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Elektrizitätsselbstverkäufer mit Grundgebühreinzug Zusatz zum Patent
618 igo Die Erfindung betrifft einen Elektrizitätsselbstverkäufer nach Patent 618
igo, bei dem zwecks Einziehung einer Grundgebühr eine mit dem Vorgabewerk gekuppelte
Getriebeanordnung v°on einer entsprechend der Grundgebühr vorgestellten und vom
Münzwerk wieder in ;die Nullstellung zurückgeführten sowie in dieser mit einem Anschlag
zusammenwirkenden Grundgebührei.nstellvorrichtung,derart gesteuert wird, daß vom
Münzwerk aus auf das Vorgabewerk vor und nach der Rücikstellung .der Grundge@bühreinstellvorrichtung
bis zum Anschlag zwei voneinander verschieden große Antriebsbewegungen übertrdgen
werden.
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Bei dem Selbstverkäufer nachdem Hauptpatent wird die auf die Grundgebühreinrichtung
einwirkende Einstellvorrichtung vom Werkbeamten bei. Abholung des Geldes jeweils
von Hand auf den festgesetzten Grundgebührenbetrag vorgestellt. Diese Einstellung
der Grurndgebühreinrichtung hat sich nun vielfach als nachteilig erwiesen,' da'
einerseits sehr hohe Grundgebühren auf einmal' nicht eingestellt werden können und
anderseits eine häufige periodische Einstellung. der Grundgebühr von Hand- erforderlich
ist.
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In weiterer Ausbildung der Erfindung des-Hauptpatentes werden. diese
Nachteile gemäß der Erfindung dadurch vermieden, daß die Grundgebühreinstellvorrichtung
auch von einem die auflaufende Grundgebühr berücksichtigenden,-ununterbrochen laufenden
Laufwerk im Sinne einer Grundgebühreinstellung verstellt wird. Hierbei -kann man
.derart vorgehen, daß das ununterbrochen laufende Laufwerk entweder den vom Münzwerk
beeinfiußten, mit dem Anschlag zusammenwirkenden
Teil der Grundgebühreinstellvorrichtung
oder den vom Münzwerk unbeeinflußten Anschlag ,der Grnndgebühreinsteilvorrichtung
verstellt. Im erstgenannten Fall kann ferner die Grundgebühreinstellvorrichtung
über ein Differentialgetriebe gesteuert werden, dessen einer Getriebeteil vom Münzwerk,
dessen andrer Getriebeteil vom ununterbrochen laufenden Laufwerk verdreht wird und
dessen dritter Getriebeteil mit dem mit .dem Anschlag zusammenwirkenden Teil der
Grundgebühreinstellvorrichtung gekuppelt ist.
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In der Zeichnung sind in .den Fig. i bis 3 drei Ausführungsbeispiele
der Erfindung schematisch zur Darstellung gebracht.
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Der Selbstverkäufer nach Fig. i stimmt im wesentlichen mit dem in
Fig. i des Hauptpatentes dargestellten Selbstverkäufer überein. Gleiche Elemente
dieser beiden Einrichtungen sind daher mit übereinstimmenden Bezugszeichen versehen.
Gegenüber dem Selbstverkäufer nach dem Hauptpatent ist eine zusätzliche Einrichtung
vorgesehen, die im wesentlichen ans einem Differentialgetriebe 51 und aus einem
Laufwerk 52 besteht: Das Differentialgetriebe 51 ist zwischen die Grundgebühreinstellvorrichtung
und dem mit der Umschaltgetriebeanordnung gekuppelten Getriebe 2o; 21 eingeschaltet,
und zwar ist ,das Sonnenrad 53 mit der Achse 22; das Sonnenrad 55 mit dein vom Zeitwerk
52 angetriebenen Getriebe 56 und die Pl:anetenradachse 57 mit der Einerrolle 23
des Grundgebührzählwerkes verbunden.
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Für die Erläuterung der Wirkungsweise der Einrichtung nach Fig. i
sei angenommen, daß die Grundgebühr auf 12 A£ für den Monat festgesetzt und der
Wert jeder eingeworfenen Münzei Ait sei, wobei durch 75'1, des Wertes jedes eingeworfenen
Geldstückes die Grundgebühr bezahlt werden soll. Es kann also bis zur -endgültigen
Bezahlung dieser Grundgebühr für :251[0 der eingeworfenen Münzen Strom ;bezogen
werden.
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Die Verstellung der Einerrolle 23 des Grundgebührzählwerkes und der
mit dieser verbundenen Nockenscheibe 24 erfolgt von außerhalb des Gehäuses des Selbstverkäufers
von Hand, und zwar mit einem geeigneten Gegenstand, beispielsweise mittels des ungespitzten
Endes eines Bleistiftes, das in einem mit der Achse 22 gekuppelten, aber axial auf
ihr verschiebbaren und innen geränderten Trichter 3o hineingestoßen wird. Hierbei
werden durch leichten Druck die verzahnten Buchsen 32 und 32' ausgekuppelt.
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Bei Drehung des Trichters 30 wird dann auch,das mit diesem
fest verbundene Sonnenrad 53 des Differentialgetriebes 51 gedreht. Dieser Verdrehung
des Sonnenrades 53 folgt dann auch die Planetenradachse 57, die wiederum eine Verstellung
der Einerrolle 23 und ,der Nockenscheibe 2q. bewirkt. Nach einer vollen Umdrehung
nimmt die Einerrolle 23 die Zehnerrolle 31 um eine Zahl mit. Da die @,Nockenscheibe
28 mit ,der Zehnerrolle 3 1 fest verbunden ist, so wird auch diese um den
gleichen Winkelbetrag verstellt. Daraufhin wird die Einerrolle 23 a:uf die Zahl
2 gestellt. Das Grundgebührzählwerk 23, 3 i nimmt dann mit den Nockenscheiben 2q.,
28 eine Stellung ein, die der Grundgebühr von 12 u9,£ entspricht.
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Da beim Einstellen die mit dem Zahnrad 2z fest verbundene Muffe 32'-
ausgekuppelt wird, steht das die gesamte bezahlte Grundgebühr anzeigende, mit Rad
2 1 über ein weiteres Rad, eine Welle sowie die Teile 35, 36 in Verbindung stehende
Zählwerk 37 während dieses Vorganges still.
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Weiterhin werden noch im Laufe des Monats in der gleichen Richtung,
wie vorn Trichter 30, die Norkenschei!ben 2q., 28 über das Getriebe 56,. das Sonnenrad
55 und die Planetenradachse 57 von Odem Laufwerk 52, das ein .elektrisch aufgezogenes
Uhrwerk, ein ' Synchronmotor o. dgl. sein kann, angetrieben: Sobald (der Verbraucher
eine Münze einwirft und den Einschaltknebel dreht, nimmt die Welle 3 des Münzwerkes.
die Zahngetriebe 7; 9 und 8, 1o mit, deren übersetzungen so gewählt sind; daB das
über eine Hülse mit dem Rad io in Verbindung stehende Sonnenrad 17 des Differentialgetriebes
65 eine Verdrehung ausführt, die 75°fo des Wertes der eingeworfenen Münze und die
Planetenradachse i i, die mit dem Rad i i verbunden ist, eine Verdrehung ausführt,
die ioo°fo ödes Wertes ,der eingeworfenen Münze entspricht: Die Drehrichtung der
Planetenradachse i i und des Sonnenrades 17 ist eine solche, .daß eine Bewegurig
auf das Sonnenrad 13 übertragen wird, !die .der Differenz ,der beiden vorstehend
angegebenen Werte entspricht, was :25'[, des Wertes der eingeworfenen Münze ist.
Diese Bewegung wird dann in bekannter Weise über das Differentialgetriebe 69 mit
den Sonnenrädern i, 2 und dem Planetenrad 5 auf die das Münzenvorratszählwerk 1q:
antreibende Vorgabewelle 6 im vorverstellenden Sinne und über die Welle 48 auf .das
Zählwerk 15 übertragen, das die Anzahl der Münzen, für die Strom .empfangen
wurde, angibt. Die Vorgabewelle 6 wird auch noch über das Differentialgetriebe
69 von @demZähler q., aber in der entgegengesetzten Richtung als vorn Münzwerk
angetrieben.' Mit der Verstellung des Differentialgetriebes 65 durch .das Münzwerk,
wird von der -das Sonnenraid 18 tragenden Hülse aus auch gleichzeitig das Getriebe
18, ig und. damit das Getriebe 2o, 2 i verstellt. Diese Bewegung
bewirkt
wiederum über das Differentialgetriebe 5, eine Verstellung des Grundgebührzählwerkes
und eine solche der Nockenscheiben 24, 28, aber jetzt in .der entgegengesetzten
Richtung als vorher. Das Grundgebührzählwerlc 23, 31 und die Nockenscheiben 24,
28 werden also in der Richtung nach ihren Nullstellungen verdreht.
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Beim Einwurf einer weiteren Münze wiederholt sich. dieser Vorgang
wieder von neuem. Es werden demnach beim jedesmaligen Einwerfen von Münzen das Grundgebührzählwerk
23, 34- die Nockensc eiben 24,28 immer mehr und mehr ihren Nullstellungen
genähert. Hat inan schließlich so viel Münzen eingeworfen, daß das Grundgebührzählwerk
in die Nullstellung gelangt und die Klinke 26 .die Nockenscheiben 24, 28 sperrt,
- dann ist die Grundgebühr bezahlt. Dabei ist zu berücksichtigen, daß nicht nur
die anfänglich eingestellte Grundgebühr von 12 A£, sondern auch die inzwischen aufgelaufene,
von dein Laufwerk 52 über das Differentialgetriebe 5.I. auf die -GrundgebEhreinstellvorrichtung
übertragene Grundgebühr 'bezahlt wurde. Ist also beispielsweise seit der Einstellung
des Grundgebührzählwerkes 23, 31 mittels des- Trichters 3o bereits ein halber Monat
verstrichen, so ist beim Anschlagen der Nockenscheiben 24, 28 an die Sperrklinke
26 auch diese nachträglich aufgelaufene Grundgebühr in Höhe von 6.,9d'9 bezahlt.
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Nach der Bezahlung der Grundgebühr ist eine weitere Verdrehung der
Grundgebühreinstellvorrichtung von dem Münzwerk nicht möglich, ,da ja dann die Nockenscheiben
24, 28 an - der Sperrklinke 26 zum Anliegen kommen. Demzufolge stehen die mit .der
Welle 3 nur durch eine Rutschkupplung verbundenen Zahnräder 8 und io still. Beim
Einwurf von Münzen und Drehen des Schaltknebels werden dann nur die Zahnräder 7
und 9@ und damit auch nur die Planetenradachse ii des Differentialgetriebes 12,
13, 17 verdreht. Auf das Sonnenrad 13 wird dann eine Bewegung übertragen, die ioo°%
des Wertes der eingeworfenen Münze entspricht.
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In der Zwischenzeit bis zum Einwurf einer nächsten Münze wird das
Zeitwerk 52, das Grundgebührzählwerk 23, 31 und die. Nockenscheiben 24-,--28 um
einen der inzwischen aufgelaufenen Grundgebühr entsprechenden Betrag vorverstellen,
der je nach seiner Größe beim Einwurf einer Münze Wieder ganz oder teilweise abgeglichen
wird.
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Es ist .natürlich nicht unbedingt notwendig, daß das Laufwerk 52 die
Nockenscheiben 24, 28 vorverstellen muß. Vom Zeitwerk 52 kann auch dann eine Grundgebühr
berücksichtigt werden, wenn dieses einen an Stelle der Sperrklinke 26 tretenden"
etwa lose auf der Achse des Zählwerkes 37 sitzenden @Aiischlag verstellt. Auch dann
wird, wenn die Nockenscheiben 24, 28 an dem Anschlag zum Anliegen kommen, sowohl
die vorher eingestellte als auch eine @evtl. aufgelaufene Grund_-gebühr bezahlt
sein.
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In Fig.2 ist nun eine _Ausführungsform dargestellt, in der der vom
Münzwerk unabhängige Anschlag der Grundgebühreinstellvorrichtung vom Laufwerk 52
verstellt wird. Das Laufwerk 52 ist hier über eine RutschkuppDung 6o müt ,dem Zahnrad
6r gekuppelt, das einen mit dem -Anschlaghebel äq. zusämmenärbeitenden Anschlag
26 trägt. Mit dem Zahnrad 61 ist :auch noch über .das Zahnrad 62 die Einstellvorrichtung
30 verbunden. Der Anschlaghebel 24 sitzt auf der Achse 63,- d:ie weiterhin
noch das, mit dem Zahnrad iö. im Eingriff stehende Zahnrad 64 trägt: Das mit dem
Zahnrad 17 eines Differentialgetriebes 65 verbundene Zahnrad io ist weiterhin mit
dem Zahnrad 8 gekuppelt, das über eine Rutschkupplung 66 mit dem den. Handgriff
67 tragenden Zahnrad 7 verbunden ist. - Dieses Zahnrad 7 greift in das Zahnrad 9
ein, das auf der Planetenradachse 68 des Differentialgetriebes 65 'festsitzt." Das
Sonnenrad 13 des Differenbiäl@getriebes 65 ist, wie bei .der Anordnung nach Fig.
i, mit dem Sonnenrad 2 des Differentialgetriebes 69 verbunden, von dem Idas andere
Sonnenrad i mit dem Zähler 4 und :das Planetenrad 5 mit der Vorgäbewelle 6 gekuppelt
ist. .
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' Die Wirkungsweise ist hier im wesentlichen die gleiche wie die der
Anordnung nach Fig. i. Nur wird eben hier von dem Laufwerk 52 der an dem Zahnrad
61 sitzende Anschlag 26 verstellt: Auf .diese Weise --wird; wie im ersterwähnten.
Fall; jeweils die bereits aufgelaufene -Grundgebühr .berücksichtigt.
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Die Anordnung mach Pi:g. 3 zeigt eine Ausführungsform, bei der das
Laufwerk 52 mit einem Sonnenrad7ö eines Differentialgetriebes 71 gekuppelt ist,
dessen zweites Sonnenrad 72 über ein Getriebe 8, io mit dem Handgriff 6; in Verbindung
steht und dessen Planetenstegachse 73 den mit dem Hebel 24 zusammenarbeitenden '
Anschlaghebel 26, trägt.
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Der Hebel z4 steht mit einem Sonnenrad 17 eines Differentialgetriebes
65 in Vetbindung. Das andere-Sonnenrad 13dieses Differentialgetriebes 65-
ist: über ein Getriebe 9, 7 mit dem Handgriff 67 verbunden, während die Planetenradachse
75 mit dem Sonnenrad 2 eines Differentialgetriebes 69 gekuppelt ist, von :dem in
bekannter Weise das Sonnenrad i vom Zähler q. angetrieben wird und die PlanetenrEudachse
6 die Vorgabewelle ist.
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Die Getriebeanordnung nach Fig.-3 kann auch wieder rauf eine bestimmte
Grundgebühr durch entsprechende Verstellung eines der
beiden Hebel
2q., 26 eingestellt werden. Hierzu kann man sich einer in dieser Figur nicht zur
Darstellung gebrachten. Einstellvorrichtung bedienen.
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Bei -der aus der Fig. 3 ersichtlichen Stellung berührt der Anschlaghebel
24 den Hebel 26: In einem: solchen Fall hat also -die vorher eingestellte Grundgebühr
bereits Berücksichtigung gefunden. Das Laufwerk 52 treibt nunmehr das Sonnenrad
7o des Differentialgetriebes 71 in der eingezeichneten Pfeilrichtung und damit auch
über das Planetenrad 78 ,den Anschlaghebel 26 in -der mit vollen Linien eingezeichneten
Pfeilrichtung an. Dieser Anschlaghebel 26 wird also kontinuierlich um einen der
auflaufenden - Grundgebühr entsprechenden Betrag von dem Hebel 24, entfernt.
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Nach Einwurf einer Münze und darauffolgendem Drehen des Handgriffes
67 wird sowohl das Sonnenrad 72 des Differentialgetriebes 71 als auch das Sonnenrad
13 des Differentialgetriebes 65 in der strichliert eingezeichneten Pfeilrichtung
verdreht. Damit wird -der Anschlaghebel 2,6 .dem Hebel 2q: in der strichliert
eingezeichneten Pfeilrichtung wieder ;genähert. Die Bewegung des Sonnenrades 13
des Differentialgetriebes 65 wird weiterhin über das Differentialgetriebe 69 auf
die Vorgabewelle 6 im vor-verstellenden Sinne übertragen.
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Gelangen nun nach dem Einwurf einer weiteren Münze die beiden Hebel
2q., ä6 miteinander in Berührung, so wird beim nächsten Einwurf einer Münze und
Verdrehung des Handgriffes 67 der Hebel 2¢ von dem Anschlaghebel 26 in -der strichliert
.eingezeichneten Pfeilrichtung mitgenommen. Diese Bewegung wird dann auf das Sonnenrad
17 :des Differentialgetriebes 65 übertragen, so @daß .dessen Planetenradachse 75
und damit das Sonnenraid 2 des Differentialgetriebes 69 die Summe der Bewegungen
der beiden Sonnenräder 17 und 13 des Differentialgetriebes 65 ausführt. Es ist also
hier so, daß, sobald die Grundgebühr bezahlt wurde, das Sonnenrad des Differentialgetriebes
69 "mit der Summe der Bewegungen der beiden Sonnenräder 17 und 13 des Differentialgetriebes
65 verdreht wird. Bei nicht bezahlter Grundgebühr wird dagegen nur das Sonnenrad
i;3 des Differential, getrieben 65 seine Bewegung auf das Sonnenrad -- des
Differentialgetriebes 69 übertragen.