DE22547C - - Google Patents

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DE22547C
DE22547C DENDAT22547D DE22547DA DE22547C DE 22547 C DE22547 C DE 22547C DE NDAT22547 D DENDAT22547 D DE NDAT22547D DE 22547D A DE22547D A DE 22547DA DE 22547 C DE22547 C DE 22547C
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red
monosulfonic
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C309/00Sulfonic acids; Halides, esters, or anhydrides thereof
    • C07C309/01Sulfonic acids
    • C07C309/28Sulfonic acids having sulfo groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton
    • C07C309/45Sulfonic acids having sulfo groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton containing nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups, bound to the carbon skeleton
    • C07C309/47Sulfonic acids having sulfo groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton containing nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups, bound to the carbon skeleton having at least one of the sulfo groups bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring being part of a condensed ring system
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B29/00Monoazo dyes prepared by diazotising and coupling

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Das Verfahren gründet sich auf die Thatsache, dafs man die ß-Naphtolsulfosäuren durch Austausch · der Hydroxylgruppen gegen die Azidogruppen direct in die entsprechenden β-Naphtylaminsulfosäuren überführen kann.
Zu dieser Umwandlung benutzen wir die
»von Schäffer dargestellte und beschriebene
si ß-Naphtolmonosulfosäure (Annalen der Chemie, 152, S. 296), welche, mit Ammoniak bei hoher Temperatur behandelt, zwei β-Naphtylamin-'
monosulfosäuren liefert, die sich in ihren Eigenschaften von den bisher bekannten bezw.
patentirten scharf unterscheiden.
Die Reaction findet statt, ob nun die Verbindungen im freien Zustande auf einander einwirken, oder ob sie erst während der Reaction entstehen, bei "längerer oder kürzerer Einwirkungsdauer, bei Gegenwart von Wasser, mit oder ohne Zusatz wasserentziehender Mittel.
Zur Darstellung genannter ß-Naphtolmonosulfosäure benutzen wir im Allgemeinen die Angaben Schäffer's und gewinnen die Säure mittelst der gut krystallisirenden Kalk- oder Natronsalze. -
Als vorteilhaft zur Darstellung unserer neuen β-Naphtylaminsulfosäuren haben wir folgendes Verfahren gefunden:
60 kg β-naphtolmonosulfosaures Ammoniak (neutrales oder saures Salz) werden mit 12kg Kalkhydrat oder irgend einem Ammoniak entbindenden Agens (z. B. 20 kg calcinirterJapda von 9'8.:;pCti) und 60 kg Wasser während 24 Stunden auf i8o° unter Druck erhitzt. Die Reactionsmasse wird dann in 50 1 heifseri ; Wassers gelöst, wenn nöthig filtrirt und darauf : angesäuert. Die entstandene schwer lösliche ; ß- Naphtylaminmonosulfosäure, das Haupti product der Einwirkung, scheidet sich sofort j in dichten krystallinischen Massen ab. . ' , ! Es wird heifs abfiltrirt, die Säure gut abge- \ prefst 'Und diese nahezu rein erhalten. Mit der 1 Mutterlauge wird nach unten angegebener Methode weiter verfahren. ..'.
■!■'' Statt des Ammoniumsalzes lassen sich auch ,andere Salze .anwenden. So giebt z. B. das
■ Natriumsalz, mit kohlensaurem Natron und i Salmiak erhitzt, gute Resultate.
■'■■ Die auf die angegebene Weise dargestellte
■ ■ Naphtylaminmonosulfosäure unterscheidet sich
in ihren Eigenschaften wesentlich von der aus ;ß-Naphtylamin dargestellten schwer löslichen 'Sulfosäure (D. P. No. 20760). Unsere Säure ,-ι löst sich in ca. 260 Theilen siedenden Wassers, !die aus ß-Naphtylamin dargestellte dagegen in 'ca. 70 Theilen.
: Während die aus Naphtylamin dargestellte :Säjjre leicht lösliche, schwer krystallisirendc iSalze bildet, besitzen die schwer löslichen Salze !unserer Säure hohe Krystallisationsfähigkeit. : So löst sich z.B. das Bariumsalz der aus ,Naphtolsulfosäure dargestellten Amidosäure in ca^ 180 Theilen Wasser von 150C, während sich das Bariumsalz der aus Naphtylamin dargestellten Säure in ca. 9,5 Theilen Wasser von.: 150C. löst. ■■.;■ .;■■■■..'. ■ ..:. ' ; '■ ' .':■'" ·::^ ' Sowbhl die freie Säure als; auch ihre. Sülze'■'.·' zeichnen sich durch prachtvollen Silberglanz der den Verbindungen der Säure aus
aus,

Claims (2)

ß-Naphtylamin fehlt. Die aus der Diazovcrbindung unserer Säure in Combination mit Phenolen u. s. \v. dargestellten Farbstoffe unterscheiden sich ebenfalls von den entsprechenden Farbstoffen der patentirten Saure, da sie durchgängig schwerer löslich sin,d und gelbere Nuancen besitzen. Die bei Darstellung der eben beschriebenen schwer löslichen β - Naphtylaminmonosulfosa'ure erhaltene Mutterlauge enthalt noch in nicht unbedeutender Menge eine in Wasser leicht lösliche ß-Naphtylaminmonosulfosäure; zur Gewinnung derselben wird die Mutterlauge mit Soda neutralisirt, !zur Trockne verdampft und mit 2 bis 3 Theilen Alkohol von 900 ausgekocht. Aus der angesäuerten alkoholischen Lösung scheidet sich die Säure beim Erkalten aus. ; Die so erhaltene ß-Naphtylaminmonosulfosäure ist nicht identisch mit der leicht löslichen Sulfosäure aus ß-Naphtylamin und rauchender Schwefelsäure. Wir führen hier z. B. die verschiedene Löslichkeit der Säuren in 90 pCt. Alkohol an. . Unsere Säure löst sich in ca. 190 Theilen 90 procentigem siedenden Alkohol, die andere dagegen in ca. 100 Theilen Alkohol. Ferner erhalten wir bei Combination der Diazo verbindung unserer Säure mit Phenolen • u. s. w. eine Reihe neuer Farbstoffe, die in Bezug auf Nuancen durchaus verschieden sind von den'entsprechenden Farbstoffen der leichtlöslichen Sulfosäure aus ß-Naphtylamin. So giebt z. B. die Diazoverbindung unserer *Sa'ure, mit a-Naphtolmonosulfosäure combinirt, einen schönen roth blauen Farbstoff, die Diazoverbirtdung der aus ß-Naphtylamin dargestellten Säure dagegen mit gleichen Componenten einen blutrothen, stark ins Bräunliche ziehenden Farbstoff. ■ Im Allgemeinen· zeigen die Azofarbstoffe der leicht löslichen Naphtylaininsulfosäiiren aus !ß-Naphtylamin durchweg gelbere bezw. bräunliche Nuancen, während die Azofarbstoffe aus 'unserer Säure mehr rothe bezw. blaue Töne jzeigen. ! Durch Combination der Diazoverbindungen· ■der beschriebenen beiden ß-Naphtylaminmono-I sulfosäuren mit den Phenolen, Oxyphenolen iund Naphtolen, deren Aether und Sulfosäuren erzielen wir eine Reihe neuer schöner Färb-, stoffe,, deren Nuancen je nach dem zur Anwendung gekommenen Componenten zwischen gelb bis rothviolett bezw. braunroth schwankt. Wie schon erwähnt, liefert ; die schwer lösliche Säure die mehr gelben, die leicht lösliche Säure dagegen die mehr rothen bezw. blauen Nuancen. So giebt z. B. die Diazoverbindung der schwer löslichen Sulfosäure mit Phenol ein sehr gelbes Orange, mit ß-Naphtolmonosulfosaure Gelbroth, mit a-Naphtolmonosulfosäure Blutroth, mit:.■ α-Naphtol desgleichen. ■ Die Diazoverbindungen der leicht löslichen Sulfosäuren geben dagegen mit ß-Naphtolmonosulfosa'ure Ziegelroth, mit a-Naphtolr monosulfosäure und α-Naphtol% tief Blauroth. Paten τ-Ansprüche:
1. Die Umwandlung der Scha ffer'schen ß-Naphtolmonosulfosäure in zwei isomere
■ neue ß-Naphtylaminmonosulfosäuren durch Einwirkung von Ammoniak.
2. Die Darstellung von Azofarbstoffen durch Combination der Diazoverbindungen der nach Patent-Anspruch i. erhaltenenß-Naphtylaminsulfosä'uren - mit Phenolen, Oxyphenolen, Naphtolen, deren Aether und Sulfosäuren.
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