DE224580C - - Google Patents

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DE224580C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P1/00General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed
    • D06P1/36General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using mordant dyes ; using metallisable dyes

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Description

KAISERLICHES
Osterreich vom 17. November 1908
Bei der Apparatefärberei mit Alizarin hat man sich bereits der Zucker verbindung des Kalkes bedient, welche den Niederschlag des Alizarinkalkes in Lösung zu bringen vermag. Es ist weiterhin bekannt (vgl. Löwenthal, Handb. d. Färberei 1900, S. 1004 oben), daß sowohl saure wie basische Calciumalizarate sich in kaltem Wasser und in Ammoniak lösen. Beim Erhitzen der Lösungen bildet sich das normale Calciumsalz, welches in klarem Kalkwasser löslich ist. Von diesen Lösungen hat man vornehmlich nur zum Färben von Stückware Gebrauch gemacht, und zwar derart, daß das Gewebe durch ein Bad durchgezogen wird, welches im Liter 3/4 g Alizarin und 6 g klares Kalkwasser enthält. Bei Anwendung dieser bekannten Farbstofflösungen für die besonderen Zwecke der Apparatefärberei hat es sich gezeigt, daß weder die Lösung der sauren noch der basischen Calciumalizarate in kaltem Wasser und in Ammoniak, noch die des neutralen Salzes in überschüssigem Kalkwasser für die Zwecke der Apparatefärberei vollauf genügt,
2S und dies hauptsächlich deshalb nicht, weil beim Apparate!ärbeη unbedingt ein Erwärmen
' der Flotte stattfinden muß und beim Erwärmen der Flotte, wie bereits von Liechti und Suida festgestellt ist, auch das neutrale Calciumalizarat, welches sich beim Erwärmen des saueren und basischen Salzes bildet, auch nicht bei Anwesenheit von überschüssigem Kalkwasser in Lösung erhalten werden kann, sondern Niederschläge entstehen (vgl. Löwenthal, a. a. 0.). Die Lösung der Calciumalizarate in Ammoniak wäre noch eher stabil, jedoch verflüchtigt sich das Ammoniak beim Erwärmen und kann daher nur schlecht benutzt werden.
Es war daher notwendig, das Verfahren noch derart abzuändern, daß den Verhältnissen bei der Apparatefärberei Rechnung getragen und die klare Lösung der mit Kalk und Alizarin bestellten Farbbäder auch in der Hitze gewährleistet wurde. Es war nun naheliegend, statt Ammoniak die anderen ätzenden Alkalien, wie Natron- oder Kalilauge, zur Stabilisierung der Lösung heranzuziehen. Doch hat sich gezeigt, daß man diese Stoffe hier nicht anwenden kann, weil sie von der gebeizten Faser Tonerde herunterziehen. Der Verwendung von kohlensauren Alkalien stand das große Bedenken gegenüber, daß kohlensaures Alkali sich mit dem
vorhandenen Kalkwasser zu kohlensaurem Kalk umsetzen würde. Es hat sich nun die. überraschende Tatsache gezeigt, daß dieses Bedenken unbegründet war, und es gelingt in ausgezeichneter Weise, das Färben von gebeizten Fasern in einer auch beim Erwärmen klar bleibenden Flotte durchzuführen, wenn man sie mit Alizarin, Kalkwasser und Soda oder Pottasche richtig bestellt, wobei die Erschöpfung des Bades derart glatt erfolgt, daß die gleiche Brühe acht- bis zehnmal hintereinander zum Färben benutzt werden kann. Zur Ausführung des Verfahrens werden z. B. für 30 kg Baumwolle, 4 kg Alizarin, 2oprozentig, in 12001 Wasser durch 500 g calcinierter Soda gelöst und 100 1 klares Kalkwasser zugesetzt. Auch kann eine Tanninmenge von etwa 60 g zugegeben werden. Gefärbt wird anfangs kalt und mit der Tempe- ratur langsam steigend. Nach dem Färben, das in einer V4 Stunde beendet ist, gibt man ein schwaches Säurebad, welches am vorteilhaftesten mit einer organischen Säure (Essigsäure, Ameisensäure, Milchsäure usw., weniger geeignet sind anorganische Säuren) bestellt ist, dem man geringe Mengen von Zinnsalz oder Zinnsolution, hergestellt aus Zinnchlorür und Salpetersäure, beigibt. Für obige 30 kg Garn würden 0,75 1 Essigsäure von 40 Prozent in Anwendung kommen. Dieses Bad von V4 stündiger Dauer reinigt und belebt die Färbung. Hierauf folgt ein 1 bis 2 Stunden langes Dämpfen bei 1 bis 1V2 Atmosphären, wodurch, die völlige Bildung und Fixation des Farblackes erreicht wird. Eine darauffolgende Avivage macht das Garn noch lebhafter und weicher.
Außer Alizarinrot lassen sich auch andere Alizarinfarbstoffe nach dem beschriebenen Verfahren färben, und zwar die Alizarinbordeaux B, G, GG (Bayer), ferner Alizarincyanine R, G, 3 R doppelt von Bayer, AIizarinmarron (B. A. S. F.), Alizaringranat (F. M. L. B.) und die entsprechenden chemisch identischen Produkte sowie ihre Mischungen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zum Färben von Gespinsten in aufgewickelter Form mit Alizarinrot und anderen Alizarinfarbstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß das Material in einem Farbbad aus in Kalkwasser gelöstem CaI-ciumalizarat unter Zusatz von kohlensauren Alkalien gefärbt und hierauf abgesäuert, in bekannter Weise gedämpft und aviviert wird.
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