DE227326C - - Google Patents
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- DE227326C DE227326C DENDAT227326D DE227326DA DE227326C DE 227326 C DE227326 C DE 227326C DE NDAT227326 D DENDAT227326 D DE NDAT227326D DE 227326D A DE227326D A DE 227326DA DE 227326 C DE227326 C DE 227326C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B41—PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
- B41B—MACHINES OR ACCESSORIES FOR MAKING, SETTING, OR DISTRIBUTING TYPE; TYPE; PHOTOGRAPHIC OR PHOTOELECTRIC COMPOSING DEVICES
- B41B5/00—Devices for making type or lines
- B41B5/04—Casting devices
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Confectionery (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 227326 KLASSE 15«. GRUPPE
GIOVANNI NOVI in ROM.
im Guß getrennten Drucksatzzeilen.
Gegenstand der Erfindung ist ein Sohriftgußkasten für Mehrfachzeilenguß, durch welchen
man mit Hilfe einer Matrizentafel und eines Formrostes eine Mehrzahl von völlig voneinander getrennten gegossenen Drucksatzzeilen
erhält, welche unmittelbar nach dem Guß vollkommen fertig sind und ohne
weiteres zum Satz und Druck verwendet werden können.
ίο Der Schriftgußkasten besteht im wesentlichen
aus drei Teilen:
1. dem eigentlichen Gußkasten, in welchen das flüssige Letternmetall eingegossen wird,
2. dem besonders gebauten Formrost für den gleichzeitigen Guß mehrerer voneinander
unabhängiger Zeilen und
3. dem Deckel, d. h. der Matrizentafel in ihrem Metallrahmen, welch letzterer aus
Gründen der Bequemlichkeit und. schnelleren Arbeit vorteilhaft derselbe Rahmen . ist, in
welchem die Matrizentafel die Prägung erhält, und der mithin direkt mit der Matrizentafel
aus der Prägemaschine herausgenommen und an den Formrost des Gußkastens angelegt
werden kann.
Der Formrost besteht zweckmäßig aus einzelnen voneinander unabhängigen Stäben, die
so gestaltet sind, daß sie genau und fest aneinander passen und zwischen sich Lücken von
rechteckigem Querschnitt bilden, deren Bemessung und gegenseitige Entfernung genau
den in der Matrizentafel eingeprägten Schriftzeilen entsprechen. Die Rbststäbe sind auf
Stangen angeordnet und können mit Hilfe von Druckschrauben fest zusammengepreßt oder
gelockert werden. Durch diese Anordnung wird es ermöglicht, daß die Zeilen unmittelbar
nach dem Guß, und nachdem mittels der Druckschrauben die Roststäbe gelockert worden
sind, aus den Lücken herausfallen können.
Es sind zwar bereits Formroste bekannt, die aus voneinander getrennten Stäben bestehen.
Diese Roste weisen aber den Nachteil auf, daß sie bei jedem Gebrauch vollständig
auseinandergenommen und dann wieder zusammengesetzt werden müssen. Außerdem
machen sie eine Anzahl von Zwischenstücken und Druckschrauben erforderlich.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist der Gußkasten und der Formrost dargestellt, und
zwar zeigt
Fig. ι den Gußkasten in Vorderansicht.
Fig. 2 ist ein senkrechter Schnitt durch denselben mit dem eingesetzten Formrost.
Fig. 3 ist eine Draufsicht bzw. ein Schnitt des herausgenommenen Formrostes und
Fig. 4 eine Teilansicht des Rostes, welche veranschaulicht, wie durch Lockern der
Schrauben die Roststäbe so weit auseinandergezogen werden können, daß die einzelnen
Gußzeilen herausfallen.
Der rechteckige Gußkasten 1 steht auf einem Fuß oder Untersatz 2 und hat einen mit starker
Druckschraube 4 versehenen Scharnierdeckel 3.
In den Gußkasten 1 wird der Zeilenrost 5 eingelegt, und auf letzteren wird die unverschiebbar
in ihrem Rahmen 6 befestigte Ma-
trizentafel 14 durch die Schraube 4 fest angepreßt, wobei sie unverändert mit ihrem Rahmen
6 aus der Prägemaschine entnommen und direkt an den Formrost angelegt werden kann. In der Wand 9 des Gußkastens 1 ist
seitlich ein quer zu den Rostlücken bzw. -stäben stehender Schlitz 7 zum Eingießen des
Letternmetalles in die zum Schlitz 7 senkrecht stehenden Lücken zwischen den Stäben 10 angeordnet.
Sobald als die nötige Menge Metall eingegossen ist, wird der Schlitz 7 durch Senkung
eines Schiebers 8 mittels Schraube oder Hebel geschlossen und dadurch jede Verbindung
zwischen dem die Rostlücken füllenden und dem im Einguß befindlichen Metall abgeschnitten.
Letzteres kann dann z. B. durch einen Hahn abgelassen oder durch Kippung des ganzen Apparates zum Schmelztiegel zurückgeführt
werden.
Die Temperatur des Gußkastens kann durch einen Wassermantel oder in anderer Weise geregelt
werden.
Wenn nun nach beendetem Guß das Metall im Kasten kalt und fest geworden ist, wird der
Deckel 3 aufgeklappt und die Matrizentafel 14 in ihrem Rahmen 6 sowie der Formrost 5 mit
dem Zeilenguß herausgenommen.
Der Rost 5 (Fig.3) ist aus einzelnen Stäben 10 zusammengesetzt, die so gestaltet sind, daß
sie genau und fest aneinander passen und rechteckige Lücken zwischeneinander bilden,
deren Abmessungen und gegenseitige Entfernung genau den in die Matrizentafel eingeprägten
Schriftzeilen entsprechen. Die Roststäbe io werden durch Stangen ii zusammengehalten,
welche durch die Seitenenden der Roststäbe io hindurchgeführt sind. Auf diesen
Stangen sitzen Druckschrauben 12 (Fig. 4), durch welche die Roststäbe 10 fest
aneinandergepreßt werden. Es genügt nach erfolgtem und erstarrtem Guß, diese Schrauben
12 ein wenig zu lockern, um die Stäbe 10 so weit voneinander entfernen zu können, daß
die Gußzeilen, völlig zum Satz und Druck fertig, einzeln aus den Lücken herausfallen. Wie
man sieht, hat dieser Formrost den Vorteil, zugleich starr und in seinen Teilen beweglich
zu sein.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Schriftgußkasten mit Matrizentafel und Formrost zur Herstellung von völlig voneinander im Guß getrennten Drucksatzzeilen, dadurch gekennzeichnet, daß der Rost aus einzelnen Stäben zusammengesetzt ist, die mittels durch ihre Endstücke geführter Stangen und auf diesen sitzender Druckschrauben fest zusammengehalten werden und ein starres Ganzes bilden, während die Eingußöffnung durch einen parallel zur Rostfläche beweglichen Absperrschieber abgeschlossen wird.Hierzu 1 Blaij: Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE227326C true DE227326C (de) |
Family
ID=487792
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT227326D Active DE227326C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE227326C (de) |
-
0
- DE DENDAT227326D patent/DE227326C/de active Active
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