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Strähngarnmercerisiermaschine Nach dem Hauptpatent q-34 263 ist der
ortsfest gelagerte Spannhebel, welcher unter der Wirkung des Steuernockens zur Bewegung
der beweglichen Spannwalze dient und an dem ein die Nockenrolle tragender, unter
dem Einfluß des belasteten Spannungsbegrenzungshebels dienender Winkelhebel so ausschwingbar
angebracht ist, daß er einem übermäßigen Druck des Steuernockens ausweichen kann,
einarmig ausgebildet, wobei der Spannungsbegrenzungshebel als selbstständiger Hebel
im Gestell der Maschine gelagert ist.
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Gegenstand der Erfindung bildet eine Abänderung dieser im Hauptpatent
beschriebenen Einrichtung, deren Eigentümlichkeit darin besteht, daß der Spannhebel
doppelarmig ausgebildet ist und daß er den die nachgiebige Übertragung des Steuerdruckes
des Nockens auf die Nockenrolle ermöglichenden Ausweichhebel an einem Ende dieses
Armes trägt, während der andere Arm dieses Spannhebels entweder die bewegte Streckwalze
bzw. eine dieser entsprechende Quetschwalze oder auch die Nockenrolle selbst in
festgelagerter Anordnung tragen kann. In letzterem Falle trägt der Gegenarm des
belasteten Armes des Ausweichhebels die bewegliche Streckwalze bzw. die Quetschwalze.
Im ersteren Fall ist an diesem Gegenarm des Ausweichhebels die Nockenrolle angebracht.
Vorzugsweise wird bei dieser Ausgestaltung der im Hauptpatent beschriebenen Einrichtung
die den Ausweichdruck bestimmende Gewichtshebel- oder Federbelastung an dem Ausweichhebel
selbst angebracht und das den Ausweichhebel unterhalb dieser Grenzbelastung abstützende
Auflager am Körper des Spannhebels angeordnet. Hierdurch läßt sich bei wesentlicher
Vereinfachung des Hebelsystems eine Verminderung der erforderlichen Gewichtsmassen,
insbesondere auch der Belastungsgewichte und dadurch eine Verringerung des Reibungswiderstandes
erreichen. Besonders vorteilhaft ist die Anwendung dieser neuen Einrichtung auch
für die ausweichbare Steuerung der Quetschwalze der Mercerisiermaschine, weil die
Doppelarmigkeit der Hebel die konstruktive Umgehung des für die Bewegung der Laugenbecken
erforderlichen, also für die sonstigen Bauteile freizuhaltenden Raumes erleichtern.
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Auf der Zeichnung ist in Abb. r bis 3 in teilweiser Stirnansicht,
Seitenansicht und im Grundriß die Anwendung der Erfindung bei der Steuerungsvorrichtung
für die Quetschwalze einer Mercerisiermaschine dargestellt.
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Abb. 4 zeigt in Seitenansicht die entsprechende Anordnung bei der
Steuerungseinrichtung für die bewegliche Streckwalze einer solchen Maschine.
Abb.
5 stellt eine Ausführungsform dar, bei welcher die Gewichtsbelastung des Ausweichhebels
durch eine Federbelastung ersetzt ist.
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Abb. 6 zeigt einen Schnitt nach Linie VI-VI der Abb. 5.
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Abb. 7 zeigt in. schematischer Seitenansicht eine besondere Ausführungsform
der Erfindung. Die beiden Streckwalzen i und 2 sind, wie bei derartigen Maschinen
üblich, , waagerecht nebeneinander so angeordnet, daß sie an den Außenenden eines
nur teilweise angedeuteten, mit'deren Hauptlagergestelles 3 über den Bewegungsraum
der Becken 4 für Lauge und Spülwasser frei hervorragen. Eine außerhalb des äußeren
Endes der Streckwalzen x und 2 auf der Grundplatte 5 der Maschine angeordnete Gestellwange
6 trägt ein äußeres Lager der Steuerwelle 7, auf welcher unterhalb der beiden Enden
der Streckwalze je eine urrunde Steuerscheibe 8 fest angebracht ist, welche durch
Vermittlung je einer Nockenrolle 9 auf den unteren Arm eines von' zwei doppelarmigen
(Spann-) Hebeln io einwirken, deren nach oben gerichtete Arme a die beiden Lager
ii der Qnetschwalze i2 tragen, die durch diese beiden Hebel durch die Wirkung der
Steuerscheibe 8 gegen die festgelagerte Streckwalze 2 von außen angedrückt werden
kann. Die beiden Spannhebel io sitzen auf einer gemeinsamen Schwingachse 22, die
einerseits im Mittelgestell 3, anderseits in der Außenwange 6 parallel zur Steuerwelle
7 gelagert ist.
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Die Nockenrollen 9 sitzen am Ende des kürzeren Armes je eines Ausweichhebels
13, dessen Schwingzapfen 14 sich am Ende b des unteren Armes jedes der beiden Spannhebel
befindet. Der Ausweichhebel hat eine rückwärts gerichtete Verlängerung
15, auf welcher das Gegengewicht 16 vorzugsweise einstellbar angebracht ist,
und stützt sich mit einer in einer seitlichen Lasche 17 angebrachten Schraube 18
zwischen den Zapfen 14 und 22 jedes der Spannhebel auf den unteren Arm des letzteren.
Infolge dieser Anordnung bewegen sich die Ausweichhebel i3 mit den zugehörigen Spannhebeln
io und der von diesen getragenen Quetschwalze 12 sowie dem Verlängerungsarm
15 und dem Belastungsgewicht 16 unter Wirkung der sich drehenden Steuerscheibe
8 auf die Nockenrolle 9 als Ganzes, solange der Widerstand in Gestalt des auf die
die Streckwalze i und 2 umspannende Strängarnlage ausgeübten Quetschdruckes den
Wert der von den Gewichten 15, 16 ausgeübten Drehmomente um die Mitte der
Zapfen. 14 noch nicht erreicht hat. Sobald der auf die Nockenrolle 9 bei entsprechendem
Anwachsen des Quetschwiderstandes ausgeübte Druck dieses Drehmoment übersteigt,
weicht dagegen unter Abheben der Stützschraube 18 von dem Körper des Spannhebels
io und entsprechendem Anheben des Gegengewichts 16 die Nockenrolle 9 aus, so daß
hierdurch ein unzulässiges Anwachsen des Quetschdruckes vermieden werden kann.
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Wie aus der Zeichnung ersichtlich, umgreifen die beiden Spannhebel
io von einem Ende her den für die Bewegung der Lauge- und Spülbecken 4 erforderlichen
Bewegungsraum, und zwar unter Vermeidung eines einseitigen Andrückens der Quetschwalze
mit viel einfacheren baulichen Mitteln, als diese bei den bisher bekannten Maschinen
mit frei tragenden Streckwalzen für die Abstützung des äußeren Quetschwalzenlagers
zur Verfügung stehen.
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Wie in Abb. 4 angedeutet, läßt sich eine ganz ähnliche Anordnung zur
Übertragung der Steuerungsbewegung der Nockenrolle 2o von den Hauptsteuerscheiben
21 auf die beweglichen Streckwalzen i der Maschine nutzbar machen. Auch hierbei
ist die Nockenrolle am Ende b des unteren Arms des Spannhebels io durch Vermittlung
des doppelarmigen Ausweichhebels i3 am Schwingzapfen 14 so angebracht, da.ß er sich
gegen den Druck des auf seinem Verlängerungsarm 15 verstellbar sitzenden Belastungsgewichts
16 mittels der Stellschraube 18 auf den Körper des Spannhebels io stützt. Dieser
wirkt am oberen Ende a entweder unmittelbar oder durch Vermittlung von Zwischenhebeln
auf je eine der beiden inneren Lagerstellen der vorzugsweise doppelseitig frei tragend
ausgebildeten beweglichen Streckwalze i ein. Auch hier ergibt sich in derselben
Weise, wie vorher angegeben, die Ausweichbarkeit der Nockenrolle bei Überschreitung
eines gewissen Streckungswiderstandes der Steuer- oder Spannhebel io.
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Abb. 5 und 6 zeigen, wie bei dieser Einrichtung die Wirkung der Gewichtsbelastung
des Ausweichhebels 13 durch Federn 23 ersetzt werden kann, die beispielsweise paarweise
beiderseits des unteren Armes des Spannhebels io so angeordnet sind, da.ß sie sich
mit deren oberen Enden auf seitliche Vorsprünge 25 dieses Spannhebels stützen, während
die ihre unteren Enden aufnehmenden Lagerstellen 26 mittels Zugstange 27 an einem
Querhaupt 28 der inneren Enden des Ausweichhebels 13 angreifen. Dieser stützt sich
auch in diesem Falle mittels der Schraube 18 einstellbar auf den Körper des unteren
Armes des Spannhebels io.
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Statt die Nockenrollen gegenüber dem eigentlichen Spann- oder Steuerungshebel
durch den Ausweichhebel schwingbar anzuordnen, kann man diese Nockenrolle auch fest
mit dem Spann- oder Steuerungshebel vereinigen und statt dessen den freien Arm des
Ausweichhebels unmittelbar oder mittelbar mit der zu bewegenden Streck- oder Quetschwalze
verbinden. Abb. 7 deutet eine derartige Ausführungsform der Erfindung schematisch
an.
Die Nockenrolle 2o ist hierbei an dem unteren Arm b des Spannhebels
=o angeordnet, während der Ausweichhebel 13 an dessen oberen Arm a um den Zapfen
14 schwingbar angebracht ist. Der freie Arm des Ausweichhebels stützt das Lager
der Quetschwalze 12. Der Gegenarm dieses Ausweichhebels wird durch die Federn 23
und die der Spannung entgegenwirkende, verstellbare Anschlagschraube 18 mit dem
Körper des Spannhebels =o ausweichbar verbunden.