DE229762C - - Google Patents
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- G—PHYSICS
- G08—SIGNALLING
- G08B—SIGNALLING SYSTEMS, e.g. PERSONAL CALLING SYSTEMS; ORDER TELEGRAPHS; ALARM SYSTEMS
- G08B25/00—Alarm systems in which the location of the alarm condition is signalled to a central station, e.g. fire or police telegraphic systems
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- Physics & Mathematics (AREA)
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung betrifft eine Gebevorrichtung für elektrische Signalanlagen, bei welchen aus
mehrstelligen Zahlen gebildete Signale· durch die Einstellung elektrisch getrennter Einzelgeber
erfolgen. Bei derartigen Einrichtungen besteht zuweilen die Notwendigkeit, zwischen1
den an der Geberskala angezeigten und den durch die Einzelgeber übertragenen und an
den Empfängern zur Anzeige gebrachten Signalen eine gewisse Differenz dauernd herzustellen,
so daß die Empfänger um den feststehenden Betrag von beispielsweise i, 2 oder 3 gegen
den eingestellten Wert erhöhte oder verminderte Zahlen zeigen.
Eine derartige Aufgabe war sehr leicht zu lösen bzw. ist bereits mehrfach gelöst worden,
solange es sich um einzelne Gebereinrichtungen handelte, welche nicht zusammengesetzte Signale
zum Ausdruck bringen. Man brauchte dabei nur die Geberskala um den gewünschten Betrag
zu verstellen, womit die ganze Ubertragungsanlage für die gewünschte Anzeigedifferenz
eingerichtet war. Schwierigkeiten für die Anwendung derartiger Einrichtungen ergeben
sich erst dann, wenn mehrstellige Zahlen mittels mehrerer zusammenwirkender Einzelgeber
übermittelt werden sollen. Es ist dies um so mehr der Fall, wenn diese Einzelgeber derart
miteinander durch eine oder mehrere Fort-Schaltkupplungen verbunden sind, daß die
Einstellung des Einergebers auch die entsprechende Fortschaltung des Zehnergebers
bewirkt. Es genügt dann nicht, einfach auch die Skalen der höheren Werte wie der Zehner
oder Hunderter von vornherein zu verstellen, weil sich dann beim Übergang einer Zahlenreihe
auf die nächst höhere Fehler ergeben würden. Wenn beispielsweise mit einer Voreilung
der Empfänger von -(- 2 signalisiert werden soll, muß einer Zahl wie 57 an der Geberskala
die Zahl 59 an den Empfängern und an den Geberachsen entsprechen, so daß zunächst
nur die angegebene Einerskalenverschiebung erforderlich ist. Sobald aber die Zahl 58 am
Geber eingestellt wird, muß auch gleichzeitig eine Fortschaltung der Zehnerachse erfolgen,
damit an den Empfängern die Zahl 60 zum Vorschein kommt. Weiterhin darf schließlich
bei dem Übergang von 59 auf 60 an der Geberskala keine Fortschaltung der Zehnerachse
mehr stattfinden, da die Empfänger nur eine Änderung an der Einerskala, nämlich von 61
auf 62 anzeigen sollen. Es muß also zur Wahrung dauernd richtiger Angaben eine zusätzliche
Verschiebung der Zehnerskala oder des Zehnerzeigers stattfinden, so daß diese Skala
oder Zeiger, unabhängig von den durch die Einerachse bewirkten Fortschaltungen der
Zehnerachse, letzterer in ihren Angaben bald gleichkommt, bald vor- bzw. nacheilt. Eine
derartige Korrektur muß aber, falls sie für praktische Zwecke verwendbar sein soll, rein
mechanisch erfolgen.
Gemäß der Erfindung wird nun eine derartige Differenzschaltung der Zehner- (oder
höheren) Anzeigevorrichtungen durch eine un-
abhängig von der üblichen Fortschaltkupplung der Einzelgeber vorgesehene, ebenfalls
nur zeitweise in Eingriff tretende weitere Kupplung der Geberanzeigevorrichtungen erreicht,
welche selbsttätig bei der Einstellbewegung des Einergebers die erforderliche Verschiebung
der Zehneranzeigevorrichtung gegen die Zehnergeberachse und gegebenenfalls bei der Bewegung
des Zehnergebers die der Hunderteranzeigevorrichtung bewirkt.
Für die Einrichtung dieser Kupplung ergeben sich im allgemeinen zwei Fälle, nämlich
daß die zusätzliche Verschiebung entweder an dem einen mit der Achse beweglichen Teil der
Anzeigevorrichtung vorgenommen wird und der andere Teil mit dem Gestell unbeweglich
verbunden ist, oder daß sie an dem mit dem Gestell verbundenen Teil vorgenommen wird
und der andere Teil der Anzeigevorrichtung unbeweglich mit der Achse verbunden ist.
Auf der Zeichnung sind in drei Figuren mehrere Ausführungsbeispiele der neuen Gebereinrichtung
dargestellt, von denen Fig. 1 sich auf den erstgenannten Fall bezieht. Es sind
dabei die Achsen O1, a2 der Einer- und Zehnergeber
Ge und Gz, welche beispielsweise zwischen wechselstromerregten Polen drehbare,
den Empfängern übermittelte Ausgleichströme führende Anker α tragen, zunächst in bekannter
Weise derart durch eine Fortschaltkupplung n, s verbunden, daß beim Übergang der Einer
auf einen Zehnerwert die Fortschaltung der Zehnerachse a2 erfolgt. Die Einerachse ax
trägt zu diesem Zweck eine Scheibe mit einem Schaltnocken η, welcher in ein auf der Zehnerachse
«2 befestigtes Schaltrad s bei jeder Umdrehung der Einerachse ax einmal eingreift
und es um eine Skaleneinheit weiterschaltet. Mit diesen beiden Teilen n, s der Schaltvorrichtung
und damit auch mit den Geberachsen O1, a2
sind durch' besondere Kupplungen A1, A2 die
Geberskalen SA1, sA2 verbunden, welche unter
fest angeordneten Zeigern Z1, Z2 spielen. Diese
Kupplungen werden für gewöhnlich durch Schraubenfedern fi: f2 eingerückt gehalten.
Die Skalen skv sk2 sind mit einer der Fortschaltkupplung
n, s entsprechenden weiteren Fortschaltkupplungsvorrichtung versehen, derart,
daß die Einerskala Sk1 einen Schaltnocken ns
und die Zehnerskala sk2 ein Schaltrad ss besitzt.
Wenn diese beiden Teile miteinander in Eingriff treten, wird die Zehnerskala um einen
Zehnerwert weitergeschaltet, vorausgesetzt, daß in dem gleichen Augenblick eine Lösung der
Kupplung A2 erfolgt. ' Diese Lösung wird in
folgender Weise bewirkt: An die obere Hälfte der Kupplung faßt ein an dem Gebergestell g
drehbar gelagerter Doppelhebel h an, dessen freies Ende durch ein ebenfalls in dem Gestell
g senkrecht geführtes Gestänge gx herabgedrückt
wird, sobald eine mit der den Nocken ns tragenden Scheibe verbundene Kurve ku darüber
hinweggleitet. Die Zehner kupplung A2 wird
ferner noch zum zweiten Male bei der Weiterschaltung der Zehnerachse a2 außer Eingriff
gebracht, indem dann eine zweite Kurve Aw1, welche mit der den Schaltnocken η tragenden
Scheibe verbunden ist, über das freie Ende des Doppelhebels h hinweggleitet und dieses herabdrückt,
so daß die Schaltbewegung der Zehnerachse «2 frei von der Skala sk2 erfolgen kann.
Die Einerkupplung A1 kann gegen den Druck
der Feder fx von Hand mittels eines an einer Zeigerscheibe ζ befestigten, auf der Zeichnung
der Einfachheit halber nicht dargestellten Griffes ausgehoben werden, wobei die nunmehr
ermöglichte freie Drehung der Einerskala SA1
durch den Zeiger an' einer zweiten mit der Einerachse O1 fest verbundenen Skala b zur
Anzeige gebracht wird. .
Für das richtige Wirken der Gebevorrichtung ist es weiter erforderlich, die schrittweise Bewegung
jeder Geberachse durch ähnlich den Schalträdern s, ss gestaltete Rastenräder und
durch an dem Gestell gelagerte Rastenhebel zu sichern. Ebenso muß auch durch ähnliche
Einrichtungen dafür- gesorgt sein, daß die Zehnerskala sk2 während der Zeit ihrer Entkupplung
von der Zehnerachse a2 keine Bewegung
ausführen kann. Diese an sich bekannten Einrichtungen sind zur Vereinfachung auf der Zeichnung in sämtlichen Figuren weggelassen.
Die Wirkungsweise der Gebevorrichtung ist nun folgende: Es wird zunächst die gewünschte
Differenz, in dem dargestellten Beispiel der Betrag + 2 für die Voreilung der Empfänger
und Geberachsen gegenüber den Geberskalen eingestellt, indem man die Einerkupplung A1
mittels der Zeigerscheibe ζ aushebt und diese zusammen mit der damit verbundenen Skala SA1
um zwei Werte in der Richtung gegen den Uhrzeiger zurückverstellt. Mit' der Skala haben
sich dann in übereinstimmender Weise der Nocken ns und die Kurve ku verschoben, so
daß jetzt die in dem vorerwähnten Beispiel erwähnte Zahlenübertragung stattfinden wird.
Wenn nämlich die Einerskala von 7 auf . 8 gedreht wird, gelangt die Kurve Am1 auf den
Doppelhebel h und hebt die Kupplung A2 aus, so daß die gleichzeitig erfolgende Weiterschaltung
der Zehnerachse a2 durch die Einwirkung
des Nockens η auf das Schaltrad s ohne Einfluß auf die Zehnerskala bleibt und diese noch
immer den Wert 5 anzeigt. Tatsächlich haben aber bereits die Geberachsen und die davon
beeinflußten Empfänger die der Zahl 60 entsprechende Stellung, da die Umschaltung von 5
auf 6 der Zehnerachse a% soeben stattgefunden
hat, während die Weiterschaltung der Einerachse um die Differenz 2 bereits bei der Einstellbewegung
des Einergebers auf den Wert 57
erfolgt war. Bei der Weiterschaltung von 58 auf 59 bewegt sich nur die Einerachse mit
ihrer Skala zusammen, so daß die Empfänger die Zahl 61 zur Anzeige bringen. Bei der Bewegung
des Einergebers von 59 auf 60 muß jetzt aber auch die Bewegung der Zehnerskala nachgeholt werden. Sie wird dadurch bewirkt,
daß der mit der Einerskala verbundene Schaltnocken ns mit dem Schaltrad ss der Zehnerskala
in Eingriff kommt, wobei gleichzeitig die Kurve ku das Gestänge gx niederdrückt
und dadurch mittels des Doppelhebels Jt die Zehnerkupplung, A2 ausrückt. Es befindet sich
jetzt Zehnerskala und -achse wieder in Überein-Stimmung,
bis bei entsprechender Weiterschaltung beim Übergang von der Zahl 67 auf 68
die Fortschaltung der Zehnerachse erfolgt, während die Zehnerskala zunächst auch während
der Weiterschaltung auf den folgenden Einerwert festgehalten wird.
Es ist ersichtlich, daß mit der dargestellten Einrichtung auch beliebige andere Differenzwerte, und zwar auch im Sinne einer Nacheilung
der Geberachsen Und Empfänger (— 1, — 2 und mehr) eingestellt werden können.
Die Fig. 2 und 3 veranschaulichen Ausführungsformen von Einrichtungen, bei welchen
das eingangs erwähnte zweite Prinzip, und zwar mit fest mit der Achse verbundenen Zeigern
und ruhenden Skalen zur Anwendung gebracht ist. In Fig. 2 sind die Achsen O1, a2 des
Einergebers Ge und des Zehnergebers Gz in der bereits beschriebenen Weise durch den Schaltnocken
η und das Schaltrad s jeweilig gekuppelt. Es sind ferner mit ihnen die Zeiger Z1
und zz' fest verbunden. Die Skalen Sk1, sk2
sind gänzlich getrennt von den Geberachsen und in beliebiger Weise drehbar gelagert. Die
erstere ist mit einem Weiser w versehen, weleher
sich gegenüber einer festen Skala b1 bewegt und an dieser die eingestellte Differenz,
in dem vorliegenden Beispiel (Fig. 2) wieder den Wert + 2, erkennen läßt. Mit der Einerskala
Sk1 ist eine Kurvenscheibe c verbunden, welche einen Ausschnitt d besitzt, dessen
Länge der eingestellten Differenz, also zwei Skalenteilen entspricht. Die im Sinne der
Zeigerdrehung vordere Kante dx dieses Ausschnittes
steht senkrecht über dem Nocken η der Achsenkupplung.
An der Zehnerskala sk2 ist ein Arm e angebracht,
welcher sich unter dem Zug einer Feder fz mit einer Rolle r gegen den.Rand der
Kurvenscheibe c dauernd anlegt.
Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende : Es wird die Einerskalenscheibe SA1 in
einem dem gewünschten Differenzbetrag entsprechenden, durch den Weiser w an der festen
Skala S1 erkennbaren Masse verstellt und ferner eine mit dem der gewünschten Differenz
entsprechenden Ausschnitt versehene Kurvenscheibe c derart auf die Geberachse ax aufgesetzt,
daß nach erfolgter Nachdrehung des Geberankers um den Differenzbetrag die vordere
Kante d1 sich, wie vorher erwähnt, in Uberein-Stimmung
mit dem Schaltnocken η befindet. Unter Zugrundelegung des bei Fig. 1 be- ·
sprochenen Zahlenbeispiels bei der Drehung des Einergebers von 7 auf 8 wird eine Fortschaltung
der Zehnerachse «2 durch den Eingriff des Schaltnockens η in das Schaltrad s
um eine Zehnereinheit erfolgen und gleichzeitig der Zehnerzeiger Z2' auf den bis jetzt
von dem Skalenteil 6 eingenommenen Punkt wandern. Da jetzt aber noch keine Verstellung
an der Zehnerskala angezeigt werden darf, gleitet die Rolle r in den Ausschnitt d an der
Kurvenscheibe c des Einergebers und bewirkt somit eine Zurückdrehung auch der Zehnerskala
um eine Einheit, so daß der Zeiger ζζ
wieder über der Zahl 5 steht. Während also die beiden Geberanker die Zahl 60 ergeben,
zeigen die Geberskalen nur die Zahl 58. Bei der Weiterdrehung des Einergeberzeigers Z1
auf 59 bleibt die Lage der Zehnerskala unverändert; erst wenn der. Einerzeiger von der
Zahl 9 auf ο übergeht, erreicht das Ende des, Schlitzes d die Rolle r, so daß diese ausgehoben
wird und durch die damit verbundene Weiterdrehung der Zehnerskala die Zahl 6 unter den Zeiger z{ gebracht wird, so daß die
Zahl 60 an der Gebevorrichtung zur Anzeige kommt. Bei den folgenden Weiterschaltungen
des Einerzeigers tritt zunächst keine Veränderung der Stellung der Zehnerskala ein, bis bei
Übergang von der Zahl 67 auf 68 der beschriebene Vorgang sich wiederholt.
Mit einer Kurvenscheibe der beschriebenen Art lassen sich die verschiedensten Voreilungen.
einstellen, vorausgesetzt, daß die Schlitzlänge jedesmal der Summe der von der Differenz umfaßten Einheiten entspricht.
Soll mit der geschilderten Einrichtung eine Nacheilung der Geberanker und Empfänger
bewirkt werden, so ergibt sich die Eigentumlichkeit, daß pnter Verwendung der sonstigen
Einrichtungen nicht ein Einschnitt in der Kurvenscheibe verwendet werden kann, sondern
daß diese an deren Stelle eine Ausbauchung besitzen muß.
Eine derartige Einrichtung ist in Fig. 3 beispielsweise dargestellt, und zwar ist diese für
eine Nacheilung um zwei Einheiten (— 2) eingerichtet. Der Weiser w der Einerskala SA1
ist dementsprechend auf den Wert — 2 einer Differenzskala δ2 eingestellt und darauf die
Einergeberachse U1 mit dem gleichen Betrag
nachgedreht. Die Kurvenscheibe C1 ist mit
einer Ausbauchung m versehen, deren Länge wiederum der Summe der von der eingestellten
Differenz umfaßten Skaleneinheiten entspricht, und zwar ist die Scheibe so angeordnet,
daß das Ende mx der Ausbauchung über dem
Schaltnocken η steht.
Die Einrichtung ist als auf der Zahl 59
stehend dargestellt, welche der Zahl 57 an den Empfängern und Geberankern in Hinblick auf
• die erwähnte Nachdrehung des Einerankers um zwei Einheiten entspricht. Bei der Drehung
der Einergeberachse ax von 9 auf 0 soll nun die Zahl 60 zum Vorschein kommen, während die
to Geberanker und Empfänger sich nur um eine Einereinheit, nämlich auf 58, verschieben
dürfen. Diese Wirkung wird dadurch erreicht, daß bei dem Übergang des Einerzeigers Z1
von 9 auf 0 die. Rolle r der Zehnerskala sk2
auf die Ausbauchung m gleitet und somit eine Weiterdrehung der Zehnerskala um eine Einheit
bewirkt, so daß nunmehr der Zeiger Z2 über der 6 steht und die gewünschte Zahl 60
angezeigt wird. Bei Weiterdrehung des Einergebers auf 61 verändert sich sonst nichts am
Geber; sobald aber der Einerzeiger von 1 auf 2 übergeht, gleitet die Rolle r von der Kurve m
über deren hintere Kante m herab, so daß die Zehnerskala die Zahl 5 anzeigen würde, wenn
nicht im gleichen Augenblick der Schaltnocken η der Einerachse ax in das Schaltrad s der Zehnerachse
«2 eingreifen und Achse und Zeiger um eine Einheit weiterschalten würde, so daß der
letztere auf der Zahl 6 steht und sich nunmehr die Zehnerwerte der Skala mit dem des
Ankers in Übereinstimmung befinden, bis bei Erreichung der Zahl 70 an den Geberskalen
und 68 an den Geberankern und Empfängern die Verschiebung der Zehnerskala und damit
die durch die Einstellung der Differenz am Empfänger erforderte Voreilung auf der Zehnerskala
von neuem bewirkt wird.
Auch bei dieser Einrichtung würde die Einstellung einer anderen Anzeigedifferenz die Ver-Wendung
einer anderen Kurvenscheibe C1 bedingen. Es läßt sich die Einrichtung jedoch
dadurch vereinfachen, daß man die Steuerkurve der Kurvenscheibe veränderlich macht;
es ergibt sich dann auch die Möglichkeit, die Einrichtungen nach Fig. 2 und 3 miteinander
zu vereinigen, wobei man sich die festen Differenzskalen O1 und b2 aneinander gereiht denken
könnte. Die Kurvenscheibe kann für den neuen Zweck verschieden ausgebildet werden,
beispielsweise aus mehreren mit verschiedenen Radien versehenen konzentrischen und übereinander verschiebbaren Segmenten oder Ringflächen
bestehen. Auch kann ihre Umfangskurve durch radial in einer Scheibe verschiebbare Sektoren
gebildet werden, die mittels Kurvenführung durch die Einstellbewegung der Einerskala
in die erforderliche Lage radial vorgestreckt oder zurückgezogen werden.
Für die Differenzeinstellung ist natürlich die Anwendung zehnteiliger Skalen ebensowenig
erforderlich wie die Beschränkung auf eine Einer- und Zehnergebervorrichtung. Man
kann beispielsweise auf der Zehnerskala die Einheiten von ι bis 36 auftragen, so daß mit
dem Doppelgeber die Zahlen von ο bis 369 gegeben werden könnten. Es steht aber auch
nichts im Wege, einen dritten, Hundertergeber, anzuordnen, auf welchen der Zehnergeber
in derselben Weise einwirkt, in der dieser von dem Einergeber beeinflußt wird.
Schließlich ist die Differenzeinstellung auch nicht auf die in den gewählten Beispielen dargestellte
Ausführungsform beschränkt, wonach nur die Zehnerskalen eine Verschiebung erfahren.
Es könnten beispielsweise in der Einrichtung nach Fig. 1 auch die Skalen völlig
fest angeordnet und die Zeiger beweglich sein. Ebenso könnte man in der Gebevorrichtung
nach Fig. 2 und 3 die Zeiger verstell- und schwingbar machen und die Skalön mit den
Achsen dauernd fest verbinden. Auch kann man die festen und beweglichen Teile an den
beiden Einzelgebern verschieden wählen.
Claims (3)
1. Aus elektrisch getrennten Einzelgebern
zusammengesetzte Gebevorrichtung zur elektrischen Übertragung von aus mehrstelligen
Zahlen gebildeten Signalen, deren Einstellung auch durch die Bewegung des Einergebers
allein erfolgen kann, dadurch gekennzeichnet, daß zum Zweck, eine bestimmte einstellbare Differenz zwischen den
an den Geberanzeigevorrichtungen eingestellten und den durch die Geber selbst den
Empfängern übermittelten Zahlen dauernd zu erhalten, außer der an sich bekannten
Fortschaltkupplung (n, s) der Einzelgeber eine zweite davon unabhängige, ebenfalls
nur zeitweise in Eingriff tretende Kupplung (ns, ss bzw. d, r bzw. m, r) je eines Teiles
der Geberanzeigevorrichtungen vorgesehen ist, welche die erforderliche Verschiebung
der Zehnerskala oder des Zehnerzeigers gegen die Zehnergeberachse bewirkt, sowohl
wenn der Zehnergeber unmittelbar als. auch wenn er durch den Einergeber
weiterbewegt wird.
2. Gebe Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die untereinander
zeitweise gekuppelten Teile (Sk1, sk2) der Anzeigevorrichtungen ^sA1, Z1,
sk2, Z2) mit den zugehörigen Geberachsen
(av Ci2) durch je eine weitere Kupplung
(U1, k2) verbunden sind, von denen die
Zehnerkupplung (k2) bei den durch die Einstellbewegung des Einergebers erfolgenden
Fortschaltungen sowohl der Zehnergeberachse (a2) als auch des Kupplungsteiles (sk2) der Zehneranzeigevorrichtung
(sk2, Z2) ausgerückt wird, derart, daß die
Weiterschaltung der Zehnergeberachse (a2)
infolge einer gegen diese vor- oder nacheilenden Weiterschaltung des Kupplungsteiles (skj der Zehneranzeigevorrichtung
(sk2, Z2) an dieser mit einer der am Einergeber
eingestellten Differenz entsprechenden Vor- oder Nacheilung zur Anzeige kommt.
3. Gebevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Kupplung der Anzeigevorrichtungen (Sk1, Z1 ,sk2, Z2')
aus einer mit der Einergeberachse verbundenen Kurvenscheibe (c, C1) und einem
sich daran führenden Arm (e, r) des einen Teiles (sk2) der Zehneranzeigevorrichtung
(sk2, Z2) besteht, derart, daß die Weiterschaltung
der. Zehnergeberachse (a2) durch die Einerachsenbewegung infolge einer durch
die Kurvenscheibe (c, C1) bewirkten Hin- und Rückdrehung des Kupplungsteiles (sk2)
der Zehneranzeigevorrichtung (sk2, z2) an
dieser mit einer der am Einergeber eingestellten Differenz entsprechenden Vor- oder
Nacheilung zur Anzeige kommt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE229762C true DE229762C (de) |
Family
ID=490034
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT229762D Active DE229762C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE229762C (de) |
-
0
- DE DENDAT229762D patent/DE229762C/de active Active
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