DE227326C - - Google Patents

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DE227326C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41BMACHINES OR ACCESSORIES FOR MAKING, SETTING, OR DISTRIBUTING TYPE; TYPE; PHOTOGRAPHIC OR PHOTOELECTRIC COMPOSING DEVICES
    • B41B5/00Devices for making type or lines
    • B41B5/04Casting devices

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Confectionery (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 227326 KLASSE 15«. GRUPPE
GIOVANNI NOVI in ROM.
im Guß getrennten Drucksatzzeilen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 23. September 1908 ab.
Gegenstand der Erfindung ist ein Sohriftgußkasten für Mehrfachzeilenguß, durch welchen man mit Hilfe einer Matrizentafel und eines Formrostes eine Mehrzahl von völlig voneinander getrennten gegossenen Drucksatzzeilen erhält, welche unmittelbar nach dem Guß vollkommen fertig sind und ohne weiteres zum Satz und Druck verwendet werden können.
ίο Der Schriftgußkasten besteht im wesentlichen aus drei Teilen:
1. dem eigentlichen Gußkasten, in welchen das flüssige Letternmetall eingegossen wird,
2. dem besonders gebauten Formrost für den gleichzeitigen Guß mehrerer voneinander unabhängiger Zeilen und
3. dem Deckel, d. h. der Matrizentafel in ihrem Metallrahmen, welch letzterer aus Gründen der Bequemlichkeit und. schnelleren Arbeit vorteilhaft derselbe Rahmen . ist, in welchem die Matrizentafel die Prägung erhält, und der mithin direkt mit der Matrizentafel aus der Prägemaschine herausgenommen und an den Formrost des Gußkastens angelegt werden kann.
Der Formrost besteht zweckmäßig aus einzelnen voneinander unabhängigen Stäben, die so gestaltet sind, daß sie genau und fest aneinander passen und zwischen sich Lücken von rechteckigem Querschnitt bilden, deren Bemessung und gegenseitige Entfernung genau den in der Matrizentafel eingeprägten Schriftzeilen entsprechen. Die Rbststäbe sind auf Stangen angeordnet und können mit Hilfe von Druckschrauben fest zusammengepreßt oder gelockert werden. Durch diese Anordnung wird es ermöglicht, daß die Zeilen unmittelbar nach dem Guß, und nachdem mittels der Druckschrauben die Roststäbe gelockert worden sind, aus den Lücken herausfallen können.
Es sind zwar bereits Formroste bekannt, die aus voneinander getrennten Stäben bestehen. Diese Roste weisen aber den Nachteil auf, daß sie bei jedem Gebrauch vollständig auseinandergenommen und dann wieder zusammengesetzt werden müssen. Außerdem machen sie eine Anzahl von Zwischenstücken und Druckschrauben erforderlich.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist der Gußkasten und der Formrost dargestellt, und zwar zeigt
Fig. ι den Gußkasten in Vorderansicht.
Fig. 2 ist ein senkrechter Schnitt durch denselben mit dem eingesetzten Formrost.
Fig. 3 ist eine Draufsicht bzw. ein Schnitt des herausgenommenen Formrostes und
Fig. 4 eine Teilansicht des Rostes, welche veranschaulicht, wie durch Lockern der Schrauben die Roststäbe so weit auseinandergezogen werden können, daß die einzelnen Gußzeilen herausfallen.
Der rechteckige Gußkasten 1 steht auf einem Fuß oder Untersatz 2 und hat einen mit starker Druckschraube 4 versehenen Scharnierdeckel 3.
In den Gußkasten 1 wird der Zeilenrost 5 eingelegt, und auf letzteren wird die unverschiebbar in ihrem Rahmen 6 befestigte Ma-
trizentafel 14 durch die Schraube 4 fest angepreßt, wobei sie unverändert mit ihrem Rahmen 6 aus der Prägemaschine entnommen und direkt an den Formrost angelegt werden kann. In der Wand 9 des Gußkastens 1 ist seitlich ein quer zu den Rostlücken bzw. -stäben stehender Schlitz 7 zum Eingießen des Letternmetalles in die zum Schlitz 7 senkrecht stehenden Lücken zwischen den Stäben 10 angeordnet. Sobald als die nötige Menge Metall eingegossen ist, wird der Schlitz 7 durch Senkung eines Schiebers 8 mittels Schraube oder Hebel geschlossen und dadurch jede Verbindung zwischen dem die Rostlücken füllenden und dem im Einguß befindlichen Metall abgeschnitten. Letzteres kann dann z. B. durch einen Hahn abgelassen oder durch Kippung des ganzen Apparates zum Schmelztiegel zurückgeführt werden.
Die Temperatur des Gußkastens kann durch einen Wassermantel oder in anderer Weise geregelt werden.
Wenn nun nach beendetem Guß das Metall im Kasten kalt und fest geworden ist, wird der Deckel 3 aufgeklappt und die Matrizentafel 14 in ihrem Rahmen 6 sowie der Formrost 5 mit dem Zeilenguß herausgenommen.
Der Rost 5 (Fig.3) ist aus einzelnen Stäben 10 zusammengesetzt, die so gestaltet sind, daß sie genau und fest aneinander passen und rechteckige Lücken zwischeneinander bilden, deren Abmessungen und gegenseitige Entfernung genau den in die Matrizentafel eingeprägten Schriftzeilen entsprechen. Die Roststäbe io werden durch Stangen ii zusammengehalten, welche durch die Seitenenden der Roststäbe io hindurchgeführt sind. Auf diesen Stangen sitzen Druckschrauben 12 (Fig. 4), durch welche die Roststäbe 10 fest aneinandergepreßt werden. Es genügt nach erfolgtem und erstarrtem Guß, diese Schrauben 12 ein wenig zu lockern, um die Stäbe 10 so weit voneinander entfernen zu können, daß die Gußzeilen, völlig zum Satz und Druck fertig, einzeln aus den Lücken herausfallen. Wie man sieht, hat dieser Formrost den Vorteil, zugleich starr und in seinen Teilen beweglich zu sein.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Schriftgußkasten mit Matrizentafel und Formrost zur Herstellung von völlig voneinander im Guß getrennten Drucksatzzeilen, dadurch gekennzeichnet, daß der Rost aus einzelnen Stäben zusammengesetzt ist, die mittels durch ihre Endstücke geführter Stangen und auf diesen sitzender Druckschrauben fest zusammengehalten werden und ein starres Ganzes bilden, während die Eingußöffnung durch einen parallel zur Rostfläche beweglichen Absperrschieber abgeschlossen wird.
    Hierzu 1 Blaij: Zeichnungen.
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