
verschiebbaren Einrichtung (nicht dargestellt) betätigt wird. Mit dem Schwinghebel
58 ist ferner ein nach unten ragender Lenker 6o verbunden, der ein verbreitertes
unteres Ende hat, welches bei 61 zwecks Aufnahme des freien Endes des Drückerstangenführungsarmes
53 mit einer Aussparung versehen ist. Zwischen dem unteren Ende des nach unten gerichteten
Lenkers 6o und dem Kopf 4 ist eine Schraubenfeder 62 vorgesehen,
welche
den Lenker 6o mit einem Anhaltstift 63 nachgiebig in Berührung hält, wenn die Drückerstange
gesenkt ist.
-
Aus Fig. i ist zu erkennen, daß das Rahmengestell. so ausgebildet
ist, daß der Kopf 4 maschinell bearbeitet und sein Triebwerk in ihm getrennt von
dem übrigen Teil des Gestells zusammengesetzt und nach Fertigstellung als eine Einheit
an dem freien Ende des Maschinenarmes 3 angebracht werden kann. Bei der dargestellten
Maschine kann der Kopf 4 an dem Maschinenarm 3 durch Befestigungsschrauben 64 und
Stifte 65 angebracht werden. Eine Deckelplatte 66 ist auf der offenen Fläche des
Kopfes 4 angebracht und schließt das innerhalb des Kopfes untergebrachte Triebwerk
ab. Der in den Fig. i bis 4 dargestellte Kopf weist eine einzelne Nadelstange und
einen einzelnen Drückerfuß auf. Wenn der Abstand zwischen den äußersten Nadeln beträchtlich
wird, ist es erwünscht, eine Mehrzahl Nadelstangen zu verwenden, welche in seitlich
in einem Abstand voneinander liegenden Lagern des Maschinenkopfes auf und ab bewegbar
sind, damit eine Mehrzahl von Nadelstangen die Nadelklemme gegen Drehung tatsächlich
sicher hält, ohne die Benutzung von mehr oder weniger umständlichen Einrichtungen
zum sicheren Halten der Nadelklemme zu erfordern, die bisher bei den bekannten Maschinen
mit nur einer einzigen Nadelstange notwendigerweise verwendet wurden. Die Fig. 5
und 8 zeigen einen Kopf 4, der mit zwei Nadelstangen und zwei Drückerstangen versehen
ist; der dargestellte Kopf kann in ähnlicher Weise wie der oben beschriebene und
mit einer einzelnen Nadelstange versehene Kopf an dem Maschinenarm 3 angebracht
werden.
-
Bei der Ausführung der Fig. 5 bewegen sich die beiden Nadelstangen
67 und 68 in einem im wesentlichen U-förmigen Rahmen 69 auf und ab, der von dem
Kopf .4 getragen wird. Der rechte aufrechte Schenkel des U-förmig gestalteten Rahmens
69 ist mit der Schwingwelle 31 versehen, auf der ebenso wie bei der Maschine der
Fig. i die Muffe 32 befestigt ist, welche in dem verlängerten Ansatz 33 gelagert
ist, der aus einem Stück mit dem Kopf 4 besteht. Auf dem abgesetzten Endteil der
Schwingwelle 31 ist der Schwinghebel 34 festgeklemmt, der durch das einstellbare
Exzenter 41 betätigt wird, um den Nadelstangenrahmen 69 auszuschwingen. Um den Nadelstangenrahmen
69 sicher zu halten, ist der linke aufrechte Schenkel mit einem Lagerzapfen
70 versehen, welcher in axialer Ausrichtung mit der Schwingwelle 31 liegt
und auf welcher eine gegen Abnutzung widerstandsfähige Muffe 71 durch Stifte festgelegt
ist; diese Muffe 71 ist in einem Lager eines Armes 72 (Fig. 8) angebracht, der durch
Schrauben 73 an der Stirnfläche des Kopfes 4 befestigt ist. Die Nadelstangen 67,
68 werden in ihren zugehörigen Schenkeln des Nadelstangenrahmens 69 (Fig. 5) durch
den Lenker 18 auf und ab bewegt, welcher an seinem oberen Ende mit der ausgewuchteten
Kurbel 9 auf der Maschinenantriebswelle 7 verbunden ist. Um die maschinelle Bearbeitung
der Lager für die beiden Nadelstangen in dem N adelstangenrahmen zu erleichtern,
wird eine zusammengesetzte Querstangenverbindung verwendet, welche den Lenker 18
mit den beiden Nadelstangen 67 und 68 zwangsläufig verbindet. Auf der Nadelstange
68 ist ein geschlitzter Bund 74 festgeklemmt, der aus einem Stück mit einem Zapfen
75 besteht. Auf der Nadelstange 67 ist gleichfalls ein geschlitzter Bund 76 festgeklemmt,
der aus einem Stück mit einer Muffe 77 besteht, welche den Zapfen 75 teleskopartig
aufnehmen kann. Die Muffe 77 wird von außen von dem durchbohrten unteren Ende 78
des die Nadelstange antreibenden Lenkers 18 umfaßt. Aus der obigen Beschreibung
geht hervor, daß zwischen den beiden Nadelstangen eine Verbindung vorgesehen ist,
die aus einer Mehrzahl ineinander passender Teile besteht, welche zwischen sich
ein ausreichendes Spiel haben, um jeden geringen Grad einer Nichtparallelität der
Achsen der beiden Nadelstangen 67 und 68 auszugleichen. Die Verwendung einer. solchen
Verbindung vereinfacht die maschinellen Arbeitsvorgänge, die zur Herstellung der
beiden Paare von Nadelstangenlagern in dem Rahmen 69 erforderlich sind.
-
In Lagern des Kopfes 4 hinter den Nadelstangen 67, 68 befinden sich
zwei Drückerstangen 79, 80, welche an den unteren Enden getrennte Drückerfüße (nicht
dargestellt) tragen. Beide Drückerstangen 79 und 8o werden durch Federn auf die
Stoffunterstützung gedrückt; auf die Drückerstange 79 wirkt das eine Ende einer
Blattfeder 81, die sich längs des Maschinenarmes 3 erstreckt und an ihrem anderen
Ende an dem Arm 3 befestigt ist, und auf die Drückerstange 8o wirkt das eine Ende
einer zweiten Blattfeder 82, die gleichfalls längs des Maschinenarmes 3 verläuft
und mit ihrem anderen Ende an dem Arm 3 durch eine Schraube 83 festgelegt ist. Der
von den Blattfedern ausgeübte Druck wird durch die beiden Stellschrauben 84 und
85 geregelt, die in den Arm 3 eingeschraubt sind und mit ihren unteren Enden an
den zugehörigen Blattfedern angreifen. Um zu verhindern, daß die Drückerstangen
79 und 8o sich in ihren Lagern drehen, sind auf den Drückerstangen Bunde 86, 87
festgeklemmt, welche mit nach hinten ragenden senkrecht geschlitzten Führungsarmen
88, 89 versehen sind, deren freie Enden in Führungsschlitze 9o und 9i eingreifen,
welche in der hinteren Wand des Kopfes 4 vorgesehen sind.
-
Aus den Fig.6 und 7 ist zu erkennen, daß die freien Enden der Führungsarme
88, 89 vorzugsweise genügend über die hintere Wand des Kopfes 4 vorragen, um sich
auf die gegenüberliegenden Enden der waagerechten Schenkel 92 eines umgekehrt T-förmig
gestalteten Lenkers 93 zu legen, welcher an stinem oberen Ende mit dem Schwinghebel
58 verbunden ist, der, wie oben beschrieben, auf dem Zapfen 57 schwenkbar gelagert
ist und mit einem Trethebel oder einer durch das Knie der Bedienungsperson verschiebbaren
Einrichtung in Verbindung steht, so daß die Drückerstangen 79, 8o angehoben werden
können. Außer dieser
1)rückerfußlüftungsvorrichtung ist der übliche
von Hand bewegbare Drückerfußlüftungshebe194 vorgesehen, der vorzugsweise mit seinem
oberen Eiide auf einem Schraubzapfen 95 schwenkbar ist, der in ein Auge 96 eingeschraubt
ist, welches aus einem Stück mit dem Kopf 4 besteht. Beim Anlieben des Hebels 94
kommt der an seinem oberen Ende vorgesehene Nockenteil in Eingriff mit dem umgekehrt
T-förmig gestalteten Lenker 93 und hebt mittels dessen waagerechten Schenkels 92
die beiden Drückerstangeli 79 und 8o an. Der erwähnte Lenker 93 wird gewöhnlich
in nachgiebiger Berührung mit dem Nockenteil des Lüftungshebels 94 durch eine Schraubenfeder
97 gehalten, die zwischen dem Lenker 93 und dem Kopf 4 wirkt. Um die Höhe zu begrenzen,
bis zu der die Drückerstangen angehoben werden können, ist an dem Kopf 4 ein einstellbarer
Anhalteteil 98 (Fig. 7) vorgesehen, der so eingestellt werden kann, daß er die senkrechte
Bewegung des Drückerstangenführungsarmes 89 in dein Führungsschlitz 9i begrenzt.
-
Der Kopf 4 ist, wie aus den Fig. i und 5 hervorgeht, eine vollständige
Einheit und kann als getrennter Bauteil hergestellt und an irgendeinem einer Mehrzahl
von Maschinenarmen angebracht werden, die sich in der Länge oder der Gestalt unterscheiden.
Die Kopfkonstruktion weist ein Gehäuse auf. welches ein Paar in einem senkiechten
Abstand voneinander liegende Lagerbohrungen hat, von denen die obere mit dem Kugellager
5 und die untere mit der Lagermuffe 32 versehen ist. Der Nadelstangenrahmen
30 und seine Schwingwelle 31 können in die untere Lagerbohrung des Kopfes
und die Nabe der Nadelstangenkurbel 9 in das Kugellager 5 eingesetzt. werden, worauf
die gesamten die Nadelstange antreibenden Teile in der richtigen Weise innerhalb
des Kopfes 4 vereinigt werden können. Die Kopfkonstruktion kann leicht an dem ausgewählten
oberen Maschinenarm mittels der Befestigungsschrauben 64 und des Stiftes 65 angebracht
werden.