DE309441C - - Google Patents

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DE309441C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01GWEIGHING
    • G01G21/00Details of weighing apparatus

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Weight Measurement For Supplying Or Discharging Of Specified Amounts Of Material (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 309441 KLASSE 42/. GRUPPE
FR. HESSER MASCHINENFABRIK A.-G. in STUTTGART-CANNSTATT.
des Einlauftrichters.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 28. März 1918 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum selbsttätigen Abschließen des Einlaufes bei selbsttätigen Wagen zum Abwiegen von vorzugsweise pulverförmigem oder körnigem Material, wie Kakao, Mehl, Tee, Kaffee, Weizen, Mais usw. Insbesondere betrifft die Erfindung solche selbsttätigen, mechanisch wirkenden Abschlußvorrichtungen, bei welchen der Abschlußschieber des Einlauftrichters in einer bestimmten Stellung durch eine Sperrvorrichtung festgehalten wird, die vermittels einer von dem Wagebalken beeinflußten Ausklinkvorrichtung ausgelöst wird, wenn der Wagebalken eine bestimmte Lage einnimmt. Gegenüber den bekannten Vorrichtungen dieser Art ist die Erfindung im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, daß die Auslösevorrichtung für die Sperrvorrichtung aus einer drehbaren Scheibe besteht, die in der einen Stellung des Abschlußschiebers durch einen von der Ausklinkvorrichtung beeinflußten Hebel festgehalten, bei der Auslösung der Ausklinkvorrichtung durch eine Feder o. dgl. aber derart gedreht wird, daß sie die Sperr vorrichtung zur Auslösung bringt. '
Der Gegenstand der Erfindung ist auf der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht. , .
Fig. ι gibt eine Seitenansicht einer Vorrichtung gemäß der Erfindung bei geöffnetem Abschlußschieber;
Fig. 2 ist eine Seitenansicht der gleichen Vorrichtung bei geschlossenem Abschlußschieber, und . '
Fig. 3 ist eine Aufsicht auf Fig. 1.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist unter dem Einlauftrichter 8 der Verschlußschieber 7 angeordnet, den eine Feder 19 vorzuschieben sucht. Der Einlauftrichter 8 läßt das Wägegut in die an dem. einen Ende des Wagebalkens 25 hängende Schale 9 einlaufen. Am anderen Ende des Wagebalkens hängt das Gewicht 10. Mit dem Schieber 7 ist durch einen Bolzen 24 eine gerade geführte Schiene 6 verbunden, die an dem einen Ende eine hakenförmige Öffnung besitzt. , Zwecks Sperrung des Schiebers .kann hinter diesen Haken ein Sperrhebel 18 fassen, der auf dem Bolzen 27 drehbar angeordnet ist. Eine Feder 30 ist bestrebt, den Haken 18 in Eingriff mit dem hakenförmigen Ende der Schiene 6 zu halten. Der andere Arm des Sperrhebels 18 ist bei 18' (Fig. 3) winkelförmig umgebogen.
Die Auslösevorrichtung für den Sperrhebel , 18 besteht aus einer auf dem Bolzen 27 lose drehbaren leichten Scheibe 14, welche an ihrem Umfang mit einer Anschlagfläche 17, sowie mit einem nockenförmigen Ansatz 15 versehen ist. Eine Feder 13 ist bestrebt, die Scheibe 14 in der Pfeilrichtung zu drehen. Mit der Scheibe 14 wirkt ein dreiarmiger, auf dem Bolzen 31 drehbarer Hebel 16 zusammen, und zwar vermittels einer auf seinem einen Arm ■16' sitzenden Rolle 26. Die Scheibe 14 ist
zweckmäßig exzentrisch auf dem Bolzen 27 angeordnet und die Feder 13 ist durch etwas seitliche Lage von der senkrechten Achse des Bolzens 27 schon auf das Anfangsdrehmoment eingestellt. Durch diese seitliche, von der senkrechten ; Achse abweichende Lage der Feder 13 wird die Drehung der Scheibe nach deren Freigabe erheblich beschleunigt. Auf einem anderen Arm 16" des Hebels 16 ist einstellbar ein Gewicht 23 befestigt, welches die Rolle 26 in dauernder Fühlung mit dem Nokken 15 bzw. mit dem Umfang der Scheibe 14 hält. Der Hebel 16 wirkt mit der vom Wagebalken 25 betätigten Ausklinkvorrichtung zusammen.
' Letztere besteht aus der auf der Stange 32 befestigten Sperrfeder 12 sowie aus der Stange 11, die einstellbar an dem Wagebalken 25 befestigt ist. Für gewöhnlich legt sich die Sperrfeder 12 auf das ebenfalls an der Stange 32 befestigte Winkelblech 33.
Das beschriebene Ausführungsbeispiel wirkt folgendermaßen:
Beim Einfüllen des Gutes aus dem Trichter 8 in die Wagschale 9 nehmen die Teile die aus Fig. ι ersichtliche Stellung ein. Der Haken des Sperrhebels 10 ist in Eingriff mit dem hakenförmigen Ende der Schiene 6; der Schieber 7 wird also in der zurückgezogenen Stellung festgehalten; der Hebel· 16 faßt hinter das Ende 'der Blattfeder 12,. die auf dem Winkelblech 33 aufliegt, so daß die Rolle 26 des Armes 16' hinter den Nocken 15 der Scheibe 14 faßt und diese entgegen dem Zug der Feder 13 in der aus Fig. 1 ersichtlichen Sperrlage festhält.
Wenn die abzuwiegende Menge eingefüllt ist, der Wagebalken also entsprechend ausschlägt, so hebt die Stange 11 die Blattfeder 12 in der aus Fig. 2 ersichtlichen Weise an. Hierdurch wird der Hebel 16 freigegeben, so daß die Scheibe 14 durch die Feder 13 in der Pfeilrichtung gedreht wird. Die Fläche 17 drückt hierdurch den Arm 18' des Sperrhebels 18 nach unten; letzterer wird entgegen der Feder 30 in die aus Fig. 2 ersichtliche Stellung angehoben und gibt die Schiene 6 frei, so daß der Schieber 7 durch die Feder 19 in die aus Fig. 2 ersichtliche Schließlage bewegt wird und den Einlauftrichter abschließt.
Die Zurückführung der Vorrichtung in die in Fig. ι dargestellte Sperrstellung erfolgt auf folgende Weise: Die Welle 1 macht für jede Abwiegung eine Umdrehung, und zwar fängt sie &n, sich zu drehen, nachdem die Wagschale 9 entleert worden ist. Hierbei wird durch die Rolle 2 der auf der Welle 1 befestigten Scheibe 3 der bei 34 drehbare Hebel 4 in die in Fig. 2 strichpunktiert angedeutete Stellung gebracht. Dadurch wird vermittels des am Hebel 4 sitzenden Bolzens 5 die Schiene 6 und damit der Schieber 7 in die aus Fig. ι ersichtliche Stellung zurückgezogen. Gleichzeitig wird durch den Stift 21 und den Anschlag 22 der Scheibe 14 letztere in die Stellung gemäß Fig. 1 zurückgedreht. Der Stift 21 ist nämlich auf dem Bolzen 27 befestigt, welcher durch den auf ihm befestigten Arm 19 und~ das Gelenk 20 durch den Hebel 4 entsprechend gedreht wird. Der Hebel 16 wird durch das Gewicht 23 in die aus Fig. 1 ersichtliche Stellung zurückgedreht und faßt wieder hinter die Sperrfeder 12, während die Rolle 26 hinter den Nocken 15 greift, so daß die Auslösevorrichtung entgegen dem Zug der Feder 13 wieder gesperrt gehalten wird. Sobald die Rolle 2 an dem kurzen Arm des Hebels 4 vorbeigegangen ist, wird letzterer wieder durch die Federn 35, 36 in die in Fig. 1 gezeichnete Stellung zurückgezogen.
Durch die Ausbildung der Vorrichtung gemäß der Erfindung ist die zum Ausklinken nötige Kraft auf ein Minimum reduziert. Außerdem läßt sich durch das Gewicht 23 die Vorrichtung so einstellen, daß zur Auslösung nur die mindest nötige Kraftmenge zu wirken braucht. Selbst bei der durch langen Gebrauch entstehenden Abnutzung läßt sich die Vorrichtung hierdurch immer wieder genau einstellen. Der schnelle Abschluß der Ausflußöffnung der Wage wird dadurch erzielt, daß die Scheibe 14 sehr leicht gehalten werden kann, sich also schnell in Bewegung setzen läßt, und darin einen nur kurzen Weg zurückzulegen braucht, bis ihre Nase 17 die Klinke 18 losschlägt. '

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Vorrichtung zum selbsttätigen Verschließen des Einlaufes bei selbsttätigen Wagen, bei welchen der Abschlußschieber in einer bestimmten Stellung durch eine Sperrvorrichtung festgehalten wird, die vermittels einer von dem Wagebalken beeinflußten Ausklinkvorrichtung ausgelöst wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Auslösevorrichtung für die Sperrvorrichtung (18) aus einer drehbaren Scheibe (14) besteht, die in der einen Stellung des Abschlußschiebers (7) durch einen von der Ausklinkvorrichtung (11,12) beeinflußten Hebel (16) festgehalten, bei der Auslösung der Ausklinkvorrichtung aber derart gedreht wird, daß sie die Sperrvorrichtung (18) zur Auslösung bringt. ■
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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