DE22571C - Selbstthätige Bieruhr - Google Patents

Selbstthätige Bieruhr

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DE22571C
DE22571C DENDAT22571D DE22571DA DE22571C DE 22571 C DE22571 C DE 22571C DE NDAT22571 D DENDAT22571 D DE NDAT22571D DE 22571D A DE22571D A DE 22571DA DE 22571 C DE22571 C DE 22571C
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Germany
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pendulum
clock
automatic beer
seidel
box
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DENDAT22571D
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English (en)
Original Assignee
A. SCHEL. J^PdrJlailir »V:, xirtaiffiirgeisitv it-tihtfi j 24. Oktober 1882 ab
Publication of DE22571C publication Critical patent/DE22571C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A47FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
    • A47GHOUSEHOLD OR TABLE EQUIPMENT
    • A47G23/00Other table equipment
    • A47G23/10Devices for counting or marking the number of consumptions
    • A47G23/12Consumption counters combined with table-ware or table-service
    • A47G23/16Consumption counters combined with table-ware or table-service combined with drinking vessels or with lids therefor

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  • Refuse Receptacles (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 64: Schankgeräthschaften.
ADOLF SCHELLER in BERLIN. Selbsttätige Bieruhr.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 24. October 1882 ab.
Dieser Apparat hat' den Zweck, selbsttätig anzuzeigen, wie oft ein damit verbundenes Seidel oder sonstiges Trinkgefäfs leer getrunken worden ist.
Der ganze Apparat, der in beliebiger Gröfse hergestellt werden kann, liegt im Deckel (Klappdeckel) des Bierglases, und zwar so, dafs, wie Fig. 2 zeigt, seine Längenachse ab, von oben gesehen, die Mittellinie des Deckels, welche durch die Mitte des Scharniers geht, deckt und der Kasten e, Fig. 4, dem Scharnier zunächst liegt.
Der Apparat kann nur bei ganz geöffnetem Deckel, Fig. 1, in Thätigkeit treten.
Die Bewegung geht aus von einem kleinen Gewicht g, Fig. 3, in Gestalt einer Rolle, welche mit ihrer Achse lose in den beiden Schlitzen des Pendels/ hängt. Durch Ausschlagen dieses Pendels nach rechts wird der Haken c mitgenommen, welcher in das auf der Zeigerwelle festsitzende Sperrrad r greift und dieses um einen Zahn von links nach rechts dreht. Schlägt das Pendel nach links aus, so dreht der Haken d, dessen Eingriff durch seine Gewichtsvertheilung bedingt wird, das Sperrrad um einen Zahn in derselben Richtung weiter. Ein Rückwärtsgehen des Rades wird durch die Feder f verhindert.
Damit das Ausschlagen des Pendels nicht zu früh geschieht, hängt die Rolle g in einem Kasten e, dessen Seitenwände χ und y die Rolle so lange am Auslaufen verhindern, bis die eine derselben (x in Fig. 4 und y in Fig. 5), an welche sich die Rolle beim Trinken anlehnt, eine Neigung erreicht hat, welche die horizontale Richtung. um den Reibungswinkel ο. überschreitet. (Die Gröfse dieses Reibungswinkels läfst sich bei der praktischen Ausführung um so leichter feststellen, als die Seitenwände ' nur aus Blechstreifen bestehen, welche mit der Vorder- und der Rückwand in keinem Zusammenhange stehen.) Mit dieser Stellung des Apparates fällt die waagrechte Richtung der Innenwand des Seidels zusammen, so dafs gleichzeitig mit dem Ausschlagen des Pendels die letzte Flüssigkeit aus dem Seidel ausfliefst. Die Rolle läuft dabei auf den Verlängerungen der Seitenwände des Kastens u, Fig. 4, bezw. v, Fig. 5, welche so gerichtet sind, dafs beim Aufrichten des Seidels die Rolle in den Kasten zurückläuft. Die Seitenwände des Kastens stehen nur mit dem Boden in. Zusammenhang und haben von der Vorder- und der Hinterwand so viel Abstand, dafs sich darin die beiden Schenkel des Pendels unbehindert bewegen können.
Die beiden Haken, das Sperrrad und die Feder/ liegen zwischen zwei Platten m und m1, Fig. i, 7 und 8, welche durch abgesetzte Stifte zu einem festen Gehäuse verbunden sind. Das Pendel umfafst dieses Gehäuse mit seinen beiden Schenkeln, wie Fig. 1, 7 und 8 zeigen. Die Haken c und d sind so mit dem Pendel verbunden, dafs sie sich darin frei um ihre Achsen drehen können. Da diese Achsen durch die Platten m und ml des inneren Gehäuses hindurchreichen müssen, sind letztere mit entsprechenden Schlitzen versehen.
Um eine Drehung des Rades und somit des Zeigers bei einer anderen Bewegung als der des Austrinkens, z. B. beim Ausspülen des Seidels, zu verhüten, ist das innere Gehäuse 771 771' unten durch einen Blechstreifen h, Fig. 1, 7 und 8, geschlossen, welcher über die Platten m
und m} hinausragt. Der so entstandene hervorragende Rand der Platte m hat in der Mitte einen Ausschnitt, Fig. 8, in welchen sich das Pendel, dem die längliche Form seiner Löcher fur die Drehachse auch eine Bewegung in der Richtung dieser Achse gestattet, mit seinem oberen Schenkel hineinlegt, sobald, der Deckel aus der offenen, Fig. ι, in die geschlossene Stellung, Fig. 7, tibergeht. In dieser Lage kann das Pendel weder nach rechts noch nach links ausschlagen, da es durch den vorstehenden Rand daran verhindert wird. Wird der Deckel wieder ganz geöffnet, so fällt vermöge der Schwere der obere Schenkel des Pendels aus dem Einschnitt heraus, während sich der andere Schenkel an den Rand der Platten1 legt, welcher ihm als Führung dient, Fig. 1.
Fig. 3 zeigt das Innere des Apparates bei geschlossenem oder aufrecht stehendem Deckel, Die Rolle g hängt in ihrem Kasten, beide Haken sind in Eingriff.
Fig. 4 zeigt die Stellung des Apparates, wenn das Seidel von rechts (mit der linken Hand geführt) geleert ist. Das Pendel ist nach rechts ausgeschlagen. Der Haken c hat das Rad um einen Zahn weitergedreht. Der Haken d ist leer mitgegangen.
Fig. 5 zeigt die Stellung des Apparates, wenn das Seidel von links (mit der rechten Hand geführt) geleert ist. Das Pendel ist nach links ausgeschlagen. Der Haken d hat das Rad gedreht. Der Haken c ist leer mitgegangen.
Fig. 6 zeigt eine Stellung, die der Apparat beim Ausspülen des Seidels häufig einnehmen wird, Beide Haken haben sich vermöge ihrer Schwere aufser Eingriff gesetzt. Aufserdem haben sie sich mit ihren Ausschnitten um die Stifte i und / gelegt, so dafs in dieser Stellung ein Ausschlagen des Pendels nicht vorkommen kann.
Das innere Gehäuse ist durch die vier abgesetzten Stifte 0 q s t, Fig. 3, mit dem äufseren Gehäuse vernietet. Letzteres, zur Abhaltung von Feuchtigkeit ringsum geschlossen und mit dem Boden des Deckels verlöthet, trägt das Zifferblatt z, über welchem sich der Zeiger bewegt. Das Zifferblatt wird in so. viel Theile getheilt, als das Sperrrad Zähne hat, deren Zahl beliebig ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine im Klappdeckel des Seidels befindliche selbsttätige Bieruhr, deren Zeigerbewegung hervorgebracht wird durch ein Pendel, dessen loses Gewicht durch sein Beharrungsvermögen in einem Kasten so lange festgehalten wird, bis es durch die Neigung des Seidels beim Austrinken zum Ausschlagen gebracht wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
    BERLIN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEREI.
DENDAT22571D Selbstthätige Bieruhr Active DE22571C (de)

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